Dynamik-/Kontrastumfang der D200

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palmers

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Moin zusammen!

Kann mir irgendjemand Auskunft über den Kontrastumfang der D200 geben? Also: Wieviel Lichtwerte/f-Stops/welchen Kontrast kann die D200 maximal widergeben, ohne Zeichnung in den Schatten/Lichtern zu verlieren.
Ich habe Nikon bereits angeschrieben und die Antwort erhalten, dass es sich hierbei um ein "Firmengeheimnis" halte und man keine Informationen erteilen dürfe...Na ja!

Ich halte nach meinen bisherigen Erfahrungen einen Belichtungsumfang von maximal 5-6 LW oder eben 5-6 f-Stops für realistisch ( ergo einen Kontrast von max 1:64 ). Wenn ich z.B. in einem bestimmten Motiv bei der gewählten Arbeitsblende mit der Spotmessung im dunkelsten Bereich eine Verschlusszeit von 1/8sec und in den Lichtern 1/250sec ( also ein Kontrast von 1:32 ) ermittle und dann auf den Mittelwert belichte ( also mit 1/40 bzw 1/50 ), erhalte ich bei sauberer Messung und korrekter Messpunktwahl ein gerade noch richtig belichtetes Bild mit Zeichnung sowohl in den Tiefen, als auch in den Lichtern.

Wie sind Eure Erfahrungen hierzu?


Cheers

T
 
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Hallo,

Wie sind Eure Erfahrungen hierzu?
die meisten Quellen geben für alle Nikon DSLRs von der D50 bis incl. D200 einen nutzbaren Kontrastwertumfang von (plusminus) 9 Blendenstufen an. Bei der D300 und vor allem der D3 wurden diese Wert erstmalig nach oben korrigiert. 5 bis 6 Blendenstufen scheinen nach meinem Dafürhalten zu gering zu sein. Es ist dabei zu berücksichtigen, dass ein normaler Monitor, noch deutlicher aber Fotopapier, das schwächste Glied der Kette ist und zur Beurteilung ungeeignet ist. Deine Methode mit der Spotmessung habe ich nicht verstanden.

Viele Grüße
HaPe
 
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Hallo HaPe!

Mit der Spotmessung ermittle ich den Kontrastumfang ( so wie man es klassisch auch mit einem Handbelichtungsmesser mit Spotaufsatz machen würde ): Ich messe die dunkelste und die hellste Stelle des Motivs aus, wenn z.B. die dunkelste Stelle bei einer x-beliebigen Blende 1/4sec und die hellste Stelle 1/250sec als Messergebnis bringt, so entspricht der Motivkontrast 1:64, bzw muss der Sensor 7LW verkraften können. Wenn ich jetzt weiss, dass mein Sensor z.B. nur 5LW abkann, so bin ich mir hierdurch im Klaren darüber, dass der Motivkontrast den maximalen Kontrastumfang meines Sensors sprengt und ich somit auf Zeichnung in den Teifen und/oder Lichtern verzichten muss, so dass ich je nach Motiv meine Belichtung entsprechend entweder Richtung Schatten oder Lichter gewichte.
Liegt der Motivkontrast jedoch innerhalb des Machbaren, so kann ich getrost mit dem Mittelwert der Schatten/Lichter belichten ( im obigen Fall also mit 1/30sec ). Hiermit würden dann die Lichter um 3LW ÜBERbelichtet und die Tiefen um 3LW UNTERbelichtet, so dass Weiss auch wirklich weiss bleibt und Schwarz auch tatsächlich Schwarz abgebildet wird. Je nach Motiv kann ich mit der oben genannten Methode auch leicht meinen Belichtungsspeilraum feststellen, um z.B. eine saubere Gewichtung Richtung Schatten/Lichter ( High-/Lowkey ) zu ermitteln.
Diese Methode ist natürlich sehr aufwändig und ich nutze Sie auch nur dann, wenn ich gerade mal Lust dazu hab und vor allem wenn das Motiv und das Licht mir die Zeit dazu gibt. Auf jeden Fall macht sie mir mehr Spass als die "set and forget" Methode, also P-Mode und 3D-Colormatrix... Mehr Kontrolle gibt einem die oben beschriebene Methode auf jeden Fall.

Wie auch immer: Einen Kontrastumfang von 9LW halte ich für ziemlich unwahrscheinlich, denn bereits bei dem oben Beschriebenen Fall ( Kontrast 1:64 oder eben 7LW ) kommt meine D200 klar an ihre Grenze!
Wenn ich einen derartigen Motivkontrast mit dem Mittelwert korrekt belichte, so stellen sich bei mir die zuvor ausgemessenen Lichter als zeichnungslose Spitzlichter und die Schatten als abgesoffene schwarze Flecken dar ( ebenfalls natürlich zeichnungslos )... Im Histogramm ist dies "schön" zu erkennen, bzw bringt der Doppelschwellwert in CNX spätestens die Ernüchterung!

Mein Monitor sollte in der Lage sein, einen Kontrast von 1:400 darzustellen ( NEC 2690WUXi ). Hier dürfte also nicht die Schwachstelle liegen und ich mache meine Bewertung auch ganz nüchtern am Histogramm / Doppelschwellwert fest!

Cheers

T
 
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Hallo,

vielleicht liegt das Missverständnis in der Definition. Unter dem Kontrastwertumfang (= Dynamik, Dynamikumfang, etc.) verstehe ich den Quotienten aus dem größten und dem kleinsten darstellbaren Helligkeitsunterschied (Dmax/Dmin). Dmax wird bestimmt aus den von Dir genannten hellsten und dunkelsten Motivteilen und Dmin wird definiert aus dem Grenzbereich zwischen "gerade noch darstellbaren/sichtbaren Helligkeitsschwankungen und Rauschlevel). Je nach Normierung dieses Messwertes (Logarithmus zur Basis 10 oder 2) kann er in dB (üblich in der Physik) oder EV (Blendenstufe, üblich in der Fotografie) angegeben werden. Soweit ich Dich verstanden habe, brauchst Du "nur" eine Information zu Dmax. Da gibt natürlich andere Zahlenwerte.

Ciao
HaPe
 
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Hab hier noch mal etwas gegoogelt:

http://www.digitalartform.com/archives/2006/03/nikon_d200_zone.html

So wie es hier aussieht, kommt die D200 nach obigen Testaufbau auf 7LW, wenn ich es richtig interpretiere. Oder anders ausgedrückt:

Wenn man auf neutralgrau ausmisst, so hat man jeweils 3LW nach oben bzw unten "Luft" und bekommt sowohl in den Schatten als auch in den Lichtern noch sicher Zeichnung ( also von Zone 5 ausgehend zeichnet die D200 noch bis Zone 8 sauber durch, ergo 3f-Stops überbelichtet, nach unten sieht´s genauso aus, wenn man auf der sicheren Seite bleiben möchte ). Die Zonen 1 und 9 scheinen mir grenzwertig...
Daher verlasse ich mich auf einen Dynamikumfang von 1:128 bei der D200.

Cheers

T
 
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Du kannst jeden beliebigen Wert zwischen 6 und 13 Blendenstufen eintragen solange Du nicht die Durchzeichnung im hellen Bereich und das Rauschen im dunklen Bereich definierst.

LG, Andy
 
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Hallo,

Du kannst jeden beliebigen Wert zwischen 6 und 13 Blendenstufen eintragen solange Du nicht die Durchzeichnung im hellen Bereich und das Rauschen im dunklen Bereich definierst.
das ist genau auf den Punkt gebracht, was ich weiter oben bereits in Posting #6 angemerkt hatte: Der Dynamikumfang definiert sich nicht nur aus dem "großen Signal", also aus der Differenz zwischen dem größten und kleinsten darstellbaren Helligkeitswert, sondern auch aus dem "kleinen Signal", also der Frage, wann genau dieser größte bzw. kleinste Wert denn konkret erreicht ist. "Durchzeichnung" und "Rauschen" ist genau die praktische Anwendung des physikalischen Dmin, also das kleinstmögliche darstellbare Signal.

In dem dpreview Beitrag wird genannt, dass der obere Grenzwert an einer Stelle kurz vor dem Erreichen des Weißpunktes festgelegt wird und der untere Grenzwert entweder bei 2% des max. Luminanzwertes oder einem gewissen definierten SNR - je nachdem ob das schwarze Loch oder das Rauschen eher zuschlägt. Diese Grenzwerte mögen durchaus einigermaßen sinnvoll gewählt sein, trotzdem wohnt ihnen noch eine gewisse Beliebigkeit inne und andere Grenzwerte mögen auch nicht ganz praxisfern sein, liefern dann aber auch andere Ergebnisse. In Summe werden der D200 bei JPEG-Files bis zu 8,2 EV an Dynamikumfang attestiert - exakt so viel wie der 5D. Ändert man dagegen nur einige Parameter im RAW-Konverter werden daraus bis zu erstaunlichen 11 EV - für einen 12 Bit-Wert eigentlich kaum nachvollziehbar.

Was können wir daraus lernen? Genau das, was jeder Student eines Ingenieurs-Studiengang im ersten Semester lernt: Zu jedem Messwert müssen ehrlicherweise die Rahmenbedingungen genannt werden, unter denen der Messwert entstanden ist.

Wer hat nun Recht: Der Palmers oder dpreview? Ganz einfach: Beide haben Recht. Unter den jeweils gegebenen Rahmenbedingungen haben beide das für sie relevante Resultat ermittelt. Für Palmers sind es 5 EV, für dpreview 8,2 bis abenteuerliche 11 EV. Was man nun aber nicht machen darf ist, beide Zahlen in Beziehung zu setzen, weil sie unter denkbar unterschiedlichen Rahmenbedingungen entstanden sind. Beide Werte beschreiben formal einen "Dynamikumfang", ihre Verwendung und ihr Nutzwert für die jeweiligen Anwender ist aber denkbar unterschiedlich.

Viele Grüße
HaPe
 
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Habe kürzlich an einem Workshop der Nikon-School teilgenommen und dort eben die gleiche Frage gestellt:

Laut Aussage des Referenten, ist man bei einem maximalen Kontrastumfang von 6LW auf der sicheren Seite, Details sind in den Schatten jedoch softwareseitig wesentlich leichter herauszuholen, als in zeichnungslosen Lichtern.

Daher liegt bei mir die Grenze einfach bei 6LW und damit bin ich safe...
 
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