manuelle Bildbearbeitung-es geht schon ohne
manuelle und automatisce Bildbearbeitung zu trennen macht in diesem Zusammenhang absolut keinen Sinn - spätesttens, wenn ich meinen Workflow als Aktion gespeichert habe, ist aus dem manuellen ein automatischer geworden.
Und aus dem automatischen der Kamera (die ja auch jemand aus manuellen Schritten heraus programmiert hat), kann bei RAW ja auch wieder das extrahiert werden, was nicht gefällt, also wieder ein manueller werden.
ME wurde die Fotografie erfunden/entwickelt um Situationen oder Ereignisse zu dokumentieren und für die Nachelt zu konservieren.
nö, nicht wirklich - auch wenn das sicher eine der möglichen Anwendungen darstellte und darstellt.
Mittlerweile wird sie mehr und mehr genutzt um zu manipulieren. (Kunst hier mal ausgenommen)
Beispiel Portrait: lies Dir mal die Bedingungen für das biometrische Paßbild durch - jede Abweichung davon, ist eine Veränderung der Wirklichkeit, sprich Manipulation.
Die Frage ist weniger, ob Fotografie Manipulation ist, sondern wie stark diese ausfällt.
Kannste in jedem Lehrbuch nachlesen. Ich jedenfalls habe noch nie einen Hinweis (außer vielleicht bei Repro) darauf gefunden, wie ein möglichst unverfälschtes Bild aufzunehmen sei. Es ist immer nur davon die Rede, wie ein Bild besser wirken kann, wenn man dies oder jenes beachtet und tut.
Schwarz macht schlank - darf jetzt ein dicker Mensch kein schwarz tragen, um diesen Sachverhalt nicht zu verschleiern? Muß er sich so in das Licht stellen, damit man die Wampe besonders deutlich sehen kann?
Überhaupt: was ist denn bitteschön die Realität? Man sit sich weitgehend einig mittlerweile, daß es DIE Realität nicht gibt - es gibt immer nur eine subjektive Sichtweise darauf.
Sie so zu zeigen, wie man sie selber sieht, ist das einzige, das man tun kann - bei Dir mit Deinen schon genannten Präferenzen, bei jemand anderem mit anderen.
Beide Ergebnisse sind subjektiv - schon alleine, weil Objektivität ist nicht erreichbar ist.
vg, stefan
P.S.: Übrigens müßte man z.B. auch auf SW völlig verzichten, weil die Welt für die meisten Menschen nun mal farbig ist.