In welchem Kontext wurde "Auflösungswert" hier definiert? Die Anzahl der Pixel ist bei allen dreien gleich. Die D2Xs hat aber die kleinste Pixelgröße, kann mehr Linien/mm auflösen. Ist hiervon vielleicht die Rede?
…hier die CoFo - Aussage zu den Messverfahren:
Auflösung
COLROFOTO bestimmt die Auflösung bei zwei Empfindlichkeiten (ISO 100/21°und ISO 400/27°) und drei Zoombrennweiten. Das zusammen mit dem Lehrstuhl für physikalische Optik der Fachhochschule Köln entwickelte Messverfahren verwendet insgesamt
9 Siemenssterne mit sinusförmiger Modulation der Flanken.
Diese Sterne sind über das Bildfeld verteilt angebracht, um Unterschiede von der Mitte zum Bildrand zu erfassen. Anschließend wird über das Cologne – Fit - Verfahren die Modulationsübertragungsfunktion MTF bestimmt.
MTF bedeutet: Wie hoch ist der Kontrast eineraufgezeichneten ( fotografierten ) Struktur im Vergleich zum Original. Nur im Idealfall entspricht der Kontrast im Bild dem des Originals.
Bei rein optischen Systemen ist der Kontrast im Bild geringer und nimmt mit feineren Strukturen also mit höheren Frequenzen kontinuierlich ab. Digitalkameras heben deswegen den Kontrast an und können so bei groben Strukturen im Bild sogar einen höheren Kontrast als im Motiv erzielen.
Das Testlabor bestimmt nun über alle auslesbaren Frequenzen den Kontrast im Bild. Der Kontrast sinkt ab einer bestimmten Frequenz unter 10 Prozent. Die entsprechende Frequenz gilt nun als Grenzfrequenz, also als die feinste gerade noch auflösbare Struktur. Die Grenzfrequenz bestimmt das Labor für 8 Richtungen eines jeden Sterns. Über 9 Sterne auf
4 unterschiedlichen Bildhöhen vermitteln diese Werte ein exaktes Bild der Leistungsfähigkeit von Kamera und Objektiv.
In unseren Tabellen finden Sie bei einem Zoom für 3 Brennweiten je 4 Auflösungswerte: zwei für ISO 100 mit separaten Angaben für die Bildmitte und die Ecken sowie zwei für ISO 400 ebenfalls getrennt für Bildmitte und Ecken.
Bei der Punktbewertung gewichten wir die Bildecken mit 33 Prozent und das Bildzentrum mit 67 Prozent. Das neue Verfahren ist inzwischen an mehr als 200 Kameras getestet worden und führt zu deutlich zuverlässigeren Ergebnissen als alle bisherigen Verfahren auf der Basis einer anerkannten physikalischen Analysetechnologie. Diese Tatsache veranlasst derzeit die ISO-Kommission, der auch Dipl.-Ing. Dietmar Wüller von Image Engineering angehört, die Integrationsmöglichkeit in den Auflösungsstandard ISO 12233 zu prüfen.
Objektkontrast
Die opto - elektronische Übertragungsfunktion OECF (opto electronic conversion function) wird mit Hilfe eines kreisförmig angeordneten Graustufenkeils bestimmt, wie er als Testbild in der ISO-Norm 14524 beschrieben ist.
Bei der OECF geht es um die charakteristische Eigenschaft digitaler Kameras, die Helligkeiten des Bildes in digitale Werte umzusetzen. Die OECF - Kurve wird getrennt für alle drei Farbkanäle Rot, Grün und Blau ermittelt und liefert zahlreiche entscheidende Informationen zur Beurteilung der Bildqualität.
Die wichtigste ist der Dynamikumfang, auch Objektkontrast genannt. Er beschreibt den maximalen Kontrast in der aufgenommenen Szene, den die Kamera wiedergeben kann. Überschreitet dieser Kontrast den Objektkontrast der Kamera, z. B. bei Sonnenschein, so geht die Zeichnung, d. h. die Wiedergabe von Details, verloren. Man spricht davon, dass Lichter ausfressen oder die Schatten zulaufen. Mit diesem Problem haben auch Diafilme zu kämpfen, die es auf einen Umfang von etwa 8 Blenden bringen. Negativfilm ist toleranter und kann Kontraste von bis zu 12 Blendenstufen aufzeichnen.
Neuere Digitalkameras schaffen bis zu 10 Blendenstufen, was in den meisten Situationen ausreichend ist – vorausgesetzt, die Belichtung stimmt. Um den maximal erfassbaren Objektkontrast zu bestimmen, wird die Differenz zweier „Grenz“ – Belichtungen bestimmt:
a) Die Belichtung, die zur Sättigung (rein weiße Fläche in der Bilddatei ) führt, und
b) die Belichtung, die nötig ist, um ein dunkles Graufeld zu erzeugen, bei dem die Bildstörungen, also das Rauschen, dreimal geringer sind als das Signal.
Der Objektkontrast, also das Verhältnis der Lichtreflexion von der hellsten zur dunkelsten Stelle im Bild, wird in Dichten ( der logarithmischen Angabe des Verhältnisses ) oder in Blendenstufen (1 Blendenstufe = ca. 0,3 Dichten ) angegeben.
Ein Objektkontrast von1000:1 entspricht 3 Dichten oder 10 Blenden. Der Objektkontrast, den eine Kamera erfassen kann, wird mit höherer Empfindlichkeitseinstellung geringer. Daher bestimmen wir den möglichen Kontrast bei ISO 100/21°und bei ISO 400/27°. Angegeben werden 2 Objektkontraste, die aus den Messwerten ermittelt werden.