Der Fotograf als Techniker

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Gibt es überhaupt noch Videorekorder?

aber alte Funkwecker....;) Da sich die Arbeitszeit meines Lebensgefährten
verändert hatte musste der alte Funkwecker neu eingestellt werden.
Was für ein Theater. Schließlich sollte ich es denn versuchen. Mein armer Freund kam dann auch prompt 1 Stunde zu spät...:eek:

Nee, nee, dagegen ist meine D 90 doch ein Klacks....

Gruss
Tilda
 
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Heute morgen habe ich ein Programm geupdatet. Es würden Sicherheitslücken geschlossen, hieß es. Also Download und Installation. Die Frohbotschaft beim ersten Start: Alles neu, alles besser! Völlig neuer Bildschirm! Würg: Alles was 15 Jahre lang links unten war, das ist jetzt rechts oben. Die neuen Funktionen brauche ich nicht. Aber sie stehen mir dauernd im Wege - und wo finde ich bloß...

Heute bin ich 40 und ich habe es langsam satt. Es macht keinen Spaß mehr. Bis 30 bin ich noch immer mitgegangen, habe mir immer das Neueste geholt und versucht, es voll und ganz zu beherrschen. Heute werde ich beherrscht und das macht schon lange keinen Spaß mehr. Ich muss mitrennen, scheinbar immer schneller, immer mehr. Früher wurde der Fernseher bei Anlieferung vom Techniker auf seine 3 Programme eingestellt. Und so lief er 15 Jahre. Dann ein Taschenrechner und vor 20 Jahren ein Computer für die Textverarbeitung, später kam noch E-Mail und ein ISDN-Telefon dazu. Während ich damals 10 oder 20% meiner Zeit mit technischen Anwendungen verbrachte, sind es heute 80%.

Die Computerisierung weiter Lebensbereiche zwingt uns in unbekanntem Maße ihre eigene technische Logik auf, die früher nur Spezialisten kennen mussten. Das erfordert vom Durchschnittsbürger, der noch vor 30 Jahren im Alltag technisch betrachtet höchstens das Führen eines Kfz oder das Auflegen einer Schallplatte beherrschen musste, enorme Anpassungsleistungen.

Nun ist schon die Bedienung eines Computers, eines Handys oder einer Kamera in der einfachsten vorstellbaren Variante bei weitem nicht so einfach möglich, wie die eines Golf I, eines Plattenspielers, einer Schreibmaschine oder einer Nikon F. Das gilt umso mehr, wenn man von den technischen Möglichkeiten auch nur ansatzweise profitieren möchte. Ein Smartphone nur für Telefongespräche zu nutzen ist genauso sinnlos, wie eine D500 nur im Auto-Modus zu betreiben. Also rein in 400 Seiten Handbuch oder mit Google auf die Suche nach dem richtigen Forum.

Ergo müssen wir zu kleinen Ingenieuren werden, wenn wir die technischen und kommunikativen Möglichkeiten nutzen wollen. Und wir wollen die nicht nur nutzen, wir müssen! Im Job geht nichts ohne die richtige Datei, das xy-Programm und im Privatleben nichts ohne Smartphone, Facebook-Verabredung und vielfach synchronisierter Adressbücher.

Facebook, Apple oder Google profitieren davon, dass die Menschen vielfach vor der Überkomplexität ihrer Konsumprodukte kapitulieren und einfachere Möglichkeiten suchen, bevor sie sich aus 381-E-Mail-Clients den Richtigen raussuchen. Wenn ich auch noch meine Daten schützen, regelmäßig updaten, den sicheren Router und das schnellere WLAN, die bessere VDSL-Leitung und das neueste Windows haben muss (weil man XP nicht mehr verwenden darf), dann kostet das auch enorm Zeit und Ressourcen.

Mir reicht es langsam!
d.
 
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Hi dolittle,
Ich glaube so wie dir geht es vielen. Man sollte meinen mit fortschreitender Technisierung und intelligenterer Software könnte es den Menschen leichter fallen, aber im Gegenteil wird alles immer komplexer und alles Tun in diesen Bereichen frisst kostbare Freizeit.
Gruß
Peter
 
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aber alte Funkwecker....;) Da sich die Arbeitszeit meines Lebensgefährten
verändert hatte musste der alte Funkwecker neu eingestellt werden.
Was für ein Theater. Schließlich sollte ich es denn versuchen. Mein armer Freund kam dann auch prompt 1 Stunde zu spät...:eek:

"Hey, Siri - wecke mich morgen um sieben Uhr"

Fertig.:hehe:
 
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Heute bin ich 40 und ich habe es langsam satt. Es macht keinen Spaß mehr. ... Mir reicht es langsam!
Ich stimme Dir insoweit zu, dass ich auch keinen Spaß mehr am "Frickeln" habe wie vielleicht noch vor 15 Jahren (ich bin geringfügig älter als Du), denn die Hardware und Programme sollen bitte einfach funktionieren, gerade in Version 97 eines bekannten Prinzips. Leider testen Techniker, nicht Laien, ob etwas gut ist, und das ist dann in der sehr speziellen Menüführung vieler Produkte reflektiert, die vielleicht logisch, aber nicht praktisch ist.

Was ich allerdings nicht verstehe ist Deine Abwehrhaltung mit nur 40 Jahren. Du hast unter Annahme eines gesunden Lebens gerade die Hälfte hinter Dir, d.h. in den kommenden 40 Jahren wirst Du noch sehr, sehr viele Veränderungen mitmachen müssen oder Dich irgendwann in einer Art virtuellem Eremitendasein wiederfinden, weil Deine Welt nicht mehr zu der um Dich herum passt, die sich entwickelt hat. Akzeptier es und stell Dich darauf ein, sonst kann es u.U. auch beruflich böse ausgehen, denn wer einmal "Fachkraft" war, bleibt es nur, solange sein Wissen noch dem aktuellen Stand entspricht. Auch (aber nicht nur) deswegen gibt es auch bemerkenswert viele arbeitslose Ingenieure >50: sie sind nicht mehr auf dem Stand dessen, was heute an Kompetenzen gefragt ist, und das "das habe ich immer so gemacht und es wird immer gut bleiben" ist in globalisierten, multinational agierenden Unternehmen nicht mehr so wirklich gefragt.

Wenn nach dem Update der Knopf rechts oben ist, muss man sich eben ein wenig umstellen, reine Gewöhnungssache - so what? :rolleyes: Frage für mich eher: warum aktualisierst Du ein Programm, wenn sich mit dem Update die Oberfläche ändert und Du das nicht willst? So was steht doch in den Update-Beschreibungen (die man natürlich lesen sollte...).

CB
 
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"Hey, Siri - wecke mich morgen um sieben Uhr"

Fertig.:hehe:

Ich berühre diesen blöden Wecker nicht mehr, Wuxi. Ich mach einen weiten Bogen um ihn. Insofern kann ich dir auch nicht garantieren, ob das mit
7.00 Uhr klappt. Lass dich lieber vom guten, alten Telefon-Weckdienst aus dem Bett schmeissen ...;)

Wir holen uns aber demnächst einen Wecker von diesem grossen schwedischen Möbelhaus. Den muss man abends zwar immer aufziehen, hat aber sonst keine Raffinessen, die einem den letzten Nerv rauben... Er tickt nur ein bisschen
laut...:hehe:

Lieber Gruss
Tilda
 
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Es gibt Leute wie meine Frau und mich, die im Schlafzimmer kein Telefon haben. Wir lesen und schlafen dort - und wenn wir das nicht tun, dann finden wir schon irgendeine andere Beschäftigung. Ich hatte noch nie ein Handy auf dem Nachttisch.

Und wenn vielleicht dann möglicherweise doch eventuell irgendwer irgendwann in der Nacht was unwichtiges braucht und du versäumst den Anruf?
Panik! Die Welt wird untergehen.
. . .
Das war ein Scherz.
 
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Frage für mich eher: warum aktualisierst Du ein Programm, wenn sich mit dem Update die Oberfläche ändert und Du das nicht willst? So was steht doch in den Update-Beschreibungen (die man natürlich lesen sollte...).CB

Weil es hieß, die alte Version habe x-Sicherheitslücken gehabt. Das ist wie mit Windows XP. Das nutzen die Leute doch heute nicht mehr, weil es so schlecht ist, sondern weil es mangels Support nicht mehr sicher ist. Gleiches gilt für mein Programm.

Entscheidend ist nicht ein Programm, sondern derer viele.

In der Arbeit musste ich von XP auf Windows 8.1. wechseln. Gleichzeitig wurden wir auf ein MS-Office 2013 umgestellt, bei dem alles, aber auch wirklich alles, anders läuft. Das ist heute noch zum Heulen, weil ich mich dumm und dämlich klicke, bevor ich etwas gefunden habe. Mein Arbeitgeber drückte mir auch ein Smartphone in die Hand. Meine Kollegen erwarten selbstverständlich, dass ich auf dringende E-Mails auch am Abend schnell reagiere.

Natürlich passe ich mich an. Gehört zu meinem Job. Aber während ich früher das Gefühl hatte, anderen voraus zu sein, neue Möglichkeiten früh zu nutzen und mich dabei begeistern konnte, muss ich heute mehr rödeln, um halbwegs auf Augenhöhe zu sein. Und ich erlebe häufiger ein Überfordertsein, eine Demotivation, die ich eben mit 30 nicht hatte. Es ist bestimmt viel mehr digitale Technik als früher meine Arbeit und es ist insgesamt zu viel und viel zu viel zu komplex, zu funktionsüberfrachtet. Vielleicht liegt darin auch die Ursache für die vielen Frühverrentungen und psychischen Erkrankungen. Arbeitsspeicher voll...

Privat versuche ich mich mehr abzukoppeln, aber wer nicht in Facebook reinschaut, kriegt es nicht mehr mit, wenn der Kumpel eine Party macht. E-Mails werden da nicht mehr verschickt. Aber natürlich muss ich die auch checken... Als ich irgendwann mal um 1996 einen E-Mail-Account hatte und eine Webseite bastelte und eingescannte Fotos von mir einstellte, war ich ganz vorne mit dabei. Heute wird das Netz von digitalen Fotos überflutet, die via Smartphone rasend schnell verbreitet werden können.

Bei einer DSLR, zum Ausgangspunkt zurück, lote ich auch nicht mehr jede Funktion aus. Bei der D70 habe ich das noch gemacht und mich darüber gefreut. Mit der D700 gelingt mir das schon nicht mehr.

d.
 
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Moin
( Achtung nicht ganz ernst gemeint):D
also wenn man/ich hier so querlese...
dürfte keine/keiner von euch mit einer DSLR fotografieren und so ein Teufelszeug
wie Funkauslöser schon garnicht nutzen:)
ihr müsstet dann auch eure Beiträge via Briefpost an Klaus schicken:hehe::hehe:
Nee auch mit 60 kann ich mich für neue Technik begeistern, nur darf sie nicht zum Lebensinhalt werden
 
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Es gibt Leute wie meine Frau und mich, die im Schlafzimmer kein Telefon haben.

Wir auch nicht - es sei denn einer von uns ist auf Reisen.



Zum Thema Veränderung:

per se finde ich Veränderung gut.
Aber natürlich nur dann wenn sie zum besseren ist!

Apple OSX und IOS aber auch Win10 sind ja hinsichtlich usability klar besser geworden.
Da akzeptiere ich Veränderungen dann gerne.

Gegenbeispiele:
Blackberry OS ist mit der Einführung der Touchscreen Modelle su unbenutzbar geworden, dass ich den geliebten BB abgeschafft habe.
Das QNAP UI hat sich über Zeit so stark verändert - aber ohne Verbesserung - dass es nervt. Ich mache da keinen Upgrade mehr.
 
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Heute bin ich 40 und ich habe es langsam satt. Es macht keinen Spaß mehr. Früher wurde der Fernseher bei Anlieferung vom Techniker auf seine 3 Programme eingestellt..

Heute bin ich 67 und meine Frau (Spanierin) kann in Hamburg spanisches Fernsehen einschalten (wenn sie will) und ich kann in Spanien deutsche Programme sehen (wenn ich will). Ob das nun eine Bereicherung ist, mag diskutiert werden, aber allein die Möglichkeit zu haben, geht über die drei Programme hinaus.

Ein Smartphone nur für Telefongespräche zu nutzen ist genauso sinnlos,.

Warum ? Ich muss mit meinem Mobilgerät weder Spiele spielen, noch fotografieren, oder SMS versenden - mache ich auch nicht.

Mir reicht es langsam!
d.

Was ich verstehen kann, ist, dass wenige Handbücher lesbar sind. Wenn der Aufbau nicht mehr logisch ist, sondern von vorne nach hinten verwiesen wird und von dort in die Mitte, bis man nicht mehr weiß, wo man sinnvoll weiter lesen soll, ist das ärgerlich.

Und mein Privatleben finde ich manchmal interessant und erzähle davon, aber nicht
im Netz und ich bin froh, dass dieses Gesichtsbuch & Consorten nicht Pflicht sind.

So what - live goes on.
 
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Mein Arbeitgeber drückte mir auch ein Smartphone in die Hand. Meine Kollegen erwarten selbstverständlich, dass ich auf dringende E-Mails auch am Abend schnell reagiere.
d.

Moin
ist zwar jetzt alles ein bisschen OT
und steht in deinem Arbeitsvertrag das du auch in deiner Freizeit der Firma zur Verfügung stehen musst ??? wenn nein ist es sowas von schnuppe was deine Kollegen erwarten :)
 
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Weil es hieß, die alte Version habe x-Sicherheitslücken gehabt.
Dann ist es eben unausweichlich und "time to say goodbye". Ich habe mir abgewöhnt, Energie mit Seufzen über sowas zu vergeuden. Wenn's mir richtig gegen den Strich geht, suche ich mir ein neues Programm, das mir besser gefällt.

In der Arbeit musste ich von XP auf Windows 8.1. wechseln. Gleichzeitig wurden wir auf ein MS-Office 2013 umgestellt, bei dem alles, aber auch wirklich alles, anders läuft. Das ist heute noch zum Heulen, weil ich mich dumm und dämlich klicke, bevor ich etwas gefunden habe.
Kenne ich, von Office 2003 auf Office 365. Ohne wirkliche Einweisung. Die Gewöhnung macht's, außerdem gibt es nette Tutorials im Netz zu finden. Ich suche heute auch immer noch mal nach Funktionen, weil viele nicht "bedienerlogisch", sondern "programmiererlogisch" versteckt wurden, d.h. nicht da, wo die üblicherweise vorher benutzte Funktion liegt. Lohnt es, sich darüber aufzuregen?

Mein Arbeitgeber drückte mir auch ein Smartphone in die Hand. Meine Kollegen erwarten selbstverständlich, dass ich auf dringende E-Mails auch am Abend schnell reagiere.
Aha, und Du machst das bereitwillig, ohne jede Kompensation oder Grenzziehung? Gibt es dazu keine Betriebsvereinbarung? Das Arbeitszeitgesetz gilt übrigens auch für solche Arbeiten zuhause, d.h. eine ernsthafte Beschäftigung mit e-Mails abends um 22 Uhr führt bei gesetzeskonformem Handeln dazu, dass Du erst 11 Stunden später wieder arbeiten gehen kannst -> Ausschlafen (ist eher Theorie, ich weiß, aber es ist schlicht die geltende Rechtslage!). Ich weiß nicht, was Du so arbeitest, aber in den wenigsten Jobs ist "always on" erforderlich. Und, ja, ich weiß, wovon ich rede, denn ich habe kürzlich auch gegen meinen Wunsch ein Smartphone "für Notfälle" erhalten und arbeite in einem Umfeld, das sich von Kalifornien bis Japan erstreckt, sprich: irgendwer hat gerade immer ein Bedürfnis nach Antworten oder Aktivitäten meinerseits. Der wichtigste Knopf ist der Ausschalter.

Aber während ich früher das Gefühl hatte, anderen voraus zu sein, neue Möglichkeiten früh zu nutzen und mich dabei begeistern konnte, muss ich heute mehr rödeln, um halbwegs auf Augenhöhe zu sein.
Das gehört zum Älterwerden dazu und ging unserer Vätergeneration auch schon so (die erste ISDN-Anlage zuhause habe ich mit ca. 20 konfiguriert, als meinem Vater das trotz intensiver Beschäftigung mit der Materie ISDN etwas zu abstrakt war - ich habe einfach drauflosgefrickelt, bis es lief). So ist die Welt eben, und wir müssen uns damit abfinden, sonst hängen uns die ganz Jungen irgendwann gnadenlos ab.

Es ist bestimmt viel mehr digitale Technik als früher meine Arbeit und es ist insgesamt zu viel und viel zu viel zu komplex, zu funktionsüberfrachtet. Vielleicht liegt darin auch die Ursache für die vielen Frühverrentungen und psychischen Erkrankungen. Arbeitsspeicher voll...
So monokausal kann man das ganz sicher nicht sehen. Überforderung ist sicher einer der Gründe, nur kommt die überwiegende Mehrheit ja damit klar, sonst hätten wir Massen-Frühverrentungen. Das ist nicht der Fall; mit den Anstiegen sollte man auch die Statistik aufmerksam lesen. Wenn früher 1% betroffen waren und heute 2%, dann ist das zwar ein Anstieg um 100%, aber der Anteil ist immer noch im marginalen Bereich...

Als ich irgendwann mal um 1996 einen E-Mail-Account hatte und eine Webseite bastelte und eingescannte Fotos von mir einstellte, war ich ganz vorne mit dabei. Heute wird das Netz von digitalen Fotos überflutet, die via Smartphone rasend schnell verbreitet werden können.
Und damals gab es dann die Leute, die sagten "E-Mail? Ist mir alles viel zu kompliziert, das neumodische Zeug...", und Du hast sie nicht verstanden, weil alles so einfach war. :)

Bei einer DSLR, zum Ausgangspunkt zurück, lote ich auch nicht mehr jede Funktion aus. Bei der D70 habe ich das noch gemacht und mich darüber gefreut. Mit der D700 gelingt mir das schon nicht mehr.
Ich habe nicht mal bei der FA jede Funktion benutzt... :rolleyes:

CB
 
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In der Arbeit musste ich von XP auf Windows 8.1. wechseln.

Na und - haben wir alle.

Natürlich passe ich mich an. Gehört zu meinem Job. Aber während ich früher das Gefühl hatte, anderen voraus zu sein, neue Möglichkeiten früh zu nutzen und mich dabei begeistern konnte, muss ich heute mehr rödeln, um halbwegs auf Augenhöhe zu sein. Und ich erlebe häufiger ein Überfordertsein, eine Demotivation, die ich eben mit 30 nicht hatte. Es ist bestimmt viel mehr digitale Technik als früher meine Arbeit und es ist insgesamt zu viel und viel zu viel zu komplex, zu funktionsüberfrachtet. Vielleicht liegt darin auch die Ursache für die vielen Frühverrentungen und psychischen Erkrankungen. Arbeitsspeicher voll...

Unsinn, das ist eine Frage der inneren Einstellung.

Wenn mir die Arbeit zu langweilig wird, mache ich Motorbootführerscheine, den Fischereischein und besuche an der Volkshochschule Kurse über Dinge, die niemand von mir erwartet - einfach für mich, damit ich nicht einschlafe.

Geistig gefordert zu werden, darf keine Last sein, sondern eine Bereicherung.

Privat versuche ich mich mehr abzukoppeln, aber wer nicht in Facebook reinschaut, kriegt es nicht mehr mit, wenn der Kumpel eine Party macht. E-Mails werden da nicht mehr verschickt. Aber natürlich muss ich die auch checken... Als ich irgendwann mal um 1996 einen E-Mail-Account hatte und eine Webseite bastelte und eingescannte Fotos von mir einstellte, war ich ganz vorne mit dabei. Heute wird das Netz von digitalen Fotos überflutet, die via Smartphone rasend schnell verbreitet werden können.

Na und ? Wenn Du nur Kumpels hast, die nur im Facebook ihre Party ankündigen und es nicht schaffen, Dich anzurufen, zumal, wenn sie wissen, Dir fällt es schwer dort einmal zu klicken, dann liegt der Hund woanders begraben.

Bei einer DSLR, zum Ausgangspunkt zurück, lote ich auch nicht mehr jede Funktion aus. Bei der D70 habe ich das noch gemacht und mich darüber gefreut. Mit der D700 gelingt mir das schon nicht mehr.

Dann bleib bei der D70 - mir hat sie auch lange Jahre Freude bereitet.
 
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Geistig gefordert zu werden, darf keine Last sein, sondern eine Bereicherung.

Das ist klar. Stell mir einen Stapel Bücher hin und ich lasse mich gerne geistig fordern. :D Gerne auch noch mit 80. :fahne: Nur bin ich nun mal kein Ingenieur oder Techniker, so wie ich auch kein Sportler bin... Da liegen nicht meine Stärken.

Im Übrigen will ich eigentlich gar nicht Weltuntergangsstimmung oder großen Kulturpessimismus verbreiten (auch das Smartphone lasse ich gerne mal auf "lautlos" in der Tasche), aber mir ist halt an mir selbst aufgefallen, wie sich aus Technikbegeisterung ein Überdruss entwickelt, wenn es zu viel wird.

Natürlich kann dabei selbst viel steuern. Technik ist weder Fluch noch Segen.

Schönes Wochenende!
d.
 
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Aber während ich früher das Gefühl hatte, anderen voraus zu sein, neue Möglichkeiten früh zu nutzen und mich dabei begeistern konnte, muss ich heute mehr rödeln, um halbwegs auf Augenhöhe zu sein. Und ich erlebe häufiger ein Überfordertsein, eine Demotivation, die ich eben mit 30 nicht hatte.
Das nennt sich "älter werden" - gepaart mit technischem Fortschritt :fahne:

Wenn wir unsere ältere Tochter und ihren Freund besuchen, blicke ich es auch nicht mehr richtig, was da multimedial im Wohnzimmer abgeht.

Da hilft nur neugierig bleiben und hoffentlich immer jemanden zu haben, der einem die ganzen neuen Spielereien zeigt und erklärt - denn das ist schon alles ziemlich spannend.
 
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Unsinn, das ist eine Frage der inneren Einstellung.

Geistig gefordert zu werden, darf keine Last sein, sondern eine Bereicherung.

Na und ? Wenn Du nur Kumpels hast, die nur im Facebook ihre Party ankündigen und es nicht schaffen, Dich anzurufen, zumal, wenn sie wissen, Dir fällt es schwer dort einmal zu klicken, dann liegt der Hund woanders begraben.

Im Prinzip hast Du ja Recht, doch im Alltag werden wir mit Dingen herausgefordert, die nur einen sehr abstrakten Mehrwert darstellen. Seien wir doch mal ehrlich: Es ist doch schon grenzwertig, sich bei seiner neuen DSLR damit auseinanderzusetzen, was man tun muss, damit der Blitz perfekt arbeitet. Was bringt mir das gegenüber einer inzwischen beinahe 25 Jahre alten F90 mit nem SB25, die auf einem Diafilm 36 perfekt geblitzte Bilder raushaut? Wo ist der Mehrwert, sich ständig mit Front- und Backfokus herumzuschlagen anstatt wie früher seine Optiken zu benutzen bis sie auseinanderfielen?

Obwohl ich selbst den Kram verkaufe, regt mein schweineteures Systemtelefon ständig auf. Das Mistding hat Android, aber außer Angry Birds ließ sich darauf keine brauchbare App installieren. Dafür brauche ich 3 Klicks um die Anrufenden aus der Gesprächsliste zu fischen. Mein altes Standard-ISDN-Systemtelefon des gleichen Herstellers hat dafür eine Systemtaste. Das wars. Wie erkläre ich das einem Kunden der für das Topmodell 549 Euro hingelegt hat?

Ich bin nur dann bereit, mit etwas Zeit zu verbringen und zu lernen, wenn mir das Produkt richtig was bietet, ohne unnötig zu verkomplizieren. Und das tut sehr viel Technikkram leider. WhatsApp ist ein recht positives Beispiel. Ersatz für SMS, mit der Möglichkeit lange zu tippen, gratis, Fotos, Videos gleich dabei. Und der Witz ist: Ich brauche mich garnicht lange einzugewöhnen.

Jedenfalls gibt es in jeder Sparte Produkte, die beweisen, daß es auch einfach geht. Und wenn die allgemeine Qualität stimmt, verkaufen die sich auch.

Dass wir in einer ständigen Reizüberflutung leben, die einen Konsumdruck ausübt und uns ständig überrollt, wird niemand ernsthaft bestreiten. Ich bin jedenfalls sicher, dass dies auch einen ernsthaften Anteil an den immer häufigeren psychischen Erkrankungen hat.
 
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Im Prinzip hast Du ja Recht, doch im Alltag werden wir mit Dingen herausgefordert, die nur einen sehr abstrakten Mehrwert darstellen. Seien wir doch mal ehrlich: Es ist doch schon grenzwertig, sich bei seiner neuen DSLR damit auseinanderzusetzen, was man tun muss, damit der Blitz perfekt arbeitet. Was bringt mir das gegenüber einer inzwischen beinahe 25 Jahre alten F90 mit nem SB25, die auf einem Diafilm 36 perfekt geblitzte Bilder raushaut? Wo ist der Mehrwert, sich ständig mit Front- und Backfokus herumzuschlagen anstatt wie früher seine Optiken zu benutzen bis sie auseinanderfielen?

Moin
im Prinzip hast du recht....
nur ist es doch so, das der Konsument nach solchen Geräten verlangt:)
und die Industrie liefert
nein da reichen dann nicht "25" AF-Messfelder nein es müssen dann "50" oder "150" sein... weil ja keiner mehr manuell fokussieren kann:hehe:
Würde es eine DSLR auf Basis einer F3 geben ohne AF oder sonstigen Schickschnack hätte keine Mensch Front- oder Backfokusprobleme...
Würde man beim Blitzen sein Hirn nutzen bräuchte man nicht....

WhatsApp ist ein recht positives Beispiel. Ersatz für SMS, mit der Möglichkeit lange zu tippen, gratis, Fotos, Videos gleich dabei. Und der Witz ist: Ich brauche mich garnicht lange einzugewöhnen.

Wie kommst du darauf das WhatsApp gratis ist ???
ist es doch nur wenn du in einem Wlan bist.... unterwegs kostet es dein Datenvolumen...

Dass wir in einer ständigen Reizüberflutung leben, die einen Konsumdruck ausübt und uns ständig überrollt, wird niemand ernsthaft bestreiten. Ich bin jedenfalls sicher, dass dies auch einen ernsthaften Anteil an den immer häufigeren psychischen Erkrankungen hat.

Das liegt aber nicht an den Geräten sondern an den Menschen:)
Nein ich habe nichts gegen soziale Netzwerke nutze sie ja auch, aber wenn jeder Hanswurst meint er wäre ein Superstar und die Welt erwartet im Minutentakt Neuigkeiten von ihm, wenn die Leute glauben ohne Smartphone nicht mehr laufen zu können, das selbst bei Familienfeiern es max. 5 Minuten dauert bis der Erste sein Smartphone auf den Tisch legt....
kann man schon daran glauben das psychische Erkrankungen rapide zunehmen.
 
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Der Fotograf als Techniker ... ich tue mich schwer mit diesem Titel....

Der Fotograf als Handwerker, wie ein Komponist auch und ein Maler und und ein Bildhauer. Aber auch wie ein Schreiner oder ein Sanitär.

Ganz früher hiessen die Komponisten Tonsetzer. Sie setzten Töne. Das hatte Regeln und Erwartungen und verschiedene Formen an die man sich hielt und auch nicht. Und das ist gut so. So haben wir heute die ganze breite und die Freiheit von Musik, die wir geniessen können.

Jener, welcher den Beruf Fotograf wählt, der orientiert sich am Markt. Der Sanitär auch, auch der Schreiner. Das sind - nicht nur - aber auch, wirtschaftliche Überlegungen. Aber ein Tisch kann ich mit Säge und Bolzen und ohne grosse Technik noch heute anstellen. Nur dauert es halt eben viel länger und kostet mehr. Und dann ist es am Schluss die Frage, ob ich mir das leisten kann.

Technisch gesehen war ich vermutlich schon mit der F4 überfordert. Mit der F5 ohnehin, von der F6 ganz zu schweigen und von den digitalen rede ich schon gar nicht. Mit der D4 ist es so, als ob ich ein Ferrari hätte, aber dauernd mit 80 km/h fahren würde. Eigentlich, ja, reine Verschwendung. Aber mich fragt niemand nach einem Bild. Das Essen, das Dach über dem Kopf verdienen meine Frau und ich mit etwas anderem. Und das ist nicht eine Frage des Alters, sondern eine Frage, welchen Stellenwert Fotografie oder Malerei oder Musik für mich hat. Ich könnte ein Leben lang nur mit der F5 fotografieren. Und ich würde genau so gute Bilder machen wie mit einer D4 oder der neuen D5....

Ich, und nur ich setze, so lange ich kann, die Grenzen wie weit ich gehe. Ob ich mich mit der D4 bis ins letzte Detail befassen will. Oder ob mir die Wahl von ISO, Blende und Belichtung vollkommen reicht. Ob ich Tasten vorprogrammieren möchte oder nicht. Ob ich mit mit Messfeldern, diesen Dutzenden beschäftigen möchte ...

Das gute Bild, das sage ich frei in die Welt hinaus, ist und war nie eine Frage der Technik. Auch, aber nicht nur. Es gibt und ich hoffe es wird sie nie geben, welcher mir als Mensch die Aufgabe der Bildgestaltung abnehmen wird. Und das ist es letztlich, was am Schluss ein Bild ausmacht ... :)
 
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