D810: ERR-Meldung bei schwachem Akku?

Thread Status
Hello, There was no answer in this thread for more than 30 days.
It can take a long time to get an up-to-date response or contact with relevant users.

Venden

Sehr aktives NF Mitglied
Registriert
Hallo liebe Leute,

letztes Wochenende hatte ich ein "besonderes" Erlebnis mit meiner D810 - auch die Suche im Forum und bei Google haben nicht das erhoffte Ergebnis gebracht (vielleicht habe ich auch die falschen Suchkriterien benutzt).

Aber nun zu meinem Erlebnis:

Ich war gerade mitten beim fotografieren (Hochzeit), als mein Spiegel nicht mehr zurückklappte und auf dem Display eine ERR-Meldung erschien.

Leichte Panik machte sich schon breit, doch beim drücken des Auslösers klappte der Spiegel wieder zurück und ich konnte wieder fotografieren. Das ganze Spiel wiederholte sich: Bild schießen, Spiegel bleibt hängen, ERR-Meldung, Auslöser drücken, Spiegel klappt zurück, Bild schießen, Spiegel bleibt hängen, ERR-Meldung, Auslöser drücken, Spiegel klappt zurück, etc.

Nachdem ich den Akku gewechselt habe war alles wie immer. OK, der Akku hatte nur noch ein Balken, aber leer oder am Ende war der Akku definitiv noch nicht.

Folgende Infos noch:
  • Nikon D810
  • M-Modus
  • 24-120 F4
  • Yongnou-Blitz (richtig angebracht)
  • kein Batteriegriff
  • knapp 32,000 Aufnahmen

Meine Frage nun: hat jemand schon mal ähnliches erlebt mit seiner D810? Und wenn ja, was habt ihr gemacht?

Danke und Gruß,
Donato
 
Anzeigen
Hallo,
eigentlich sollte die Kamera bei fast leerem Akku gar nicht mehr auslösen, so macht es meine D4 auch.
D.h. der Balken blinkt nicht mal, aber ich merke das daran, dass die D4 gar nicht auslöst, und das Schulterdisplay sowie das untere Display, also unter
dem TFT, aus ist, und nur die Hintergrundbeleuchtung an ist.
Bei deiner D810 stimmt etwas nicht, ich würde da mal beim Nikon-Support anfragen, da ich diesen, von dir geschilderten, Fall selbst bei älteren Gehäusen, wie der
D2x,D800, D300, D200 nie erlebt habe.

Bei SVA (Spiegelvorauslösung) kommt auch kein ERR.

Wie geschrieben, solltest du den Fall mal bei Nikon anfragen.

Eventuell ist der Yongnou-Blitz schuld, neuere Gehäuse verhalten sich mit Fremdhardware manchmal seltsam.

VG
 
Kommentar
Meine Frage nun: hat jemand schon mal ähnliches erlebt mit seiner D810? Und wenn ja, was habt ihr gemacht?

Danke und Gruß,
Donato

Ich habe zwar keine D810, aber ich hätte einfach nur den Akku gewechselt. Ich sehe in Deinem "Problem" eh kein Problem. Akku-anzeigen sollte man eh nicht vollständig trauen.
 
Kommentar
Hallo Venden,

ich weiß nicht ob sich das Thema für dich schon erledigt hat, aber da es im Internet wenig bis gar nichts dazu zu lesen gibt, möchte ich meine aktuelle Erfahrung berichten:

Ich habe meine D810 letzes Jahr im Oktober zum Nikon Service wegen eben genau deinem Fehler gebracht. Ich verwende den original Nikon-Batteriegriff, sowie original Akkus.
Bei Zeitraffern und Astrofotografie (wo ich mehr als eine Akkuladung benötige), ist die Kamera ab und zu in den Err-Modus gegangen und hat dann für den Rest der Zeit nicht mehr ausgelöst. Meist im Q-Modus oder mit Mup. Aber manchmal auch im normalen Modus.
Der Fehler war mit dem Akku, welcher den niedrigen Ladezustand hatte nachvollziehbar. Also Akku raus, Neuen rein->funktioniert. Wieder Alten rein->Fehler wieder da.Bei der D610 gab es mit den gleichen Akkus aber keine Probleme.

Die Kamera war nun 3 Monate bei Nikon zur Reparatur und auch die waren sehr ratlos und in direktem Kontakt mit den Nikon-Ingenieuren.
Es war ein Garantiefall (Kamera war ca. 1,5 Jahre alt). Es wurden sämtliche Bauteile getauscht, welche mit dem Energiemanagement der Kamera zu tun haben, sowie die Spiegelmechanik.

Es wurde eine weitere D810 getestet, dort war es genauso.

Ende der Geschicht ist, dass die D810 angeblich einen etwas höheren Energiebedarf hat und es in "Extremsituationen" durch zu geringe Restladung zu dem Fehler kommt. Bei Verwendung des Batteriegriffs kann es sein, dass die Umschaltung auf den zweiten Akku dann nicht mehr funktioniert und dieser somit nicht genutzt werden kann. Die D610 benötigt weniger Energie und daher funktioniert diese.

Meine Akkus haben noch Zustand "0" oder "2". Das hat aber nicht viel zu bedeuten. Die meisten Akkus sind von 2012 und gehören somit ersetzt. Finde ich aber nicht so schön, da der Akku erstens in der D610 problemlos funktioniert, aber auch in der D810 keine verkürzte Laufzeit anzeigt. Ich wäre nie auf die Idee gekommen, dass es wirklich an den Akkus liegt.

Akkus sind laut Nikon Verschleißteile und unterliegen daher nicht den Garantiebestimmungen der Kamera.
Ich habe einen, besonders schlechten, Akku als Kulanzleistung ersetzt bekommen. Gegen die neueste Version (grau). Diese sind angeblich für die D500 und D850 optimiert und haben eine andere Entladekurve oder wie man das nennt. Von Nikon bekomme ich aber nicht alle Akkus ersetzt, da sie im Neuzustand ja funktionieren und meine einfach schon zu alt sind.

Ich bekomme die Kamera nach dem Wochenende zurück. Eine leichte Unsicherheit bleibt aber.

Der Nikon Service hat auf jeden Fall sein Bestes gegeben und war sehr bemüht. Ich habe jetzt eine generalüberholte Kamera mit neuer Spiegelmechanik und gereinigtem Sensor und Spiegel, sowie einen neuen Akku.
Dennoch finde ich es schade, dass Akkus nach ein paar Jahren ersetzt werden sollen und gerade an den teuren Kameras Probleme machen. Von diesen Geräten erwarte ich mir eigentlich die maximale Zuverlässigkeit.

Ich habe schon überlegt, ob ich nicht einen Brief direkt an Nikon senden soll. Habe ja nichts zu verlieren. Eventuell kann ich ja doch noch einen Netzadapter oder die D5-Akkus aushandeln.

Was meint ihr zu dem Ganzen? Grundsätzlich ist es ja egal ob die Kamera bei leerem Akku komplett stromlos ist oder in den Err-Modus übergeht. Wenn da nicht die Sache mit dem Umschalten zum Batteriegriff wäre..


LG KL
 
Kommentar
Hallo KL!
Was meint ihr zu dem Ganzen? Grundsätzlich ist es ja egal ob die Kamera bei leerem Akku komplett stromlos ist oder in den Err-Modus übergeht. Wenn da nicht die Sache mit dem Umschalten zum Batteriegriff wäre..
Zum Batteriegriff-Problem kann ich nichts aus eigenem Erleben beitragen, zu Akkus aber schon:
Ich hatte schon mehrere Akkus, die in einem gewissen Alter (3 bis 6 Jahre) schneller leer waren als es die Akkuladestandsanzeige der Kamera vermuten ließ, wonach die Kamera plötzlich ohne Vorwarnung aus und danach auch "tot" war.

Die Funktionsweise ist normalerweise diese:
Die Elektronik des Akkus sollte bei Erreichen seiner niedrigst zulässigen Entladespannung zuerst der Kamera mitteilen, dass er in Kürze ganz "leer" ist, und danach erst die Spannung an seinen Polen tatsächlich ab schalten, um die Akkuzellen zu schonen. :cool:

Wenn der Akku schon relativ leer ist und bei Strombelastung durch die Kamerafunktionen die niedrigst zulässige Entladespannung der Akkuzellen plötzlich unterschritten wird, schaltet die Akku-Elektronik die Spannung an den Akku-Polen sofort ab, so dass die Kamera keine Möglichkeit mehr hat, darauf mit irgendwelchen Warnmeldungen zu reagieren. Das ist für die Kamera dann so, als ob man während des laufenden Betriebes den Akku heraus gezogen hätte. :eek:

Je älter der Akku und je häufiger er bereits Lade/Entlade-Zyklen durchlaufen hat, desto größer ist die Gefahr dieses plötzlichen Abschaltens.

Es empfiehlt sich daher generell, Akkus nicht bis zum Ende der Ladeanzeige zu benützen, sondern schon etwa bei einem Ladezustand von zwei Balken durch einen voll geladenen zu ersetzen. :up:
 
Kommentar
Hallo,
den oben genannten Fehler hatte ich an meiner D810 auch genau so. War kein Batteriegriff dran nur der normale Akku in der Kamera. Ich konnte das eindeutig reproduzieren. Es lag eindeutig am Akku. Dieser hatte zwar noch 50% aber die Güteanzeige stand auf 2. Dann ist wohl der Innenwiderstand des Akkus zu hoch um den Spiegel nach einer langen Belichtung wieder hoch zu klappen. Im Zustand bis 50% funktionierte der Akku, ab 50% dann dieser Fehler.
Hab den Akku entsorgt.
gruß Udo
 
Kommentar
Danke für eure Antworten!

Grundsätzlich lade ich den Akku nach jeder Verwendung auf und bis auf Zeitraffer usw. ist auch noch nie ein Akku während der Verwendung bis auf unter 2 Striche gesunken.

Dennoch finde ich es nicht i.O., dass die Kamera "steckenbleibt". Auch wenn die D810 einen höheren Verbrauch haben sollte, dann muss die eingebaute Elektronik eben dafür ausgelegt sein. Gerade ein Modell der "Profi"-Reihe sollte hier absolut zuverlässig sein.
Ich wäre auch einverstanden, wenn man in der Kamera eine Art Sicherheitspuffer aktivieren könnte. Dass die Kamera (in Verwendung des Batteriegriffs) einfach früher auf den zweiten Akku umschaltet (z.B. schon bei 30% Restladung).
Wenn die Akkus in der Kamera schon den Wert "4" hätten, würde ich es auch verstehen. Aber es kann nicht sein, dass Akkus bei Stufe "2" schon nicht mehr vernünftig funktionieren.

Ich werde auf jeden Fall mal direkt an Nikon schreiben. Eventuell kann man ja softwareseitig etwas nachrüsten.

LG KL
 
Kommentar
Vielen Dank für das ganze Feedback.

Es ist ein "gutes" Gefühl (kann man das so sagen) zu wissen, dass man nicht alleine ist mit diesen Problem.

Da meine D810 schon länger kein Garantiefall mehr ist, werde ich wohl neue Akkus besorgen und öfters wechseln (müssen). Leider bleibt ein faden Beigeschmack, aber damit muss man wohl leben.

Gruß,
Donato aka Venden
 
Kommentar
-Anzeige-
Zurück
Oben Unten