Chile 2016, Teil 2/3: Atacama

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Zentraler Ausgangspunkt für alle Trips ist San Pedro de Atacama. Der Ort ist ein beliebtes Ziel für Touristen aus der ganzen Welt und man trifft sehr viele junge Leute.
Weltenbummler, Gestrandete, Aussteiger und Backpacker im Sabbatjahr sind allgegenwärtig und die meisten Körper sind mit subkutanen Graffiti belastet.



Das Dorf ist als die archäologische Hauptstadt von Chile bekannt und befindet sich zwischen der Andenkordilleren (Altiplano) und der Salzkordilleren.
Es liegt an der Grenze zu Bolivien und ist nach dem Namen des Heiligen San Pedro (Heiliger Peter) benannt worden.



Aufgrund der Hitze tagsüber und der stressarmen Lebensweise geht es generell recht gemütlich zu.
Da liegen nicht nur die Hunde in der Gegend (und Gängen) herum, auch so manches Kind der Kellnerin rastet auf der Schwelle zum Restaurant - und jeder steigt drüber.

Das Dorf liegt auf 2400 Meter und das Klima ist extrem trocken und mild, mit Temperaturen zwischen 20-30 °C. In der Nacht fallen die Temperaturen auch unter 0 °C.



Das Valle de la Luna (Tal des Mondes) ist eine Wüstenlandschaft in der chilenischen Region Antofagasta.
Das Tal erstreckt sich als Teil der Atacamawüste nahe dem Salar de Atacama und dem Vulkan Licancabur und bildet den sechsten Sektor des im Jahre 1990 gegründeten Nationalreservat Los Flamencos.
Es liegt rund 17 Kilometer von der Stadt San Pedro de Atacama entfernt. Wie die Sehenswürdigkeiten in der Umgebung wird auch das Valle de la Luna von relativ vielen Touristen besucht.



Das vegetationsarme Gebiet ist ein touristisch erschlossener Bereich der nördlichen Cordillera de la Sal und erinnert an die Oberfläche des Mondes - daher der Name.
Die Formation 'Amphitheater' zählt zu den markantesten Punkten.

 
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Zu den bekannteren Sehenswürdigkeiten im Tal zählt die Salzformation Las Tres Marías (Die drei Marien).



Als Erinnerung an die erfolgreichen Zeiten des Salzabbaus wurde hier dieses Arbeitsgerät hinterlassen.
Oder es war einfach niemand für's Entsorgen zuständig.



Einige Stellen im Valle de la Luna (Mondtal) weisen Salz auf.





Gegen Abend suchen besonders viele Touristen eine Düne auf, um von dort aus die durch die untergehende Sonne rötlich schimmernden Felsklippen zu sehen und zu fotografieren.
Mit Abschluss dieser Gruppentour war klar, dass solche Trips im Kleinbus für mich keine Zukunft haben. Eine verfügbare Zeit von 12 Minuten unter hundert selfieverliebten Schnappschusspärchen wird diesem wunderbaren Ort einfach nicht gerecht.

Mietwagen oder Privatfahrer muss her!

 
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Sehr schöne Bilder. Da werden Erinnerungen wach. Vielleicht nutzt Du bei weiteren Bildern die erlaubten 1.200 Pixel Kantenlänge aus?
 
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Licancabur ("Berg des Volkes") ist ein 5920 m hoher inaktiver Vulkan. Er liegt auf der Grenze zwischen Bolivien und Chile nahe der Laguna Verde und überragt die Atacamawüste.
Er befindet sich in der Reserva Nacional de Fauna Andina Eduardo Abaroa, einem Nationalpark Boliviens.



Das ist die Grenzstation von Bolivien. Ehrlich!
Hier muss jeder rein und sich beim freundlichen Boliviano einen Stempel im Pass abholen.
Weiters gibt es hier ... nichts. Kein Klo, kein Wasser, kein Lokal, keine Begrüßungsblumenhalskette.
Dieses Land hat eindeutig Potential nach oben!



Der Blick zurück nach Chile. Der nächste Ort und chilenische Grenzstation ist San Pedro de Atacama in 47 km Entfernung. Am Bild lässt sich die Straße zu dieser Metropole erahnen.
Bei der Ausreise wurde mir das PDI wieder abgenommen, welches ich bei der Einreise in Santiago erhalten hatte.
Dieses PDI ist ein Stück Thermopapier mit den Daten vom Pass nochmals ausgedruckt und dokumentiert die Einreise.
Dieser Zettel muss gut verwahrt und behütet werden, bis er dann bei der Ausreise wird eingezogen wird.



Die Temperatur ist relativ niedrig bei geschätzten 8 Grad. Ich trage vier Schichten am Leib. Die jungen Damen sind zumeist mit sehr kurzen Hosen fehlbekleidet.
Auch wenn das stellenweise optisch interessant wirkt, halte ich diese Adjustierung für ungeeignet.

 
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Oje, die werden in der nächsten Nacht noch gehörig frieren...
Ich war ja super gespannt auf deinen Atacama-Bericht, und wurde nicht enttäuscht! Ich freue mich schon auf den Orb bzw. wo du den platziert hast!
 
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Die Laguna Blanca ist ein See im Nationalpark Andina Eduardo Abaro im Departamento Potosí in Bolivien.
Durch Einschwemmung von Mineralen entsteht die charakteristische weiße Farbe, von der der See seinen Namen hat.
Die Laguna Blanca ist 5,6 km lang und 3,5 km breit. Sie liegt auf einer Höhe von 4350 m.



Die Flamingos (Phoenicopteridae) sind die einzige Familie innerhalb der Ordnung der Phoenicopteriformes. Sie kommen in Süd-, Mittel- und Nordamerika sowie Europa, Afrika und Südwestasien vor. Der einzige Vertreter der Ordnung, dessen natürliches Verbreitungsgebiet sich auch auf Europa erstreckt, ist der Rosaflamingo.
Alle Flamingoarten sind einander sehr ähnlich. Sie haben lange, dünne Beine, einen langen Hals und ein rosa Gefieder. Aufrecht stehend sind Flamingos 90 bis 155 cm hoch. Die Rosafärbung des Gefieders ist auf die Aufnahme von Carotinoiden mit der Nahrung zurückzuführen. Diese sind vor allem in planktonischen Algen enthalten.



Die Laguna Verde (Grüne Lagune) ist ein See im Nationalpark Andina Eduardo Abaroa im Südwesten Boliviens.
Sie liegt am Fuß des Vulkans Licancabur auf 4.329 m.



Ich habe die sogenannte Tour 'Salar de Uyuni' vorgebucht, bei der bereits die Angebote abenteuerlich waren. Die meisten Touren sind dreitägig mit Start in San Pedro de Atacama (Chile) und Ende in Uyuni (Bolivien). Fast alle Touristen wollen von dort weiter nach La Paz oder Lima. Nur die wenigsten - so wie ich - wollen wieder zum Ausgangspunkt San Pedro retour und mit viel Recherche findet man auch die viertägige Tour, bei der der 4. Tag lediglich die Rückfahrt ist.
Preislich findet man Angebote von USD 8.000 (mit händchenhaltendem Reiseleiter?) über EUR 590 (nur 3 Tage!) bis runter auf USD 240 (für alle 4 Tage, nur in spanischer Sprache).
Nun weiß ich, dass man auch direkt vor Ort und noch günstiger buchen kann.
Und wer ein bisserl Sprachgefühl hat, der versteht (auch) nur spanisch.



Die auffällige Färbung wird durch einen hohen Anteil an Mineralien wie Magnesium, Calciumcarbonat, Blei und Arsen verursacht.
Je nach Windstärke und den dadurch aufgewirbelten Sedimenten wechselt die Farbe zwischen hellem Türkis und dunklem Grün.

 
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Unsere Truppe besteht aus 2 Fahrzeugen mit 11 Touristen. Die meisten Buben und Mädchen sind zwischen 20 und 30 Jahre jung. Ich hebe den Altersdurchschnitt somit deutlich an.



Die Reserva Nacional de Fauna Andina Eduardo Abaroa ist mit mindestens 60.000 Besuchern pro Jahr der meistbesuchte Nationalpark in Bolivien.
Er wurde 1973 gegründet und trägt den Namen von Eduardo Abaroa, einem Kriegsheld des Salpeterkrieges.

Dieser Salpeterkrieg von 1879 bis 1884 zwischen Chile einerseits und Peru und Bolivien andererseits sorgt nach 130 Jahren noch immer dafür, dass die Stimmung unter den Ländern ziemlich unterkühlt ist.

Als Eintritt in den Park werden 150 BOL verlangt (ca. 20 EUR).



Die Berge des Reservats im Departamento Potosí sind die höchsten Berge der Anden an der Grenze von Bolivien nach Chile und Argentinien.
Im Reservat sind, vergleichbar dem Yellowstone-Nationalpark in den Vereinigten Staaten, viele aktive Vulkane, heißen Quellen, Geysire und dampfende Fumarolen zu finden.
Das Reservat erstreckt sich über eine Fläche von etwa 7147 km² und liegt durchschnittlich 4000 Meter über dem Meeresspiegel.



An der Laguna Salada ist ein kleiner Pool mit Hütte. Gegen Gebühr darf man in die heiße Quelle rein.
Der Fahrer gibt uns 10 Minuten für dieses Erlebnis. Da geh ich lieber fotografieren.



Gleich hinter dem Badebecken 'Termas de Polques' auf 4400 Meter Höhe beginnt der Salar de Chalviri.
Dieser befindet sich zwischen der Salvador-Dalí-Wüste und Sol de Mañana.

 
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Sol de Mañana ist ein etwa zwei Quadratkilometer großes Geothermalgebiet im Departamento Potosí, Bolivien.
Es liegt südwestlich der Laguna Colorada auf einer Höhe von 4850 Meter über dem Meeresspiegel.



Die Geysirlandschaft von Sol de Mañana fasziniert durch Farbenvielfalt, lebensfeindliche Bedingungen und den strengen Geruch.
Jemandem mit zehnjähriger Windelwechselpraxis fällt der Schwefeldunst im ersten Moment gar nicht auf.
Dem kinderlosen Jungvolk in der Gruppe fehlt hingegen diese olfaktorische Erfahrung eindeutig.



Hier blubbert es schön vor sich hin.



Die Höhe hat mir doch mehr zu schaffen gemacht, als erwünscht. Die Tour findet auf 4500 bis 4900 Meter statt und sorgt für trockene Schleimhäute. Meine Nase war ständig verstopft oder blutete und wenn ich mal zu fließendem Wasser kam, konnte ich die harten Blutspfropfen aufweichen. Natürlich ist auch der Mund ständig trocken, die Lippen aufgesprungen, die Fingerkuppen rissig und wer viel trinkt, muss auch viel pinkeln.
Dazu kommt die Kurzatmigkeit, die jeden Schritt zur Qual macht und zu Pausen zwingt. Mein Ruhepuls lag bei 120. Die ersten beiden Tage und Nächte waren körperlich sehr belastend und an durchgängigen Schlaf nicht zu denken. Etwa alle halben Stunden bin ich aufgewacht, weil ich aufs Klo musste, keine Luft durch die Nase bekam, Durst hatte oder wegen permanenter Kopfschmerzen. Tabletten musste ich einige einwerfen, in weiser Voraussicht hatte ich reichlich Paracetamol mit.



Die Laguna Colorada ist ein flacher 60 km² großer See im Nationalpark Tierwelt der Anden 'Eduardo Avaroa', im südlichen Teil des Altiplanos im bolivianischen Departamento Potosí auf einer Höhe von 4278 m über dem Meer.

 
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Der See hat seinen Namen aufgrund seiner auffälligen roten Färbung, die von der vorherrschenden Algenart und vom hohen Mineralstoffgehalt seines Wassers hervorgerufen wird.



Ich hatte nicht nur einen eigenen Schlafsack für die drei Nächte in Bolivien mit, sondern auch beim Tourveranstalter einen zusätzlichen mitgemietet (CLP 15.000, inkl. Kaution von CLP 10.000).
Der Hintergedanke war mit dem eigenen Bag im fremden Bag zu pennen, denn wer weiß wie versifft der Mietsack ist.
Ich hatte keinen davon gebraucht, da es nach meinem Empfinden in den Unterkünften angenehm umd die Bettdecken ausreichend waren.

Die erste Nacht war in einem Guesthouse mit rudimentärer Stromversorgung ohne Warmwasser mit 6-Bett-Zimmern. Die Türe ließ sich nicht versperren und die Leute im Raum kannte ich nicht.
Wohlweislich hatte ich mir Panzertape mitgenommen, um mir in der Nacht die Tasche ans Bein zu kleben.
War unnötig. An Schlaf war für mich in der Höhenlage nicht zu denken.



Die Besteigung des kleinen Hügels hinter dem Quartier kostet mich viel Kraft. Ich kriege zu wenig Sauerstoff, mein Puls rast und ich muss auf den paar Metern mehrmals Pausen machen.
Eine Schande für mein jugendliches Gemüt. Ich kann mir das schönreden, dass die anderen Reisenden meine Kinder sein könnten und mein Equipment auch deutlich schwerer ist als deren Handys.



Trotzdem war es nett am Hügel mit Handschuhen, Schal und sechs Schichten Gewand. Ich bin froh über diese Erfahrung.

 
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Auch im Morgenlicht ist die Laguna Colorada sehenswert.



Der Altiplano ist eine abflusslose Hochebene in Südost-Peru und West-Bolivien zwischen den Hochgebirgsketten der West-Anden (Cordillera Occidental) und der Ost-Anden (Cordillera Oriental).



Der Altiplano liegt auf einer durchschnittlichen Höhe von 3600 m und erstreckt sich über eine Fläche von etwa 170.000 km².



Allgegenwärtig ist hier das spröde Ichugras, welches in der Trockenzeit eine goldgelbe Farbe annimmt. Es handelt sich hier um eine harte und stechende Pflanze, deren spitze Nadeln sich leicht durch den Schuhstoff bohren können und sich dann sehr deutlich bemerkbar machen.

 
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Wunderschön! Die vielen Wolken der Saison geben den Bildern einen gewissen Touch - wolkenloser Himmel ist da deutlich langweiliger!
 
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Der Árbol de Piedra (Baum aus Stein) ist eine markante, ca. 7 Meter hohe und vor allem durch bodennahe Windabrasion entstandene Felsformation aus vulkanischem Gestein. Er liegt in der bolivianischen Siloli-Wüste im Departamento Potosí im Altiplano, einer Hochfläche zwischen den West- (Cordillera Occidental) und den Ost-Anden (Cordillera Oriental) auf 4575 Metern Höhe.



Selbstverständlich ist das Berühren dieser Touristenattraktion verboten und Schilder mit international verständlichen Piktogrammen weisen deutlich darauf hin.
Nicht notwendig zu erwähnen, dass es immer ein paar Deppen gibt, die trotzdem darauf rumklettern.



Hier sieht man schön an der Zufahrtsstrecke, dass jedes Fahrzeug seinen eigenen Weg wählen kann.
Es erstaunt mich, dass trotz stetem Besucherfluss auf die Schaffung befestigter Straßennetze kein Wert gelegt wird.



Die Yareta, eine Pflanzenart aus der Familie der Doldenblütler, ist eine holzartige, immergrüne und harte Pflanze, gedeiht in Höhen über 4000 Meter und wird von den Atacamenos als Heizmaterial verwendet.

Yareta zeichnen sich durch einen extrem langsames Wachstum aus, ihre Wachstumsrate beträgt im Jahr nur rund 1,4 Millimeter radial.
Somit lässt sich anhand ihrer Größe für besonders große Pflanzen ein Alter von bis zu 3000 Jahren errechnen.



Die jahrzehntelangen Belastungen haben die Bestände der Pflanzen in Chile deutlich reduziert und sie ist unter strengen Schutz gestellt worden.
Zwar ist der Gebrauch als Brennstoff mittlerweile verboten, für die lokale Bevölkerung existieren allerdings keine Energie-Alternativen zur Yareta.

 
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Die Hasenmäuse oder Bergviscachas sind eine Nagetiergattung aus der Familie der Chinchillas.



Hasenmäuse erinnern äußerlich an Kaninchen mit langen Schwänzen. Sie erreichen eine Kopfrumpflänge von 30 bis 45 Zentimeter, die Schwanzlänge beträgt 20 bis 40 Zentimeter.
Ihr Lebensraum sind trockene, felsige Bergregionen mit wenig Vegetation in Höhen von bis zu 5000 Metern.



Die Flamingos lassen sich auch nicht aus der Ruhe bringen.



In Bolivien mögen sie es bunt. Die Nähe zu Peru lässt sich auch bei den typischen Souvenirs nicht leugnen.

 
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Wieder ein klasse Reisebericht mit vielen Begleitinformationen und fantastischen Bildern von dir. Es ist höchste Zeit, dein Thema in die Highlights aufzunehmen und ich bin gespannt wie es weitergeht :up:
 
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Die zweite Nacht ist in einem Salzhotel in San Juan. Das Haus ist komplett aus Salzsteinen gebaut, die wie Ziegelsteine aussehen.
Ebenso sind Sitze, Tische und Betten aus Salzblöcken. Am Boden liegt Streusalz.



Während sich die Jungen völlig sinnlos dem Biergenuss im Hotel hingeben (was in dieser Höhe gesundheitlich geistfrei ist), finde ich endlich genug Platz und Dunkelheit für Lichtmalerei.
Neben etlichen Leuchtmitteln habe ich auch an Tischtennisbälle gedacht, die angeklebt im Lichtkegel ganz wunderbar funktionieren.

Danke für die Tipps, Daniel [MENTION=59447]dmachaon[/MENTION]!



Ein bisschen kindlich geschleudert, aber immerhin meine erste Lichtkugel!
Etwas unrund, so wie meine Verfassung...



...und das kam so:
Zuvor gab es den Hinweis vom Fahrer, dass allgemeine Abfahrt am nächsten Morgen um Nullfünfhundert wäre.
Dann ist man ZUM Sonnenaufgang im Salar.

Jedoch, wenn man schon um 04:30 losfährt, kann man bereits VOR dem Sonnenaufgang dort sein. Das würde er auch den Gästen empfehlen, die die Fotografie ernst nehmen.
Dabei blickt er zu uns beiden Mitteleuropäern in meine Richtung.
Keine Frage, wir wollen die frühere Abfahrt. Immerhin haben wir Geld und Anstrengung für genau drei wichtige Punkte investiert:
1. Tolle Fotos
2. Geile Bilder und
3. Coole Aufnahmen

Der Kanadier aus unserem Auto schaut ungläubig und entgegnet, dass er morgens nur schwer aus dem Bett kommen wird, weil er sich jetzt zuschüttet.

WTF???? Was für ein Penner!

Ich schaue noch ungläubiger und schlage vor, dass wir die Besatzung tauschen.
Die Schläfer können gerne im 2. Auto nachkommen und müssen schließlich nicht für die ganze Tour im selben Fahrzeug bleiben.

-> Wir werden uns einig, dass wir uns nicht leiden können.​
 
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Unser Guide Elvis - ein sehr guter, defensiver und umsichtiger Fahrer - bringt uns keine Minute zu früh ins Herz vom Salar de Uyuni: Zur Isla Incahuasi.
Ich renne den (gebührenpflichtigen, BOL 30) Hügel hoch und bereue einmal mehr jeden Lungenzug, den ich jemals inhaliert hatte.



Der Salar de Uyuni in Bolivien ist mit mehr als 10.000 Quadratkilometern die größte Salzpfanne der Erde. Er liegt auf einer Höhe von 3653 m und gehört zu den Landschaften des Altiplano.



Mit einer Fläche von 10.582 km² hat der See eine größere Flächenausdehnung als beispielsweise Niederbayern. Er ist auch größer als der Onegasee, Europas zweitgrößtem See.



Mit gleißender Helligkeit am Tag und sehr kalten Nächten ähnelt er äußerlich einem zugefrorenen See. Der See ist so gut wie frei von jeglicher Art von Lebewesen und wird auf 100 Meter Tiefe geschätzt.



In dem See, etwa 80 Kilometer von Uyuni entfernt, liegt die Insel Incahuasi, die für ihre vielen meterhohen und teilweise mehr als 1.200 Jahre alten Säulenkakteen bekannt ist.

 
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Toller Bericht! Die Bilder machen Lust dort auch mal hinzureisen. Deine Schilderungen der Hoehenluft lassen mich dann aber doch nachdenklich werden, ich glaube, das waere nix fuer mich da oben...
 
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