Anonymes Bild Nr. 69: Weite Leere Freiheit *

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Das ist ja das Problem. Bringst du den Horizont durch Beschnitt weiter nach oben, opferst du die obere Möwe. Das ist ja nicht gewollt.
Daher ja mein Gedanke, ein höherer Kamerastandpunkt zu wählen. Dann kommt der Horizont durch die veränderte Perspektive höher, bzw. die Möwen tiefer. Das Problem am Wasser ist halt, das es kaum hohe Standorte gibt.
Im Bild oben hätte ich den Horizont auch auf der unteren Drittelung gelassen um die Möwe nicht zu opfern.
Ich hätte garnicht den Mut gehabt, das Bild zu zeigen. :)
 
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Das ist ja das Problem. Bringst du den Horizont durch Beschnitt weiter nach oben, opferst du die obere Möwe. Das ist ja nicht gewollt.
Daher ja mein Gedanke, ein höherer Kamerastandpunkt zu wählen. Dann kommt der Horizont durch die veränderte Perspektive höher, bzw. die Möwen tiefer. Das Problem am Wasser ist halt, das es kaum hohe Standorte gibt.
Im Bild oben hätte ich den Horizont auch auf der unteren Drittelung gelassen um die Möwe nicht zu opfern.
Ich hätte garnicht den Mut gehabt, das Bild zu zeigen. :)

soviel mut gehört hier nun auch nicht zu, wenn man sich so umsieht.:D

und an guten ratschlägen mit kryptischen kürzeln hat es als wohlmeinenden ratschlägen nicht gemangelt.

schade finde ich allerdings, dass von den tonnenbesitzern keiner den mut gefunden hat, sich nun nochmals mit der aufnahme -bild mag ich#s schon nicht mehr nennen, erneut auseinanderzusetzen. gäbe dann vielleicht doch noch diskussionsstoff.
wie gesagt: schade.

gruesse
ralf
 
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Hallo ralf
Dann fass ich mal allen Mut, als einer der eine Tonne hat, zusammen. Dein Bild, ich sage Bild!, hast du hier eingestellt, um Meinungen zu hören. Ich habe mir das Bild angeschaut und.. es hat mich nicht begeistert. Es handelt sich hier um ein Bild, das auf der Skala von "Schön bis Kunst" eher auf der Seite "Kunst" angesiedelt ist. Und bekanntlich kann man über Kunst nicht streiten. Wie sagt ein Künstlerkollege von mir: Es gibt keine schlechte Kunst, nur gute und gut gemeinte.
Aber..... ralf, in deiner Galerie habe ich einige ganz grosse Aufnahmen gesehen, wirklich tolle Leckerbissen.
LG edy
 
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hallo edy, danke fürs feedback und insoweit auch für die blumen hinsichtl. der galerie-fotos. aber zur debatte steht nun hier dieses.
(ich weiss, ich bin impertinent),
jedoch es muss wohl sein

weil ich mir dieses bildes eben selbst nicht sicher war
und insoweit sind eure meinungen für mich durchaus wichtig.
allerdings helfen kurze tonnenkommentare neimandem weiter.

(vielleicht kann dieses -bild, naja- dadurch zumindest einen
beitrag leisten zur gesprächskultur.)

JA, ich hör schon auf.

gruesse
ralf
 
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Großartiges Photo! Ich habe es nicht gesehen als es noch anonym und ohne Erkärung drinstand, aber egal, das ändert nichts an meiner Meinung zum Bild.
Natürlich sind die Möven unscharf. Was sollen sie denn auch sonst sein? Das Photo zeigt ja keine Möven, das Photo zeigt eine Stimmung. Die Möven tragen natürlich ihren Teil zu dieser Stimmung bei, aber nur deswegen weil sie unscharf sind. Motiv des Photos ist Weite und Leere, und beides kommt für mich perfekt rüber, zum einen durch die Bildaufteilung, zum anderen auch durch das Land welches sich irgendwo am Horizont noch ganz schwach erahnen läßt und so den Eindruck von Weite noch unterstützt.
Und dann die Farben. Perfekt, nur diese kühlen Blau- und Grautöne, entweder richtig gut photographiert oder nachher genau mit dem passenden Maß EBV bearbeitet. Meeresstimmung jenseits aller Postkartenromantik perfekt transportiert! Chapeau!

Gruß
Dirk
 
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Hallo Ralf,

-bild mag ich#s schon nicht mehr nennen

Das solltest du aber. Wichtig st doch, was du bei dem Bild empfindest. Ich finde, edy hat das passend beschrieben. Über Kunst lässt sich nicht streiten. Wenn dir das Bild genau das Gefühl vermittelt, das du ausdrücken wolltest ist es gelungen. Gestalterisch was anderes versuchen kann man immer noch. Dazu sind Diskussionen zum Bild doch auch gedacht. Ideen zu entwickeln.
Ein fast auch der Horizontlinie fahrendes Schiff könnte so der Anker fürs Auge sein. Das Schiff oder auch Boot, dass in die Ferne reist. Vielleicht bin ich da auch zu sehr klischeebehaftet.


schade finde ich allerdings, dass von den tonnenbesitzern keiner den mut gefunden hat, sich nun nochmals mit der aufnahme ... erneut auseinanderzusetzen.

Ich würde auch gerne noch andere Meinungen zum Bild lesen. :mad:
 
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Ein fast auch der Horizontlinie fahrendes Schiff könnte so der Anker fürs Auge sein. Das Schiff oder auch Boot, dass in die Ferne reist.

Wenn man genau hinschaut, dann ist da diese Tonne/Boje im Bild. Und eine Insel in weiter Ferne.

~~

Das ist ja nun ein spannender Fall von Tonne/Müll vs. Kunst. So richtig schlüssig war ich mir beim Betrachten des Bildes nicht, und bei Nennung der Fotografen hatte ich dann ein breites :D im Gesicht. Als Einzelbild finde ich es schwer, dieses Bild einzuordnen. Bei meinen Nordseebildern sind einige ähnliche dabei, die technisch "anders" sind, und trotzdem für mich eine besondere Stimmung transportieren. Auch dort waren die Reaktionen ähnlich ratlos, als ich sie mal in einem Forum gezeigt hatte. Einige gute Fotofreunde schrieben ein unverbindliches "Interessant" hinein, aber so richtig konnte wohl niemand was damit anfangen. Hier wie dort fehlt da wohl der Rahmen, die begleitenden Fotos, die keinen Zweifel aufkommen lassen, daß die Unschärfe als Stilmittel gewollt ist und man sich gefälligst auf die Stimmung einzulassen hat.
 
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Großartiges Photo! Ich habe es nicht gesehen als es noch anonym und ohne Erkärung drinstand, aber egal, das ändert nichts an meiner Meinung zum Bild.
...

Aber: Das ist es ja gerade - wenn ich weiß, wie es geht, verstehe ich auch die Bedienungsanleitung.

Mit Erklärung ist das Bild kein Bild = Abbild (oder gar klares Abbild) von Möven, sondern in erster Linie eine Wiedergabe einer Stimmung. Es unterscheidet sich aber wenig von einer mißlungenen Scharfstellung - und ein Foto, dass einer Erklärung bedarf, um erkannt zu werden, um den Unterschied zu einer Ausschußaufnahme erkennbar zu machen, bringt es m.E. nicht wirklich:

Zitat "o, nun bin ich da.

das bild ist innerhalb einer serie entstanden, die überwiegend scharfe möven ergeben hat.
allerdings steht hier keines von diesen zur dikussion.
sondern exakt das gezeigte. ... "

Also war das Bild beim Auslösen auch nicht unscharf gewollt, sondern es ist ein Zufallsprodukt aus einer Serie mit einer nachträglich empfundenen künstlerischen "Aufwertung".

Gruß vom
Kay
 
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Nachdem ich das Bild anonym nicht bewertet hatte, wollte ich eigentlich hier jetzt nichts mehr schreiben, aber da es Dirk genauso erging, sage ich jetzt auch einfach meine Meinung im Nachhinein - mir gefällt es so wie es ist.

Man hätte es ohne Möven noch etwas besser gestalten können, z. B. die Boje mit der horizontalen Linie exakter in den berühmten Goldenen Schnitt setzen, aber man kann den Möven ja nicht sagen, sie sollen gefälligst mal ein bisschen weiter rechts fliegen.

Aber jetzt habe ich mal eine Frage an die Bildgestaltungsexperten.
Ich habe von einem alten Fotografenmeister gelernt, dass Weite dann richtig gestalterisch umgesetzt wird, wenn der Vordergrund, hier das Meer, ca. 2/3 des Bildes und der Himmel ca. 1/3 ausmacht. Dominiert der Himmel das Bild, dann vermittelt er den Eindruck von Nähe.

Vielleicht stellt man sich mal ein Landschaftsbild (ohne Meer) vor:
im Vordergrund viel Landschaft, die aus dem Bild in den Horizont läuft, vermittelt für mich einfach "weites Land". Bin gespannt auf Meinungen.
 
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Aber: Das ist es ja gerade - wenn ich weiß, wie es geht, verstehe ich auch die Bedienungsanleitung.

Kann man so sehen. Aber geh mal davon aus das ich mir erst das Bild angesehen habe und meine Begeisterung auf dem Betrachten des Bildes fußt, nicht auf den Erklärungen. Ob das Bild nun zufällig entstanden ist oder nicht ist für mich eigentlich Nebensache, denn es ist hier absichtlich gezeigt worden. Also hat sich der Photograph etwas dabei gedacht das er uns das Bild so gezeigt hat wie es hier jetzt steht. Und das der Gedanke hinter diesem Bild nicht 'Mövenphoto' war, das ist meiner Ansicht nach so offensichtlich das es nicht diskutiert werden braucht.

Gruß
Dirk
 
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Hallo ralf
einen Nachtrag habe ich noch. Komme erst jetzt dazu, am Morgen war die zeit zu knapp.
Ich glaube, dieses Bild hat als Einzelbild eine ganz andere Aussage, als wenn es in einer Serie oder Bilderstrecke gezeigt wird. Wenn ich mehrere Bilder vom selben Künstler (ehrlich gemeint) in einer Gesmtschau betrachte, dann hat dieses Bild durchaus seinen Reiz, passt sich als Teil des Ganzen ins Puzzle ein, wirkt nicht isoliert und deshalb fremd. Schliesslich hat jeder seine Handschrift. Im übertragenen Sinne möchte ich sagen: Ein einzelner Buchstabe kann sehr komisch wirken, die geschriebenen Worte oder der ganze Text dann aber eine Augenweide sein. Ich hoffe, du verstehst was ich meine.

LG edy
 
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so, nun noch mal ich:

morgens, ziemlich kalt und eine riesenfreude, seit langem mal
wieder am strand zu stehen.
möven gabs grad gnug und irgendwann den gedanken der freiheit.
wie umsetzen? mit scharfen möven?
dann ab damit in den möventhread und gut ist.
aber genau diese weite, leere der see, und ja, die diffuse freiheit von allen zwängen.
also der entschluss der unscharfen vögel
und der bearbeitung reduziert auf grau und blau.

der horizont: oben oder unten oder in der mitte im bild (Wolfgang):
da bin ich unentschlossen, als landratte, der immer eine hochspannungsleitung, eine hügelkette oder eine windkraftanlage ins auge sticht, mal abgesehen von hausdächern und kirchturmen, gehört für mich am meer der weite himmel immer dazu.

der nach oben genommene horizont des altmeisters, der blick nach unten auf die wellen geneigt, rüft in mir andere gedanken hervor: fällt mir zuerst einstark bewegtes meer zu ein, ein "seestück".
für mich dann eher ein detail.
oder habe ich dich falsch verstanden?

Kai, manchmal ist es auch gut, einen bildtitel mit anzusehen und ein wenig zu überlegen. als mövenbild , falls ich es so gesehen und benannt hätte, stimme ich dir zu: als mövenbild, ist es misslungen.

@ alle:
danke fürs geduldige zugucken und die kommentare

gruesse
ralf
 
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...
schade finde ich allerdings, dass von den tonnenbesitzern keiner den mut gefunden hat, sich nun nochmals mit der aufnahme -bild mag ich#s schon nicht mehr nennen, erneut auseinanderzusetzen. gäbe dann vielleicht doch noch diskussionsstoff.
wie gesagt: schade.

gruesse
ralf

Habe es erst heute gesehen. Dafür bitte ich um Entschuldigung.
Auch nach nochmaligem und wiederholtem Ansehen Deines Bildes trifft es nicht meinen Geschmack. Mein Blick wird immer noch von den Möwen angezogen.
Ich kann es nicht besser ausdrücken. Sorry.
Evtl. sollte ich mich an Bildkritiken besser nicht beteiligen.
 
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... der horizont: oben oder unten oder in der mitte im bild (Wolfgang):
da bin ich unentschlossen, als landratte, der immer eine hochspannungsleitung, eine hügelkette oder eine windkraftanlage ins auge sticht, mal abgesehen von hausdächern und kirchturmen, gehört für mich am meer der weite himmel immer dazu.

der nach oben genommene horizont des altmeisters, der blick nach unten auf die wellen geneigt, rüft in mir andere gedanken hervor: fällt mir zuerst einstark bewegtes meer zu ein, ein "seestück".
für mich dann eher ein detail.
oder habe ich dich falsch verstanden?...
Nein Ralf, bestimmt nicht. Sollte ja auch keine Kritik sein.
Mir geht es hier eigentlich nur um die Grundsatzfrage. Der (im Bild) tief liegende Horizont suggeriert bei mir keine Weite, sondern gibt mir das Gefühl, dass z. B. die Boje soweit ja nicht weg ist. Ich müsste mal im Archiv kramen um ein Beispiel zu finden, aber das gehört dann nicht hier in Deinen Beitrag rein.
 
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Nein Ralf, bestimmt nicht. Sollte ja auch keine Kritik sein.
Mir geht es hier eigentlich nur um die Grundsatzfrage. Der (im Bild) tief liegende Horizont suggeriert bei mir keine Weite, sondern gibt mir das Gefühl, dass z. B. die Boje soweit ja nicht weg ist. Ich müsste mal im Archiv kramen um ein Beispiel zu finden, aber das gehört dann nicht hier in Deinen Beitrag rein.

Mit Ralf´s ausdrücklicher Erlaubnis, schließe ich mal am Horizontproblem an. Ich muss meine weiter oben genannte Meinung revidieren, dass ein tiefliegender Horizont Nähe suggeriert - wahrscheinlich habe ich mal wieder was durcheinander geworfen und der "Fotografenmeister" hat doch was Anderes gesagt, als ich verstanden habe. :nixweiss: (Darüber beschwert sich übrigens meine beste Ehefrau von Allen auch mal öfter. :hehe:)

Ich lass´ mal drei Bilder folgen, die aus ein- und demselben Bild unterschiedlich beschnitten sind:

Bild 1 - Horizont fast in der Mitte (langweilig).

681147cd61f5b6449.jpg


Bild 2 - Horizont hoch liegend, viel Land, wenig Himmel, Horizont scheint nah zu sein.

681147cd620a7acb1.jpg


Bild 3 - Horizont tief liegend, viel Himmel, Horizont erscheint weit weg.

681147cd62279e154.jpg


So gesehen, hat Dirk (Foxmulder) recht, dass das Foto von Ralf Weite und Leere dokumentiert. (Mea culpa ... :fahne:) - wieder was dazugelernt!
 
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Hallo Ralf,

konnte mich leider erst jetzt wieder melden.

Also mit deiner Erleuterung wird das Bild natürlich schlüssiger. Leider konnte ich deine Intention so nicht erkennen, aber ich würde mal sagen, wieder was dazugelernt und den Blick etwas "geschärft".
 
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