Kaum hat die MS Hanseatic die nächste Richtungsänderung des Sunds durchfahren, warten schon die nächsten
überwältigende Aussichten auf uns, und das bei Kaiserwetter, unglaublich.
Dann erreichen wir den schönsten Flecken unserer Durchfahrt, Igdlorsuit,
die Zodiaks werden zu Wasser gelassen und ein Teil der Gäste geht an Land und
wird am Strand von zahllosen, aggressieven Mücken empfangen.
Zahlreiche Gletscher entlassen ihr Eis in den Prins-Christian Sund.
Wenn man im vorbeigleiten die ganzen Endmoränen (wallartige Aufschüttung von Gesteinsmaterial eines Gletschers) sieht,
in denen kein einziger Eisklumpenl mehr vorhanden ist, kann mann sich vorstellen wie dramatisch sich die Landschft
hier ändert.
Wir verlassen den Prins-Christian-Sund und fahren Richtung Nord-Nord-Ost die wilde Ostküste Grönland hoch.
Wir haben 340km vor uns und werden am frühen Morgen die Einfahrt zum Skjoldungen Fjord erreichen.
Vor 4 Jahren bin ich in die entgegengesetzter Richtung durch dieses Seegebiet gefahren.
Unser Schiff, damals die MS Bremen, hat einen wahren Slalom durch die zahlreichen Eisberge gefahren
und diesesmal, ein paar kleinere Eisberge sind an der Küste auf Grund gelaufen,
aber auf dem offenen Wasser kein einer, nix, niente, nada, tipota!!!!
Dafür hat sich ein Eisberg in der schmalen Einfahrt zu Sund breit gemacht.
Ob wir da vorbei kommen, es ist wirklich sckmal und rechts und links sind zahlreiche Schären.
Der Eisberg hat es gut mit uns gemeint und die Einfahrt zum Skjoldungen Sund freigegeben.
Der perfekte Tag in der Arktis, an einer der wildesten Küsten unserer Erde, bescherte uns traumhafte Aussichten.
Wo sonst um diese Jahreszeit schon schlimme Stürme durchlaufen, Kaiserwetter wie es besser nicht sein kann!
Wie ein Spiegel lag das Wasser im Skjoldungen Sund, uns erwarteten 110 Km Schnappatmung.
Der Sund hat seinen Namen nach der Insel die er umrundet, die Insel selber ist 48km lang und bis zu 1738m hoch.
Die Ostküste Grönlands wurde bereits vor etwa 4000 Jahren von den Paläo-Eskimos bewohnt.
Bis 1965 siedelten Inuits am Sud, sie wurden aber nach einem landesweiten Programm zur Konzentration
der Bevölkerung Grönlands in einigen größeren Städten umgesiedelt.
Es macht Spaß sie auzuschauen. Viele Bilder erinnern mich an unsere diesjährige Alaskareise. Die Berg, die Fjorde, die Eisberge - alles macht Lust diese Reise auch mal zu machen.
Gletscher schaffen es bis zur Bergkante, brechen ab und stürzen mit Getöse in den Sund.
Teilweise ist das Wasser mit frischem Eis bedeckt, denn die Temperatur ist, trotz Sonne, unter Null Grad gerutscht
Steil ragen die Berge in den Himmel, unser Ziel ist das Dronning-Marie-Dal, aber bis dort hin dauert es noch einige Zeit
und so kann ich weiter die Landschaft geniessen.
Dann haben wir das Dronning-Marie-Dal erreicht, die Zodiacs werden zu Wasser gelassen
und wer einen Spaziergang machen will kann sich an Land setzen lassen