riegwe, einmal vorweg: Es liest sich schlecht und ist hinderlich beim zitieren, wenn du deinen Text so unnötig bunt und zur hälfte Fett gestaltest...
Ja, sorry, ist mir dann auch aufgefallen...
ist mir auch "zu bunt" geworden
Ich stelle bei dir immerwieder fest, dass du "Wissenschaft" mit Mathematik und der "Berechenbarmachung" verwechselst. Es geht aber um Erkenntnisgewinn und den Weg dahin. Und zwar Erkenntnisgewinn, der über Anwendung hinausgeht. Dabei ist es essentiell Aussagen zu hinterfragen und sie auch so zu halten, dass sie falsifizierbar sind -- nur dann liefern sie einen Erkenntnisgewinn.
Stelle mir einen Erkenntnisgewinn ohne Berechenbarkeit sehr schwer vor, wenn ich die elementare Logik (Mengenlehre, Boolsche Algebra) auch dazu zählen darf...
Wie du meinen vorherigen Beiträgen entnehmen kannst bestreite ich gar nicht, dass besagte Heilungsmethoden, Meditation usw. Auswirkungen haben, sogar ooft die in dem Zusammenhang vorhergesagten. Das alles entzieht sich aber nicht grundsätzlich einer wissenschaftlichen Betrachtung oder Begreifbarkeit.
Ja, es wiederspricht nichteinmal der Logik, noch liegt eine andere zu Grunde. Warum auch? Ich sage nicht, dass es schon mit allem geglückt ist. Aber wenn du da Grenzen für die Wissenschaft siehst, solltest du sie aufzeigen und nicht nur behaupten, dass sie da sind.
Auf Fotos bezogen kann man dann z.B. fragen, ob man ein künstlerisches, wirkungsvolles Bild konstruieren kann. Ich denke ja. Es sind sehr komplexe Zusammenhänge, aber der geübte Fotograf wird später recht genau erklären können, welche Perspektive er warum gewählt hat oder warum er mit dem goldenen Schnitt gebrochen hat. Auch wenn er das vielleicht schon unbewußt, intuitiv oder aus einem Gefühl heraus so gestaltet, kennt er doch viele wahrnehmungstheoretische Aspekte. Das Beispiel soll ein wenig verdeutlichen, dass Wissenschaft, Kunst, Intuition und Logik keine Widersprüche sind auch ohne, dass handfeste Rechnungen im Spiel sind.
Für mich ist die Wissenschaft, vereinfacht ausgedrückt, die Frage nach dem "WARUM". (funktioniert etwas so und nicht anders)
Und dann gibt es noch die Frage nach dem "WIE". (kann ich sein, das Leben genießen, meinen Sinn erfüllen)
Klar kommen sich diese beiden Fragen "in die Quere" und ergänzen sich auch zu weilen wunderbar, trotzdem ist es nicht das selbe.
Im Nachhinein kann man alles mit dem WARUM begründen.
Und der Fotograf - um bei deinem Beispiel zu bleiben - hat Glück,
wenn er durch die hohe Schule so viel gelernt hat und verinnerlichen hat können.
Aber das ist nicht notwendiger Weise die Voraussetzung dafür, dass er intuitiv gute Fotos macht. Es mag es ihm erleichtert haben, oder auch vermiesen. Es gibt / gab auch das intuitive Genie / Naturtalent über das die Frage nach dem WARUM überhaupt erst begonnen hat...
http://de.wikipedia.org/wiki/Wissenschaftstheorie
http://www.google.at/search?hl=de&rls=DVXE,DVXE:2005-41,DVXE:de&q=Grenze+der+Wissenschaft&meta=
Also ethisch/moralisch brauchen wir nicht drüber reden. Nur ist der Erkenntnisgewinn nicht zu bestreiten. Die Sprache, die er offenbar postuliert hat, gibt es so nicht und man erkennt, wie wichtig soziale Kontakte sind. Letzteres ist wohl am wenigsten überraschend. Deine Einlassung könne man so verstehen, als würde wissenschaftliches Vorgehen unmoralisches oder ethisch verwerfliches Handeln implizieren. Das ist natürlich nicht so. Ethik und Moral existieren unabhängig von Wissenschaft, sie sind ein Emergenz-Effekt zwischen vielen Individuen, der durchaus unterschiedliche Ausprägungen hat in unterschiedlichen Kulturkreisen.
aber um welchen Preis?
...nicht implizieren, aber auch nicht notwendiger Weise berücksichtigen.
...eben...
Falsche Frage! Wissenschaft ist nuneinmal essentieller Bestandteil Menschlichen Daseins. Sie bestimmt unser Leben in weiten Teilen. Die richtige Frage ist, wie gelangen wir zu erkenntnissen ohne was kaputt zu machen und wie gehen wir verantwortungsvoll damit um. Es ist nicht problematisch zu wissen, wie man eine Bombe baut, es ist ein Problem sie zu verwenden. Es ist auch nicht schlimm zu wissen, wie man Gene verändert, es ist aber ein Problem, sie ohne Nachdenken in die Welt zu setzen.
Aber um dennoch eine Antwort auf deine Frage zu geben: Wir brauchen Wissenschaft um den menschlichen Drang nach Erkenntnis zu befriedigen. Sie kann uns überall helfen, sie kann uns insbesondere auch helfen systematisch an Dinge heranzugehen und immerwieder zu erkennen, dass vieles nicht so ist, wie es auf den ersten Blick erscheint.
wie du meinen Ausführungen entnehmen kannst (darf ich mir das ausleihen, passt gerade so gut?) habe ich nichts gegen die Wissenschaft.
die Frage nach dem WARUM ist manchmal sehr nützlich, aber eben nicht immer notwendig, und manchmal sogar extrem hinderlich
Ich sehe nicht, inwiefern Wissenschaft dem entgegen stehen soll. Alles Dinge, die einem bei wissenschaftlicher Arbeit durchaus begegnen.
es ging hier um "Liebe - Hoffnung - Freude - Emotion - Gefühle... etc."
kann sein, muss aber nicht (manche finden auch Stahlkonstruktionen sexy)

so wahrscheinlich wie ein Geist auf einem Photo

oder ein Blitz aus einer Kernspaltung
es ist ebennicht Sinn und Zweck bei der Frage nach dem WARUM.
PS: kennst Du vielleicht den Ansatz der Memetik (analog zur Genetik versucht man hier alles aus der Sicht der Information zu sehen - der Mensch als Wirt)?
Wird interessant, wenn man z.B. die Begründungen der Evolution für Partnerwahl dem gegenüber stellt (und etwas gruselig - da wesentlich realer - Mann/Frau sucht nicht biologisch vorteilhaften Partner sondern Informations-Weitergabe-Effizienz technisch wertvollen - Macht durch Information statt Kindersegen).
Es können eben theoretisch beliebig viele wissenschaftliche Ansätze / Modelle / Berechnungen / Falsifizierbarkeiten / Erkenntnisse etc. nenne es wie du willst, nebeneinander (co)exisiteren. (bis sie sich irgendwo in irgendeinem Begriffsraum widersprechen)
Diese Aussage transportiert teilweise einen Vorwurf, der irgendwie nicht adressiert ist und noch nicht einmal ein reales Problem trifft. Meinst ud sowas wie Wissenschaftsfundamentalismus? Wie könnte der aussehen? Alles erforschen um jeden Preis (sei es Menschenleben, Tierversuche etc.)?
Das sind wieder die ethischen/moralischen Fragen.
Das ist zum einen kein Beweis, dass es der Wissenschaft nicht zugänglich ist, zum anderen ist der Erkenntnisgewinn dennoch da. Vielleicht haben sie es auch einfach falsch oder ungeschickt gemacht. (wolltest du nicht zur Photograhie zurück kommen?

)
und?
irgendwie sind die Zitate der Zitate verschwunden (war das ein ein Geist

) ?
"Wenn man die Wissenschaft über alles stellt..."
Nicht "Fundamentalismus", nur den Wahn, zu glauben[sic!], alles wissen zu können, bzw. alles erklären zu können.
Die Frage nach dem WARUM ist nicht für alles geeignet (siehe bereits weiter oben).
Nein wir können nicht "Beweisen, dass es der Wissenschaft nicht zugänglich ist" - das geht genau so wenig wie Mathematik durch Mathematik zu beweisen (Gödel, du erinnerst dich...?)
Da ist es wieder... darum geht es nicht!!
Was, wo - schon wieder ein Gespenst
"Im Ernst, sollen wir warten, bis wir alles analytisch abbilden können..."
Doch genau darum geht es imho hier - wann stellen wir die Frage nach dem WARUM und wann die nach dem WIE.
Wir könnten auch ein Henne-Ei Problem daraus machen,
aber evolutionstechnisch gesehn war zuerst das WIE (= nicht wissenschaftl. Ansatz, Esoterik, Religion, Ritual, Astrologie)
und dann kam erst das WARUM.
Ob das jetzt gut ist, weiss ich nicht, aber wir werden mit dem WIE kaum warten können, bis alle WARUMS geklärt wurden,
das hatte ich gemeint - gut wir können einstweilen überall dort "würfeln",
das kommt rational auf das gleiche heraus - emotional leider überhaupt nicht
Na, das ist doch mehr als offensichtlich, dass wir es hier mit Überlagerungen durch wirtschaftliche Interessen zu tun haben, also im Bereich des Missbrauchs sind. Dass es hier wie ein Widerspruch scheint, liegt auch eher an deinen Worten "wissenschaftlich belegt", was nebenbei impliziert, dass es ja eigentlich unzweifelhaft ist. Besser wäre es wohl von einer "statistisch signifikanten Häufung" zu sprechen. Wenn man jetzt aber mal abwägt, kommt man wohl schnell zu dem Schluss, dass es um Atomkraftwerke nicht ganz so sicher ist.
"wissenschaftlich belegt" sind die Worte im Artikel, so weit ich mich erinnere,
und so weit ich das kenne, gilt das sehr wohl bei einer nachweislich "statistisch signifikanten Häufung" - wie sonst glaubst du funktioniert Falsifizierung in der Praxis ?
(auch ein digitales Messgerät dass schöne ganze Ziffern anzeigt macht Messfehler und beruht auf dem Prinzip der Stochastik mit "statistisch signifikanten Häufungen" - im Messbereich)
möchte aber niemanden desillusionieren :hallo:
lG
Werner