...es ist noch kein beschlossener Ausstieg, sondern ein politischer Prüfauftrag. Die Hamburger Bürgerschaft hat am 6. Mai 2026 mit breiter Mehrheit diskutiert. Es bleibt spannend, wie sich das Ganze entwickelt!? Auf jeden Fall sieht es so aus als würde die Microsoft-Dominanz wackeln: Dänemark, Schleswig Holstein, Mecklenburg Vorpommern, überall wächst die Skepsis, sich voll und ganz auf den US-Riesen zu verlassen
. Das Österreichische Heer hat sich auch bereits abgewandt und die Schweiz
zieht auch die Konsequenzen - aus sicherheitstechnischen Erwägungen heraus: Die Debatte um "Digitale Souveränität", Unabhängigkeit, Transparenz, Sicherheit und nicht zuletzt auch Lizenzkosten ist in vollem Gange. Ein Blick auf die aktuellen Entwicklungen - heute auf die Entwicklungen in Hamburg...
Hallo liebe Community
,,, Es scheint, dass sich ein weiterer Player mit dem Gedanken trägt Microsoft (und hier ist die Cloud gemeint) zu verlassen.
Was ist dran am Gerücht?
es stimmt – Hamburg prüft einen Ausstieg aus der Microsoft-Cloud. Aber es ist noch kein beschlossener Ausstieg, sondern ein politischer Prüfauftrag. Die Bürgerschaft hat am 6. Mai 2026 mit breiter Mehrheit (SPD, Grüne, CDU, Linke; nur AfD dagegen) beschlossen, die strategische Einführung der Open-Source-Plattform openDesk als Ersatz für Microsoft 365 zu prüfen . Die Entscheidung markiert eine Kehrtwende gegenüber Januar 2026, als Microsoft noch als unverzichtbarer Marktstandard verteidigt wurde .
1. Der politische Kontext: Warum jetzt?
Die Debatte hat drei Haupttreiber:
Geopolitik & CLOUD Act
Hintergrund: Der US-amerikanische CLOUD Act erlaubt US-Behörden den Zugriff auf Daten bei US-Unternehmen – unabhängig davon, ob die Server in Virginia oder Frankfurt stehen . Mit Trumps erneutem Amtsantritt 2025 hat sich dieses Risiko verschärft . Ein Rechtsgutachten der Universität Köln bestätigt, dass europäische Behörden „nur begrenzte Möglichkeiten“ haben, sich gegen solche Herausgabe-Anordnungen zu wehren .
Finanzen
Die jährlichen Microsoft-Lizenzkosten sind Geschäftsgeheimnis – der Senat hält sie unter Verschluss. Bekannt sind nur die Einführungskosten für Microsoft 365 (2022–2025: rund 8,3 Millionen Euro) und die steigenden Betriebskosten (von 823.000 € 2024 auf knapp 1,48 Mio. € 2026) .
Das Vorbild Schleswig-Holstein
Das nördliche Nachbarland hat bereits den Großteil seiner Verwaltung von Microsoft auf LibreOffice & Open-Xchange umgestellt . Die jährliche Lizenzkostenersparnis wird mit weit über 10 Millionen Euro beziffert
-
Auf dem Weg sind noch wichtige Hürden zu nehmen.
Zwei wichtige Einschränkungen:
1. Sensible Bereiche (Polizei, Sozialträger) sind in der Microsoft-Cloud bis heute nicht freigegeben – sie wurden vom Datenschutzbeauftragten ausgenommen .
2. Microsoft Office 2024 wird voraussichtlich die letzte lokal installierbare Version sein; Support endet am 9. Oktober 2029. Das heißt: Selbst wer der Cloud ausweichen will, wird langfristig vor Entscheidungen gestellt.
Die brisanteste Frage bleibt: Warum verschweigt der Senat die tatsächlichen Lizenzkosten?
Die Linke fordert Transparenz, denn ohne diese ist eine seriöse Wirtschaftlichkeitsprüfung kaum möglich .
ein Videoclip zeigt noch mehr zum Rahmenthema: Europas Weg aus der Microsoft-Cloud: Der aktuelle Stand
auch auf Reddit wird das Thema intensiv disktutiert: when_will_hamburg_move_away_from_microsoft
mit bereits etlichen upvotes:
....wichtig in diesem Zusammenhang - ist auch der Atikel: "Open-Source-Software in öffentlichen Einrichtungen bzw. Open-Source-Software in der öffentlichen Verwaltung"
de.wikipedia.org
Mit Open-Source-Software in öffentlichen Einrichtungen bzw. Open-Source-Software in der öffentlichen Verwaltung verfolgen die Einrichtungen, die auf Open-Source-Software setzen, ganz unterschiedliche Ziele, die von einem Bemühen um Kostenreduktion bis hin zur Durchsetzung eigener Datensouveränität reichen können.
Open-Source-Software (kurz: OSS) und Freie Software, häufig mit Linux als Kernbestandteil, wird als Alternative für proprietäre Software auf Computern in öffentlichen Einrichtungen eingesetzt. Innerhalb Deutschlands größere Medienpräsenz zu dieser Entwicklung erzielte die Großstadt München, die seit 2003 wesentliche Bereiche ihrer EDV auf freie Software umrüstete, nach einem Stadtratsbeschluss 2017 dieses Vorhaben jedoch wieder aufgab (siehe LiMux). Das Land Schleswig-Holstein gab 2025 bekannt, seine gesamte Bürosoftware bis zum Herbst auf Open-Source-Produkte umstellen zu wollen
Gründe für den Umstieg:
mit bereits 91 Upvotes und über 50 Kommentaren
weitere Interessante Quellen - interessante Artikel
Hamburg plant Flucht vor Microsoft: 15 Millionen Euro Hamburg plant Flucht vor Microsoft: 15 Millionen Euro Sparpotenzial
Rolle rückwärts: Hamburg soll plötzlich unabhängig von Microsoft und Co. werden Rolle rückwärts: Hamburg soll plötzlich unabhängig von Microsoft und Co. werden
„Die Abhängigkeit von Microsoft ist vergleichbar mit der Abhängigkeit von russischem Gas“ Wechsel zu Open Source: „Die Abhängigkeit von Microsoft ist vergleichbar mit der Abhängigkeit von russischem Gas“ - WELT
Hamburg may soon say “tschüss” to Microsoft and go open source https://cybernews.com/tech/hamburg-microsoft-opendesk/
Euch allen einen schönen Einstieg ins Wochenende
Hallo liebe Community
,,, Es scheint, dass sich ein weiterer Player mit dem Gedanken trägt Microsoft (und hier ist die Cloud gemeint) zu verlassen.
Was ist dran am Gerücht?
es stimmt – Hamburg prüft einen Ausstieg aus der Microsoft-Cloud. Aber es ist noch kein beschlossener Ausstieg, sondern ein politischer Prüfauftrag. Die Bürgerschaft hat am 6. Mai 2026 mit breiter Mehrheit (SPD, Grüne, CDU, Linke; nur AfD dagegen) beschlossen, die strategische Einführung der Open-Source-Plattform openDesk als Ersatz für Microsoft 365 zu prüfen . Die Entscheidung markiert eine Kehrtwende gegenüber Januar 2026, als Microsoft noch als unverzichtbarer Marktstandard verteidigt wurde .
1. Der politische Kontext: Warum jetzt?
Die Debatte hat drei Haupttreiber:
Hintergrund: Der US-amerikanische CLOUD Act erlaubt US-Behörden den Zugriff auf Daten bei US-Unternehmen – unabhängig davon, ob die Server in Virginia oder Frankfurt stehen . Mit Trumps erneutem Amtsantritt 2025 hat sich dieses Risiko verschärft . Ein Rechtsgutachten der Universität Köln bestätigt, dass europäische Behörden „nur begrenzte Möglichkeiten“ haben, sich gegen solche Herausgabe-Anordnungen zu wehren .
Die jährlichen Microsoft-Lizenzkosten sind Geschäftsgeheimnis – der Senat hält sie unter Verschluss. Bekannt sind nur die Einführungskosten für Microsoft 365 (2022–2025: rund 8,3 Millionen Euro) und die steigenden Betriebskosten (von 823.000 € 2024 auf knapp 1,48 Mio. € 2026) .
Das nördliche Nachbarland hat bereits den Großteil seiner Verwaltung von Microsoft auf LibreOffice & Open-Xchange umgestellt . Die jährliche Lizenzkostenersparnis wird mit weit über 10 Millionen Euro beziffert
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Auf dem Weg sind noch wichtige Hürden zu nehmen.
Zwei wichtige Einschränkungen:
1. Sensible Bereiche (Polizei, Sozialträger) sind in der Microsoft-Cloud bis heute nicht freigegeben – sie wurden vom Datenschutzbeauftragten ausgenommen .
2. Microsoft Office 2024 wird voraussichtlich die letzte lokal installierbare Version sein; Support endet am 9. Oktober 2029. Das heißt: Selbst wer der Cloud ausweichen will, wird langfristig vor Entscheidungen gestellt.
Die brisanteste Frage bleibt: Warum verschweigt der Senat die tatsächlichen Lizenzkosten?
Die Linke fordert Transparenz, denn ohne diese ist eine seriöse Wirtschaftlichkeitsprüfung kaum möglich .
ein Videoclip zeigt noch mehr zum Rahmenthema: Europas Weg aus der Microsoft-Cloud: Der aktuelle Stand
auch auf Reddit wird das Thema intensiv disktutiert: when_will_hamburg_move_away_from_microsoft
mit bereits etlichen upvotes:
....wichtig in diesem Zusammenhang - ist auch der Atikel: "Open-Source-Software in öffentlichen Einrichtungen bzw. Open-Source-Software in der öffentlichen Verwaltung"
Open-Source-Software in öffentlichen Einrichtungen – Wikipedia
Mit Open-Source-Software in öffentlichen Einrichtungen bzw. Open-Source-Software in der öffentlichen Verwaltung verfolgen die Einrichtungen, die auf Open-Source-Software setzen, ganz unterschiedliche Ziele, die von einem Bemühen um Kostenreduktion bis hin zur Durchsetzung eigener Datensouveränität reichen können.
Open-Source-Software (kurz: OSS) und Freie Software, häufig mit Linux als Kernbestandteil, wird als Alternative für proprietäre Software auf Computern in öffentlichen Einrichtungen eingesetzt. Innerhalb Deutschlands größere Medienpräsenz zu dieser Entwicklung erzielte die Großstadt München, die seit 2003 wesentliche Bereiche ihrer EDV auf freie Software umrüstete, nach einem Stadtratsbeschluss 2017 dieses Vorhaben jedoch wieder aufgab (siehe LiMux). Das Land Schleswig-Holstein gab 2025 bekannt, seine gesamte Bürosoftware bis zum Herbst auf Open-Source-Produkte umstellen zu wollen
Gründe für den Umstieg:
- Unabhängigkeit von einem Hersteller
- Kosteneinsparungen
- Maximale Flexibilität
- Hardwareplattform-Unabhängigkeit
- Sicherheit
- Wirtschaftsförderung
mit bereits 91 Upvotes und über 50 Kommentaren
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Euch allen einen schönen Einstieg ins Wochenende
Der ganz große Knackpunkt liegt aber ganz woanders. Behörden, insbesondere Städte mit Sozialaufwendungen und Transferleistungen etc. pp, kann man hinsichtlich IT-Einsatz nicht mit der Wirtschaft vergleichen. Wenn man vergleichen will, dann muss man das auf die Anzahl tatsächlicher PC-Arbeitsplätze herunterbrechen. Ich kann mir schon vorstellen, dass Microsoft auch unterschiedliche Preise macht, aber nicht um den Faktor 20. Eher so 20% Differenz.