Dunkelkammer - Welches Objektiv für Belichter?

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zoomie

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Hallo Leute,

ich bin gerade dabei, mir eine Dunkelkammer einzurichten, um dafür nicht mehr Räume anmieten zu müssen. Kennt jemand nebenbei ein Forum, das sich ausschließlich auf Fragen rund ums Fotolabor spezialisiert hat?

Nun zu meiner Frage: Ich habe in der Bucht billig einen Jessops 3500 Enlarger bekommen, den ich zwar steckertechnisch erstmal umrüsten muss, der aber neuwertig ist. Nur leider fehlt ein Objektiv. Welche Belichter-Objektive sind zu empfehlen, auch angesichts der verschiedenen Vergütungsstufen? Es sollte ein 50mm sein.

Gruß,
zoomie
 
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vielleicht ein rodagon (rodenstock)?
die preisklasse rogonar fand ich zwar nicht wirklich schlecht, aber wenn das rodagon für einen bezahlbaren preis zu bekommen ist, warum nicht?

die nikon EL-objektive kenne ich nicht, kann ich also nix zu sagen.

gruß
sebastian
 
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Hallo Leute,

ich bin gerade dabei, mir eine Dunkelkammer einzurichten, um dafür nicht mehr Räume anmieten zu müssen. Kennt jemand nebenbei ein Forum, das sich ausschließlich auf Fragen rund ums Fotolabor spezialisiert hat?

hallo Zoomie

http://www.fotoimpex.de/Forum/Forum.html
http://www.sw-magazin.de/ dann auf Hobbylaborforum
http://www.aphog.de/ dort auf Forum und dann Dunkelkammer
http://www.hobbyphoto-forum.de/

Nun zu meiner Frage: Ich habe in der Bucht billig einen Jessops 3500 Enlarger bekommen, den ich zwar steckertechnisch erstmal umrüsten muss, der aber neuwertig ist. Nur leider fehlt ein Objektiv. Welche Belichter-Objektive sind zu empfehlen, auch angesichts der verschiedenen Vergütungsstufen? Es sollte ein 50mm sein.

Gruß,
zoomie



Zu deiner Frage nach geeignetem Objektiv. Es kommt auf das Format an, auf das du Vergrößern willst. Bis 20x30 nehmen sich die einzelnen Objektive wenig. Ein Vierlinser sollte es mindestens sein.

Das tschechische Anaret (nur das 4,5/50mm) gilt als recht gut und ist spottbillig zu bekommen. Ein Rogonar von Rodenstock taugt auch, (hätte ich eines übrig, wie neu) von Schneider Kreuznach gibt es das Componar.

Von Nikon gibt es die EL-Nikkore welche zumindest in der neueren Version zu den Spitzenoptiken zählen. In der selben Klasse finden sich noch Rodagon von Rodenstock und Componon von Schneiderkreuznach. Ganz oben sind dann die APO-Rodagone und APO-Componone angesiedelt.

Was zum Lesen z.B. unter URL="http://www.schneiderkreuznach.de/foto/foto.htm"]http://www.schneiderkreuznach.de/foto/foto.htm[/URL]

Zunächst würde ich aber mal nachsehen, welches Gewinde dein Vergrößerer hat. Sollte das was unübliches sein, oder gar die Platine für die Objektivaufnahme fehlen wird's schwierig.

Gruß

Stefan
 
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N' abend Zoomie (darf man so heißen?),

was Stefan da so ausgeführt hat, ist sicherlich alles richtig, angesichts heutiger Gebrauchtpreise über etwas anderes als einen der erwähnten 6-Linser nachzudenken, halte ich für unsinnig.
Die APOs sind immer noch eine Preisklasse heftiger, nach landläufiger Meinung spielen sie ihre Vorteile nur bei Farbverarbeitung aus.
Bleiben neben den schon erwähnten
Rodenstock Rodagon
Schneider Componon
Nikon EL-Nikkor
noch
Minolta CE-Rokkor und
Durst Neonon,
wobei letzteres umgelabelte Markenobjektive waren, mit Sicherheit gab es verkappte CE-Rokkore wie auch verkappte Componone unter dem Namen Durst.
Für die Praxis spielt das alles keine Rolle, die sind alle gleich hervorragend.

lg
Axel
 
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Zunächst danke für die vorliegenden Antworten, zumindest ist mir nun die Stoßrichtung klar. Es wird wohl ein Rodagon werden, das APO spare ich mir, wenn in der Bucht preisliche Unterschiede festzustellen sind. Ich habe die Objektivaufnahme am Belichter nachgemessen, das vorhandene Gewinde hat ca. 3,9cm Durchmesser, da kann ich dann also von M39 ausgehen.
 
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Zunächst danke für die vorliegenden Antworten, zumindest ist mir nun die Stoßrichtung klar. Es wird wohl ein Rodagon werden, das APO spare ich mir, wenn in der Bucht preisliche Unterschiede festzustellen sind. Ich habe die Objektivaufnahme am Belichter nachgemessen, das vorhandene Gewinde hat ca. 3,9cm Durchmesser, da kann ich dann also von M39 ausgehen.

Ja, mit 39mm hast du in der Regel keine Probleme. Wenn du dich bei Ebay umsiehst, bedenke, dass gerade Laborzubehör oft jahrlang im feuchten Keller stand. Pilzschäden oder trübe Linsen sind daher schon fast die Regel. Also nicht den berühmten 'Dachbodenfund ich hab keine Ahnung' kaufen:) und auf seriöse Anbieter achten oder selbst abholen. Und drauf achten, dass die Optiken bereits modernes Design aufweisen. Sowohl bei Nikon als auch bei anderen Herstellern wurde die optische Rechnung im Laufe der Jahre verbessert und auch die beleuchtete Blendenanzeige war früher nicht Standard.

Gruß

Stefan
 
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N' abend Zoomie (darf man so heißen?),

was Stefan da so ausgeführt hat, ist sicherlich alles richtig, angesichts heutiger Gebrauchtpreise über etwas anderes als einen der erwähnten 6-Linser nachzudenken, halte ich für unsinnig.


Hallo Axel,

im Prinzip hast du recht, aber schon mal in Ebay reingeschaut. Sooo viele 50er Sechslinser ohne dranhängenden Vergrößerer werden zur Zeit gar nicht angeboten. ;)

Wenn Zoomie schnell was braucht, weil sein Vergrößerer schon auf seinen ersten Einsatz wartet, ist er mit einem Rogonar für unter fünf Euro erstmal eine Weile glücklich, bis er vielleicht mal ein Apo für nen Spottpreis gefunden hat. :)

Stefan
 
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... bis er vielleicht mal ein Apo für nen Spottpreis gefunden hat. :)

Wenn er kein color sondern nur sw macht, ist ja auch ein Rodagon ohne Apo ausreichend. Ich bin damit viele Jahre bestens klargekommen. Bis ich es mal nicht in der Wohnung gelagert habe, sondern für ein paar Wochen im Labor (Keller) vergessen habe...und es dadurch einen Schimmelbefall bekam :heul:
Dein Tipp auf diese Sache zu achten ist also gar nicht verkehrt!

Gruß
Heiko
 
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och, farbe kann man auch mit nem rogonar-s machen. es ist aber schon so, daß es zum apo-rodagon einen qualitätsabstand gibt. ob der das mehr an geld wert ist, ist die andere frage.

daher denke ich, es ist ne gute idee, von vornherein ein rodagon anzupeilen. hängt halt auch davon ab, was der markt gerade hergibt.

(bezieht sich auf alle fabrikate, die namen von rodenstock habe ich nur als typische ausprägung der modelle hergenommen).

s.
 
Zuletzt bearbeitet:
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....
Die APOs sind immer noch eine Preisklasse heftiger, nach landläufiger Meinung spielen sie ihre Vorteile nur bei Farbverarbeitung aus.....
lg
Axel

Hallo Axel,

hier liegt die "landläufige Meinung" allerdings falsch.....;), denn das Apo-Rodagon kann seine bessere Korrektur und höhere optische Leistung auch bei SW umsetzen. Die Kontrast-, Auflösungs- und Schärfeleistung ist nochmlas besser.

Ich spreche da aus Erfahrung, denn ich habe 10 Jahre mit dem Rodagon SW vergrößert und mir dann das Apo-Rodagon N zugelegt und die beiden Objektive miteinander verglichen. Seitdem arbeite ich nur noch mit dem Apo-Rodagon N, das Rodagon habe ich verkauft.

Das Apo-Rodagon N liefert eine bessere Leistung bei

- stärkeren Vergrößerungsmaßstäben
- im Randbereich
- bei größeren Blendenöffnungen

Das Apo-Rodagon N ist so gut korrigiert, das eine fast verlustfreie Übertragung der Bildinformation möglich ist. Phantastisch. Bei Ortsfrequenzen von 80 Lp/mm liegt die Kontrastübertragung immer noch bei 50 %.

Da eine optische Übertragungskette immer nur so stark ist wie das schwächste Glied, macht ein Apo-Rodagon N insbesondere dann Sinn, wenn man über sehr gute Aufnahmeobjektive verfügt (oder sich diese in Zukunft anschaffen will, z.B. eines der exzellenten Zeiss ZF Objektive) und mit hochauflösenden Filmen arbeitet.

Ich möchte nicht falsch verstanden werden: Das Rodagon ist ein hervorragendes Vergrößerungsobjektiv. Allerdings ist das Apo-Rodagon in den oben genannten Bereichen nochmals besser, nicht nur bei Farb-, sondern auch bei SW-Vergrößerungen.

Viele Grüße,
Balou
 
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hier liegt die "landläufige Meinung" allerdings falsch.....;),
Das Apo-Rodagon N liefert eine bessere Leistung bei
- stärkeren Vergrößerungsmaßstäben
- im Randbereich
- bei größeren Blendenöffnungen

So isses. Bis 1:10 ( also ca. 20x30 vom KB-Negativ) und ich gehe mal davon aus dass Zoomie als Neueinsteiger sich erstmal in diesem Bereich bewegt, bringt das APO keinen (sichtbaren) Vorteil. Zumal man dann mit Blende 8 problemlos arbeiten kann. Und da ist jedes Markenobjektiv ausreichend scharf.

Gehen die Ambitionen daüber hinaus ist ein APO-Vergrößerungsobjektiv heute eine der billigsten Möglichkeiten die Bildqualität deutlich zu verbessern. :)

Wer allerdings reportagemässig mit gepushtem HP5 fotografiert, kann sich das Apo erstmal sparen. :hehe:

Gruß

Stefan
 
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