Hallo Richie,
auf die Lichter belichten ist sowieso immer richtig bei den Digis.
Wenn Du das Zonensystem ansprichst, folgt meinerseits gleich die Frage, für welches Ausgabemedium denn entwickelt werden soll. Es nutzt ja nichts, einen Heidenaufwand in die Bearbeitung zu stecken wenn es am Ende vom Papier nicht bewältigt wird.
[...]
Ich behelfe mit damit, auf die Lichter zu belichten und helle die zu dunkel geratenen Bildteile mittels einer verbogenen Tonwertkurve auf.
Die Form dieser Kurve ist ungefähr ein schräg liegendes unsymmetrisches "S", ähnelt einer sitzenden Katze in der Seitenansicht.
Man muß aber sehr vorsichtig sein mit Aufhellerei bei der Fuji, denn in den Zonen 0 und 1 sieht man schnell Rauschen hervorkriechen.
Stell bitte mal ein Bildbeispiel ein, dann rät es sich besser.
Praktische Tipps hängen wohl immer auch von der Software ab, die man einsetzt.
Grundsätzliches... wenn Du Rohdaten speicherst und nach rechts belichten willst ("auf die Lichter", expose to the right) dann solltest Du die Kamera fest auf 300-400% Dynamik einstellen - das Vorschaubild, das man mit der Spitzlichtanzeige kombiniert verwendet ist nämlich immer das JPEG, und nur wenn man die Dynamik raufstellt sieht man, ob man Überbelichtungen hat oder eben nicht.
"300-400%" deshalb, weil es am Limit bei 400% zu Farbverfälschungen kommt (magenta- oder türkise Verfärbung der Spitzlichter) die in der Tat die Kamera-eigene JPEG-Engine am besten im Griff hat - man sieht dann noch keine Spitzlichter blinken, trotzdem sind die hellsten Bereiche nicht mehr vollständig erhalten. Dieses Gefummel will ich mir ersparen und verwende deswegen 300% Dynamik für die Bildkontrolle auf Spitzlichter (400% Dynamik hat man ja trotzdem in den Rohdaten, es geht nur um das Vorschaubild im Kameradisplay).
Ob sich das bei Dir in der Praxis umsetzen lässt kommt natürlich drauf an was Du photographieren willst. Mein Thema ist die Landschaft, da habe ich in den meisten Fällen genug Zeit die bestmögliche Belichtung zu finden.
Wenn Du sw und Zonensystem machen willst dann am Besten mit Lightzone hatte ich Dir ja schonmal ans Herz gelegt
...Der Himmel ist strukturlos und ausgereizt - ein wenig an den Lichtern gedreht macht ihn schlicht weiß.
Sei Dir bitte gegenwärtig, daß unser Sehsinn locker 20 EV Dynamik hat. Gelegentlich versuche ich, die in ein Bild zu zwingen und gebe meistens unterwegs auf weil es mir zu unnatürlich flau wird.
Hand aufs Herz, an dem Himmel war aber auch nix dran, daß man unbedingt ins Markttreiben (Troisdorf?) zerren müsste, oder? Den Rest des Bildes finde ich, rein belichtungstechnisch, in Ordnung; insofern sehe ich da keinen Handlungsbedarf.
für sw konvertierung von digitalen farbbildern ist RAW tatsächlich das beste format.
Das mit dem RAF hast Du richtig verstanden. Wie gesagt, bei 300% geht es nur um die Bildkontrolle. Das was Du in der Kamera einstellst ist fast egal (alles über 100% ergibt bis ISO1000 Rohdaten mit 400% Dynamik). Wenn die Dynamik auf "auto" steht dann ist das nur für die JPEG-Engine der Kamera relevant.Ah - ich habe auf automatischer Dynamik belichtet und mich darauf verlassen, dass die Messtechnik schnallt, dass ein weites Helligkeitsspektrum existiert und dann "aufdreht" Oder verstehe ich das jetzt richtig, dass im RAF-File sowieso 400% drin stecken, egal, was ich einstelle? Andersrum - schadet 300% nicht bei Motiven mit eher geringem Kontrastumfang?
Das kommt wiederum auf den Rawconverter an. Sättigung (das ist das deutsche Wort für Saturation, so viel Zeit muss seinNoch eine Frage - entwickelt man dann auf Farbe und nimmt zum Schluss nur die Saturation raus oder wählt man im RAW-Converter gleich Schwarz-Weiß?
Das kommt wiederum auf den Rawconverter an. Sättigung (das ist das deutsche Wort für Saturation, so viel Zeit muss sein) rausnehmen ist nicht unbedingt das gleiche wie eine Umstellung auf s/w - in Adobe Lightroom werden z. B. die einzelnen Farbkomponenten bei einer s/w "Entwicklung" ein wenig verschoben. Damit lassen sich dann in Software Farbfiltereffekte nachahmen.
Was Du damit im Rawconverter machst ist völlig egal, erst wenn Du ein JPEG aus dem Rawconverter sind die Informationen weg. Und Du wirst ja hoffentlich nicht Deine Originale (RAF) löschen wenn Du daraus ein JPEG gemacht hast...Bedeutet das, dass man, auf Farbe entwickelt, diese Filter nicht nutzen kann? Entwicklung auf SW verwirft dann wohl die Farb-Daten, nehme ich an?
Was Du damit im Rawconverter machst ist völlig egal, erst wenn Du ein JPEG aus dem Rawconverter sind die Informationen weg. Und Du wirst ja hoffentlich nicht Deine Originale (RAF) löschen wenn Du daraus ein JPEG gemacht hast...
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