Ich habe es hier schon öfter gesagt:
Mit der D300/D700 hatte man bei den DSLRs das Level der analogen Film-SLRs erreicht bzw. überschritten. Da Fotos mit analogem Equipment unsere ästhetischen Vorstellungen von Fotografie über 150 Jahre lang geprägt haben, war/ist mit diesen DSLRs ein gewisser Grenznutzen erreicht.
Die neueren Modelle, D800/810/750, die gehen darüber hinaus. Allerdings in Grenzbereichen oder Extremsituationen, in denen man früher einfach nicht fotografiert hat oder nicht einfach fotografieren konnte. Zusammen mit einer immer besseren EBV kommen Ergebnisse zustande, die früher einfach nicht oder nur mit irrsinnigem Aufwand möglich waren.
Die Frage ist, ob man diese Grenzen überschreiten möchte. Die
"Venedig-im-Regen-Bilder" von jw500 wären mit einer D300 so natürlich nicht hinzukriegen. Wer z.B. Handball mit Tele und ISO 12.800 fotografieren will oder muss, der ist mit einer D750 besser als mit einer D200 bedient.
Aber ich glaube, die neue (oftmals recht unnatürlich und nicht mehr dem natürlichen Blick des Auges entsprechende) Ästhetik, die mit den neuen Sensoren möglich ist, die wird sich bei uns im Hirn festfressen. Und wie schon heute bei HDR-Bildern ist dann die Kunst, in Extremsituationen trotzdem einen natürlichen Bildeindruck (gemessen an unserem natürlichen Blick des Auges) zu erreichen.
d.