D700: Ich krieg' das Grinsen nicht mehr aus dem Gesicht

Ich habe zufälligerweise einen interessanten Artikel entdeckt, der das Phänomen aus Kundensicht auf den Punkt bringt. Der Autor Thom Hogan ist in letzter Zeit v.a. als Nikon-Kritiker aufgefallen. Aber wie so oft sind es ja die langjährigen Fans, die die deutlichste Kritik äußern.

"What we wanted vs. what Nikon gave us" ("Was wir wollten contra was Nikon uns gab")
Inhalt: Der Erfolg der D3-Kamerageneration mit all ihren Ablegern inkl. der D700 und Nikons Fähigkeit, mit der D4-Generation inkl. Ablegern den Kunden ein Gefühl von Kontinuität zu geben - oder halt nicht...
Ich denke, dass dieser Artikel sehr, sehr vielen aus der Seele sprechen wird.

Auch einige seiner anderen Beiträge zu den Q2-Quartalszahlen und Analysteneinschätzungen zu Nikon, zu den Wechselmöglichkeiten von D300-Besitzern und der Kundengruppe der "Leakers" sowie der darauf aufbauende Artikel zur Gruppe der "Samplers" sind recht lesenswert - auch wenn die Artikel natürlich teilweise sehr überspitzt formuliert sind.
 
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Ich habe zufälligerweise einen interessanten Artikel entdeckt, der das Phänomen aus Kundensicht auf den Punkt bringt. Der Autor Thom Hogan ist in letzter Zeit v.a. als Nikon-Kritiker aufgefallen. Aber wie so oft sind es ja die langjährigen Fans, die die deutlichste Kritik äußern.

"What we wanted vs. what Nikon gave us" ("Was wir wollten contra was Nikon uns gab")
Inhalt: Der Erfolg der D3-Kamerageneration mit all ihren Ablegern inkl. der D700 und Nikons Fähigkeit, mit der D4-Generation inkl. Ablegern den Kunden ein Gefühl von Kontinuität zu geben - oder halt nicht...
Ich denke, dass dieser Artikel sehr, sehr vielen aus der Seele sprechen wird.

Auch einige seiner anderen Beiträge zu den Q2-Quartalszahlen und Analysteneinschätzungen zu Nikon, zu den Wechselmöglichkeiten von D300-Besitzern und der Kundengruppe der "Leakers" sowie der darauf aufbauende Artikel zur Gruppe der "Samplers" sind recht lesenswert - auch wenn die Artikel natürlich teilweise sehr überspitzt formuliert sind.

Dieses Gejammere über Consumer und Professional geht mir gehörig gegen den Strich. Im aktuellen Nikon-Programm sollte jeder eine passende Kamera für sich finden können.
 
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Entweder hast du einen anderen Artikel als ich gelesen oder etwas anderes als ich daraus herausgelesen. ;)

Eigentlich geht es darin um die Kontinuität in der Modellentwicklung und dass Nikon aktuell bei einigen Modellen (D300, D700) keine direkten Nachfolger anbietet. Dass die am ähnlichsten ausgestatteten neuen Modelle z.T. "Consumer"-Gehäuse haben, kann dabei doch nur bestenfalls eines von vielen Kriterien sein...
 
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Entweder hast du einen anderen Artikel als ich gelesen oder etwas anderes als ich daraus herausgelesen. ;)

Eigentlich geht es darin um die Kontinuität in der Modellentwicklung und dass Nikon aktuell bei einigen Modellen (D300, D700) keine direkten Nachfolger anbietet. Dass die am ähnlichsten ausgestatteten neuen Modelle z.T. "Consumer"-Gehäuse haben, kann dabei doch nur bestenfalls eines von vielen Kriterien sein...

Das ist aber nun einmal zu 90% Gesprächsthema. Lies Dir mal den Thread zur D750 durch. Wieso muss eine eingeschlagene Linie stur weiterverfolgt werden? Für mich muss eine Kamera nur sehr gut verarbeitet sein, sehr gute Bildqualität bieten und gut zu bedienen sein. Dieses Kriterium erfüllen alle FX-Kameras, auch wenn sie unterschiedlich aufgebaut sind. VW hat 1974 mit dem Golf auch eine komplett neue Linie eingeschlagen, die sich dann zum Welterfolg entwickelte. Nach der Theorie von Hogan würden wir heute noch Käfer fahren.
 
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Klar, Nikons Bauchladen hat für Jeden was im Angebot.

Aber es ist seit 2010 mehr und mehr ein Bauchladen geworden, mit x-Modellen, die preislich und technisch nicht mehr logisch aufeinander aufbauen. Ein Blick auf die Modellübersicht zeigt das schön.

Und der Artikel erläutert das.

Dahinter steht wohl der Versuch, den Absatz zu mehren. Eine Kamera soll schneller vom Verbraucher wieder ersetzt werden. Eine neues Modell soll stärkere Anreize bieten, es sich zu besorgen. Die D750 wendet sich ganz klar an die D600/610- und an die D7100-Besitzer. Nicht an die bisherigen D700-Besitzer…

d.
 
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Klar, Nikons Bauchladen hat für Jeden was im Angebot.

Aber es ist seit 2010 mehr und mehr ein Bauchladen geworden, mit x-Modellen, die preislich und technisch nicht mehr logisch aufeinander aufbauen. Ein Blick auf die Modellübersicht zeigt das schön.

Und der Artikel erläutert das.

Dahinter steht wohl der Versuch, den Absatz zu mehren. Eine Kamera soll schneller vom Verbraucher wieder ersetzt werden. Eine neues Modell soll stärkere Anreize bieten, es sich zu besorgen. Die D750 wendet sich ganz klar an die D600/610- und an die D7100-Besitzer. Nicht an die bisherigen D700-Besitzer…

d.

Das sehe ich zwar nicht so, aber selbst wenn, wo ist das ist da das Problem? Im übrigen ist unternehmerisches Denken hinsichtlich der Optimierung von Absatz und Gewinn völlig normal und legitim. Der Kunde wird ja nicht zum Kauf gezwungen. Warum muss eine gute Kamera unbedingt auf dem Vorgänger aufbauen?
 
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Das sehe ich zwar nicht so, aber selbst wenn, wo ist das ist da das Problem? Im übrigen ist unternehmerisches Denken hinsichtlich der Optimierung von Absatz und Gewinn völlig normal und legitim. Der Kunde wird ja nicht zum Kauf gezwungen.
Es bekommt allerdings ein "G'schmäckle", wenn dafür die Haltbarkeit leidet.
Warum muss eine gute Kamera unbedingt auf dem Vorgänger aufbauen?
Muss sie nicht, aber es wäre schöner für die "Upgrader", weil man sich dann nicht unnötigerweise an ein anderes Handling für die gleichen Funktionen gewöhnen muss.
 
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Vielleicht können wir uns darauf einigen, dass das sog. "Upselling" (Kunde wird höherwertiges Nachfolgeprodukt verkauft) nicht immer aufgeht: Für viele D300-Besitzer ist der Sprung zu FX zu groß und für viele D700-Besitzer der zum Auflösungsmonster D800 zu groß.

Es freut mich ja, dass der Artikel hier auch Widerspruch auslöst, sonst hätte Nikon ein viel ernsteres Problem und Hogan weist ja auch daraufhin, dass Canons Kontinuität auch ihren Preis hat.

Ich gehöre aber wohl auch zu denjenigen, die mit einer D800 mit geringerer Auflösung am glücklichsten wäre. Sony schafft es mit der A7-Reihe ja auch irgendwie, mehrere Varianten eines Modells herzustellen. Bei Nikon gibt's das leider nur bei den einstelligen Modellen. Aber wenn ich mich mal aktiv nach einer neuen Cam umbuche, werde ich schon fündig werden. ;) Die Auswahl ist ja zum Glück (zumindest im FX-Bereich) größer denn je.
 
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.......wo ist das ist da das Problem? Im übrigen ist unternehmerisches Denken hinsichtlich der Optimierung von Absatz und Gewinn völlig normal und legitim......

Optimierung ist sicherlich kein Problem, wenn sie denn klappt..... mir scheint aber, dass Nikon etwas an den Markterwartungen vorbeioptimiert hat. (Um nicht zu sagen, dass das Nikon-Management ziemlich tief ins Klo gegriffen hat).

So zumindest, wenn ich die Nikon-Kursentwicklung der letzten 18 Monate mit dem Nikkei vergleiche:

https://www.comdirect.de/inf/aktien...electedBenchmarks=true&fromDate=22.06.2013&e&
 
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Optimierung ist sicherlich kein Problem, wenn sie denn klappt..... mir scheint aber, dass Nikon etwas an den Markterwartungen vorbeioptimiert hat. (Um nicht zu sagen, dass das Nikon-Management ziemlich tief ins Klo gegriffen hat).

So zumindest, wenn ich die Nikon-Kursentwicklung der letzten 18 Monate mit dem Nikkei vergleiche:

https://www.comdirect.de/inf/aktien...electedBenchmarks=true&fromDate=22.06.2013&e&

Den Vergleich mit dem Kurs halte ich für sehr gewagt. Da spielen andere Faktoren sicherlich eine größere Rolle. Die User hier im Forum, die sich über die Modellpolitik aufregen, werden kaum den Kurs beeinflussen.
 
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Aber die Meinung der Forusti muss nicht eins zu eins die des Marktes widerspiegeln. ;) Muss da 58 Recht geben. Wir sprechen hier ja zwar über ein wichtiges Teilsegment von Nikons Kameraportfolio, aber zum einen bietet Nikon noch ein wenig mehr an und zum anderen stehen momentan die meisten "etablierten" Kamerahersteller etwas unter Druck - nicht nur Nikon.

Ergänzung: Laut ebenfalls oben verlinkten Artikel von Hogan zu den Q2-Geschäftszahlen hat Nikon so wie der Gesamtmarkt weniger Kameras verkauft, an diesen aber deutlich mehr verdient (wohl dem Trend zu FX geschuldet...).
 
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Klar, der wesentliche Umsatzrückgang ist ja wohl im Kompaktknipsenbereich zu verzeichnen. Die Cams unter rund 250 Euro werden inzwischen vom Verbraucher durch Smartphones ersetzt. Das wird sich auch nicht umkehren lassen. Aber ich denke, um so wichtiger sollte Nikon doch dann der DSLR-Bereich sein.
Warum denn nicht an einer Kamera anknüpfen, die so erfolgreich war wie die D700 !?
 
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Ausgeschlossen ist es ja nicht. Wer rechnete vor zwei Jahren mit einer Df oder einer D750? Ebenso gut könnte Nikon ja eine weitere von Ihnen empfundene Lücke mit einer "D800-Light" abdecken... Warten wir es ab. Bis dahin beschert mir meine D700 ebenso gut Grinsmomente. :)
 
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Ich finde, den Ansatz von Thom Hogan genau richtig:
"... let me point out why consistency and predictability of product generations is important to users ..."
Genau in diesen Punkten hat mich Nikon mit seinen neuen Produkten schwer enttäuscht: ich möchte weder eine D7100 als Nachfolgerin meine D300 haben, noch eine D750 für meine D700. Da können noch so viele tolle neue technische Daten und Unmengen von Megapixeln locken! Beide Newcomer spielen m. E. in einem anderen Segment bzw. zielen auf andere Kundengruppen. Ich fühle mich von beiden nicht angesprochen: diese Neuentwicklungen wären ein Rückschritt für mich bzw. ich müsste auf Anforderungen verzichten, die ich an eine DSLR stelle.

Bin wirklich gespannt, ob Nikon es sich auf Dauer leisten kann, sich mit seiner Produktstrategie so eklatant gegen Kundenwünsche/-anforderungen aufzustellen.

Canon hat jedenfalls ein D400-Pendant im APS-C-Sektor eingeführt und hat seine Kunden nicht enttäuscht.
 
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Nun ja. Nikon wäre nicht das erste Unternehmen, das sich durch eine verwirrende Modellpolitik in Schwierigkeiten bringt. Und vielleicht wäre es auch nicht das erste Unternehmen, das sich durch eine Verweigerung gegenüber Markttrends und dem Festhalten an einer konservativen Modellpolitik in Schwierigkeiten gebracht hätte.

Hinter den für uns oft nicht nachvollziehbaren Entscheidungen stehen vermutlich viele Statistiken über Käuferverhalten, Kaufkraft, Absatzmärkte und Kostenstrukturen. Und es geht ja nicht um den zufriedenen Kunden sondern um den fleißigen Käufer.

Trotzdem: Was würde es für VW bedeuten, wenn man dort beschließt, den Passat-Kombi nicht weiter zu produzieren? Dafür kommt ein ganz schicker Phaeton-Kombi auf den Markt, der 300 km/h Höchstgeschwindigkeit macht (und 12 Liter auf 100 km braucht)? Und die weniger zahlungskräftigen Kunden würden mit einem Polo-Variant vertröstet, bei dem man aus 141 Lack-Kombinationen aussuchen kann und in dessen Heckscheibe via iTunes immer die neuesten Hollywood-Filme gespiegelt werden können? ;-)
 
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Ich finde, den Ansatz von Thom Hogan genau richtig:
"... let me point out why consistency and predictability of product generations is important to users ..."
Genau in diesen Punkten hat mich Nikon mit seinen neuen Produkten schwer enttäuscht: ich möchte weder eine D7100 als Nachfolgerin meine D300 haben, noch eine D750 für meine D700. Da können noch so viele tolle neue technische Daten und Unmengen von Megapixeln locken! Beide Newcomer spielen m. E. in einem anderen Segment bzw. zielen auf andere Kundengruppen. Ich fühle mich von beiden nicht angesprochen: diese Neuentwicklungen wären ein Rückschritt für mich bzw. ich müsste auf Anforderungen verzichten, die ich an eine DSLR stelle.

Bin wirklich gespannt, ob Nikon es sich auf Dauer leisten kann, sich mit seiner Produktstrategie so eklatant gegen Kundenwünsche/-anforderungen aufzustellen.

Canon hat jedenfalls ein D400-Pendant im APS-C-Sektor eingeführt und hat seine Kunden nicht enttäuscht.

Dann musst Du halt zu Canon wechseln, denn einen echten D700-Nachfolger, wie Du ihn Dir vorstellst, wird es ganz sicher nicht mehr geben.
 
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Das Ding steht für mich immer noch im Rampenlicht​
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Meine "Camera of the year 2014" ist wieder die D700​
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Spot an !​


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