Chile 2016, Teil 2/3: Atacama

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Hier ist mal alles ordentlich organisiert. Vor der Insel gibt es Parkbuchten und Platzangebot für das Frühstück nach dem Sonnenaufgang.
Eine österreichische Flagge ist nicht zu sehen. Mit dem Besucherticket für den Hügel darf man einmal kostenfrei die Toilette benützen.

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Die Salzmenge des Salar de Uyuni wird auf ungefähr zehn Milliarden Tonnen geschätzt. Jährlich werden davon etwa 25.000 Tonnen abgebaut und in die Städte transportiert.

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Der Salzsee von Uyuni beherbergt eines der weltweit größten Lithiumvorkommen. Da Lithium-Ionen-Akkumulatoren - aufgrund ihrer Energiedichte, hohen Zellspannung und einer geringen Selbstentladung - in vielen elektronischen und elektrischen Geräten zum Einsatz kommen, ist das Element Lithium inzwischen ein wertvoller Rohstoff für die Industrie mit hohem Wachstumspotential.

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Nach Sonnenaufgang, Frühstück und Klo sucht sich dann jede Gruppe einen freien Platz in der Salzpfanne.
Spiele mit der Tiefenschärfe und der 3. Dimension sind angesagt!
Die anderen 9 Bubis und Mädis wollen kollektive Sprungfotos und die üblichen Scherzbilder miteinander machen.

Ich habe die Spaßvögel am Vortag zum ersten Mal getroffen und werden sie am nächsten Tag zum letzten Mal sehen (müssen).
Also warum sollte ich mit denen auf einem Foto sein wollen?

Als asozialer Nerd kann ich mich problemlos der Gruppendynamik entziehen.
Ich bekomme den Titel "Not a Teamplayer" verliehen.

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Eigens für diese Location habe ich einen selbstgemachten Bären von Bärenbastlerin Traude Pils mitgenommen. Danke nochmals dafür!

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Und auch meine persönliche Kuh war dabei.
Große Sensoren sind hier übrigens klar im Nachteil.

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Irgendwo im Nirgendwo kommen wir am Hotel Playa Blanca vorbei. Auch dieses ist vollständig aus Salz gebaut und fungiert momentan als Museum. Logischerweise für Salz.
Auch hierhin hat es die österreichische Flagge nicht geschafft.

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Da hat sich ein Künstler ausgetobt...

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Auch hier wurde mit Salzziegel gebaut. Der einzige Rohstoff vor Ort, der reichlich vorhanden ist.

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Ein wunderschöner Bericht, sehr informativ geschrieben mit sehr schön passenden Bildern dazu ... :):up::up::up:
 
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Du bist ein Held!
Vielen Dank für die wunderbaren Fotos!

:hallo::hallo:
 
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Der Salar wird bei Colchani verlassen, weil dort der Boden hart genug für die Autos ist.
An anderen Stellen ist die Salzlake zu weich und läßt Fahrzeuge versinken. Einheimische wissen das.

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In Colchani kommt also jeder Tourist durch und das sind nicht wenige.
Infrastruktur und Komfort in dem Ort hat das aber wenig beeindruckt und so blieb der bodenständige Charme erhalten.
Zur gebührenpflichtige Toilette mit stehendem Wasser gibt es diesmal um 1 BOL sogar abgezählte Wischblätter dazu.

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In die Hygienetechnik musste ich mich erst einschulen lassen. Und die geht so:
Es gibt ein Wasserfass statt Armatur und bei jeder Klozelle einen aufgeschnittenen Kanister.
Nach Verrichtung schöpft man mit dem Kanister das Wasser aus dem Fass und kippt es ins Klo. Handspülung sozusagen.

Das mit dem Händewaschen danach ist auch so eine Sache.
Ich war mir nicht sicher, ob das Wasser meine Hände sauber wäscht oder meine Hände das Wasser.

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Immerhin gibts vorbildliche Mülltrennung. Bei Plastikflaschen ist eh kein Unterschied in Weiß- und Buntglas.

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Danke für die grandiosen Bilder von Deiner Reise :up:. Allerdings übertrifft Dein Reisebericht die Aufnahmen nochmal um ein mehrfaches :D.
 
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Kinder gibt's hier auch. Die läßt das tägliche Gewusel mit all den Jeeps und 4WDs ziemlich kalt.

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An Bahnhof kommt gerade kein Zug vorbei.

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Am Fußballplatz sind gerade keine Tornetze da.

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Zum Kicken ist gerade kein Fußball da. So muss auch eine virtuelle Wuchtl genügen.

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Keine Frage, wir wollen die frühere Abfahrt. Immerhin haben wir Geld und Anstrengung für genau drei wichtige Punkte investiert:
1. Tolle Fotos
2. Geile Bilder und
3. Coole Aufnahmen

Der Kanadier aus unserem Auto schaut ungläubig und entgegnet, dass er morgens nur schwer aus dem Bett kommen wird, weil er sich jetzt zuschüttet.

WTF???? Was für ein Penner!

Ich schaue noch ungläubiger und schlage vor, dass wir die Besatzung tauschen.
Die Schläfer können gerne im 2. Auto nachkommen und müssen schließlich nicht für die ganze Tour im selben Fahrzeug bleiben.

-> Wir werden uns einig, dass wir uns nicht leiden können.

Haha, herrlich... :hehe::D

Das nächste mal fahren wir zusammen, nehmen einen Miet-4WD und schlagen uns die Nächte um die Ohren!
Danke für deinen wirklich erheiternden Bericht, ein Genuss!
 
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Der Zugfriedhof von Uyuni liegt am Rande des Salar de Uyuni am Ortsrand.
Viele der Bahnen, Loks und Waggons verfallen tatsächlich, sind durchgerostet und wurden einfach dem Zahn der Zeit überlassen.

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Der Eisenbahnfriedhof 'Cementerio de los Trenes' entstand, nachdem die Unternehmen der Minenbetreiber in den 1940er Jahren mehrheitlich aufgegeben wurden.
Die von britischen Ingenieuren angelegten Trassen samt darauf befindlichen Zügen wurden ihrem Schicksal überlassen.

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Nichtsdestotrotz oder vielleicht gerade deswegen ist dieser Eisenbahnfriedhof ein beliebtes Ziel von Touristen, die nicht zwangsläufig alle Technik-Freaks sein müssen.
Vielmehr handelt es sich um Selbstdarsteller, die sich vor dem eigenen Handy inszinieren.

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Uyuni liegt auf dem bolivianischen Altiplano zwischen den Anden-Gebirgsketten der Cordillera Occidental im Westen und der Cordillera Central im Osten auf einer Höhe von 3675 m am östlichen Ufer des Salzsees Salar de Uyuni.

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Der Ort mit seinen 20.000 Einwohnern ist sichtlich stolz auf seinen Minenvergangenheit.

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Die Spezialität ist hier Lamafleisch in allen möglichen Varianten.

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Der 4. Tag der Tour besteht nur aus der Rückreise nach Chile und es geht über die zukünftigen Prachtpromenaden von Uyuni wieder gen Süden.

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Der Fahrer hat gewechselt und fährt ebenso sorgsam, achsenschonend und umsichtig.

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Das ist auch manchmal notwendig. Auf Sicht fahren hat seine Berechtigung.

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Bei diesem Pool waren wir schon bei der Hinfahrt.
Mir fallen die vielen Rezensionen ein, dass man unbedingt in die heiße Quelle steigen soll, egal wie kalt die Außentemperatur ist.
Schade, dass meine Badehose auf der Osterinsel geblieben ist.

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Bei der Rückfahrt zur Grenze liegen die beiden Lagunen Blanca und Verde diesmal im dichten Bodennebel.
Umso schöner zeigt sich der prächtige Vulkan Licancabur.

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Es gilt die bolivianischen Ausreisemodalitäten hinter sich zu bringen.
Es ist diesmal noch kälter als bei der Einreise und ich sehne mich nach der Gluthitze von San Pedro: 47 km entfernt aber 2000 Meter tiefer gelegen.
Auch diesmal schlottern und zittern ein paar Mädels in Hot Pants in der Gegend herum, während ich 5 Schichten, Haube und Handschuhe trage.

Um Bolivien verlassen zu dürfen muss man Geld bezahlen! 15 Boliviano um genau zu sein.
Anderenfalls bekommt man seinen Pass nicht wieder zurück.

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Zur Überbrückung der Wartezeit, bis das Sammeltaxi alle Ausreisewilligen eingecheckt hat, steht diese Prachthütte zur Verfügung.
Es gibt hier Licht (Fenster), Toiletten (hintere Aussenwand), Heizung (Körper des Nebenmanns) und die Fahrer servieren hier das mitgebrachte Stehfrühstück.

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In San Pedro gibt es dann auch wieder Infrastruktur. An den Bröselkaffee im Heißwasseraufguss habe ich mich schon gewöhnt. Ich erhalte ein neues PDI (Policía de Investigaciones de Chile), nachdem der Trainee vom Zoll meinen Pass begutachtet und seine Ausbildnerin über die Existenz eines Landes namens 'Austria' befragt hat.

Bei der anschließenden Durchleuchtung des Gepäcks haben die Jungs von der Lebensmittelbehörde nur Augen für die einreisenden Mädels und würdigen dem Monitor keinen Blick.
Ist doch männlich verständlich.
Diese Behörde nach dem Zoll ist vor Ort wegen der Einfuhrbeschränkungen für Lebensmittel und Pflanzen 'zum Schutz der einzigartigen Natur und sollen das Einschleppen von Tier- und Pflanzenkrankheiten verhindern, die in Chile aufgrund der isolierten Lage bisher nur selten vorkommen'.

Also würde ich was Schmuggeln wollen, dann hätte ich auf der Strecke von 47 km Zeit und Raum gehabt, um die Ware loszuwerden.

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Die Geysire von El Tatio. Sie liegen 2000 m höher als San Pedro de Atacama auf einer Hochebene in den Anden und sind die höchstgelegenen Geysire der Welt. Während des Sonnenaufgangs sind sie besonders aktiv, weil zu dieser Zeit das gefrorene Wasser in der Umgebung auftaut. In einem besonderen Becken kann ein Thermalbad genommen werden.

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Das Geothermalgebiet gehört zur Vulkanregion Altiplano-Puna. Von 110 eruptierenden Quellen wurden mehr als 80 als echte Geysire identifiziert, davon sind über 30 andauernd aktiv. Es handelt sich um das größte Geysirfeld der Südhalbkugel und nach jenem im Yellowstone-Nationalpark und Dolina Geiserow in Russland ist es das drittgrößte der Welt. Hier befinden sich schätzungsweise 8 % der Geysire der Welt. Die Wassertemperatur liegt bei 86 °C.

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Eine lange Anfahrt über holprige Naturstraßen bringen uns in 2 Stunden ca. 90 km nordwärts auf die Höhe. Das etwa 30 km² große Feld umfasst Fumarolen, Solfataren, heiße Quellen, Geysire, Schlammvulkane und weitläufige Sinterterrassen, gespeist durch den aktiven Vulkan El Tatio (5208 m). In dieser Höhe erreicht das Wasser schon bei 80°C seinen Siedepunkt. Kühlt dieses Wasser bei Austritt aus Löchern und Spalten im Boden ab, kommt es zur Ausfällung von Silica und Kalk aus übersättigter Lösung in Form von Terrassen und Schloten. Und so dampft und sprudelt, blubbert und stinkt es rings um.

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Nachdem die geführten Touren im Kleinbus (bis zu 15 Leute) für meinen Kumpel und mich eher enttäuschend bis ärgerlich waren, ist bei uns der Gedanke gereift einen eigenen Chauffeur für unsere Wunschziele zu nehmen. Unsere kompetente Landlady hatte auch hier den passenden Kontakt parat und wir waren ab sofort nur mehr mit Leonel im Privattaxi unterwegs.

Der blieb dort stehen, wo er es für richtig hielt UND wo wir das wollten.
Zusätzlich sei erwähnt, dass der Einzelpreis günstiger als im Gruppenbus war.
Da hat man die Differenz gerne als Trinkgeld noch draufgelegt.

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Die Vorteile liegen klar auf der Hand: Wir sind vor der Touristenmeute bei Morgendämmerung vor Ort und während sich diese (wie immer gleichzeitig) davonstauen, hängen wir noch eine Stunde ab und sehen den höchstgelegenen Geysiren der Welt beim Dampfen zu.
Leonel zaubert überraschend ein Frühstück für uns drei aus seinem 4WD - Kaffee, Tee, Zucker, Brot, Kuchen, Wurst, Käse - der Mann ist jeden Peso wert!

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Hier darf gebadet werden. Vor einer Stunde waren noch geschätzte elfunddrölfzig Leute in der Quelle, nun sind sie alle weg.

Das Wasser ist nicht besonders warm und interessanterweise ist es an der Oberfläche kalt und wird zum Boden hin immer wärmer.
Der Grund des Beckens ist so heiß, dass man kaum darauf stehen kann und besser Schwebeteilchen spielt.

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Die Entscheidung für einen Fahrer mit Ortskenntnissen war goldrichtig. Die Beschilderung ist entgegen anderslautender Ankündigungen spärlich bis nichtexistent und manchmal auch irreführend.
Gerade bei der Strecke von San Pedro nach El Tatio, die in der Nacht gefahren wird, um nach 90 km zum Sonnenaufgang dort zu sein, sind 3 Autos verunfallt.
Ein Paar aus Frankreich ist dem Pfeil folgend geradeaus direkt in die Lagune gefahren, während die Einheimischen wussten, dass man beim Geradeaus-Pfeil scharf nach links fahren muss!?!
Ein anderer Leih4WD lag auf flacher Fahrbahn in einer Kurve auf dem Dach.

Ich war sehr froh diesmal keinen Mietwagen selbst zu fahren.

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Das Vikunja (Vicuña) ist neben dem Alpaka eine der beiden Arten der Gattung Vicugna und gehört zur Familie der Kamele.

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Seine Kopfrumpflänge beträgt 150 Zentimeter, die Schulterhöhe 100 Zentimeter, das Gewicht 50 Kilogramm.
Eine anatomische Besonderheit sind die unteren Schneidezähne, die wie bei Nagetieren ständig nachwachsen - etwas Vergleichbares gibt es unter anderen Paarhufern nicht.

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Das Indiodorf Machuca ist der historische Rückzugsort für die Atacameños, dem indigenen Volk im Norden Chiles. Seine Einwohnerzahl ist mit 8 (in Worten: Acht) angegeben.
Ich denke, dass ich sie alle kennengelernt habe.

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Hier auf 4000 Meter Höhe befindet sich auch eine der ältesten Kirchen Chiles.

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Wahrscheinlich wäre Machuca genauso vom Aussterben, der Entvölkerung und vom Verfall bedroht wie viele andere Dörfer im Altiplano, wären da nicht die zahlreichen Touristenbusse, die jeden Tag von den Tatio-Geysiren kommend auf ihrem Rückweg nach San Pedro de Atacama hier Station machen. Es gibt Andenken, Handarbeit und Lamaspießchen vom Grill.

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Nachdem der Ausflug mit dem Gruppenbus ins Valle de la Luna nicht so der Bringer war, lassen wir uns von Leonel nochmals dort hinführen.
Er versteht, dass wir noch Stunden nach Sonnenuntergang dort bleiben wollen. Bei uns wundert ihn nix mehr und er wartet auch verlässlich.

Das Mond-Tal befindet sich 19 km von San Pedro de Atacama entfernt und wurde zum Naturschutzgebiet erklärt.
Seine Landschaft ist mit seinen kleinen und spitzigen Hügeln, die vor 22 Millionen Jahre vom Wind gebildet wurden, der Mondlandschaft sehr ähnlich.
Der Wind und die atmosphärischen Konditionen haben Naturskulpturen, spitzige Kämme, Dünen und Wellen gebildet, was aus dem Ort die außergewöhnlichste Landschaft des Landes macht.
Da es keine Tiere, keine Vegetation und auch keine Feuchtigkeit gibt, ist es der unwirklichste Ort der Welt.

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So dunkel wie erhofft ist es dann aber auch nicht.

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Der einzige Besucher, der sich in der Nacht zu uns gesellt, ist dann auch nur ... ein einsamer Hund.
Und so sieht das Papiergeld dort aus. Es fühlt sich an, als hätte es eine Plastikschicht drauf.
Einen 20.000er gibt es auch noch, wegen des hohen Wertes (USD 30) eher selten zu sehen.

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Die Straße Nr. 23 führt ein Stück durch den Salar de Atacama. Dieser auf 2300 m Höhe liegende Salzsee mit einer N-S-Ausdehnung von fast 100 km ist mit seinen 3000 Quadratkilometren Fläche der drittgrößte weltweit (nach dem Salar de Uyuni in Bolivien und dem Großen Salzsee in den USA). In ihm liegt einer der größten Bodenschätze Chiles: Lithium. Etwa 40% der gegenwärtigen Weltproduktion stammen von hier.

Der zukünftig rapide wachsende Bedarf an Lithium (Batterien in Hybrid- und Elektroautos, Mobiltelefone, Laptops, etc.) wird eine Ausweitung des auf den südlichen Teil der Lagune konzentrierten Abbaus nach Norden nach sich ziehen und in der Folge das Naturreservat "Los Flamencos" in seiner Existenz bedrohen. Und dieses Reservat in der Laguna Chaxa im nördlichen Teil des Salars hat es in sich. Zu der Vielfalt des Lebens in dieser menschenfeindlichen Region zählen Flamingos, Nandus, Gänse, Enten in den feuchten Zonen, Lamas, Guanakos, Vikuñas und Alpakas in den Randgebieten.

Das ist mal eine richtig gute Fahrbahn. Die Vegetation ist auch schön.

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An der Straße 23 befindet sich mit dem riesigen Alma-Observatorium nicht nur das leistungsfähigste Teleskop der Welt, sondern hier wird auch der Wendekreis des Steinbocks gequert. Der südliche Wendekreis ist der südlichste Breitenkreis, an dem die Mittagssonne gerade noch den Zenit erreicht, nämlich nur am 21. oder 22. Dezember, dem Tag der Sommersonnenwende der Südhalbkugel (in Europa Wintersonnenwende).

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Trockenster Ort hin oder her. Es gibt Fauna und Flora in dieser Wüste und Leonel wusste auch zu berichten, dass San Pedro drei Monate zuvor wegen starkem Regen überschwemmt war.
Irgendwo wird's in der Atacama sicher noch nie geregnet haben, aber das muss wohl woanders sein.

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Der Salar de Aguas Calientes ist eine geomorphologische Salzpfanne mit beeindruckenden Farben und geiler Landschaft.
Hier gefällt es mir richtig gut. Kein Zeitstress, tolle Sicht und lange Zeit keine fremden Personen zu sehen.

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Das weiße Zeug im Vordergrund ist Salzschaum.

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Die roten Felsen von Piedras Rojas.

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Im Hintergrund protzt der Vulkan Miñiques mit seinen 5910 Metern.

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Weil gerade Zeit ist flechte ich noch etwas Basiswissen ein:
Die Atacama Wüste ist eine regenfreie Hochebene, die sich auf 966 km zwischen den Anden und dem Pazifischen Ozean ausbreitet.
Sie wurde durch den Regenschatten der Anden gebildet. Ihre Fläche beträgt 181.300 m² und sie liegt im Norden von Chile.
Sie wurde aus Salzbecken (Salar), Sand und Lava gebildet und ist mehr als 20 Millionen Jahre alt.
Die Atacama Wüste ist 50mal trockner als das Death Valley in den USA.

Die Niederschlagsmenge wird mit 0,7 Millimeter pro Jahr angegeben.

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Ich verfolge deine Reise-Reportage mit stetig wachsender Begeisterung.
Allein für die Bilder aus dem letzten Beitrag hätte ich ein Tages-Kontingent an Däumchen investiert.
Aber du musstest sie ja alle in EINEN Beitrag packen.:fahne:

Aber nicht nur die Bilder, sondern auch die Texte machen richtig Lust auf mehr.:up:
 
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In dieser Wüste ist Regen mehr als selten, an einigen Orten hat es sogar noch nie geregnet.
Trotzdem ist eine Oase entstanden, dank des Wassers von den Anden, Flüssen und unterirdischen Gewässern, und so ist auch Leben entstanden.

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Laguna Tuyajto

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Auch der Laguna Tuyajto geizt nicht mit Salzkrusten unterschiedlicher Ausprägung.

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