Coronavirus (war: CP+ 2020 wegen Coronavirus abgesagt)

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Bekanntlich vertrete ich ja seit einiger Zeit die These, die optimale Strategie ist eine kontrollierte Immunisierung (Impfung und/oder Infektion) bis zum Erreichen der Bevölkerungsimmunität. Leider kommt das noch immer nicht in der Politik an ...

Hier ist aber ein Beitrag von Dr. John Campbell, der viel beachtet wird, der wiss. Beiträge zitiert, die genau das gleiche nahelegen und darüberhinaus suggerieren, dass Kontakt mit dem Virus nach doppelter Impfung sogar medizinisch sinnvoller als eine Booster-Impfung ist.

Es wird Zeit, dass dies eine offizielle Strategie der Politik wird, oder zumindest offen in den Medien diskutiert wird. Schließlich können wir nicht ewig so weitermachen ...

 
3 Kommentare
bernhard64
bernhard64 kommentierte
"oder zumindest offen in den Medien diskutiert"
Schick doch dem Lanz mal 'ne email, vielleicht lädt er ihn ein.
Aber so kurz vor der Bundestagswahl??
 
Beuteltier
Beuteltier kommentierte
Ich verstehe dieses Video im Zusammenhang mit den bisher bekannt gewordenen Sachverhalten so, dass
der beste Schutz vor künftigen Infektionen mit den COVID-19-Mutationen mit schweren, lang andauernden oder letalen Folgen offenbar dann besteht, wenn man nach einer vollständigen Impfung noch eine Infektion durchmacht, die wegen der vorherigen Impfung relativ problemlos überstanden wird.
Danach sind dann T-Zellen im Blutkreislauf, die nicht nur auf das Spike-Protein anspringen, sondern auch auf die restlichen 27 der insgesamt 28 speziellen Merkmale eines COVID-19-Virus.
Außerdem vermute ich, dass auch solche, die bereits von einer Infektion mit dem COVID-19-Virus genesen sind, von einer Impfung profitieren werden. Richtig?
 
falconeye
falconeye kommentierte

Ja, das ist eine mögliche Sichtweise. Wobei, daß Genesene von einer Impfung profitieren, inzwischen ja die etablierte Meinung ist.

Worum es mir ging, ist, dass es drei Nachteile gibt, wenn man jetzt die Immunisierung der Bevölkerung künstlich verzögert:
- Der individuelle Impfschutz lässt schon wieder nach, wenn es dann irgendwann ja doch zur Infektion kommt.
- Womöglich bekommt man es bis dahin mit einer noch gefährlicheren Variante als Delta zu tun.
- Der Impfmüdigkeit wird nicht entgegengewirkt.

Als Vorteil dagegen steht lediglich die Möglichkeit, dass sich noch mehr per Impfung haben immunisieren können. Aber das Argument stimmt nur unter der Voraussetzung, dass das Impftempo hoch bleibt, was es nicht tut.
 
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An die Spezialisten mal eine besondere Frage:
Wenn jemand das Impfzertifikat "in der Corona App" hat und vorzeigen kann, nun aber als PDF bei einer "Einreise-Anmelde-Seite" eines Urlaubslandes hochladen muss, dann wäre es doch hilfreich, wenn die App das Zertifikat auch wieder ausspucken könnte, asl PDF...

Gibt es da einen Weg?
 
Beuteltier
Beuteltier kommentierte
Au weh, dann weiß ich auch nicht weiter - in der CovPassApp finden sich zwar Seitenweise Hinweise, aber keiner, wie man den QR-Code aus der App heraus ausdrucken könnte.
 
falconeye
falconeye kommentierte

Wenn Du im Impfzentrum warst, kannst Du das PDF jederzeit neu herunterladen, im Registrierungsportal. Sonst wirst Du wohl neu zur Apotheke müssen ...
 
soulbrother
soulbrother kommentierte
Nee, runterladen geht nur bis 21 Tage nach der 2t Impfung :-(
Aber direkt im Impfzentrum oder in Apotheken sollte es noch klappen...
... ja die moderne Bürokratie, die papierlos die IT gut nutzt...
Aber er hat ja Zeit der Herr Nachbar... und ich mach ja gerne den IT Helfer...
 
Wuxi
Wuxi kommentierte
falconeye
falconeye kommentierte
BioNTech-Pfizer BNT162b hat nun eine volle Zulassung in den USA

"Die US-Arzneimittelbehörde FDA erteilte am Montag dem Impfstoff COVID-19 von Pfizer Inc. (PFE.N) und dem deutschen Partner BioNTech SE die volle Zulassung für die Verwendung bei Menschen über 16 Jahren."

Quelle: https://www.reuters.com/business/he...l-pfizer-biontech-covid-19-vaccine-2021-08-23

Für einige Menschen ist dies beruhigend zu wissen (Versuchskaninchenargument), und es hat auch juristische Implikationen (z.B., was ein Arbeitgeber verlangen darf). Bisher gab es in den USA nur eine sog. Notfallnutzungs-Zulassung. In Europa wurde eine "vorläufige" Zulassung erteilt.
 
Kommentar
Die Bedeutung der Inzidenzen herunterzuspielen, halte ich für keine so gute Maßnahme, denn die Inzidenzen zeigen immerhin die Richtung der Entwicklung der Pandemie hin zu einer vierten Welle auf.
Aber vielleicht dienen diese Maßnahmen ja nur dazu, die Bevölkerung im Hinblick auf die kommende Wahl zu beruhigen.
In den Antike wurde der Überbringer einer schlechten Botschaft ja geköpft (und heute wird er vielleicht nicht mehr gewählt).
Nach der Wahl wird man eventuell wieder den Mut haben, angemessenere Maßnahmen zu treffen.
Um es mal satirisch auszudrücken, könnte man ja auch die Gefahren der Erderwärmung dadurch herunterspielen, indem man keine Temperaturmessungen mehr vornimmt. ;)
 
Zuletzt bearbeitet:
falconeye
falconeye kommentierte

wie will man den zeitlichen Versatz bei steigenden Zahlen sonst kompensieren?
2. Semester Maschinenbau. Vorlesung Regelungstechnik, träge Systeme. Darauf bezog sich mein Begriff Dämpfung weiter oben.
 
Beuteltier
Beuteltier kommentierte
Wenn schon Dämpfung, dann aperiodische natürlich.
Ändert aber nichts an dem Problem, dass ein Infizierter einen bis mehrere Tage lang infektiös sein kann, bevor er es merkt - falls er es überhaupt merkt. Wenn man also Genesene und Geimpfte nicht testet und bei positivem Ergebnis isoliert, verbreitet sich das Virus fröhlich weiter und wird die Ungeimpften ganz schön stressen...
 
luckyshot
luckyshot kommentierte


Ich habe die Zahlen nicht überprüft. Aber mathematisch bleiben da natürlich 15% von 95% + 37% von 5% übrig, oder 1/6.2x. Da wäre dann bei einer Inzidenz von ca. 6x200 oder 1200 wieder Schicht im Schacht. Etwas mehr, wenn vor allem Jüngere exponiert werden. Aber "unerreichbar" sind diese Zahlen leider nicht.

...

Völlig klar.
Aber wir sprechen von ganz anderen Zahlen als vor einem Jahr.
Darum geht es mir.
Eine Inzidenz von 100 muss heute ganz anders bewertet werden, als im Herbst 2020.

Ich hatte darauf geantwortet:
“...Das bevölkerungsreichste Bundesland ... hat die höchsten Corona-Zahlen. Warum ist das so – und warum wird nicht darauf reagiert?...“
 
Kurt Raabe
Kurt Raabe kommentierte
peterkdos
peterkdos kommentierte
…schöne Geschichten werden hier erzählt.

In dem man die Folgen der Pandemie globalisiert und gleichzeitig mit anderen Ereignissen (Verkehrsunfälle) in die Relation setzt wird gleichzeitig die eigene Verantwortung an andere Personengruppen, Nationen, Ereignisse verlagert.

Da ist dann sehr einfach die Begünstigungen für die eigene Person zu verlangen, ja, darauf zu bestehen. Die Rechtmäßigkeit der Handlungen wird innerhalb der eigenen Gruppe legalisiert.

Dieses Denken ist in unserer Gesellschaft heute sehr verbreitet.

Gruß

Peter
 
1 Kommentar
falconeye
falconeye kommentierte
Es ist vielleicht noch einer Erwähnung wert, dass Hanburg ihr 2G Konzept juristisch begründet.
Gemäß der Devise, wenn Betriebe Ungeimpfte ohnehin nicht einlassen, sind Beschränkungen anderer Art nicht angemessen.

Die juristische Frage wäre dann, ob Ungeimpfte analog zu Angehörigen anderer Minderheiten über einen besonderen Rechtsschutz verfügen, oder ob nicht, da sie aus dieser Minderheit ja austreten können. Zunächst einmal jedoch können Firmen sicher ihr Hausrecht ausüben.
 
Zuletzt bearbeitet:
Donnerstag, 26. August 2021

Coronavirus-Liveticker​

+++ 17:19 Biontech: Antikörper nach dritter Impfung über dreimal so hoch +++​

gefunden bei n-tv.de

Ob sie nach der vierten Impfung viermal so hoch werden?
Passen die dann noch durch die Adern?

@falconeye : Falk hat das Einfluss auf Deine Berechnungen?
 
1 Kommentar
AnjaC
AnjaC kommentierte
Jetzt im richtigen Thread ;)
 
Über den Effekt nachlassenden Impfschutzes ...

Screen Shot 2021-08-26 at 18.17.08.png

Quelle: https://covid.joinzoe.com/data#vaccinations
(ich weiss nicht, ob es da online ist, die Grafik ist ein Screenshot aus dem ZOE Podcast von heute.) Die Daten gelten für UK, wo es einen grossen Abstand zwischen 1. und 2. Impfung gab (ca. 12 Wochen für BioNTech).

Innerhalb eines halben Jahres sinkt die Impfeffektivität von BioNTech gegen Delta also von ca. 90% auf ca. 70%. Da würde man nach 12 Monaten ca. 50% erwarten :D Man würde diese Aufstellung auch noch einmal nach Alter benötigen, aber besser als nichts. Ich kenne aktuell keine andere Quelle für eine solche Statistik. Wenn jemand anderes, her damit !
 
1 Kommentar
falconeye
falconeye kommentierte
Diese Statistik kann auch eine Richtschnur für die 3. Boosterimpfung sein: sie würde den Schutz vermutlich wieder auf 90% bringen und bei >6 Monaten Abstand das Risiko für symptomatische Erkrankung um den Faktor 2-3 reduzieren. Das lässt sich in einer Phase der Hochinzidenz, wenn sie denn kommt, durchaus rechtfertigen, sofern man alt genug ist, damit das Restrisiko trotz Impfung der Rede wert ist.
 
Aus dem neuen RKI Wochenbericht von heute:

An Covid19 in KW30-33 gestorben:

Altersgruppe 60+ / Impfrate 81%:
160 davon geimpft 36 -> Wirksamkeit Impfung 93%
Altersgruppe 18-59/ Impfrate 57%:
22 davon geimpft 1 -> Wirksamkeit Impfung 96%
Altersgruppe 12-17:
Keine Todesfälle

Auf Intensivstation:

Altersgruppe 60+ / Impfrate 81%:
206 davon geimpft 29 -> Wirksamkeit Impfung 96%
Altersgruppe 18-59/ Impfrate 57%:
223 davon geimpft 9 -> Wirksamkeit Impfung 97%
Altersgruppe 12-17/ Impfrate 12%:
2 davon geimpft 0, (-> Wirksamkeit 100%, aber zu wenig Statistik)

Das zeigt, dass die Impfungen wirklich gut wirken.
Es gibt aber auch einen Negativpunkt:

Intensivbelegung aktuell: 863 / Inzidenz vor 14 Tagen: 32,4
Intensivbelegung 26.10.20: 1352 / Inzidenz am 12.10.20: 31,4

D.h. der Rückgang beträgt weniger als einen Faktor 2. Das liegt meiner Meinung nach daran, dass fast nur nicht geimpfte Menschen zur Inzidenz beitragen (laut Meldungen aus Bayern und Hamburg >90%). Die Verringerung kommt dann nur durch die günstigere Altersverteilung.

Das sieht man auch an der Altersverteilung der Intensivpatienten. Inzwischen sind 57,6% der Intensivpatienten jünger als 60 Jahre.
 
3 Kommentare
falconeye
falconeye kommentierte
D.h. der Rückgang beträgt weniger als einen Faktor 2. Das liegt meiner Meinung nach daran, dass fast nur nicht geimpfte Menschen zur Inzidenz beitragen (laut Meldungen aus Bayern und Hamburg >90%). Die Verringerung kommt dann nur durch die günstigere Altersverteilung.
Die Altersverteilung müsste aber einen viel grösseren Effekt haben und hat sie in UK auch. Ich habe in meinem Modell einen Faktor, mit dem ich die Inzidenz gewichte. Und der hinkt in D dem in UK hinterher. Nach der Ursache suche ich noch. Es kann auch nicht einfach der längere Krankenhausaufenthalt Jüngerer sein. Ein Umstand ist, dass einige der 800 noch aus der 3. Welle stammen.

Die Intensivbelegung hinkt der Inzidenz übrigens nicht 14 Tage nach. Im ansteigenden Ast viel weniger, im absteigenden viel mehr, der genaue Zusammenhang ist mathematisch kompliziert.

Auf jeden Fall muss die Impfquote 60+ hoch. Denn diese Gruppe wird sich auch wieder infizieren, sie ist aktuell eben noch wenig betroffen.
 
falconeye
falconeye kommentierte
Aus diesen Zahlen lässt sich berechnen, wieviele der Geimpften symptomfrei Kontakt mit dem Virus hatten und sich so ihre Delta-Boosterimpfung geholt haben. Diese Zahl ist epidemiologisch wichtig, da diese Gruppe besser zur Bevölkerungsimmunität beiträgt, als ein nur Geimpfter. Denn selbst mit z.B. R0=8 bricht die Welle ohne jede Maßnahme zusammen, sobald der effektive Immunisierungsgrad 88% erreicht. Bei einer Impfeffektivität von 85% ginge das halt selbst mit einer Impfpflicht allein nicht.

Bei Gelegenheit berechne ich das mal …
 
A
agn137 kommentierte
Im Sommer war Ende Juli die Anzahl der Intensivpatienten auf 350 abgesunken. D.h. der Anteil der Langzeitintensivpatienten muss <350 sein.
 
Das liegt meiner Meinung nach daran, dass fast nur nicht geimpfte Menschen zur Inzidenz beitragen

Ändert aber nichts an dem Problem, dass ein Infizierter einen bis mehrere Tage lang infektiös sein kann, bevor er es merkt - falls er es überhaupt merkt. Wenn man also Genesene und Geimpfte nicht testet und bei positivem Ergebnis isoliert, verbreitet sich das Virus fröhlich weiter und wird die Ungeimpften ganz schön stressen...

Das wird in meinem privaten Umfeld gerade heißt diskutiert. Die Überlegung ist, ob wir jetzt eine gestiegene Dunkelziffer haben, da Geimpfte und Genesene kaum noch getestet werden und Impfdurchbrüche wohl nur dann sicher erkannt werden, wenn die Erkrankung so schwerwiegend ist, dass eine Krankenhauseinweisung nötig ist. Klar, asymptomatische Infektionen wurden auch vorher oft nicht erkannt. Aber die regelmäßigen Tests z.B. in der Schule und am Arbeitsplatz dürften doch etliche von ihnen aufgedeckt haben.

Mit der Tatsache, dass auch Geimpfte und Genesene das Virus weitertragen können, wird ganz unterschiedlich umgegangen. Mancher Arbeitgeber erlässt Geimpften und Genesenen die bisher intern festgelegten Tests und vielfach werden nur noch medizinische Masken statt FFP2 zur Verfügung gestellt, weil man zu mehr ja nicht verpflichtet ist. Andere wiederum heben ihre home office Anweisung zunächst nur teilweise auf und fahren ein geteiltes Modell (2 Tage Home Office, 3 Tage Präsenz), um die Anzahl der gleichzeitig anwesenden Arbeitnehmer in Büros noch gering zu halten. Sie stellen jedem Arbeitnehmer (egal, ob geimpft, genesen, oder nichts davon) auch Selbsttests für freiwillige Tests, ausreichend für 2mal pro Woche, zur Verfügung.

Wir hatten die Diskussion neulich auf einer Familienfeier (im Garten, 14 Personen). Wir wussten, dass dort nicht alle geimpft sein würden. Die Teilnehmer aus unserem Haushalt, alle geimpft, haben vorher einen Selbsttest gemacht, um sicher zu sein, dass wir niemanden anstecken können. Auf die Idee ist sonst dort niemand gekommen und die Reaktionen waren ... sagenwirmal.... breit gestreut von "oh, das ist gut, daran hatte ich gar nicht gedacht" bis "nun übertreibt aber mal nicht, das ist doch total unnötig".

Wie seht ihr das?
 
Beuteltier
Beuteltier kommentierte
"Die Leute werden sich impfen lassen."
Und was ist mit denen, die nicht geimpft werden können?
Und wer schützt diejenigen, welche trotz Impfung infiziert werden und dadurch eventuell schwer erkranken?
 
falconeye
falconeye kommentierte

Ein bisschen Schwund ist immer. Im Ahrtal sind auch Leute ertrunken. Wir reden hier immer noch von einer Naturkatastrophe, die überlebt naturgemäß nun einmal nicht jeder. Sorry, dass ich das jetzt mal so klar aussprechen muss. Natürlich muss man jede Seele retten, die man retten kann. Mit Betonung auf “kann“. Bei einem R0 von 6 kann sich niemand (bis auf eine winzige Minderheit) auf Dauer dem Virus entziehen. Vor allem deshalb hat die Stiko übrigens auch ihre Empfehlung auf 12-17J ausgedehnt.

Darüberhinaus ist es ja nicht so, dass ich nicht auch an diese Menschen denke:

Je schneller sich die Bevölkerung immunisiert, in dem sie sich impft und natürlich Immunisierung Jüngerer und Geimpfter zulässt, desto schneller wird Bevölkerungsimmunität erreicht (was mit Impfen allein mathematisch mit Delta nicht geht) (d.h., die Inzidenz geht auf nahe Null zurück) und desto schneller können Immun-Kompromitierte aus der Deckung zurück. Aber Maßnahmen (wie Du sie vorschlägst) ziehen diesen Prozess nur unnötig in die Länge und auch Immun-Kompromitierte wollen irgendwann wieder am Lebn teilhaben …
 
Zuletzt bearbeitet:
häuschen
häuschen kommentierte


Für diese Einstellung bin ich hier regelmäßig angefeindet worden, obschon ich sie nie derart offen formuliert habe und dabei vergesse ich nicht, dass die Situation durch die Impfung jetzt eine Andere ist, als damals.
Es ist nicht leicht gewesen, sich hier nicht mehr zu beteiligen, hat man beim Lesen einiger Beiträge doch immer wieder den Eindruck, dass manch Einer der Ansicht ist, der Staat habe die Pflicht alle seine Bürger vor jeglicher Art von Gefahr zu schützen. Hat er nicht und kann er auch nicht.
Das Leben ist eine Mischkalkulation, wie einer meiner klügsten Bekannten immer zu sagen pflegt. Und damit ich bin ich wieder raus.
 
AnjaC
AnjaC kommentierte
Bevor es jetzt hier wieder hoch hergeht (wozu, verzeih Falk, Formulierungen wie "ein bisschen Schwund ist immer" unweigerlich beitragen... Ich weiß, was du meinst, aber ich bin mir sicher, du kannst es anders formulieren) :
Mir ging es in meinem Beitrag überhaupt nicht darum, was der Staat leisten soll oder nicht. Sondern, was denn wohl ein sinnvolles Verhalten von uns als Arbeitgeber, Arbeitnehmer, Familienmitglied sein kann. Deswegen habe ich ein paar Beispiele aufgezählt. Ich will keine Verantwortung an wen auch immer delegieren, sondern herausfinden, wie ich mich mit Sinn und Augenmaß in der jetzigen Situation selbst verantwortungsvoll verhalten kann. Christian z.B. hat aus seiner Arbeitgebersicht gute Beispiele geliefert.
 
falconeye
falconeye kommentierte

Die Impfung macht aber den entscheidenden Unterschied. Man kann nicht wirklich den gleichen Standpunkt unabhängig davon vertreten.
 
Die Impfzahlen steigen ja wieder. Was auch nicht überraschend ist. Der Teil der Bevölkerung, der sich unbedingt impfen lassen wollte und dafür jede Unanehmlichkeit und Verzicht in kauf nimmt, der hat es auch grossteils vor den Ferien noch bis zur zweiten Impfung geschafft.
Es gibt da draussen aber auch einen erheblichen Anteil, der sich impfen lassen will, aber nicht um jeden Preis. Hier sah es bis Ende Juni so aus: Selbst als die Altersbeschränkung fiel, hat das Impfzentrum die Termine befohlen. Passt nicht? Dann stell dich wieder hinten an, geht halt wieder ein paar Wochen. Doof in Zeiten, wo zumindest online schon andere Lösungen möglich wären (wer vom Alter oder Risiko her schon zur Impfung darf, kann einloggen und sich einen der freien Termine in einem Kalender reservieren).
Seit Anfang Juli die totale Kehrwende, Impfzentrum ist nun spontan ohne Anmeldung möglich, ganz viele Apotheken impfen an ein oder zwei Tagen die Woche, die Termine sind online buchbar, wenn die von Apotheke A nicht passen und B diese Woche grade keinen mehr frei hat, dann klappt es halt bei C. Tja, nur ist das auf die Schulferien gefallen. Wir sind hier geblieben, also habe ich mich auch in den Ferien impfen lassen. Aber viele waren eben fort, daher die Quote tief. Und nun sind die Ferien vorbei, Quote geht wieder hoch, und zwar deutlich.
Meine Prognose: Das kommt jetzt von selber zumindest für den Teil, der sich grundsätzlich aber nicht unbedingt impfen lassne will. Ferien sind jetzt vorbei, erste Impfung machen, in 4 Wochen die zweite, ist vor den Herbstferien. Da ist ein Potential von 10 bis 20% der Bevölkerung, die man jetzt relativ einfach zum Impfen bringen kann. Ferienzeit ist vorbei und es reicht bis zu den nächsten Ferien fürs Zertifikat, Impftermine kann man so bekommen, dass man auch nach der Arbeit oder vor der Arbeit hin kann, in die Gymnasien fahren sie mit mobilen Impfangeboten. Nach den Herbstferien dann in die 7. bis 9. Klasse.
Schwieriger wird es, danach noch weitere zu impfen. Also die, wo es nicht ausreicht, dass beide Impftermine nicht die Ferienreise blocken und dass man einen Impftermin wählen kann.
 
2 Kommentare
falconeye
falconeye kommentierte
in 4 Wochen die zweite
Ich würde einen grösseren Impfabstand wählen, der Impfschutz ist danach besser. Irgendwas zwischen 6 und 12 Wochen.
 
P
pulsedriver kommentierte

Die 4 Wochen werden hier halt vorgegeben. Wenn da nun gar kein Termin passt, dann auch 5. Ist ja oft nur an einem oder zwei Halbtagen die Woche ein Arzt in der Apotheke, der dann auch impfen darf.
Ich hab die Impfung mit den 4 Wochen Abstand gut vertragen, hab jetzt ein Zertifikat und gut ist. Daneben werde ich weiter brav Maske tragen, Hände waschen usw. Aber nicht auf ein Abendmessen auch im Inneren eines Restaurants verzichten - wobei ich letzteres auch weiter nur mit der Familie tun werde. Wir sitzen eh mehrmals am Tag an einem Tisch. Für mich ist das recht schnell abgewägt: Die Impfung schützt nicht wirklich perfekt vor einer Infektion, nur die Wahrscheinlichkeit der schweren Verläufe reduziert sie wirklich sehr stark. Ein positiver Test nach Symptomen heisst aber nach wie vor Quarantäne. Was hab ich lieber? Maske tragen und nur mit der Familie ins Restaurant? oder Quarantäne? Damit ist für mich die Sache schon entschieden, die Gesichtswindel wird angezogen. Weitere Argumente wie mühsame Symptome bie einem sog. "milden" Verlauf brauche ich gar nicht mehr. Die Maske tut nicht weh....
 
Das ist unlogisch.

Wir können nicht ewig so weitermachen, das wäre völlig absurd.
Das ist ja überhaupt nicht unlogisch. Mit dem Tragen von Masken und Testen können wir ja wohl unproblematisch noch Jahre weitermachen, wenn es andere schützt. Unglaublich, welch eine Ellenbogenmentalität hier propagiert wird…😡. Und was wäre eigentlich mit einer Null-COVID-Strategie, um die Mitmenschen zu schützen…🧐?
 
luckyshot
luckyshot kommentierte
@Christian B.
Ich stimme Dir weitestgehend zu, aber das:
“...Straßenverkehr, der auch in den Covid-Jahren weit mehr Opfer gefordert hat als die Pandemie... “
stimmt bei weitem nicht:

JahrVerkehrstote insgesamtIn % zum Vorjahr
20173.180−1,1 %
20183.265+2,7 %
20193.046−6,7 %
20202.724−10,6 %

Bis zum heutigen Tag waren es 92.096 Tote mit einer Civod19 Infektion in Deutschland.
 
C
Christian B. kommentierte
Danke für den Hinweis. Ich hatte die Zahl der Verletzten (327.000 in 2020) im Kopf; und es gab über 2 Mio Unfälle. (Die Zahl der COVID Toten müsste man im Vergleich auch auf Jahre verteilen, und man müsste die COVID-Toten ab dem Zeitpunkt der Impfverfügbarkeit mit jedermann mit den Verkehrstoten vergleichen, wenn man beurteilen will, welches der beiden Risiken JETZT höher zu bewerten ist.)
 
C
Christian B. kommentierte
Interessant an Deiner Aufstellung ist übrigens, dass der Lockdown 2020 die Zahl der Verkehrstoten um 10% vermindert hat. Lässt Du die Leute nicht raus, können sie sich nicht mit Corona infizieren und auch nicht totfahren. Das ist das Positive. Kinder können allerdings auch nichts lernen, Gastronomen nichts verdienen usw. - das ist das Negative. Diese Chancen und Risiken müssen insgesamt bewertet werden. Das meinte ich oben mit Güterabwägung. Und die fällt heute anders aus als im März oder November 2020.
 
falconeye
falconeye kommentierte

man müsste die COVID-Toten ab dem Zeitpunkt der Impfverfügbarkeit
Gemäß meinem Modell wird es leider auch in der Exit-Welle noch mehr Covid-Tote als Tote im Strassenverkehr geben. Das lässt sich leider nicht ganz vermeiden, dafür wirken die Impfstoffe leider nicht 100%ig genug. Aber durch eine kontrollierte Welle lässt es sich immerhin minimieren. Da das Minimum nicht bei maximalem Schutz erreicht wird, gibt es hier nicht einmal das Problem der Güterabwägung.

Mit vielleicht ca. 100.000 Covid Toten in D wird Corona am Ende schon eine ziemliche Katastrophe darstellen, die sonst nur im Krieg übertroffen wurde. Pandemien waren historisch aber sehr viel schlimmer.
 
falconeye
falconeye kommentierte
In Bayern gehts grad rund um die Schnelltests der Firma GNA. Die Süddeutsche titelt am 22.08.2021 "Aiwangers Schnelltest-Flop"

Herr Aiwanger sah sich bemüßigt, dazu eine Pressemeldung herauszugeben, die mir grad im Newsletter der bayerischen Staatregierung in den Posteingang flatterte:
Selten findet man solche Sätze in einer offiziellen Pressemitteilung:
Aiwanger: "Für alle weiteren Entscheidungen liegt der Ball bei den zuständigen Behörden. Ich habe geliefert, für den Einsatz bin ich nicht zuständig.“
Dazu muss man vielleicht noch wissen, dass der damalige CSU-Abgeordnete Sauter für die Einfädelung dieses Deals angeblich 300.000 € kassiert haben soll. (Quelle Landtagsfraktion der SPD in Bayern, Mai 2021)

Erinnert mich ein bisschen an das königlich-bayerische Amtsgericht, hab ich als Kind gerne geschaut. Und ja, ich weiß, dass Wahlkampf ist ;)
 
Kommentar
Frau war auf Malle, Hinreise vor 4 Wochen. Bei Einreise Kontrolle 3x in Spanien.
Gestern Rückkehr - Kontrolle in Deutschland: Null!
 
Kommentar
Hier mal ein kurzer Bericht über meine derzeitige Reise:
Bisher hatte ich ein Hotel im Schwarzwald, 3 in der 🇨🇭 und bin gestern in 🇦🇹 (Zillertal) angekommen.
In Deutschland und der Schweiz hat sich NIEMAND (Hotel, Gaststätten, ÖPNV, Grenze) für meinen Impfstatus interessiert. Es galt Maskenpflicht und fertig.
Gestern bei der Ankunft im derzeitigen Hotel im Zillertal musste ich meinen Status nachweisen. Übernachten dürfen hier nur Geimpfte, Genesene und Getestete. Der Test muss nach 48 Stunden erneuert werden. Dafür gibts im Hotel keine Maskenpflicht.
Mal sehen, wie es bei meinen weiteren Stationen aussieht.
 
5 Kommentare
ernst.w
ernst.w kommentierte
Bei uns besteht dort, wo nur 3G-Personen zusammenkommen dürfen, derzeit keine Maskenpflicht.

Die Maskenpflicht gilt übrigens nicht in allen Bundesländern gleich. In Wien gelten zB. strengere Maßnahmen als sonst in Österreich.
 
Gianni33
Gianni33 kommentierte
@Georgie1956
Nachdem ich von der nicht durchgeführten Befolgung der vorgeschriebenen Kontrollen auch immer wieder höre, frage ich mich:
Könnte man den gegenwärtig vorherrschenden Zustand als eine de facto Aufhebung der Maßnahmen durch die Hintertür bezeichnen?
 
ernst.w
ernst.w kommentierte

Vielleicht am Land. In den Städten eher als Bequemlichkeit und Schlamperei. sowie die Angst, Kunden/Gäste zu verschrecken (bei mir ist es eher umgekehrt: Ich gehe kein zweites Mal in ein Lokal, in dem ich nicht überprüft wurde). Und zu wenige Kontrollen von Seiten der Gesundheitsbehörden. Die Strafen wären spürbar, das würde schon wirken ("Bequemlichkeit ist zu teuer).

Aber es hat sich in den letzten Wochen in Wien zumindest die Häufigkeit der 3G-Kontrollen gebessert. Nur wird die Identität des Gastes noch immer nicht geprüft, auch die Registrierpflicht wird nur äußerst locker gehandhabt.
 
Kay
Kay kommentierte

Ist bei uns genau andersherum: Jede Würstchenbude besteht auf Eintrag, sei es handschriftlich oder per Luca (Äb).
Vielleicht ändert sich das durch die Möglichkeit zu 2G.

Es wird diskutiert, ob das die Einführung eines Impfzwanges "hintenherum" bewirken soll.
Mich nervt dabei eher der " Zwang " (ja, ich weiß es ist keiner, weil bla bla ...), dieses tragbare Fernsprechgerät mitführen zu müssen.
Vorher reichte mir mein Rentner-Klapphändi mit den großen Tasten, jetzt bin ich genötigt, so ein Modern-Teil mitzuschleppen.
 
Gianni33
Gianni33 kommentierte

Hamburg zieht jetzt mit 2G die m. E. richtigen Konsequenzen und lässt nur noch Geimpfte und Genesene als Gäste in Innenräumen von Restaurants u. ä. zu, wenn der Gastwirt einverstanden ist.
 
Zuletzt bearbeitet:
Durchseuchung der Kinder?


Gruß
Claudius
 
1 Kommentar
falconeye
falconeye kommentierte
Prof. Förster wird da zitiert:
jeder wird über kurz oder lang mit dem Virus in Kontakt kommen.
Epidemiologisch können wir uns eine Durchseuchung der Kinder nicht leisten.
Beide Sätze stehen im Widerspruch. Ich denke, hier wurde verkürzt zitiert.
Wie wir nun wissen, hat die Durchseuchung (Aller!) an dem Tag begonnen, als das Virus zu Delta mutierte. Insofern ist der Titel zwar nicht falsch, aber irreführend.
 
Update 28. August 2021

Germany
New Cases 27.08.2021: 1940
Weekly average: 8814
7 day incidence: 74,3
Rt: 1,24 (1,09 - 1,41) | 1,34 (7-day avg)
Forecast 24.09: 86709 (31160 - 241289)
Alert Value A: 1,54 very high risk

Screen Shot 2021-08-28 at 14.18.38.png

Der Anstieg des Alert-Level setzt sich aktuell fort mit gut +0.20 pro Woche. Das wären nur noch ca. 2-3 Wochen bis A = 2 "out of control".

Gemäß meiner These des kontrollierten Exit aus der Pandemie ist ein Anstieg bis ca. A=2 und Deckelung dort eine gute Strategie. In ca. 2 Wochen ergäbe sich hier also ein Handlungsbedarf, die Inzidenz dürfte dann bei 200 - 300 liegen, wenn keine gegenläufigen Effekte eintreten. Aber das ist muMn ok. Es gibt aber nun Indikatoren, die dafür sprechen, diese Strategie in D vorsichtiger als in UK zu fahren (s.u.). Diese Inzidenz würde ohnehin weiter steigen, bis auf vermutlich 500 oder darüber, aber wegen größerer Vorsicht und ggfs. entspr. Maßnahmen mit kleiner werdendem Rt - so dass der Alertlevel bei oder unter 2 bleiben kann. Sofern die Politik hier die muMn beste Strategie fährt. Es scheint darauf hinauszulaufen, aber offiziell wird dies keineswegs kommuniziert. Ein Hinweis ist, dass das Paul-Ehrlich-Institut ebenfalls von Inzidenzen von 500 oder darüber im Herbst ausgeht.

Die Delta-Variante wurde in KW32 mit 99.3% berichtet, Gamma mit 0.2%. Es gab in KW33 680.000 Tests, davon 7.88% positiv (die Positivenquote ist zu hoch für ein gutes Monitoring der Inzidenz). In KW30-33 gab es 64303 gemeldete symptomatische Fälle mit Altersangabe, davon 10.076 Impfdurchbrüche (15.7%).

Die Impfquote liegt aktuell bei 60/65%. Das RKI gibt für die Effektivität der Impfung (gegen Infektion) weiterhin den Wert 87% für <60J als auch für ≥60J an, allerdings gemittelt ab KW05, obwohl fast alle Impfdurchbrüche mit Delta auftreten. Für den Zeitraum KW30-33 müsste man die Zahlen im RKI-Report erst auswerten, was schwierig ist, da mit unterschiedlichen Bezugszahlen (symptomatisch vs. gemeldet etc.) operiert wird. Das wäre also eine eigene Arbeit hier ;)

Die Zahl der Toten steigt wieder deutlich (aktuell 21 (12 vor 2 Wochen) im 7-Tagesmittel). Die Zahl der Intensivpatienten steigt wieder deutlich auf 869 (gegenüber 471 vor 2 Wochen). In der demografischen Entwicklung führt nun die Gruppe 10-19J, mit einer Inzidenz von konstant 2.4x über Durchschnitt. Vor 2 Wochen war es noch die Gruppe 15-24J.

Die Korrelation zwischen Inzidenz und Tod in UK steigt wieder auf eine CFR von 0.42% (0.19% vor 2 Wochen). Diese Korrelation bestimmt, bis zu welchen Inzidenzen man die Pandemie laufen lassen kann, kleinere Werte der CFR erlauben höhere Inzidenzen. Ein Wert von ca. 0.40 erscheint mir eine legitime Rechengrundlage für Länder mit hoher Impfquote um 70%. In Deutschland jedoch verharrt die CFR bei konstant ca. 0.8 - 0.9% (aktuell 0.92%), oder dem 2-fachen des UK-Wertes. Meine Strategie der kontrollierten Immunisierung erscheint mir daher zwar weiterhin valide, aber die Grenzwerte für D passe ich an: Die Inzidenz in D darf nicht über ca. 800 steigen. Der Grund scheint mir eine gestiegene Dunkelziffer in D aufgrund geringerer Tests zu sein: die Positivenrate in UK ist nur halb so groß (4.5%), trotz 5-facher Inzidenz - UK testet 10 mal mehr!! Bei doppelter Dunkelziffer in D gegenüber UK muss ich die Inzidenzgrenzwerte für D natürlich halbieren. Wir nutzen nun nur noch weniger als die Hälfte unserer PCR Testkapazität und das wird keineswegs durch Schnelltests wettgemacht, mein Dunkelziffernindikator sagt mir das.

Der Grenzwert für A für Deutschland (für eine optimierte Strategie einer kontrollierten Immunisierung) bleibt aber weiterhin bei A ~/≤ 2 "out of control", da der Dunkelziffernindikator in die Berechnung von A eingeht.

Update vom 14. August -> https://www.nikon-fotografie.de/com...navirus-abgesagt.295040/page-277#post-2818109
 
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falconeye
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United Kingdom
New Cases 27.08.2021: 37690
Weekly average: 33893
7 day incidence: 356,0
Rt: 1,04 (1,01 - 1,07) | 1,06 (7-day avg)
Forecast 24.09: 52606 (41581 - 66554)
Alert Value A: 1,80 very high risk

Screen Shot 2021-08-28 at 15.42.28.png

Aktuell funktioniert die Strategie des "Freedom Day", die Inzidenz ist allerdings selbst in UK zu niedrig, um baldige Effekte einer Bevölkerungsimmunität erwarten zu dürfen. Was aber in der Abwesenheit von Maßnahmen nicht weiter stört, ausser, dass dann deshalb im Herbst doch wieder Maßnahmen nötig werden.
 

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falconeye
falconeye kommentierte
Israel
New Cases 27.08.2021: 6352
Weekly average: 8059
7 day incidence: 635,0
Rt: 1,10 (1,06 - 1,15) | 1,12 (7-day avg)
Forecast 24.09: 18898 (14012 - 25487)
Alert Value A: 2,18 out of control

Screen Shot 2021-08-28 at 15.48.25.png

Israel bringt die Welle langsam unter Kontrolle, strebt ebenfalls einem Wert um A=2 zu. Zum Glück für Israel sinkt auch der Indikator für schwere Fälle, die CFR, von 1.5% auf 1.0%. Der Scheitelpunkt dürfte in der Nähe von A=2 und einer Inzidenz um 800 liegen, das wäre ein Zustand ähnlich dem, der für D zu erwarten ist.

Übrigens gibt es in Israel die ersten Impfdurchbrüche bei 3-fach Geimpften, aber das ist bei über 1 Million 3-fach Geimpften zu erwarten.

In Israel sind z.B. von den 70-79J 80% dreimal, und 96% mindestens einmal geimpft. Selbst bei den 16-19J sind 80.5% mindestens einmal geimpft. Daher vermute ich, dass Israel diese Welle verkraften kann.
 
falconeye
falconeye kommentierte
Austria
New Cases 27.08.2021: 1602
Weekly average: 1306
7 day incidence: 103,2
Rt: 1,13 (1,07 - 1,19) | 1,16 (7-day avg)
Forecast 24.09: 3695 (2399 - 5690)
Alert Value A: 1,40 very high risk

Screen Shot 2021-08-28 at 16.16.13.png
 
falconeye
falconeye kommentierte
Switzerland
New Cases 27.08.2021: 2764
Weekly average: 2572
7 day incidence: 210,1
Rt: 1,00 (0,91 - 1,10) | 1,05 (7-day avg)
Forecast 24.09: 3238 (1551 - 6760)
Alert Value A: 1,53 very high risk

Screen Shot 2021-08-28 at 16.17.58.png

In der Schweiz erreicht die Welle aktuell einen Scheitel, der aber nicht zum Erreichen einer Bevölkerungsimmunität ausreicht.
 
falconeye
falconeye kommentierte
Übriges Ausland ...
Italy
7 day incidence: 76,6
Rt: 1,04 (1,01 - 1,07) | 1,03 (7-day avg)
Alert Value A: 1,10 very high risk

France

7 day incidence: 158,9
Rt: 0,84 (0,74 - 0,96) | 0,93 (7-day avg)
Alert Value A: 1,23 very high risk

Spain

7 day incidence: 130,7
Rt: 0,82 (0,74 - 0,91) | 0,88 (7-day avg)
Alert Value A: 1,03 very high risk

Sweden

7 day incidence: 66,8
Rt: 1,06 (1,00 - 1,12) | 1,02 (7-day avg)
Alert Value A: 1,01 very high risk

Australia New South Wales

7 day incidence: 82,2
Rt: 1,21 (1,07 - 1,37) | 1,32 (7-day avg)
Alert Value A: 1,54 very high risk

Netherlands

7 day incidence: 103,7
Rt: 1,05 (1,01 - 1,10) | 1,02 (7-day avg)
Alert Value A: 1,22 very high risk

Croatia

7 day incidence: 81,7
Rt: 1,20 (1,10 - 1,31) | 1,19 (7-day avg)
Alert Value A: 1,48 very high risk

Brazil

7 day incidence: 83,9
Rt: 0,86 (0,76 - 0,97) | 0,94 (7-day avg)
Alert Value A: 1,07 very high risk

Portugal

7 day incidence: 157,2
Rt: 1,01 (0,99 - 1,03) | 1,00 (7-day avg)
Alert Value A: 1,36 very high risk

US

7 day incidence: 329,0
Rt: 1,04 (1,01 - 1,07) | 1,05 (7-day avg)
Alert Value A: 1,83 very high risk

Thailand

7 day incidence: 187,0
Rt: 0,94 (0,92 - 0,96) | 0,93 (7-day avg)
Alert Value A: 1,39 very high risk

Poland

7 day incidence: 3,8
Rt: 1,08 (1,04 - 1,12) | 1,04 (7-day avg)
Alert Value A: -0,02 moderate risk

Russia

7 day incidence: 93,1
Rt: 0,96 (0,94 - 0,97) | 0,96 (7-day avg)
Alert Value A: 1,32 very high risk

India

7 day incidence: 19,0
Rt: 1,15 (0,96 - 1,37) | 1,00 (7-day avg)
Alert Value A: 0,52 high risk

Japan

7 day incidence: 126,2
Rt: 1,00 (0,88 - 1,14) | 1,09 (7-day avg)
Alert Value A: 1,35 very high risk

Man müsste zu jedem Land natürlich auch noch die aktuell verhängten Maßnahmen kennen ...
 
...von der Front: Die Intensive füllt sich wieder, inkl. die, die dort sterben.

Die eventuellen Urlaubsansprüche der dort Beschäftigten sind mehr als vakant.

Nur mal so.

Es ärgert mich das so viel Unvernünftige und Uneinsichtige (medizinisch begründete Ausnahmen ausgenommen) dass ohne Konsequenzen fördern können.

Den Ängstlichen muss man versuchen schnell zu überreden, habe selbst bei zwei Personen es geschafft.

Gruß

Peter
 
Kommentar
Ich wundere mich nur immer wieder, dass manche Bekannte und Freunde, die so alt sind wie ich oder deutlich älter (bis hin zu 80 plus), eine Impfung ablehnen.
Als Begründung führen sie entweder das Risiko von Impfschäden und unbekannte Langzeitwirkungen der neuartigen Impfseren an, oder behaupten einfach, dass der COVID-19 Virus relativ harmlos sei und nur ein riesiger Hype darum gemacht werde... :rolleyes:
 
2 Kommentare
C
Christian B. kommentierte
Ja, diese Verwunderung teile ich. Sogar in der Gruppe Ü60 gibt es immer noch 15% Ungeimpfte, in der Gruppe 18-60 35%, und einen Impffortschritt sieht man nur noch bei 12-18, wo wir aktuell 15% doppelt Geimpfte und 30% einfach Geimpfte haben (Zahlen vom offiziellen Impfdashboard). Da in der Gruppe 18-60 die Eltern der Gruppe 12-18 sind, werden hier nicht einmal 65% Impfquote erreicht werden. Es ist wirklich zum Heulen.
 
VisualPursuit
VisualPursuit kommentierte
Meine 13-jährige Tochter hat gestern die zweite Ladung Biontech bekommen.
Am ersten Tag nur Schmerzen im Arm - nicht sehr virtuos gestochen.
Heute ist sie sehr schlapp und müde, fühlt sich aber sonst wohl.

Die Leute haben offensichtlich allgemein zu wenig Bildung, zu wenig
Medienkompetenz, zu wenig Zugang zu gesicherten Informationen.
Die Teilnehmer in diesem Thread dürften tendentiell alle einen
überdurchschnittlichen IQ aufweisen. Was uns logisch erscheint, ist
vielen anderen Quantenphysik. Und das bereits auf einem erschreckend
niedrigen Level.

Der für mich furchterregendste Aspekt der Pandemie war herauszufinden
wieviele Leute um mich herum einfachste Zusammenhänge intellektuell
nicht durchdringen können.

Wir haben in Deutschland 15% funktionale Analphabeten.
In solchen Situationen findet man heraus, daß der Rest oft
nicht viel besser ist. Die können zwar lesen, verstehen das
was sie gelesen haben aber falsch und gehen dann für diese
Fehlinterpretation auf die Barrikaden. Zum Schaden aller
anderen.
 
Moin
Heute ist es soweit, das erste mal seit dem 25.12.2019 sind meine Frau und ich in unserer Stamm Disco, dem Phönix Club in MH (Schwarze Szene).
Das Konzept sieht vor, das man nur geimpft, genesen oder PCR-getestet (nicht mit Schnelltests!) rein kommt, dafür ist dann aber drin Business as usual, keine Maske, kein Abstand. Limitierte Teilnehmer, nur VVK, aber der Schuppen ist voll.
Es ist so genial endlich wieder ein Stück weit Normalität zu erleben.

Schüler bin ich seit neuestem auch wieder Schüler. In der Schule muss Maske getragen werden und die Ungeimpften müssen in der ersten Stunde einen Selbsttest machen. Das kostet irrsinnig viel Zeit, obwohl von 22 Leuten nur 7 ungeimpft sind. Ich hoffe das geht jetzt nicht die ganzen 4 Jahre...

So long
Cassie
 
Kommentar
…erstaunlich, welche Verbiegungen hier gemacht werden, um die Notwendigkeit eines Schutzes zu verneinen.

Wir, ob wir es wollen oder nicht, haben diesen Virus in allen Varianten und müssen sich und die Gesellschaft davon schützen.

Jede(r) Corona- wie auch Unfalltote(r) ist eine(r) zu viel!

Auch ein Mindestschutz wie die Maske wird schon als unangebracht betrachtet.

Ich kriege die wirklichen Verhältnisse in der Intensiven mit, dadurch stossen mich diese theoretischen „Überlegungen“ nur noch ab.

Ja, man begibt sich mit dem Darwinismus sehr schnell auf die Querseite.
 
C
Christian B. kommentierte
Erstens: Zeige mir die Stelle, an der ich geschrieben habe, dass Pandemietote als Kollateralschaden hinzunehmen sind.

Zweitens: Du bleibst sehr vage, wenn Du schreibst, das „irgendwelche Maßnahmen“ zu „dem Schutz notwendig“ sind. Ich habe Dir ein Massnahmenbündel genannt: Impfen (ggf. durchgesetzt durch Impfpflicht) und eigenverantwortete Selbstschutzmassnahmen. Was ist Deiner Meinung nach an diesen konkreten Schutzmaßnahmen falsch? Welche Alternative schlägst Du vor?

Bist Du dafür, die Welt in einen Dauerlockdown zu versetzen, obwohl man die Pandemie medizinisch sehr bald überwinden könnte, wie uns @falconeye vorgerechnet hat?

Drittens: Nichts ist wichtiger als das selbständige Nachdenken. Wer darüber nachdenkt, wie man eine schlechte Situation lösen kann, verneint nicht bewusst das Vorhandensein dieser schlechten Situation, sondern setzt sie denklogisch voraus. Dies gilt übrigens auch für „die Fachleute“, denen Du ungeprüft vertrauen willst.
 
peterkdos
peterkdos kommentierte

…erkläre mal bitte den Virus und seinen Varianten, wie Du auch seinem infektiösen Wirkungsgrad entkommen möchtest.

Auf diese eventuelle Antwort bin ich sehr gespannt, vermute aber eher dass das keinen Eindruck hinterlassen wird. Auch Diskussionen darüber werden den Virus dabei nicht abschrecken.

Die Menschen die sich an die Auflagen nicht halten, nicht geimpft werden möchten, werden weiter befallen und andere, auch geimpfte, weiter anstecken.

Die einzig wirkungsvolle Maßnahme ist die Unterbrechung der Verbreitungskette.

Davon sind wir weit entfernt.

Nochmals, das Problem liegt in den darwinistischen Zügen heutiger Gesellschaft, mit den allen individuellen Ansprüchen eigener Bequemlichkeiten.

Nun mal im Klartext:

Ich bin, wie bei den damaligen Polioimpfungen, für eine Zwangsverpflichtung, im Interesse der Gesellschaft.

Sollten dann noch medizinisch unbegründete Ungeimpfte geben, so müssten sie mit Benachteiligungen sowohl in öffentlichen wie auch im beruflichen Leben rechnen.

Nur so, und nicht mit unkontrollierten Infizieren ist für die Gesellschaft ein Ende der Pandemie zu erreichen.

Gruß

Peter

P.S. Hört sich dikatorisch an, aber es geht hier nicht anders.
 
C
Christian B. kommentierte
Du scheinst meine letzten Beiträge nicht oder nicht mit der nötigen Genauigkeit gelesen zu haben, denn sonst hättest Du festgestellt, dass ich in beiden Beiträgen genau das vertreten habe, was Du jetzt auf meine Frage nach Deiner Lösung der Pandemie forderst: Die Impfpflicht.

Und das ist auch keineswegs diktatorisch, sondern - wie ich weiter oben näher ausgeführt habe - das verfassungsrechtlich gebotene Mittel der Pandemiebekämpfung, denn es ist medizinisch hochwirksam (und damit im rechtlichen Sinne „geeignet“), es gibt kein milderes gleich wirksames Mittel zur Bekämpfung der Pandemie, insbesondere - wie wir sehen - nicht das freiwillige Impfangebot (und damit ist die Impfpflicht erforderlich im rechtlichen Sinne) und sie ist auch im Rahmen einer umfassenden Abwägung aller durch die Pandemie betroffenen Rechtsgüter verhältnismäßig im engeren Sinne.

Und bis der Staat das durchgesetzt hat, müssen wir alle weiter unsere Hygienekonzepte verfolgen. Logisch.

Einen Dauerlockdown, weil man die Impfpflicht nicht zieht, halte ich dagegen für verfassungswidrig.
 
peterkdos
peterkdos kommentierte

…ich gebe es unumwunden zu, dass ich hier nicht alle Beiträge mit der Aufmerksamkeit durchlese.

Letztendlich, ich finde es Gut das wir in der Summe gleich liegen, und hoffe das die Mehrheit es auch so sieht. Leider sind bald Wahlen und damit die politischen Äußerungen sehr angepasst.

Gruß

Peter
 
falconeye
falconeye kommentierte
stossen mich diese theoretischen „Überlegungen“ nur noch ab


Ich bin, wie bei den damaligen Polioimpfungen, für eine Zwangsverpflichtung, im Interesse der Gesellschaft.

Ohne theoretische Überlegungen wirst Du Maßnahmen wie eine Impfpflicht nicht begründen können.

Ohne theoretische Überlegungen wirst Du den Gesamtschaden über den gesamten Verlauf der Pandemie hinweg, nicht minimieren können.

Ohne theoretische Überlegungen gäbe es auch keine Impfstoffe oder überhaupt eine Form des Fortschritts.

Theoretische Überlegungen stehen auch der persönlichen emotionalen Betroffenheit über jedes Einzelschicksal nicht im Wege, anders herum manchmal schon. Das ist menschlich und möchte ich daher hier auch nicht kritisieren.
 
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