Cuba Grande - eine Rundreise im Oktober

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Unser kleiner Stadtbummel beginnt mit Sonne ...


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D7K_6063 by Stefan, auf Flickr


... und endet kurz darauf in einem Platzregen. Wir sind das ja bereits gewohnt.


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D7K_6067 by Stefan, auf Flickr


Bier und Internet. Die Jugend von Sancti Spiritus.


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D7K_6068 by Stefan, auf Flickr


Und dann mache ich eines meiner Lieblingsbilder auf Kuba.


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D7K_6076 by Stefan, auf Flickr​
 
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Am Abend kommen wir in Camagüey an. Rein ins Hotel, laute und enge Zimmer beziehen und ab in den Speisesaal auf im obersten Stockwerk. Naja.
Herrlich dagegen war der Abend auf der Dachterrasse, wos ich die Bar befindet und wir noch das eine oder andere Mineralwasser getrunken haben. Eigentlich wollte ich von hier oben noch ein paar Nachtaufnahmen der Stadt machen. Aber die Stadt ist dunkel. Richtig dunkel. Es brennen kaum Lichter in den Häusern und beleuchtete Gebäude gibt es in dieser Welterbe-Stadt sowieso nicht.

Also gibts das erste Bild am Morgen vom kleinen Balkon des Spiesaales aus. Eigentlich das einzige Sonnenauf- oder untergangsbild der kompletten Reise.


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D7K_6100 by Stefan, auf Flickr​



ein paar Minuten später ...


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Zum Glück ist der Balkon absturzgesichert ...


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Nach dem letzten Kaffee gehe ich nochmal nach oben, vorhin war diese Türe noch zu.

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Und noch ein letzter Blick über die Dächer von Camagüey. Links hinten die Lichtmasten des Baseball-Stadions. Baseball ist der Nationalsport auf Kuba schlechthin.


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Wir verlassen das Grand Hotel ...

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... und laufen ein Stück quer durch die Stadt. Carlos ist hier aus der Gegend, er weiß viel über Camagüey, immer wieder bleibt er stehen und plaudert mit den Leuten auf der Straße. Ich fotografiere derweil.


Es gibt hier auch moderne Architektur. Zumindest gehe ich davon aus, das war schon beim Bau so beabsichtigt :cool: Drin ist übrigens eine Galerie moderner kubanischer Künstler.

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D7K_6145 by Stefan, auf Flickr


Ein Stück weiter grüßt unser Amigo Comandante


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D7K_6151 by Stefan, auf Flickr


Die verzerrten Räder des Lada sind mir erst im nachhinein aufgefallen. Tamron am kurzen Ende. Also: in echt waren die rund.


Auch hier schaut er herunter zu uns: Hasta la Victoria sempre!


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Ein argentinischer Arzt.


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Auch die Auslage des Bäckers ist sehr übersichtlich. Aber immerhin ...


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Und vor jedem zweiten Gebäude steht oder sitzt Wachpersonal. Ich weiß nicht, ob das Polizei oder Militär ist, aber viel zu tun haben sie eigentlich nie.


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D7K_6188 by Stefan, auf Flickr​



Wir machen noch einen Stopp, diesmal im Mercado La Campana. Deodorant: 6 CUC, das sind umgerechnet 150 cubanische Pesos. Der nominelle monatliche Durchschnittslohn im Staatssektor lag Ende 2015 bei 687 Pesos, was nach offiziellem Wechselkurs etwa 29 US$ (oder 26 €) sind. Da reicht dann auch die übersichtliche Auswahl.

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D7K_6191 by Stefan, auf Flickr

Und vom Broiler kauft man dann halt auch nur einen Teil.


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D7K_6193 by Stefan, auf Flickr​
 
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Noch drei letzte Bilder aus Camagüey.


Eine typische Straße - es gab wohl hier sogar mal eine Eisen- oder Straßenbahn quer durch die Stadt.

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Ein typisches Fahrzeug - auch Fahrradschaltungen werden völlig überbewertet.


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Und ein kubanischer Feinkostladen. Dürfte ich noch Mojito, hätte ich doch glatt ein paar mitgenommen :p

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Damit verlassen wir Camagüey und machen uns auf den Weg nach Santiago de Cuba, unserer letzten Übernachtungsstation. Unterwegs die obligatorische Kaffeepause. Nachdem gerade als wir ankommen der Strom ausfällt, lasse ich das mit dem Kaffee und schaue ein bisschen dem Verkehr zu. Alle Verkehrsmittel werden auf Kuba als Taxi benutzt. Jeder Mopedfahrer hat vorsichtshalber einen zweiten Helm dabei, jede freie LKW-Ladefläche wird genutzt, jeder Kutschenplatz wird gegen Bares vergeben.


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D7K_6211 by Stefan, auf Flickr



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D7K_6214 by Stefan, auf Flickr



Man beachte auf diesem Bild den Fahrgast mit dem Strohhut, der sich gerade zum Aussteigen fertig macht ....

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D7K_6218 by Stefan, auf Flickr


... und der auf seinem Fahrzeug auch Mitreisende dabei hat.

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D7K_6220 by Stefan, auf Flickr​
 
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Zur Mittagspause waren wir in Bayamo, in der Provinz Granma. Ein geschichtsträchtiger Ort, hier wurde der Text der Nationalhymne geschrieben. Und angeblich nähte 1868 Frau Cespedes die erste Nationalflagge aus ihren eigenen Kleidern, bevor sie in Bayamo gesegnet wurde. Ob es diese hier war? Ich weiß ja nicht, welche Konfektionsgröße Frau Cespedes hatte ;-)
Auf jeden Fall ist sie zur Vorbereitung auf eine große Feier am nächsten Tag bereits am Museo Provincial sehr fotogen an der Fassade befestigt. Hier gibts nach einigen Versuchen dann übrigens auch unser einziges Gruppenbild. Besser kanns ja gar nicht passen. Hier aber ohne Reisende.

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D7K_6227 by Stefan, auf Flickr


Bissel Bauabsicherung.


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D7K_6242 by Stefan, auf Flickr


Und nochmal ein Blick in eine Apotheke. Mehr Kunden als Medizin ...


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D7K_6244 by Stefan, auf Flickr



"Die Einigkeit der Arbeiter garantiert die Revolution."

Kleines "Werbeplakat" in einem Strumpfwarengeschäft voller leerer Regale.


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D7K_6246 by Stefan, auf Flickr


Und ich glaube, er ist jetzt noch viel mehr unter ihnen.


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D7K_6248 by Stefan, auf Flickr​
 
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... in die man auch mit Zigarre darf.


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D7K_5270 by Stefan, auf Flickr





Eine großartige Reportage, Stefan! :applause:

Irgendwie hätte ich ja auch kubanische Vespas erwartet …


Zu obigem Bild ein alter Witz, der vielleicht einiges erklärt:

Sitzt ein Jesuit im Zug, betet sein Brevier und raucht dabei
eine dicke Zigarre. Kommt ein Dominikaner hinzu und fragt:
"Darf man das, gleichzeitig beten und rauchen?" Antwort:
"Aber sicher, Du mußt nur in Rom um Dispenz fragen …"
Ein paar Wochen treffen sich die beiden wieder im Zug.
Sagt der Dominikaner: "Das mit Rom war 'ne echte Pleite!"
Darauf der Jesuit: "Was hast Du denn gefragt?" Antwort des
Dominikaners: "Natürlich, ob ich beim Beten rauchen darf?"
"Tja", sagt der Jesuit: "Du hättest halt fragen müssen, ob
Du beim Rauchen beten darfst …"



 
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Der beste Bericht den ich hier bisher gelesen habe [emoji106][emoji106][emoji106].
Top, freue mich auf mehr (ich war bereits 2x in Kuba, das erste mal 1992 und zu letzt 2009).
Erkenne in deinem Bericht vieles wieder [emoji6].

Gruss
Gregor


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Laut unserem Reiseführer sind auf Kuba nur drei Drogen erlaubt: Musik, Tanz und revolutionäre Inbrunst. Und von der dritten nahmen wir in Santiago de Cuba eine große Dosis.

Nach dem Frühstück ging es zuerst zur Moncada-Kaserne. Dort begann 26. Juli 1953 die Revolution. Fidel Castro wollte die Moncada-Kaserne mit rund 400 schwer bewaffneten Soldaten stürmen. Das Ziel war zunächst, sich mit Waffen für den weiteren Kampf gegen das Regime des Diktators Batista zu versorgen. Castro rechnete damit, dass die Truppen aufgrund der Karnevalsfeiern müde sein würden.
Der Versuch scheiterte, machte Fidel Castro aber landesweit bekannt. Heute ist die Kaserne eine Schule. Eine Schule mit berühmten und gepflegten Einschusslöchern. Original natürlich ;-)



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D7K_6298 by Stefan, auf Flickr​



Und natürlich hängt ein kleines Portrait auch in der Schule.


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D7K_6293 by Stefan, auf Flickr​



Und viel größer hängt er natürlich mal wieder draußen. Diesmal an einer Hauswand. Und immer, wenn ich diese Riesendinger sehe, egal ob an öffentlichen Gebäuden, vor Fabriken oder einfach auf dem Land, immer habe ich mir folgendes vorgestellt: Ich fahre durch Bayern, vorbei an modernen Industriebauten, Banken und Regierungsgebäuden, über saftige Wiesen und wohlbestellte Felder und überall sehe ich riesige Banner und Plakate. Darauf Franz Josef Strauß und Edi Stoiber und darunter steht "Mia san mia!" oder "Hund samma scho". Manchmal darf vielleicht der Seehofers Horsti oder der Söders Markus noch mit drauf. Oder der Hoeneß. Oder ... und immer dann wache ich schweißgebadet auf.


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D7K_6305 by Stefan, auf Flickr​
 
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Revolutionäre Inbrunst - Teil II

Wir fahren auf einer kleinen holprigen Straße hinaus aus der Stadt und besuchen eine Hühnerfarm. Was eine Hühnerfarm mit der Revolution zu tun hat? Es ist natürlich nicht irgendeine Hühnerfarm, sondern die Hühnerfarm, von der aus Fidel mit seinen Genossen den ersten Versuch der Erstürmung der Moncada-Kaserne gemacht hat. Es ist die Granjita Siboney. Hier hielten sich die Rebellen versteckt, von hier aus fuhren sie im Morgengrauen los und hier werden Reliquien des ersten Angriffs ausgestellt. Blutige, durchschossene Uniformjacken, Schreibmaschinen, auf denen Flugblätter entstanden, Pistolen und Gewehre, Stiefel und Radioempfänger. Ein kleines, weißes Häuschen mit gepflegtem Garten und ungefähr vier Zimmern. Für Nichtrevolutionäre etwas unspektakulär. Der Eintritt ist im Reisepreis inbegriffen, nicht aber das Fotografieren. Fünf CUC!

Aber ich kann euch das Auto zeigen, mit dem Fidel Castro höchstpersönlich die Fahrt zur Kaserne unternahm.


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D7K_6308 by Stefan, auf Flickr


Oh, fehlfokussiert. Jetzt.


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D7K_6307 by Stefan, auf Flickr


Und hier noch schnell ein Bild der Farm. Nur der Vollständigkeit halber und natürlich von außerhalb des Geländes.


#209


D7K_6312 by Stefan, auf Flickr​
 
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Und schon geht es wieder hienaus aus Santiago de Cuba und wir wechseln das Thema. Die Inbrunst bleibt, diesmal religiös. Unser Ziel ist die Wallfahrtskirche El Cobre, etwa 25 Kilometer außerhalb, am oberen Ende eines Tales gelegen.
Dort wird seit 1612 die Barmherzige Jungfrau von Cobre verehrt, eine hölzerne Heiligenfigur und wichtigster Gegenstand von Wallfahrten in Kuba. Sie wurde 1916 von Papst Benedikt XV. zur kubanischen Schutzpatronin erklärt, nachdem sie bereits seit Beginn der Aufstandbewegung der Kubaner gegen die spanische Kolonialherrschaft 1868 als Schutzpatronin und Symbol der kubanischen Identität galt, was ihr den Beinamen „La Mambisa“ – Mambí war die Bezeichnung für aufständische Kubaner – eintrug.


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D7K_6357 by Stefan, auf Flickr


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D7K_6338 by Stefan, auf Flickr


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Geheilte Lahme und Kranke bringen zum Dank nicht mehr benötigte Korsette und Gehhilfen ...

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... Sportler ihre Trophäen und Pokale ...


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... und manch eine bedankt sich für die beiden Buchstaben im Titel.


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D7K_6344 by Stefan, auf Flickr​
 
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Hier oben wird alles verkauft, was die Heilige Jungfrau gerne hat. Besonders mag sie Sonnenblumen.


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D7K_6365 by Stefan, auf Flickr


Und als Verkäufer kann man sich bei den Preisen dann auch ein vernünftiges Auto leisten :p


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D7K_6367 by Stefan, auf Flickr


Ich lass das mit den Sonnenblumen, Norberto hupt, unser Bus fährt wieder zurück. Nein, nicht dieser hier :eek:


#223


D7K_6336 by Stefan, auf Flickr​
 
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