Afrika 2016 AD / Ausrüstung

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rextav

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Hallo allerseits,

ich habe vor im Jahre 2016 AD den Kilimanjaro zu "besteigen" und anschließend die grosse Gnu Wanderung in Serengeti zu bestaunen. Afrika war immer auf meine Liste, und ich fühle schon beim Namen eine Art jucken.
Ich sage es Euch wie es ist. Ich habe gesucht und ein paar Sachen gefunden die mir bei meiner Suche weitergeholfen haben. Auch habe ich bemerkt wie speziell jedoch die Wünsche, technisches Verständnis und Geldbeutel sind.


Für eine gute Beratung, halte ich es für sinnvoll erst einmal zu beschreiben was ich bereits besitze.
Es wird eine Rückkehr zu Nikon geben (gepriesen sei ...), und eine Art Tauschaktion. Ich fürchte es wird etwas kompliziert.



Ich besitze (etwas abgespeckt):

2x Nikon D3
1x 14-24mm AF-S/2,8
1x 24-70mm AF-S/2,8
1x 70-200 AF-S VRII/2,8
1x 80-200 AF/2,8 (Drehzoom, der Dank "Beuteltier" perfekt läuft!)
1x 50 AF-S/1,4
1x 400mm APO/5,6 (SIGMA für Nikon)
1x SB900 Blitz (TTL)
1x SB28 Blitz (Non TTL)



Meine bisherige Reiseausrüstung:

1x Canon 550D
1x 18-200mm IS/3,5-5,6
1x Tokina 11-16mm/2,8
1x Canon Speedlight 430 EX (TTL)
1x Stativ SLIK AMT
1x Sigma 400mm mit Konverter auf Canon und manuelle Fokussierung




Jetzt die Tauschaktion:

Ich habe vor eine D3 und meine gesamte Canon Ausrüstung zu verkaufen.

Da ich für die Arbeit einen zweiten Voll-Format Sensor brauche, hatte ich überlegt eine D3 mit eine D810 zu ersetzen (die auch auf Reisen mit kann).
D810 weil sie auch in 1080p/60fps aufnehmen kann und ich auch gerne filme. Dafür war bisher die Canon 550D da.

Meine Überlegung geht weiter. Afrika > 2 Kameras > eine davon ist die D810 mit … meinetwegen mit dem 24-70 drauf für untenrum.
Dann brauche ich ein gutes und variables (schnell hand zu haben) Teleobjektiv. Ich habe an einem 200-400mm VR/4 gedacht.
Eventuell mit einem TC14EII Konverter an meine verbliebene D3 - oder ohne Telekonverter, dafür aber mit einer D7100 (D5300?) hinten drauf.
Wiegt weniger als eine D3, hat mehr MP und noch akzeptable Fokusgeschwindigkeit. Was meint Ihr?


Also: D810 mit 24-70/2,8 und D7100 mit 200-400/4 ohne Konverter?
Sollte noch etwas mit?
Habe ich Lust den 14-24 mit zu schleppen?
Gibt es Alternativen, vernünftige Ergänzungen?


Danke.
 
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Aus Erfahrung kann ich noch nicht berichten, aber unsere Ausrüstung für die diesjährige Afrikareise sieht so aus:

Zwei D800
eine D750 (drei Bodies, weil wir zu zweit fotografieren)
zwei Nikon 24-120
Nikon 70-200
zwei Nikon 80-400
und als Weitwinkel wahrscheinlich das 16-35, da uns das 14-24 eigentlich zu schwer ist (und wir damit rechnen. Weitwinkel wahrscheinlich nicht soooo oft einzusetzen)
Dazu halt noch der übrige Kram ;)
Eventuell rutscht noch eine Festbrennweite mit ins Gepäck.

Ob's taugt, können wir erst in ein paar Monaten sagen.
 
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Also: D810 mit 24-70/2,8 und D7100 mit 200-400/4 ohne Konverter?
Sollte noch etwas mit?
Habe ich Lust den 14-24 mit zu schleppen?
Gibt es Alternativen, vernünftige Ergänzungen?

Über das 200-400 hört man ja gemischtes.
Ich würde statt dessen noch das 300/4 in Erwägung ziehen (beobachten ab wann diese VR-Probleme abgestellt sind) mit 1 oder 2 Telekonvertern.

Und, ja, ein Superweitwinkel würde für mich dazu gehören. Es gibt ja auch das 16-35 oder das 18-35.

Und ein Fisheye würde ich auch mitnehmen (da ich schon eines habe).

Ein kleines Reisestativ würde ich auch mitnehmen, vor allem wenn auch Movieclips entstehen sollen.

Bei alledem gehe ich davon aus, dass Ihr am K ein Basislager habt, wo die schwere Ausrüstung bleiben kann!!! Sonst würde mein Rat ganz anders aussehen.
 
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Na, dann versuche ich dir mal einen Rat aus meiner Sicht der Dinge zu geben. Wir waren 2010 in Tansania und haben dort ebenfalls den Kilimanjaro bestiegen. Als erstes, mach dich auf eine Völkerwanderung gefasst. Wir hatten zwar mit vielen Menschen gerechnet, jedoch nicht mit so vielen. Eine besondere und einzigartige Erfahrung war es trotzdem.
Für den den Trip hoch zum Kilimanjaro würde ich die dann vorhandene D810 mit dem 14-24 und dem 24-70 mitnehmen, der Rest bleibt im Hotelsafe. Schließlich liegt hier das Augenmerk auf der Landschaftsfotografie und die gesamte Ausrüstung kann man eh nicht mit hoch schleppen.
Für die Safari ist das 200-400/4 natürlich klasse, oder du greifst direkt zu einer Festbrennweite wie dem AF-S 500/4 VR. In Tansania kamen wir den Tieren oft nicht ganz so nahe, wie in Sambia. Worauf ihr allerdings unbedingt achten müsst, ist das ihr so früh wie möglich los kommt und Abends so spät wie möglich wieder zurück zur Lodge fahrt. In der Mittagszeit solltet ihr dann in der Lodge relaxen oder den Pool genießen, sofern vorhanden. Die Tiere sind dann meistens eh sehr inaktiv und zweitens, das Licht ist meistens nicht zum Fotografieren geeignet.
In Tanzania war ich noch mit einer Pentax K7 unterwegs und habe auf der Safari fast ausschließlich das DA*300 benutzt. Das 70-200/2.8 blieb fast ausschließlich im Rucksack. Die Brennweite empfand ich als ausreichend.
In Sambia war dann die Kombi D3s und das 200-400/4 dabei, auch hier war die Brennweite sehr gut und ich konnte auch des öfteren vom Zoom-Objektiv profitieren, da man den Tieren einfach näher kam. Dies liegt daran, dass in Sambia deutlich weniger Tourismus ist und die Guides auch schon mal abseits der Wege fahren. In Tanzania tun sie dies nicht! Wird z.B. ein Leopard gesichtet, dann sammeln sich schnell 20 und mehr Fahrzeuge an diesem Spot. In Sambia war der größte Auflauf, den wir hatten 5 Fahrzeuge. Meistens waren wir jedoch alleine oder mit max. 2 Fahrzeugen an den "Hotspots".

Equipment-Vorschlag:
D810 und D3 oder D7100/D7200
AF-S 14-24/2.8
AF-S 24-70/2.8
AF-S 200-400/4 oder AF-S 500/4
Das 70-200/2.8 hatte ich in Tanzania und in Sambia mit, doch genutzt wurde es eigentlich nicht.

Hoffe ich konnte dir damit ein wenig weiterhelfen.

Gruß
Stefan
 
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Hi, also ich habe die Erfahrung gemacht auf Afrika-Safaris: soviel Brennweite wie möglich! Ich habe das 600/4 + TC 14 E III dabei, und selbst das ist manchmal zu wenig. (manchmal auch zuviel, dann das 80-400 oder das 70-200). Eigentlich habe ich am liebsten 2 Kameras mit diesen Objektiven fotografierbereit auf dem Autositz liegen. Beim Weitwinkel reicht 1 Objektiv, z.B. das handliche 18-35. Da man auf der Safari eh mit dem Auto rumfährt und wenig zu Fuß gehen kann, ist das Gewichtsproblem nebensächlich. Ich würde unbedingt eine Objektivauflage oder (je nach Auto) ein kleines Stativ (klein, nicht leicht, ein Induro LFB 75 z.B.) oder ein Einbein mitnehmen zum Auflegen auf die Autobrüstung oder das Autodach, beim Warten wird die Kamera-Tele-Objektiv-Kombination schon mal sehr schwer. Während der Kili-Besteigung kannst Du ja die Teles irgendwo deponieren :)

Viele Grüße und viel Spaß bei der Vorbereitung, max


 
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Grundsätzlich hat Maximiliam ja Recht. Wenn Gewicht und Geld keine Rolle spielen würde, würde ich dem TE empfehlen, zu seiner bestehenden Ausrüstung einfach ein 4/500 oder 4/600 dazu erwerben und mit den beiden D3, 14-24, 24-70, 70-200 und dem Tele nach Afrika zu fahren und sich mit dieser schönen Ausrüstung am Flughafen den Landcruiser zu setzen.

Wir sollten aber mal die Besonderheiten dieser Reise im Auge behalten: Im ersten Teil der Reise soll der Kilimanjaro bestiegen werden.

Abgesehen davon, dass allein die Höhe bewältigt werden will (ich gehe mal davon aus, dass eine Tour gebucht wurde mit hinreichend Akklimatisierungszeit), muss auch alles Geraffel, was man dabei hat, da auch hochgeschleppt werden (es sei denn, man weiss sicher, dass man überzähliges Equipment auf sichere Weise für einige Tage irgendwo bunkern kann). Für die Schlepperei auf den Kili kann man zwar auch Träger mieten, aber ob man dwirklich ein 4/600 mit auf den Kili schleppen (lassen) oder in irgendeiner Obhut eines Fremden lassen will, sollte noch einmal bedacht werden.

Außerdem sollte man auch nicht ganz die Fragestellung des Thread-Erstellers außer Acht lassen, die ein bestimmtes nicht kleines, aber doch auch nicht grenzenloses Budget erkennen läßt.

Wenn man jetzt einmal die Besonderheiten dieser Reise berücksichtigt, würde ich anstelle des 4.0/200-400mm (das ich ansonsten in der Version VR II an einer DX-Kamera uneingeschränkt empfehlen würde) das neue AF-S 4.5-5.6/80-400mm (evtl. + TC14E III) empfehlen sowie als Kameras die D810 (ohne BG) und die D7200 (mit BG). Das Tele an die D7200, das 24-70 an die D810. Damit wird man 90% der Bilder machen können, und das ist für die Kili-Besteigung schon schwer genug, auch wenn man sich die Ausrüstung tragen läßt.

Das 14-24 würde ich trotzdem noch mitnehmen, das 2.8/70-200 aber vermutlich zu Hause lassen. Was für das Mitnehmen des 70-200 spräche, wäre, dass man dann zwei Kameras, zwei Weitwinkel und zwei Tele hat und damit eine Redundanz, wenn etwas mal kaputt geht. Das ganze bekäme man auch noch bequem in eine halbwegs handlichen Rucksack. Außerdem hätte man im 2. Teil der Reise die Möglichkeit, an der D810 das 70-200 und an der D7200 das 80-400 (KB-äqu. 120-600) nebeinander einzusetzen, was durchaus von Vorteil sein kann.
 
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Ich habe zwei Bekannte - äusserst fitte Jungs - von denen es nur einer auf den Kilimandscharo geschafft hat. Das liegt im "Trend" - weniger als ein Drittel der "Gipfelstürmer" schaffen es bis oben. Die Tage sind extrem lang, es geht sehr früh los, die Temperaturen sind (wie zu erwarten) sehr niedrig (-15° bei reichlich Wind!), und bei etwa 4000 Metern klappen die ersten Wanderer zusammen. Je höher, desto mehr.

Um auf knapp 6000 Meter aufzusteigen (Kibo-Spitze), braucht unser Körper eine Phase der Gewöhnung. Der Luftdruck nimmt ab, der Sauerstoffgehalt der Luft nimmt somit ab, und somit auch die Sauerstoffsättigung im Blut. Je nach persönlicher Bergerfahrung wird die Anpassung drei bis zehn Tage dauern (fünf bis acht im Normalfall).

Die Grösse deiner Photoausrüstung wird ausschliesslich von deinem Geldbeutel begrenzt. Eine nennenswerte Safariausrüstung (die am Kilimandscharo natürlich VOLLKOMMENER Unsinn ist) beschäftigt zumindest einen, vielleicht auch zwei Träger. Und die Jungs wollen (zu Recht) für das Privilleg, deine 15 kg durch das Hochland Tansanias zu schleppen, bezahlt werden.

Die ideale Kamera für diesen Teil eurer Tour ist leicht, leicht, leicht.
 
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Also, man schleppt definitiv nicht alles den Kilimanjaro mit hoch. Wir haben den größten Teil unseres Gepäcks im Hotel gelassen. Die Wertsachen, wie Objektive wurden sicher verschlossen.
Ob man es auf den Kibo schafft, hängt nur bedingt von der Fitness ab. So lange man einigermaßen gut zu Fuß ist, sollte dies nicht das Problem sein. Ob und wie man die Höhe jedoch verkraft ist sehr individuell. Mittlerweile kann man sogar extra Pakete in Höhenkammern buchen, die aber mit gut 500-600 € zu buche schlagen. Da beginnt man 3 Wochen vor der Reise mit dem Programm, welches dann immer intensiver wird. Wir haben uns damals dagegen entschieden und es trotzdem gut auf den Gipfel geschafft. Doch wie gesagt, jeder reagiert anders.
Ach und neben einem Guide pro Reisenden, kommt noch ein Koch und der ein oder andere Träger mit hoch. :rolleyes:
Wir mussten uns daran erst etwas gewöhnen. 2 Touris den den Berg hoch wollen und 9 Leute, die einen begleiten. :eek:
 
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Ich beneide Dich um Deine bevorstehende Reise. Ich selbst war noch nie in Afrika und weiß auch nicht, ob ich es mal schaffe - Namibia wäre da so mein Favorit. Ich kann Dir also zu den besten Objektiven und Kameras nicht viel/gar nichts sagen.
Was ich Dir aber sagen kann für mehrwöchige Touren - denk an Speicher und Strom. Ich weiß jetzt nicht, ob Ihr in Lodges auf dem Weg auf den Kili die Akkus nachladen könnt. Solltest Du aber vorher abklären.
Außerdem hätte ich wahrscheinlich ohne Ende Speicherkarten dabei. Die sind auch in Masse sehr klein und leicht. Ich weiß jetzt nicht, ob Du einen Laptop mitnehmen willst (auf den Berg sicher nicht ;)), mit dem Du Deine Bilder schon mal sichten und bearbeiten kannst, Aber wenn Du alle Bilder auf Speicherkarten lässt, bis Du sie zuhause mehrfach sichern kannst, ist das möglicherweise für die Daten ungefährlicher, als ein wie auch immer gearteter Massenspeicher.
 
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Die Grösse deiner Photoausrüstung wird ausschliesslich von deinem Geldbeutel begrenzt. Eine nennenswerte Safariausrüstung (die am Kilimandscharo natürlich VOLLKOMMENER Unsinn ist) beschäftigt zumindest einen, vielleicht auch zwei Träger. Und die Jungs wollen (zu Recht) für das Privilleg, deine 15 kg durch das Hochland Tansanias zu schleppen, bezahlt werden.

Die ideale Kamera für diesen Teil eurer Tour ist leicht, leicht, leicht.

Da stimme ich dir teilweise zu - ein Tele wäre das letzte was ich auf den Kilimandscharo schleppen (lassen) würde, aber das weiß der TE sicher selbst. Andererseits trägt der moderne Tourist sowieso kaum noch etwas selbst. Man könnte auch mit 20kg auf 6000m, ein paar Extratage vorausgesetzt. Und da liegt der Knackpunkt: immer weniger schaffen es, weil sie sich nicht informieren und zu wenig Tage buchen.

Ich persönlich würde ja aus o. g. Pool auf den Berg einen einzelnen Body mit 14-24, 24-70, 70-200 und in die Savanna den Zweitbody sowie das 200-400 mitnehmen, den Rest irgendwo lagern. Dazu ein ordentliches Stativ (und für meine Zwecke allerlei Filter, eine Nachführung, etc...).

Bislang habe ich nicht gelesen, was genau fotografiert werden soll (Kilimandscharo und Gnuherden, was noch? Landschaften? Nachtaufnahmen? Portraits? Kommen Filter zum Einsatz?), wie der Geldbeutel aussieht und die persönliche Leidensfähigkeit. ;)
 
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Ich persönlich würde ja aus o. g. Pool auf den Berg einen einzelnen Body mit 14-24, 24-70, 70-200 und in die Savanna den Zweitbody sowie das 200-400 mitnehmen, den Rest irgendwo lagern.

Ich würde maximal eine Nikon 1 auf den Kilimandscharo schleppen - für Safari habe ich weder Ahnung noch Vorlieben.
 
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Wir haben den größten Teil unseres Gepäcks im Hotel gelassen. Die Wertsachen, wie Objektive wurden sicher verschlossen.

Das sollte unbedingt geklärt sein, dass das geht. Wenn ja, kann man sich eine kleine Ausrüstung für die Bergbesteigung und eine große für die Wildlife-Fotografie mitzunehmen leisten.
 
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Wir waren zu zweit und starteten in Johannesburg zu einer Rundtour mit vorgebuchten "Pischtouren" (Hamburger Reisebüroleiter aus Italien stammend) und machten die Erfahrung, dass Festbrennweiten problematisch sind bei Tieren, die erst kaum zu sehen sind und plötzlich neben dem Jeep stehen. So schön das oben gezeigte Video ist, so schwierig ist die Auswahl der Brennweite vor Ort; je länger, oft desto besser (optisch), aber wackeliger. - Für eine neue Reise würde ich mir mehr Gedanken machen über eine variable Stativführung.

Die Lodges hatten für die Gäste keine eigenen Safes. Es wurde überall gewarnt, aber nichts geklaut.
 
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Ich finde es interessant, wie unterschiedlich die Meinungen bezüglich der mitzuschleppenden Brennweiten sind.

Erst kürzlich habe ich gelesen, dass Art Wolfe seine Tieraufnahmen fast ausnahmslos mit einem 70-200er Objektiv macht. (Nun, mit ihm kann man sich ja auch nicht unbedingt vergleichen.)

Und in einem englischsprachigen Blog über Foto-Safari-Equipement war jemand der Meinung, mit bis zu max. 300 sei man bestens bedient.

Ich bin wirklich gespannt, wie unsere Erfahrungen sein werden.
Für viele (so auch für uns) wird dies vielleicht ein einmaliges (Safari-) Erlebnis sein. Da wäre natürlich das eine oder andere gelungene Erinnerungsfoto schon schön.
 
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Du bist bereits gut ausgestattet.
Man kann mit 200 oder 300mm in Afrika schon viele schöne Bilder machen.
Es darf auch etwas Landschaft mit auf dem Bild sein, denn man ist in Afrika und nicht im Zoo.
Mehr Brennweite ermöglicht Bilder von kleineren Bewohnern und Details.
Aber viel Brennweite – da muss ich Max widersprechen – hilft nicht immer.
Mehr Brennweite ist nicht unbedingt geeignet um weit entfernte Motive heranzuholen.
Die Luft flimmert und enthält viel Staub bzw. je nach Jahreszeit Luftfeuchtigkeit.
Das führt zu unscharfen, verschwommenen Bildern, die man später entsorgt.

Die Motive wechseln rasend schnell.
Man hat kaum Zeit Objektive zu wechseln.
Manchmal ist es sehr staubig, dann möchte man keine Objektive wechseln.

Daher bin ich mit drei (vier) Kameras auf Safari.
Mit meinen aktuellen Fotogeraffel würde ich mitnehmen:
1) D810 + 24-70/2,8 für Landschaftsaufnahmen und Tiere, die sehr nah kommen
2) D4 + 200-400/4 für große Tiere auf mittlere Entfernungen. Große Insekten auf sehr kurzen Entfernungen.
3) D700 + TC14 oder TC17 + 500/4 für kleine Tiere auf kurzen Entfernungen.
4) Sowie AW100 als Notkamera und bei extremen Wetterbedingungen.
Weitere Wechselobjektive:
70-200/2,8 wird häufiger anstatt 24-70 oder 200-400 eingesetzt.
14-24/2.8 setze ich nur sehr selten ein. Man darf das Auto nicht verlassen und so sind UWW Motive eher schwer zu erarbeiten.
60 (oder 105)/2,8 Makro, ebenfalls sehr selten. Am ehesten Einsatz in der Lodge (Bienchen, Blümchen oder mal eine Tsetse-Fliege)
50/1,4 oft nur Ballast ohne ein einziges Bild. Reserveoptik für das 24-70.
Anmerkungen:
Zu 1) Ich tendiere dazu das 24-70 gegen ein 24-120/4 zu tauschen, da es einen größeren Brennweitenbereich hat und so die Lücke zu 200 mm besser überbrückt wird.

Zu 2) Die Gorillahantel (200-400) schwächelt bei 400mm und großen Entfernungen. Durch den Umstieg von DX auf FX setze ich es nicht mehr auf so große Entfernungne ein. Mit der Kombination D700 bzw. D4 und 200-400 bin ich sehr zufrieden. Besonder Klasse ist die geringe Naheinstellgrenze von rund 2m, die man in Afrika durchaus mal brauchen kann. Müsste ich das Objektiv ersetzen, würde ich aber neue 80-400 (leichter, flexibler Brennweitenbereich) und/oder das 300/2.8 wählen.

Zu 3) Das 500er habe ich dem 600er vorgezogen, weil es eine geringere Naheinstellgrenze hat und auch freihand nutzbar ist. Es hat sehr gut mit der D300 harmoniert. Die D7100 hat sich leider nicht bewährt (AF Genauigkeit, kleiner Pufferspeicher, abweichendes Bedienkonzept mit eingeschränkter Konfigurierbarkeit). Ich würde die D7100 nicht wieder kaufen. Inzwischen habe ich meine geliebte D300 wegen Altersschwäche verschenkt. Vollwertigen Ersatz gibt es bei Nikon leider nicht. Als Übergangslösung habe ich die D700 reaktiviert. Ich warte immer noch auf die „D400“.

Zu4) Robsuste Kompaktknipse, die im Flug im Koffer mitreisen kann. Wenn der Zoll (Sambia) bei der Einreise Ärger macht, hat man wenigstens eine Notknipse, um ein paar Erinnerungsbilder zu machen, bis man die Ausrüstung durch den Zoll geboxt hat.

Kili: Ich war noch nicht auf dem Kili. Ich würde dort aber nur eine leichte Fotoausrüstung mitnehmen (z.B. D810 mit 24-120 oder zwei 1.8er Festbrennweiten). Es nützt nix, wenn die schwere Fotoausrüstung ein Träger schleppt, der leichtfüßig damit entschwindet und man sie erst am Abend wiedersieht.

Tipps:
Ausreichend Reserveakkus mitnehmen. Akkus und Ladegeräte beschriften (werden oft bei der Reception geladen). Jede Lademöglichkeit nutzen. Vielfachstecker und Adapter nicht vergessen.
Mehr als ausreichend Speicherkarten mitnehmen, dann die Anzahl großzügig aufrunden und verdoppeln.

Vor der Reise gegen Virus Afrikanum impfen lassen. ;)
Wenn es jetzt schon juckt, kann es zu einer unheilbaren Erkrankung führen!
Virus Afrikanum tritt mehrfach im Jahr mit schweren Schüben aus.
Es kommt in Kombination mit heftigem Fernweh und hohem Reisefieber.
Mit zittrigen Fingern werden Reiseberichte gelesen und Reiseführer gewälzt …
… ich buche gerade die 12. Afrikareise.

Der Link in der Signatur führt zu ein paar Fotoreportagen aus Afrika.

Viel Vorfreude und gute Reise.
 
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nun, es stellt zunächst keine Leistung des Fotografen dar, bei einer Safari ohne große Brennweiten auszukommen; bestimmte Motive sind ohne große Teles einfach nicht möglich. Und selbstverständlich kann man auch mit dem 70-200 gute Bilder machen!

Hier mal ein Beispiel, die Hyäne war etwa 40 bis 50 m vom Wagen entfernt und trotz 600/4 + TC 14 E III = 860 an der Df habe ich sie nicht formatfüllend aufs Bild gebracht, ich wäre hier gerne noch "näher dran" gewesen; die beiden jungen Löwinnen schliefen neben der Piste, das 24-70 war auf 43 mm eingestellt, um auch den Horizont und die weite Landschaft noch ins Bild zu bekommen. Am besten ist wirklich, man deckt die gesamte Telebrennweiten-Palette ab, an 2 oder 3 Bodies griffbereit. Das hängt tatsächlich vom Geldbeutel ab, oder davon, wieviel man mitschleppen will, - oder man beschränkt sich eben in den Motiven.


picture.php


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Vor der Reise gegen Virus Afrikanum impfen lassen. ;)
Wenn es jetzt schon juckt, kann es zu einer unheilbaren Erkrankung führen!
Virus Afrikanum tritt mehrfach im Jahr mit schweren Schüben aus.
Es kommt in Kombination mit heftigem Fernweh und hohem Reisefieber.
Mit zittrigen Fingern werden Reiseberichte gelesen und Reiseführer gewälzt …

Oh ja, das können meine Frau und ich nur bestätigen. Allerdings werden wir uns noch ein paar Jahre gedulden müssen, bis wir endlich wieder dorthin kommen. :heul:

Ach und vergesst beim ganze Fotografieren das Genießen nicht!
 
Kommentar
Vielen Dank für Eure bisherigen Antworten und Ratschläge!
Ich werde jetzt nicht jede Zeile auf die ich mich beziehe als ein Zitat einfügen, werde jedoch auf alle wichtigen und sinnvollen Gedanken eingehen.



Leider spielen Gewicht und Geld eine Rolle. Vom ersten ist genug da, vom zweitem eher begrenzt (wenn auch auf ein paar K).

Eine grosse Festbrennweite möchte ich ehrlich gesagt nicht (300, 500, 600). Ist mir zu viel Gefummel zum Tauschen der Konverter, etc.
Zudem bin ich nicht flexibel, und nach ein paar Reisen um die Welt ist mir das sehr wichtig. Schaue mir den 80-400 mal genauer an, aber warum ist der 200-400er in der ersten Generation nicht wirklich zu empfehlen?

Danke für den Tip mit dem 16-35mm, er wird es eventuell werden. Die Linse des 14-24 ist schon sehr groß und schwer.
Ein Superweitwinkel muss mit, das habe ich bisher auch so an der Canon gehandhabt mit dem 11-16er.

Ich habe nicht vor ein Teil der Ausrüstung irgendwo zu lassen, eher wird die Wirtschaft in der Region gestärkt und ich engagiere mir einen extra Träger (wie in Nepal). Der kann dann gerne mit dem nicht gebrauchtem Equipment abhauen.

Speicher+Akkus: ich habe ziemlich viele Karten und einen 500GB Imagetank (UDMA2) immer dabei. Meine Reise-Canon hat 4 Akkus mittlerweile, so werden die anderen auch bestückt.
Gesichtet und bearbeitet wird immer zu Hause. Ich bin max. 4 Wochen unterwegs, das kann ich aushalten.

Mit Filter habe ich bisher nicht gearbeitet (nur Pol), werde mir aber nach Daniels Bilder aus dem Himalaya den grauen Filter genauer ansehen.
Da ich kein Astrofotograf bin, wird eine Nachführung wahrscheinlich keinen Sinn machen.

Kay: was ist eine variable Stativführung?
Stativ wäre generell noch ein Thema. Mein jetziger ist mit 1,3 Kg ein Leichtgewicht (SLIK PRO 330DX). Der Kopf ist auch nicht unbedingt der Hammer aber nicht schlecht.
Auf dem Kopf steht nichts, hat etwa 90 Eur gekostet (vor 2 Jahren). Hier ein Bild von meinem kleinen und vom großen Stativ, zum Vergleichen.
Beide Köpfe sind neben einander. Mit dem FLM kann man wenigsten eine Art Größenvergleich machen.

stativ.jpg




@ Alle: nimmt keiner von Euch einen Blitz auf Reisen mit?

Dann wäre da noch eine Kleinigkeit. Ich habe fette Bodies und gute Objektive, jedoch bin ich auf Reisen und nicht auf der Arbeit.
Ich mache da gerne Abstriche, wobei ich mich zu früher enorm verbessere (Canon 550D und 18-200 wird gegen D810 mit 24-70 und 70-200 ersetzt).
Ich hatte die D7000 in der Hand und finde die Einstellmöglichkeiten im Vergleich zu meiner Canon oder der alten D5000 viel besser.
Auch merkt man ihr an dass die D7100/7200 eine andere Klasse ist. Die MUSS einfach reichen.


Danke um die gesundheitlichen Tips, macht Euch jedoch keine Sorgen darum. Ich bin starker Raucher (hilft beim Aufstieg in dünner Luft) und war 2012 auf dem Chacaltaya (5.380m) und 2013 auf dem Thorong-La Pass in Nepal (5.416m).
Ich weiß gut um Ausrüstung und Schwierigkeiten bei einem solchen Aufstieg bescheid (Akklimatisierung, etc.). Auch habe ich selbst miterlebt wie vermeidlich sportliche junge Menschen es nicht geschafft haben, dafür ältere problemlos.
Eine "Wanderung" ist es auf jeden Fall nicht.
 
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aber warum ist der 200-400er in der ersten Generation nicht wirklich zu empfehlen?

Dazu hat es hier im Forum schon ein paar Threads gegeben.
Im Bereich von ca. 350-400mm bei Entfernungen von über 30m wird es "weicher".
In dieser Disziplin ist das 500er dem 200-400er deutlich überlegen.
Aber es ist Jammern auf hohem Niveau.

Auf kurze und mittlere Entfernungen ist es hervorragend.
Es harmoniert sehr gut mit einer FX-Kamera mit großen Pixeln (D700, D3, D4).
 
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