Dorfmuseum Mönchhof

Thread Status
Hello, There was no answer in this thread for more than 30 days.
It can take a long time to get an up-to-date response or contact with relevant users.

Kiboko

NF-Community VIP Member
Registriert
Im Mai 2023 reist Kiboko durch die Slowakei.
Dabei hat Kiboko auch die Nachbarländer kurz besucht.
Nahe dem Dreiländereck Slowakei - Österreich - Ungarn liegt der Seewinkel in Österreich.
Das ist die Region östlich vom Neusiedler See im nördlichen Burgenland.
Kiboko wird im kleinen Ort Mönchhof in das Dorfmuseum gelockt.

Das Dorfmuseum in Mönchhof ist ein Freilichtmuseum.
Es wird seit 1990 von Christine und Hubert Hauenwallner betrieben.
In 35 Gebäuden und Werkstätten wird das ländliche Leben der Region von den 1890er bis 1960er Jahre dargestellt.
In jeden Raum stehen alte Möbel und Gebrauchsgegenstände.
Viele Werkstätten von schon fast vergessenen Berufen sind hier erhalten geblieben.
Kiboko hat der Rundgang durch das Museum viel Spaß gemacht.

Dorfmuseum bei Wikipedia

Kiboko hat 24 Bilder für eine Bildgalerie ausgewählt.
Die möchte ich Euch ohne viele Worte zeigen.


Das Bild zeigt ein kleines weißes Gebäude mit einem rot-weißen Schlagbaum davor. Vor dem Schlagbaum steht ein grauer Trabant mit dem Kennzeichen 1989.

Bild 1: Ehemaliges Grenzhäuschen von Andau mit zurückgelassenen Trabant eines DDR-Flüchtlings



Das Bild zeigt eine Reihe kleiner Einstöckiger Steingebäude im Freilichtmuseum. Im Vordergrund ist ein beigefarbenes Gebäude mit einer offenen Flügeltür auf der Giebelseite. Darüber steht auf einem Schild: Gemischtwarenhandlung und Gasthaus. Rechts neben der Tür ist ovales grünes Emailleschild mit der Aufschrift: Liesinger Bier.

Bild 2: Im Freilichtmuseum stehen kleine Gebäude mit historischen Läden und Werkstätten


Das Bild zeigt die Innenansicht von einen historischen Gemischtwarenladen. Vorn ist eine brane Holztheke mit einem zentralen Pult. Im Hintergrund stehen dunkelbraune Kommoden mit vielen kleinen geschlossenen Fächern. Daruf stehen viele Büchsen und Glasbehälter. Würste hängen an der Decke.

Bild 3: Ohne Amazon ging man zu Franz Wohlfahrt Gemischtwarenhandlung​
 
Anzeigen
Das Bild zeigt die Innenansicht einer Werkstatt eines Landmaschinenschlossers. Rechts stehen hölzerne Werkbänke. An der Wand im Hintergrund hängen zahlreiche Werkzeuge, wie z.B. Schraubenschlüssel. Am rechten Bildrand hängt im Vordergrund ein angerosteter übergroßer Schraubenschlüssel. Am linken Bildrand hängen an einer Art Pinwand Arbeitsklamotten und Warnschildern. Ein kleines ovales Schild sticht heraus und hat die Aufschrift: DDR.

Bild 13: Werkstatt eines Landmaschinenschlossers

Das Bild zeigt einen Kiesweg zwischen mehreren kleinen einstöckigen Gebäuden. Vor den Gebäuden stehen alte Fahrräder. Vor dem zentralen Gebäude stehen hölzerne Wagenräder.

Bild 14: Wagenbauer im Dorfmuseum​


Das Bild zeigt die Innenansicht der Werkstatt eines Wagenbauers. In der Werkstatt stehen Maschinen zur Herstellung hölzerner Wagenräder.

Bild 15: Wagenwerkstatt vor dem Automobilzeitalter​
 
4 Kommentare
dhm
dhm kommentierte
Sehr schön und erstaunlich wenige Schilder, die meinen einem die Welt erklären zu müssen ;)
 
1
1bildermacher1 kommentierte
Aber leider haben viele keine Ahnung davon für was man die Sachen früher brauchte...... eine sehr schöne Dokumentation von Kiboko
 
Kiboko
Kiboko kommentierte
Danke @dhm und @1bildermacher1 für Euer Lob.

Es gibt nur wenige Hinweisshilder im Museum.
Oft waren sie dezent in der Nähe der Eingangstür und haben den Raum / Werkstatt beschrieben.

Im Museum waren zwei Grundschulklassen unterwegs.
Lehrer und Museumsmitarbeiter haben dort viel erklärt.

Die Werkstätten und Läden waren früher im oder am Wohnhaus einer Familie.
Kinder sind damit aufgewachsen und mussten auch oft im Betrieb helfen.
 
Furby
Furby kommentierte
dhm
Schilder, die meinen einem die Welt erklären zu müssen
Ganz anders als hier in Dumpfmichelland, wo das Regime und die Verwaltung die Bürger für dumm hält und seine Ideologie stets erklären muss.:D
 
Ich bezweifle sehr stark, dass wir hinsichtlich Besitzstand und Konsum heute glücklicher sind als die Menschen damals. Die Arbeit war hart, politisch gab es schlimme Zeiten, und über die medizinischen Möglichkeiten möchte ich lieber nix sagen. Und trotzdem hatte das Leben seine Vorzüge. Klassisches Handwerk wurde geschätzt, und materielle Dinge wurden gepflegt und gut behandelt. Heute schmeissen wir den 3 Jahre alten Fernseher in die Tonne, bei der Halbwertzeit diverser Smartphones sieht es noch schlimmer aus. Schuhe reparieren wird schon ab Werk unterbunden. Früher hingegen war vieles schlecht, vieles aber eben auch nicht.
 
3 Kommentare
1
1bildermacher1 kommentierte
Das mit dem wegwerfen ist die persönliche Einstellung. Mein aktueller Fernseher hat auch schon wieder 14 Jahre auf dem Buckel und ich kaufe nur hochwertige Güter die zum Teil in der Küche die 50 Jahre überschritten haben.
 
pixelschubser2006
pixelschubser2006 kommentierte
Mein erster LCD-TV, ein Grundig Monaco, ist inzwischen auch 16 Jahre alt und steht in meinem Büro. Auch wegen des edlen Designs. Das fällt ja heutzutage flach, was will man bei 8 Millimeter schwarzem Plastik rundherum auch gestalten. Dieser Fernseher ist im Wohnzimmer einem geerbten 42 Zoll in Full-HD gewichen, von nun an haben die Geräte auch nicht mehr lange gehalten. Meinen ersten neuen Fernseher, den ich mir in meiner Fernsehtechniker-Ausbildung kaufte, habe ich auch noch, ein 45cm Röhrenfernseher. Mir fehlt die sinnvolle Anwendung, aber den werfe ich einfach nicht weg.
 
B
Brunke kommentierte
@pixelschubser2006 Ich bezweifle sehr stark, dass wir hinsichtlich Besitzstand und Konsum heute glücklicher sind als die Menschen damals.
Der Zusammenhang zwischen Besitz und Glück ist nur bedingt gegeben, außer wenn Armut lebensbedrohend ist.
Die Arbeit war hart, politisch gab es schlimme Zeiten, und über die medizinischen Möglichkeiten möchte ich lieber nix sagen.
Genau, und das darf man gerne deutlich herausstellen, weil die Lebensverhältnisse sonst verklärt wargenommen werden. Ich ergänze mal: Nachlässiger und rücksichtsloser Umgang mit Gesundheit und Menschenleben im Berufsleben. Freizügigkeit im Sinne von freier Wahl des Wohnsitzes, 6-Tage-Woche mit 10 Stunden-Tag ohne Urlaub, Meinungs- und Religionsfreiheit und viele andere Dinge, die vielleicht nicht jeder als Einschränkung gespürt hat. Nicht jeder hat dörflich gewohnt, sondern musste evtl in einem Berliner Hinterhof hausen oder im Ruß der entstehenden Industriegebiete.
Wenn man nicht ins Schema passte konnte es schnell ungemütlich werden. Durch sehr autoritäre Erziehung haben die Eltern dafür gesorgt, dass die Kinder in der Spur laufen.
Und trotzdem hatte das Leben seine Vorzüge. Klassisches Handwerk wurde geschätzt, und materielle Dinge wurden gepflegt und gut behandelt.
Das war keine aber keine gewählte Haltung. Ob man es damals als Vorzug empfunden hat, dass man Dinge nicht einfach kaufen konnte, sondern sie beim Handwerker im Dorf in Auftrag geben musste? Im übrigen gab es auch damals schon schlechte Handwerker. So wie es auch Menschen gab, die verwahrlosten und all ihr Hab und Gut verloren. Die Chroniken sind voller tragischer Schicksale.
Heute schmeissen wir den 3 Jahre alten Fernseher in die Tonne, bei der Halbwertzeit diverser Smartphones sieht es noch schlimmer aus.
Das sehe ich auch kritisch und eine Verlängerung der Produktlebensdauer elektronischer Produkte wäre wünschenswert. Aber von der Vorstellung ewig reparierbarer Dinge müssen wir uns verabschieden, sobald Elektronik ins Spiel kommt. Um den Bogen zur Fotografie zu spannen: Eine Kamera oder ein Objektiv aus aktueller Fertigung wird nicht ewig halten. Da spielen nicht nur wirtschaftliche Überlegungen eine Rolle, sondern auch die Tatsache, dass sich Fertigungsverfahren für Elektronik immer wieder verändern. Elektronische Ersatzteile sind also nicht beliebig lange nachproduzierbar.
Schuhe reparieren wird schon ab Werk unterbunden.
Anders als bei Elektronik hätte man bei Schuhen noch die Wahl. Es gibt durchaus gute industriell hergestellte Schuhe, deren Lebensdauer duch Reparaturen verlängert werden können.
Früher hingegen war vieles schlecht, vieles aber eben auch nicht.
Ja und vermutlich werden kommende Generationen ein ähnliches Urteil über unsere Zeit fällen. Bevor man sich 150 Jahre zurück wünscht, sollte man das Gesamtpaket sehr kritisch prüfen. Ich für meinen Teil fühle mich dann in der Gegenwart recht wohl.
 
Vielen Dank für Eure Likes und Kommentare.

Fazit:

Schilder gibt es reichlich im Museum.
Aber das sind in erster Linie originale Schilder von Handwerksbetrieben und öffentlichen Einrichtungen.
Es gibt auch viele historische Werbeschilder.
Hinweisschilder gibt es eher wenige und dann dezent im Eingangsbereich eines Raumes.

Ich habe mir fast alle Gebäude und Räume des Museums angeschaut.
Es blieb aber nur Zeit für Dokumentationsbilder.
Wenn man mehr Zeit investiert gibt es noch viele Motive bei Detailaufnahmen.
In einzelnen Räumen gibt es Animationen.
Im Raum für die Dorkapelle erschallt die passende Musik bei der Besichtigung.
Das Museum wurde auch schon als bestes Museum Österreichs oder des Burgenlandes ausgezeichnet.

Es ist schon bemerkenswert, wie viel alte Maschinen, Werkstätten und alte Güter dort zusammengetragen wurden.
Ich war bisher nur in ganz wenigen Museen dieser Art.
Somit fällt es mir schwer, es mit anderen Freiluftmuseen zu vergleichen.
Möglicherweise wird sich da viel wiederholen.

Mir hat es Spaß gemacht mal wieder in alte Zeiten abzutauchen.
Kiboko war ca. 1,5h im Museum.
Die Zeit vergeht dort sehr schnell.

Viele Grüße
Bernd
 
Kommentar
Eine tolle Serie. Ich habe mir beim Anschauen viel Zeit gelassen. Einige Räume habe ich durchaus noch so ähnlich
in Erinnerung.
Und für mich als Lehrling war damals die erste Pflicht zum Arbeitsbeginn den Ofen anheizen. Ganz wichtig!!
 
Zuletzt bearbeitet:
Kommentar
Kiboko war ca. 1,5h im Museum.

Na, da hast Du Dich eh durchgehetzt. Bei meinem Besuch wurden es doch knappe 5 Stunden, wobei ich auch die Außenstelle Museumsbahnhof - ang. 287 Schritte vom Dorfmuseum entfernt - mit der GySEV 123 besucht habe.
 
1 Kommentar
Kiboko
Kiboko kommentierte
@BeST
Gehetzt würde ich nicht sagen.
Aber gebummelt habe ich auch nicht.

Die Außenstelle habe ich bewusst ausgelassen.
Mit den drei Wagen hatte sie für mich etwas wenig Substanz.

Von Wien ist es nur einen Katzensprung nach Mönchhof.
Da kann man die einzelnen Sehenswürdigkeiten auch mal einzeln angehen.
Kiboko war auf einer Tour durch die Slowakei.
Da war es nur ein Abstecher und sich auch am Neusiedler See umzuschauen und auf der Raaberbahn ein paar Züge zu knipsen.
Das Dorfmuseum lag auf dem Weg und ich habe es gerne mal "mitgenommen".
Daher wollte ich nicht mehr Zeit dort investieren.

Viele Grüße
Bernd
 
-Anzeige-
Zurück
Oben Unten