Alte Dias digitalisiert

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PeMax

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Mangels Lust, bei dem Wetter rauszugehen, hab ich mal angefangen, systematisch alte Dias zu digitalisieren. Bei mir heißt das: mit der D40x abfotografieren.

Zuerst war die Überlegung, die Bilder mit meinem alten Vergrößerer auf transparente Folie zu projezieren und das dann von hinten abzufotografieren, aber dazu ist der Vergrößerer zu dunkel. Dann mit dem Diaprojektor probiert, aber das Ding hat eine katastrophale Ausleuchtung - visuell merkt man es gar nicht so, aber beim Abfotografieren ist die Mitte normal hell und nach aussen sieht es dann aus, wei durch ein schwarzes Loch fotografiert. Den Trick aus der c't hab ich daher gar nicht probiert (ohne Projektorobjektiv direkt das Bild fotografieren).

Also: doch den Vergrößerer genommen, Oberteil umgedreht und da das Objektiv rausgenommen, jetzt lässt sich von Oben schön das Dia abfotografieren (natürlich mit Nahlinse). Jetzt werde ich da noch eine Halterung für die Kamera basteln, um verwackeln auszugleichen.

Nächstes Problem wird sein, die teilweise doch sehr ausgeblichenen bzw. in der Farbe verfälschten Dias einigermassen wieder hinzukorrigieren (die normale Farbabstimmung über einen neutralfarbenen Punkt auf dem jeweiligen Bild versagt da natürlich, da es sich ja nicht (oder nicht nur) um eine Verschiebung des Weißabgleichs handelt).

Um das ganze noch mit einem Bild abzuschließen, hier eines der ältesten Dias:

oma3.jpg


Passend zum Motiv ist das mit Paintshop und dem Fotoeffekt "frühe Farbfotografie" bearbeitet, als Ausschnitt vom Kleinbilddia natürlich sehr körnig, aber für mich eine schöne Erinnerung (leider kann ich das Datum nicht mehr nachvollziehen, müsste aber aus den 60er Jahren stammen).

Nachtrag: der Beitrag passt wohl eher nach "Allgemeine Bildbearbeitung", kann es ein Moderator bitte verschieben (warum kann man seine eigenen Beiträge eigentlich nicht verschieben?)- Danke!
 
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Mangels Lust, bei dem Wetter rauszugehen, hab ich mal angefangen, systematisch alte Dias zu digitalisieren.


Hier noch zwei als Ergänzung, das sind Mittelformat-Dias aus Klausen Anfang der 80 Jahre:

Auf dem Markt
klausen_2501.jpg


Typische südtiroler Altstadt:
klausen_2503.jpg
 
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Kommt doch gut mit dem abfotografieren - vor allem bei
Mittelformat, wie deutlich zu sehen ist.

Ich mache das auch immer so, aber mit Leuchtpult
und Negativbühne.
 
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Ich habe mir für diesen Zweck mal einen Scaner gekauft der extra einen Einsatz für Dias hat. Ich habe aber nach einigen Tests (erstmal) aufgegeben. Das Ergebnis (vor allem der Ayers Rock) war doch etwas frustriend finde ich. Hier die 3 Dias die ich mal gescannt habe:

Ayers2.jpg


Oper.jpg


Arch1.jpg
 
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Kommt doch gut mit dem abfotografieren - vor allem bei
Mittelformat, wie deutlich zu sehen ist.

Ich mache das auch immer so, aber mit Leuchtpult
und Negativbühne.

Ich mach es so ähnlich .... hab einen alten Durst-Vergrößerer zweckentfremdet - die höhenverstellbare Negativbühne habe ich zur Kamerahalterung umgebaut und unten das Dia in einer schwarzen Maske auf einem großflächigen Normlicht Diabetrachter positioniert und abfotografiert... klappt eigentlich ganz gut.
 
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Das Ergebnis ... war doch etwas frustriend finde ich.

Das sind definitiv keine Ergebnisse, auf die man stolz sein müsste. Allerdings liegt das gerade bei billigen Flachbettscannern mit Durchlichtaufsätzen daran, dass das halt bessere Bastellösungen sind. Ganz gut, um die Schulzeugnisse für die Bewerbung zu scannen, aber kein Gerät, um das Fotoarchiv zu digitalisieren.

Ich habe mir vor einigen Jahren einen Scanner der € 400++ Preisklasse geleistet. Beim Einscannen von Negativen, die mir zur Verwendung auf einer Internetseite überlassen worden waren, musste ich feststellen, dass die Durchlichtscans direkt vom Negativ schwächer ausgefallen waren, als Auflichtscans der dazugehörigen Papierbilder aus dem Massenlabor. Wenn ich heute die Ergebnisse dieses Scanners mit dem zugegebenermaßen um ein Vielfaches teureren Coolscan 9000 vergleiche, dann liegen da wahre Welten dazwischen. Und den Coolscan habe ich günstig von einem Grafiker gekauft, welcher meinte, dass der - verglichen mit einem Trommelscanner - nicht die Qualität bringt, welche seine Kunden von ihm sehen möchten.

Hier gilt also der Grundsatz, dass man das Glück sehr wohl kaufen kann und zwar für echtes Geld und nicht für kleine Münze. Allerdings ist zu berücksichtigen, dass bereits Geräte der gehobenen Mittelklasse wie der Coolscan 5000/9000 (bzw. Vorgängermodelle 4000/8000) kleinste Unzulänglichkeiten des Originales überdeutlich ans Licht bringen. Soll heissen, dass Aufnahmen, die jahrelang gut waren, plötzlich nicht mehr gut sind. Und das Korn eines Agfachrome CT18 oder eines Ektachrome 200 ist man heute nicht mehr gewohnt. Und das nicht erst in Zeiten von D3 und D300.

P.S.:
Die Ausnahmen aus Australien zeigen auch einigen Dreck. Auch bei der Staub- und Kratzerentfernung gibt es Qualitätsunterschiede. Während beim Flachbettscanner bei kritischen Motiven noch sichtbar war, wo gepinselt wurde, waren die Scans von Diascanner makellos "retuschiert".
 
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Ich habe mir für diesen Zweck mal einen Scaner gekauft der extra einen Einsatz für Dias hat. Ich habe aber nach einigen Tests (erstmal) aufgegeben. Das Ergebnis (vor allem der Ayers Rock) war doch etwas frustriend finde ich. Hier die 3 Dias die ich mal gescannt habe:
Hallo, bei mir hat das mit dem scanner (hp 4470c) und dem Diaaufsatz auch nicht gut genug funktioniert. Daraufhin habe ich den Diaaufsatz an einen eigenen Trafo angeschlossen - er wird zu einem sehr gleichmäßig ausleuchtenden Leuchtpult - und von diesem mit Macroobjektiv abfotografiert.
Die RAW-Bilder machen auch beim Weißabgleich keine Probleme. Ich bin mit den Ergebnissen ganz :).
gsmax
 
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Hier noch zwei als Ergänzung, das sind Mittelformat-Dias aus Klausen Anfang der 80 Jahre:

Auf dem Markt
klausen_2501.jpg

Das Bild ist typisch.

Die Auflösung einer modernen DSLR mit gutem Makro ist bei Kleinbild jedem Flachbettscanner der 100 oder 200 Euro Klasse überlegen, die liefern nur wenige MP tatsächliche Auflösung (meist nur 2 MP, Ausnahmen vielleicht 4 MP).
Leider ist der Dichteumfang nicht besser als beim Flachbettscanner. Das sieht man hier bei der schwarzen Jacke im Bild - abgesoffene schwarze Flecken. Ein 500 Euro Flachbettscanner wie der V700 kann das schon besser als die DSLR (ohne HDR), ein 200 Euro Filmscanner auch.

Warum ist das so? Dichte 2 heisst Faktor 100 zwischen hellster und dunkelster Stelle, Dichte 3 heisst Fakor 1000 und 4 heist 10'000. Oder anders gesagt: 1 Blende mehr Dynamikumfang entspricht genau 0,3 Unterschied bei der Dichte

In den meisten Dias steckt etwa bis Dichte 3,5 Information (je nach Film noch was mehr oder auch was weniger). Die aller, aller dunkelsten Stellen haben dabei in der Regel dicke Falschfarben (im ganz dunkeln bereich sind nicht alle Farbschichten gleich empfindlich), ausserdem ist das aller letzte bisschen Zeichnung in den Tiefen nicht für jedes Bild wichtig. Daher die Faustregel: Dichte 3 muss beim Digitalisieren von Dias vorhanden sein, wenn die Qualität stimmen soll. Wer noch 'ne leichte Unterbelichtung bei der Gelegenheit raus bringen will, braucht ein bisschen mehr.

So, jetzt denkt ihr bestimmt: Diafilme schaffen nur 7 bis 8 Blenden, DSLR 8 bis 9 Blenden Kontrast, also wo soll das Problem sein?

Das Problem ist der Diafilm, er ist steil, dh. er verstärkt den Kontrast! Ihr fotografiert ja nicht das gleiche Motiv nochmal, sondern das Dia vom Motiv! Und das ist ein gewaltiger Unterschied! Beispiel Velvia 50. Der kann Motive bis ca. 8 Blenden bewältigen. Aber: Der Film verstärkt den Kontrast, auf dem Film werden aus den 8 Blenden gewaltige 13 Blenden. Das packt 'ne DSLR nie, auch nicht, auch nicht mit RAW. Für so extreme Kontraste braucht es HDR.

Wenn ihr mit der DSLR das Dia so belichtet, dass keine Lichter absaufen, dann reichen die 8 bis 9 Blendne Kontrast, die 'ne DSLR schafft, grade mal für Dichte 2,4 bis 2,7. Das ist leider zu wenig - eben auch nur das, was 200 Euro Flachbettscanner schaffen.

BTW: Mit Negativen kein problem, da kann man ruhig zur DSLR greifen! Negative sind viel "flacher" als Dias!

Grüsse,
Sebastian
 
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Hallo PeMax,

ich habe für diese Zwecke einen Bowens Illumitrans aus der eBucht gefischt. Das Gerät projiziert das Dia auf eine kleine Mattscheibe, von der die Kamera es dann abfotografieren kann. Wenn man die Kamera mal passend eingestellt hat, lassen sich Dias damit in sehr guter Qualität (d. h. scharf, gleichmäßig und richtig belichtet und in hoher Auflösung) duplizieren. Das Problem mit dem DSLR-typisch beschränkten Dichteumfang, das pulsedriver beschrieben hat, bleibt natürlich bestehen.

Gruß
Jochen
 
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Dann wäre da vielleicht eine Belichtungsreihe oder zumindest 2 unterschiedlich belichtete Bilder und HDR nützlich, oder?


Wie gesagt: Oft reicht schon Dichte 3. Das schafftst mut einem RAW, das du zweimal unterschiedlich (einmal normal und einmal einiges heller gemacht) zu 'nem JPEG entwickelst und dann wieder per HDR zusammensetzt. Denn der DSLR fehlen da nur 1 bis 2 Blenden. Sehr korrekte Belichtung natürlich vorausgesetzt, das Verfahrne hat keine Reserven, du musst also schaun, dass die Lichter grade so hell werden, wie die DSLR es kann, ohne dass sie aber ausfransen.

Weniger abhängig von 'ner genauen Belichtung ist das Verfahren mit mehreren Bildern. Wenn man eh mit Staiv arbeitet, spricht eigentlich kaum was für die Spielerei mit zweimal ein RAW entwickeln (das ist mehr HDR mit beschränktem Umfang für bewegte Motive, die kein zweites Bild erlauben).

Mit HDR (und 'nem Fern/Selbst-auslöser für die langen Belichtungszeiten, die das Bild für die dunklen Teile brauchen wird) kannst du auch das letzte Bisschen Zeichnung aus 'nem Velvia saugen, kein Problem! Wer sich die Mühe macht, bekommt mit 'ner DSLR wirklich hochwertige "Diascans" mit rund 10 MP!

Wenn du das machst, besorg dir Material zum Reinigen der Dias. DennS taub wird man sehn, ICE (das funzt richtig gut) hat die DSLR nicht. Ich weiss aus eigener Erfahrung, wie lästig Kodachrome Scans sind (normales ICE funzt da nicht). Das gibt anchher einiges wegzustempeln, du wirst froh sein um jeden Fussel, den du vorher weggemacht hast!

Grüsse,
Sebastian
 
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