Blitzfotografie

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formanek

NF Mitglied
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Hallo liebe Nikon Gemeinde im www.

Vorab für die, dies noch nicht kennen - die Seite strobist.com ist für alles was Blitzfotografie betrifft sehr zu empfehlen.
Vor allem das Thema "balancing flash intensity with ambient light", also das Ausbalancieren von Blitz- mit Umgebungslicht finde ich sehr interessant. Im Beitrag

http://strobist.blogspot.com/2007/09/lighting-102-33-balancing-flashambient.html

wird die Wirkung die ich meine sehr gut beschrieben.

Nachdem ich eine D200 mit 2 SB 800 habe, einige Überlegungen, von denen ich gerne wüsste, ob sie stimmen. Da hätte ich gerne Eure werden Gedankenblitze und Anregungen dazu.

1. In Wirklichkeit besteht der Slow-Modus, also die kamarainterne Mischung von Blitz- mit Umgebungslicht darin, dass die Zeit-/Blendenkombination gemessen wird, als würde es keinen Blitz geben, und der Blitz wird über TTL "dazugesteuert". Jedenfalls komme ich bei einer Taglichtaufnahme ohne Blitz auf die gleiche Zeit-/Blendenkombination wie wenn ich den Blitz aktiviere und den Slow-Modus "aufdrehe". Stimmt das technisch?

2. Wenn ich jetzt den Blitz zb. über Funk statt über Infrarot auslöse (hat so seine Vorteile) und daher TTL nicht verwenden kann, muss ich demnach (wenn ich Blitz- und Umgebungslicht mische) ganz normal anmessen wie wenn es keinen Blitz gäbe und dann den Blitz "dazumischen", also im Blitz-M-Modus den Blitz entsprechend drosseln (was man wohl nicht berechnen kann, sondern ausprobieren muss), damit der Vordergrund nicht überstrahlt wird und der Hintergrund korrekt belichtet wird.

Wenn ich also in der blauen Stunde ein Vordergrundobjekt aufhellen will, muss ich auf den Himmel anmessen, der dann eben blau wird und den Vordergrund dazu aufblitzen (der wäre ohne Blitz ja sonst schwarz). Würde ich auf den Vordergrund anmessen, würde der Himmel völlig überbelichtet und der Vordergrund wahrscheinlich auch.

3. Wenn ich kameratintern die längste Verschlußzeit auf zB. 1/60 stelle und mir der Belichtungsbalken eine deutliche Unterbelichtung um zB. 3 Blendenstufen (=EV-Werte) anzeigt, so wird eben der Vordergrund durch die TTL-Technik richtig belichtet, der Hintergrund ersäuft aber im Schwarz (= Unterbelichtung). Dem entkomme ich nur, indem ich die Blende max. öffne, die ASA hochdrehe oder die Bel-Zeit verlängere (mich im letzten Fall also in Richtung der "Slow-Blitzbelichtung" bewege).
Eine Erhöhung der EV-Werte am Blitz kann mir hier eigentlich nicht weiter helfen, da dann der Vordergrund überbelichtet wird, ohne, dass der Hintergrund aufgehellt wird (wenn er nur weit genug weg ist), da bekanntlich die Lichtleistung im Quadrat der Entfernung abnimmt.

Bin ich bei meinen Überlegungen hier irgendwo einem Fehler aufgesessen oder stimmen sie grundsätzlich?? Da ich versuche die Blitzzusammenhänge zu behirnen und zu verstehen, wäre ich über feed-back wirklich dankbar.

Bislang war Blitzen für mich ein Angst-Thema, dem ich eher aus dem Weg gegangen bin. Aber ich denke, das geht vielen so.

Vielen Dank im Voraus:up:,
Georg
 
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1) Ja! Der Blitz kann ja erst gemessen werden, wenn der Blitz zündet. Du kannst das aber mit dem Blitzmessspeicher machen.

2) Ja!

3) Korrekt!

Gerade gesehen: es gibt in der heutigen Zeit sogar noch gratis Workshops.... Hmmm, Münster - leider zu weit weg.
 
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Ohne wirklich Ahnung zu haben, scheinen mir deine Überlegungen plausibel. Wirklich dankbar bin ich dir aber für eine neue Vokabel:
behirnen!
:D:up:
 
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