Astrofotografie - Zwei Iridium Flares

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Moin,

für die unterschiedlichen Farben kann es viele Gründe geben,häufig ist die Farbcharakteristik der Objektive verschiedener Hersteller unterschiedlich.
Leichte Vignettierungen haben auch andere Objektive bei Offenblende, nur sieht man sie im "Alltagsleben" kaum bis gar nicht. Bei Astrofotos kommen sie dann so richtig heraus.
Was sind Iridium Flares? Du kannst offen zu mir sprechen, ich bin Chemiker.
 
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Die Flares kommen sehr gut :up:

Zu den Farben: das kann ja viele Gründe haben...
- untersch. Uhrzeiten (mehr od. weniger Dämmerung?)
- hohe Wolken im 1. Bild?
- Mondschein?
- versch. Blickrichtungen?

Ich vermute mal bei Bild 1. daß es noch leichte Dämmerung war, daher der blaue Himmel.
2. ist deutlich besser "ausbelichtet", man sieht mehr Sterne, die auch in ihrer Eigenfarbe deutlich besser kommen.
Wenn die Blickrichtung noch identisch ist, ist 2. auch merklich länger belichtet - die Sternspuren sind länger!
 
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Offenblende bei solch lichtstarken Linsen ist immer problematisch!
Es hilft wirklich nur abblenden, dafür dann einen 200/400er Film nehmen.
Überhaupt gibt (gab) es Filme, die mehr oder weniger "Farbkippen" bei längerer Belichtung zeigen. Einer der Klassiker, ein Kodak Negativfilm, ist leider nicht mehr im Programm. Interessante Infos zu Thema auch z.B. HIER.
 
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Ich muss gestehen, dass ich mich weder mit analogen Aufnahmetechniken noch mit Astrophotographie auskenne. Einen höher empfindlichen Film zu nehmen leuchtet ;) mir deshalb vermutlich nicht ein. Ich tausche im Allgemeinen vor allem Ortsauflösung (und ein bisschen Tonwertumfang) gegen Empfindlichkeit ein. Warum nicht einfach kontrolliert unterbelichten? Das Signal-zu-Rauschverhältnis wir etwas schlechter, aber da scheint mir auf den Bildern noch etwas "Luft" zu sein. Auf diese Weise tausche ich nicht Ortsauflösung sondern fast ausschließlich Tonwertauflösung gegen Empfindlichkeit ein, was mich bei den abzubildenden Objekten eigentlich nicht weiter stört, oder?

Das Minolta-Objektiv scheint etwas stärker zu CAs zu neigen. Hat die Breite der Spuren etwas mit der Ausdehnung zu tun, oder ist das ein Überstrahlungseffekt?

Viele Grüße,
Burkhard
 
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Moin Burkhard,

ein wesentliches Kriterium bei den Langzeit-Astroaufnahmen ist der Zeitenbereich, wann der Film "ausbelichtet" ist - also bei wirklich dunklem Himmel diesen gerade noch dunkel zeigt. D.h. auch, über der Zeit X wird er eigentlich nicht mehr mit weiteren "Informationen" versorgt, sondern driftet in Überbelichtung/Farbkippen (Schwarzschild lässt grüssen) ab.

Diesen Punkt zu treffen ist eine Wissenschaft für sich und von div. Parametern abhängig. Ob dann mehr oder weniger ISO ist sekundär, weil eben die Ausbelichtung und auch der erfassbare Spektralbereich sehr viel wichtiger sind. Der von mir angesprochene Klassiker war der Kodak Pro Gold, der auch im tiefen Rot-Bereich noch sehr empfindlich war und von den Deep-Sky-Fotografen sehr beliebt war. Eine super Seite mit Bildbeispielen HIER!
 
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