Belichtungskorrektur für SIGMA Objektive

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Olaf Gehrmann

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Mittlerweile haben sich drei Sigmaobjektive in meiner 'Sammlung' eingefunden.
Im praktischen Betrieb ist, im Gegensatz zu meinen Nikkoren, eine standardmäßige negative Belichtungskorrektur notwendig, um 'optimale', nicht überbelichtete, Ergebnisse an meiner D80 zu erzielen:

Sigma 10-20mm SWW: -0,3EV / -0,7EV
Sigma 70-200mm, F2,8 (aktuellste 'Makro' Version): -0,7EV
Sigma 30mm, F1,4: -0,3EV / -0.7EV

Wie sind Eure Erfahrungen und Einstellungen hinsichtlich der Belichtungskorrektur mit Sigmaobjektiven?

Hat zudem jemand eine fundierte Erklärung für dieses Verhalten?
Es läßt sich ja gut damit 'leben', wenn die passende Korrektur gefunden ist.

Hinweis: Das Verhalten zeigt sich unabhängig vom jeweiligen Blendenwert!

Gruß, Olaf
 
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öhm... habe 2 Sigmas, 2 Tamrons und 2 Nikons für meine D50... und lauf eigentlich mit jedem mit -0,7 EV herum

Hab jetzt nicht so auf Hersteller geachtet, aber prinzipiell überbelichtet die Kamera derzeit sonst immer. Wobei es ein Unterschied ist, ob ich die Belichtungsmessung auf Matrix oder Mittelbetont hab (bei Mittelbetont ist es nicht so krass)

Je nach Objektiv (Festbrennweite vs. Supertele) wird der Wert dann individuell angepasst. Ist aber bei mir auch jahreszeitenabhängig - je strahlender die Sonne, umso weiter in den "Minus-Bereich"... während im Winter auch oft ein -0,3 EV reicht oder gar 0,0

ist jetzt nur mein Statement dazu, bin aber Laie... hab mich das aber auch schon öfter gefragt, ob das "Normal" ist, aber prinzipiell stört es ja nicht, die Bilder sind mit der Korrektur ja einwandfrei... und wie gesagt: es hängt auch stark vom verfügbaren Licht und der Messmethode ab
 
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Ich habe diverse Sigmas und Nikkore und habe bisher weder an D70 noch an D200 eine Notwendigkeit zur objektivspezifischen Belichtungskorrektur beobachtet.

Maik
 
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Ich finde keinen pauschalen Unterschied zwischen Sigmas und Nikkore.

Gruß Jens
 
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Ich belichte mit Sigma nur Diafilme. Und die generell alle und mit allen Objektiven mit -1/3.

Es gibt viel mehr Unterschied in der Belichtung mit einem Objektiv an verschiedenen Gehäusen als bei Nikon / Sigma an einem und demselben Gehäuse. Also nichts gravierendes oder tragisches. Schon gar nicht, wenn die Korrektur immer in die gleiche Richtung geht.

Grüße - Bernhard
 
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MiTi schrieb:
öhm... habe 2 Sigmas, 2 Tamrons und 2 Nikons für meine D50... und lauf eigentlich mit jedem mit -0,7 EV herum

Das mache ich mit meinem Sigma 17-70 ebenso (sogar teilweise -1), aber hauptsächlich, weil die Belichtung nicht immer so klappt, wie gewünscht und stark schwankt.
Die Tendenz ist allerdings auch auf "Überbelichtung"

Ein übers Wochenende ausgeliehenes Sigma 18-50 hatte etwas Unterbelichtung (ca. 0,3-0,7 EV), das aber konstant.

Bei allen Nikons habe ich -0,3 EV eingestellt, da das Problem der Belichtungsschwankung komischerweise nicht auftritt, ich aber etwas Belichtungsreserve nach oben haben möchte.

Kann eigentlich jemand erklären, warum bei meinem Sigma die Belichtung so unzuverlässig klappt, bzw. warum solche Effekte auftreten können ?

Gruß
Wolfgang
 
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Ich als Elektroniker sage dann immer: "Es liegt an der Mechanik" ;~)

In dem Fall Blendenmechanik.

Grüße - Bernhard
 
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wolfgang590326 schrieb:
Kann eigentlich jemand erklären, warum bei meinem Sigma die Belichtung so unzuverlässig klappt, bzw. warum solche Effekte auftreten können ?
Die Schwachstelle beim Nikon-Bajonett ist die mechanische Blendenübertragung. Der Hebelweg pro Blende ist sehr klein. Deshalb reicht schon eine klitzekleine Verformung des Blendenhebels hinten am Objektiv um einen solchen Fehler zu produzieren. Das kann man genau so gut mit Nikon- wie mit Sigmaobjektiven produzieren, wenn man sie mal etwas ungeschickt behandelt.

Für den Sigma-Service ist das keine große Sache, einfach mal einschicken.

Grüße
Andreas
 
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Habe beobachtet, dass die alten Objektive ohne D-Steuerung gerne etwas zu dunkel belichten, das Tamron 17-40 und das Af-Nikkor 2,8/80-200 D (Dreh) belichteten etwas zu hell. Hatte auch immer entsprechende Plus- bezw. Minuskorrekturen eingestellt (sowohl D70 wie D200).
Die anderen Optiken belichten genau!
 
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Hallo Olaf,
stellst du dieses Verhalten nur bei der Matrixmessung fest?

Kai
 
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D oder nicht D kann sich auf die Belichtungsmessung niemals in Form einer konstanten Über- oder Unterbelichtung äußern.

Es ist doch ganz einfach, den Fehler systematisch einzukreisen.

Wenn das Objektiv überbelichtet, dann schließt die Blende nicht genug. Da sie bei Offenblende nicht offener als offen sein kann gibt es in diesem Fall eine Abweichung zwischen Offenblende und abgeblendet. Einfach mal zwei Bilder machen, wenn dieser Unterschied da ist dann ist die Blendenmechanik dingfest gemacht.

Wenn das Objektiv unterbelichtet, dann schließt die Blende zu weit. Offenblende einstellen, vorn ins Objektiv hineinsehen und Abblendtaste drücken. Wenn sich die Blendenlamellen bewegen, dann ist es auch wieder eine dejustierte Blendenmechanik.

Andere objektivseitige Ursachen für eine Fehlbelichtung kann ich mir nicht so richtig vorstellen.

Grüße
Andreas
 
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AndreasH schrieb:
Es ist doch ganz einfach, den Fehler systematisch einzukreisen.

Wenn das Objektiv überbelichtet, dann schließt die Blende nicht genug. Da sie bei Offenblende nicht offener als offen sein kann gibt es in diesem Fall eine Abweichung zwischen Offenblende und abgeblendet. Einfach mal zwei Bilder machen, wenn dieser Unterschied da ist dann ist die Blendenmechanik dingfest gemacht.

Wenn das Objektiv unterbelichtet, dann schließt die Blende zu weit. Offenblende einstellen, vorn ins Objektiv hineinsehen und Abblendtaste drücken. Wenn sich die Blendenlamellen bewegen, dann ist es auch wieder eine dejustierte Blendenmechanik.

Parallelversuch: Nikon 17-55 und Sigma 17-70
Nikon: Bei -0,3 EV ist Belichtung ok, egal welche Blende.
Sigma: Überbelichtung ist bei mir sowohl bei Offenblende, als auch abgeblendet.
Wie schon gesagt, Korrektur -0,7 bis -1,0 EV, passt.

Wolfgang
 
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wolfgang590326 schrieb:
Parallelversuch: Nikon 17-55 und Sigma 17-70
Nikon: Bei -0,3 EV ist Belichtung ok, egal welche Blende.
Sigma: Überbelichtung ist bei mir sowohl bei Offenblende, als auch abgeblendet.
Wie schon gesagt, Korrektur -0,7 bis -1,0 EV, passt.
Mein Sigma belichtet korrekt. Laß es doch einfach justieren.

Grüße
Andreas
 
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AndreasH schrieb:
Mein Sigma belichtet korrekt. Laß es doch einfach justieren.

Hi Andreas
Wie soll man Belichtungsschwankungen justieren lassen ?
Ich werde die Finger davon lassen !
Da ich die Marotte der Linse kenne, sehe ich hier keinen Anlass, auch wenn ich etwas Dynamik in den dunklen Bildbereichen verschenke, wenn ich auf -0,7 gehe.

Gruß
Wolfgang
 
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nur sone überlegung:
dank der mechanischen blendenübertragung spielt auch das spiel des bajonetts mit
habs grad mal bei mir ausprobiert:
blende auf 10 gestallt, abblendtaste drücken, und am objektiv drehn

sigma 50mm hat an der d80 nahezu kein spiel, und beim drehn am objektiv sieht man auch keine änderung der blendenöffnung
bei meinem 18-200 vr is schon mehr spiel vorhanden, und dementsprechend sieht man auch eine nicht unwesentliche änderung der blendenöffnung
 
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wolfgang590326 schrieb:
Wie soll man Belichtungsschwankungen justieren lassen ?
Schwankungen müßten eine andere Ursache haben. Nach den bisherigen Beschreibungen bin ich von einer konstanten Abweichung ausgegangen. Die kann nur eine Ursache haben: die mechanische Ansteuerung der Blende. Das ist justierbar. Auch zu viel Spiel im Bajonett wäre denkbar, allerdings sollte das Ergebnis dann streuen.

wolfgang590326 schrieb:
...auch wenn ich etwas Dynamik in den dunklen Bildbereichen verschenke, wenn ich auf -0,7 gehe.
Wenn die Belichtung korrekt ist, dann verschenkt man doch nicht mehr in den Schattenpartien als bei anderen Objektiven. Oder stört dich daß das 17-70 recht kontrastreich zeichnet? Wenn wir uns über korrekte Belichtung unterhalten, dann doch hoffentlich über die korrekte Wiedergabe eines mittleren Graus. Lichter und Schatten können dann - je nach Kontrast des OBjektivs - schon mal etwas abweichen.

Eine Abweichung von 0,7 Blenden wäre mir zu viel. Ich würde das justieren lassen, schon allein um den Wert bei einem möglichen Wiederverkauf nicht zu senken. Mein 17-70 belichtet so daß Unterschiede zum 18-70 und zum 18-200 VR nicht sichtbar sind.

Grüße
Andreas
 
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Bei 08/15-Tageslicht im Rücken kann ich zwischen Nikkor 18-135 und Sigma 20/1,8 nicht wirklich systematische Belichtungsunterschiede erkennen; bei Matrixmessung fahre ich aber bei beiden Obkejtiven meist mit -0,3 EV ganz gut.
Bei Availible Light mit großen Kontrastunterschieden (dunkle Umgebung mit punktueller heller Beleuchtung) ist dagegen oft bis zu +1,0 (!) angesagt. Auch das gilt im wesentlichen aber für beide Objektive. Lediglich bei Gegenlicht ist beim Sigma öfter mal etwas mehr +Korrektur als beim Nikkor nötig.

Grüße
Christoph
 
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AndreasH schrieb:
Schwankungen müßten eine andere Ursache haben. Nach den bisherigen Beschreibungen bin ich von einer konstanten Abweichung ausgegangen. Die kann nur eine Ursache haben: die mechanische Ansteuerung der Blende. Das ist justierbar. Auch zu viel Spiel im Bajonett wäre denkbar, allerdings sollte das Ergebnis dann streuen.

Hier stimme ich mit Dir überein, Spiel im Bajonett ist auch nicht feststellbar.
Die generelle leichte Unterbelichtung kann ich auch justieren lassen. Bei mir kommen halt auch Belichtungsausreißer hinzu, wenn ich z.B. mehrere Bilder eines Motivs mache.

AndreasH schrieb:
Wenn die Belichtung korrekt ist, dann verschenkt man doch nicht mehr in den Schattenpartien als bei anderen Objektiven. Oder stört dich daß das 17-70 recht kontrastreich zeichnet? Wenn wir uns über korrekte Belichtung unterhalten, dann doch hoffentlich über die korrekte Wiedergabe eines mittleren Graus. Lichter und Schatten können dann - je nach Kontrast des OBjektivs - schon mal etwas abweichen.

Auch wieder richtig, Belichtung ist aber nicht immer korrekt und da ist mir eine leichte Unterbelichtung lieber als überstrahlte Details.

AndreasH schrieb:
Eine Abweichung von 0,7 Blenden wäre mir zu viel. Ich würde das justieren lassen, schon allein um den Wert bei einem möglichen Wiederverkauf nicht zu senken. Mein 17-70 belichtet so daß Unterschiede zum 18-70 und zum 18-200VR nicht sichtbar sind.

Überleg ich mir nochmal, vielleicht finden sie ja auch die Ursache für die Ausreißer. Muss noch warten, bis es von Klaus Schroiff zurück ist.

Gruß
Wolfgang
 
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