Eigener Bildband....ein paar Fragen dazu.

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Jürgen B.

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Hallo Forum,

ich möchte mich heute einmal mit ein paar Fragen an euch wenden, die die Möglichkeiten bzw. Vorrausetzung zur Erstellung eines eigenen Bildbandes betreffen.

Vielleicht ist es dem einen oder anderen (oder natürlich der einen oder anderen) auch schon, genauso wie mir vor kurzem, passiert, das man mal vor einem Motiv steht, von dem man der Meinung ist, das es sich lohnen könnte, dieses und vielleicht seine verschiedenen Varianten in einem Bildband festzuhalten bzw. anderen Interessierten zu präsentieren.

Leider handelt es sich bei meiner Idee um eine regional begrenzte Sache und wenn ich realistisch bin, würde sich die potentielle Anzahl von Kaufinteressenten in Grenzen halten.

Deshalb mal einige Fragen an die unter euch, die vielleicht schon mal einen eigenen Bildband realisiert haben.

- Wie läuft so etwas...wird man das erstmal selbst finanziell anschieben müssen? Oder sucht man sich einen Verleger den man von seinem Konzept überzeugen muss?

- Ab welcher Auflagenzahl macht so etwas Sinn? 50, 100, oder ab 1000????

- Gibt es rechtliche Dinge die man dabei besonders beachten muss?


Gruss Jürgen
 
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Hallo Jüregn,

Ich glaube es gibt ne menge Fotografen die sich diesem Problem schon einmal gestellt haben.
Ich denke mal die Auflage ist abhängig von der Nachfrage.Und das ist das größte Problem.Wie kommt man an diese Infos.Klar, Freunde und Familie möchten wahrscheinlich auch ein Werk von dir, aber willst du nicht mehr?
Also kommst du nicht drumherum ein oder mehrere Prototypen drucken zu lassen.
Er sollte natürlich die Qualität haben wie die Ausgaben später.
Anbieter von sogenannten "Fotobüchern" sind zu teuer um daran etwas zu verdienen.
Es gibt aber kleine Verlage die Interessiert an interessanten Bildbänden sind.
Gruss,
Alex
 
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Wie läuft so etwas...wird man das erstmal selbst finanziell anschieben müssen? Oder sucht man sich einen Verleger den man von seinem Konzept überzeugen muss?
Meine diesbezüglichen Erfahrungen werden dir nicht viel nützen, denn mein erster Bildband (oder mein letzter, je nachdem von welcher Seite man es betrachtet) lag dieser Tage vor 25 Jahren in den Buchläden. Seither hat sich die Erde ein Stück weiter gedreht. Deshalb nur im Plauderton ein paar Dinge, die sich wohl nicht wesentlich geändert haben:

Einen Verleger von seinem Konzept zu überzeugen ist immer gut. Wenn du allerdings schon selbst mal annimmst, dass das Thema regional begrenzt absetzbar ist und vielleicht nicht das Massenpublikum anspricht, müsstest du einen Verleger finden, der regionale Nischen bedient. Große Verlage, die im gesamten deutschsprachigen Raum absetzen und über ausländische Partner fremdsprachige Lizenzproduktionen einfädeln können, fallen da weg. Blöderweise sind das gerade die, welche die guten Vorschüsse zahlen.

Heute erscheinen viele Druckwerke mit Lokalcharakter im Eigenverlag. Wer in Punkto Desktop Publishing und Bildbearbeitung nicht gerade ein Barbar ist, kann da schon einiges am heimischen Computer vorbereiten. Ob sich Auflagenzahlen von 50, 500 oder 5000 rechnen, ist eine reine Kalkulationsfrage. Heute kann man über spezialisierte Anbieter Bücher in Weihnachtsgeschenksauflagen ordern. Es schlagen sich halt größere Auflagen in niedrigeren Stückpreisen nieder. Da muss man sehen, was das unter Einrechnung aller Nebenkosten kostet, wieviel man verlangen müsste, um das rein zu kriegen und - das ist wohl die schwierigste Frage - ob das zu diesem Preis realistisch absetzbar ist.

Womit wir schon beim nächsten Knackpunkt sind. Wie verkaufen? Wenn man ernsthaft was los werden will, empfiehlt es sich, schon im Vorfeld potentielle Sponsoren zu kontaktieren und für das Projekt zu begeistern. Gerade bei lokalem Bezug kann man Firmen, Banken, Kommunen ansprechen. Die kriegen eine Werbeseite und dafür sponsern die einen Druckkostenbeitrag und ordern vielleicht gleich mal einen Packen als Werbegeschenke für Geschäftspartner oder sie legen das Buch im Schalterraum auf und nehmen Bestellungen entgegen oder verkaufen es selbst. Kontakte zu lokalen Zeitungen und Radiosendern wären auch nicht schlecht. Gerade in der Vorweihnachtszeit kann eine gute Buchbesprechung den Zähler zum Rotieren bringen.

Bei der Präsentation mit einem quasi fertigen Buch aufzutreten, würde ich übrigens nicht für unbedingt nötig halten. Ein griffiger Titel, ein stimmiges Konzept und sagen wir mal 20 Bilder, die mal die Pupille erweitern, sollten genügen. Für mehr ist der gestresste Manager (oder wer sich dafür hält) eh nicht aufnahmefähig.

Summa summarum sollte sich das schon machen lassen. Ein Bildband ist halt leider im Vergleich zu einer Sammlung selbst geschriebener Mundartgedichte doch ein sehr viel aufwändigeres und teuereres Projekt. Reich wird man damit aber sowieso nicht. Da müßte man schon bei einem großen Verlag abschließen und mit den Verkäufen mindestens im fetten vierstelligen Bereich landen.
 
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