Balgen mit Diakopiereinrichtung

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BogiTw

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Ich hab ein neues Spielzeug!

Da ich ja doch einige meiner vielen hundert Dias ins Digitalzeitalter herüberretten möchte hab ich mir fürs erste mal dies Ding aus der Bucht gefischt:

large.jpg


Ein vollwertiges Balgengerät mit ansteckbarem Diakopeiraufsatz.
Hat jemand ein paar gute Tips für mich?
Was fürn Objektiv eigent sich am besten?
Welche Lichtquelle, was kann man falsch machen....etc.

Ich hab ja schon eine Weile gebraucht bevor ich die nötige Kraft aufgewandt habe, die notwendig ist, um das 50/1,8 Objektiv auf den Nikon-F / M42 Adapter draufzudrehen, weil ich gefürchtet hab irgendwas abzubrechen.

Hier noch 2 Fotos damit ihr besser seht was fürn Ding ich da erstanden habe.
 
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Ich habe für analoge Diaduplikate anno dazumal folgende Anordnung verwendet (von hinten nach vorne):

Nikon FE-2 mit Kodak Duplikatfilm (Nummer vergessen) - Nikon PB-6 - Micro Nikkor 55mm f/2.8 auf Blende 8 - Nikon PS-6 - einige Kodak Wratten Gelatinefilter zur Feinkorrektur der Farbwiedergabe - Metz 45CT1 mit manueller Leistungseinstellung in ca. 50cm Abstand. Bei Ausschnitten das Makroobjektiv in Umkehrstellung, was beim PB-6 durch Umkehren der Objektivstandarte einfach möglich war.

In deinem Fall kannst du die Filter weglassen, da Farbkorrektur am Computer einfach möglich ist. Die Belichtung ist durch einfaches Ändern des Abstandes des Blitzgerätes, eventuell in Kombination mit manueller Leistungsregelung, möglich. Wahrscheinlich brauchst du weniger Leistung. Der Diaduplikatfilm war ziemlich unempfindlich. Zum Einmessen sollte man halt ein möglichst aussagekräftiges Dia verwenden, um nachher nicht viel in der Bearbeitung rumschrauben zu müssen. Am besten irgend so eine Color Checker Karte mit dem Film des Vertrauens abknipsen und damit Belichtung und Weissabgleich einjustieren.
 
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Nachtrag:

Wenn das Objektiv kein 52mm Filtergewinde hat, muss man sich noch einen Adapter basteln, um den Balgen des Diakopiervorsatzes rauf zu klemmen. Ist das Gewinde kleiner, was eher unwahrscheinlich ist, reicht ein Step-up-Ring auf 52mm. Im umgekehrten Fall ein Step-down-Ring auf 52mm und ein alter Filter, aus dem man das Glas raus nimmt.
 
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Da die Diakopiergeräte für Kleinbildfilm und nicht DX konstruiert sind wirst Du wahrscheinlich mit einem 50mm Makro nur einen Ausschnitt aus Deinem Dia reproduzieren können, bei meinem Novoflex ist jedenfalls der Auszug des Balgens auch völlig zusammengeschoben inkl. des erforderlichen Zwischenrings deutlich zu lang um das Dia komplett abzubilden. VolkerM schrieb mir mal ein 105mm wäre ideal geeignet, ich habe es nie ausprobiert.

Gruß
Sig
 
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Am besten ist ein Balgenobjektiv/Balgenkopf geeignet (gibt's z.B. von Novoflex - "Noflexar" oder so), damit kannst du bis unendlich fokussieren. Oder ein Vergrößerungsobjektiv, mit dem sollte es genauso gehen. Brennweite würde ich nicht kürzer als 75mm nehmen (hab' schon mal ein 80mm Rodenstock APO-Rodagon genommen, ging wunderbar - allerdings für DIA-auf-Film, denn da gab's noch keine Sensoren ;)).

Es geht natürlich auch jedes ~50mm Objektiv (vorzugsweise Macro), aber dann fängst du halt bei Maßstab 1:2 oder so an und kannst nur noch näher gehen (aber nicht weiter weg).
 
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Für das Diakopieren eignet sich am besten ein 50mm Objektiv und eine D3 am Balgen!
 
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Ich würde es einmal mit dem ohnehin vorhandenen 50mm Objektiv ausprobieren. Wenn sich das ausgeht, dann geht auch 55mm oder 60mm. Eventuell ein Tipp wäre auch der 60mm Objektivkopf von Novoflex, da dieser keine Einstellschnecke hat und damit am Balgen potentiell größere Abbildungsmaßstäbe erreichen könnte als ein 60mm mit Unendlichfokussierung. Die nächste Stufe wäre dann das 70er Makro von Sigma. So ganz freihändig kann man das nicht beurteilen, da der Minimalauszug von Balgengeräten recht unterschiedlich ist. Wenn der schon mal 50mm ist - wovon bei dem abgebildeten Gerät nicht viel abgehen dürfte - dann wird der Spielraum sehr eng.
 
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Was ist mit Vergrösserungsobjektiven?
Ich hab gelesen, die würden am Balgen auch super funken und sowas zum Beispiel kostet ja so gut wie nix zum Experimentieren.
 
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Eventuell ein Tipp wäre auch der 60mm Objektivkopf von Novoflex, da dieser keine Einstellschnecke hat und damit am Balgen potentiell größere Abbildungsmaßstäbe erreichen könnte als ein 60mm mit Unendlichfokussierung.
Genau umgekehrt: mit dem Balgenkopf kannst du bis unendlich fokussieren, dafür am anderen Ende nicht so große Abbildungsmassstäbe erreichen. Nimmst du ein Makroobjektiv, hast du für die weiteste einstellbare Entfernung den minimalen Balgenauszug+Objektiv auf unendlich, und für einen möglichst großen Abbildungsmassstab hast du den maximalen Balgenauszug+Auszug des Objektivs (der ja für sich alleine ohne Balgen schon auf 1:1 oder 1:2 geht - je nach Objektiv).
 
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mit dem Balgenkopf kannst du bis unendlich fokussieren, dafür am anderen Ende nicht so große Abbildungsmassstäbe erreichen.
Das gilt aber nur für den 105er, nicht für den 60er. Letzterer geht nicht bis unendlich, soweit ich mich erinnere. Allerdings finde ich keine detaillierten Unterlagen mehr über das Ding. Irgendwo sollte ich da noch was haben aus der Zeit, da Prospekte noch auf Papier kamen ...
 
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So, ich hab noch ein wenig experimentiert.

Aufgabenstellung: formatfüllendes Abfotografieren von Kleinbilddias mit einer D200, vorhanden ist ein Balgengerät (Novoflex) und ein Distanzhalter mit Filmbühne für Dias, ähnlich dem oben abgebildeten Aufbau. In das Filtergewinde des Objektivs wird ein 52mm Adapter eingeschraubt und daran ein weiterer Balgen befestigt, der zwischen Objektiv und der Filmbühne lichtdicht abschliesst.
Zwischen Kamera und Balgen kommt ein PK-11 Zwischenring, damit das Balgengerät beim Ansetzen am Griff der D200 vorbeipasst.

Erster Versuch: Objektiv Micro-Nikkor 55/3.5.
Selbst mit ganz zusammengefahrenem Balgen und Objektiv auf Unendlich ist der Schärfepunkt zu dicht am Objektiv, damit kann man nur Ausschnitte fotografieren.

Zweiter Versuch: Vergrößerungsobjektiv Rodagon 50mm aus der Dunkelkammer, adaptiert M39 -> T2 -> Nikon F
Leider das gleiche Problem wie mit dem 55/3.5, außerdem hat das Objektiv kein passendes Filtergewinde und damit kann man den Balgen zwischen Objektiv und Filmbühne nicht befestigen.

Dritter Versuch: Objektiv Micro-Nikkor 105/4
In dieser Kombination ist es möglich, das formatfüllende Dia zu fotografieren, aber dann befindet sich das Dia so weit vor dem Objektiv, daß der dafür vorgesehenen Balgen zwischen Objektiv und Filmbühne zu kurz ist.

Vierter Versuch: Objektiv 85/2 AiS
In dieser Kombination ist es möglich, das formatfüllende Dia zu fotografieren und der Abstand ist geringer als mit dem 105er. Trotzdem befindet sich das Dia auch hier so weit vor dem Objektiv, daß der dafür vorgesehenen Balgen und Abstandhalter zwischen Objektiv und Filmbühne zu kurz ist, es fehlt immer noch eine Handbreit.

Fazit: :frown1:
 
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Hallo... Bei mir funktioniert dieser kombination recht gut..

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.. wie die zugegebenermasse für dieses board verkleinerte Bilder zeigen...
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Albert
 
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