AF-S 105 2,8 VR Micro oder Sigma 150 Macro

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Eskade

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Hallo liebe Gemeinde,

ich überlege mir ein neues Macro zu zulegen. Ich möchte Insekten (Schmetterlinge und so) fotografieren.

Das Nikon AF-S 105 VR würde mich wegen des Bildstbilisators reizen, da ich oft zu faul bin immer ein Stativ mitzuschleppen und gerne freihand arbeite, zumal einige Tiere so schnell flüchtig sind bis ich da alles aufgebaut habe ...
Nun habe ich leider noch kein VR-Objektiv und würde gern von Euch wissen ob es wirklich die Wunderwaffe zum freihändigen Arbeiten ist, gewinne ich wirklich 4 Blenden?

Oder lieber Sigma EX 150 2,8 HSM, ich muß dann nicht so nahe ran und verjage auch nicht so schnell einige Tiere (wärend ich dann doch daß Stativ aufbaue).

Zur Erklärung: Habe ein Mikro-Nikkor 60/2,8 an meiner D200 welches zwar für die Produktfotografie genialst ist aber fürs Hobby in der Brennweite zu kurz und um nicht zu verwackeln muß ich die Blende zu stark öffnen.

Vielen lieben Dank schon mal vorab
Gruß Christian
 
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Hallo Christian,

Makro ohne Stativ geht schonmal gar nicht - bzw. nur in Ausnahmefällen. Richtig gute Bilder bekommst du freihand nur selten. Der VR beim 105er wird dir da auch nicht viel helfen, da er die Bewegungen des Fotografen (i.A. Verwackeln genannt) längs der Z-Achse nicht ausgleichen kann. Je nach Motiven brauchst du halt Brennweite bzw. Abstand. Wenn's denn Schmetterlinge sein sollen - die sind meiner Erfahrung nach noch flüchtiger als Libellen - würde ich sogar eher zum 180er Sigma, oder, je nach Budget, zum 200er Nikkor raten als zum 150er.
Trotzdem ist das 105er eine Super-Linse - aber nur wegen VR bei Makroaufnahmen lohnt sich der Kauf dann wohl eher nicht. Für Freihand-Aufnahmen anderer Art aber sehr wohl - kommt halt auf das an, was du damit vorhast - wie immer.:)

LG
Andreas
 
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Ich hab das 105er.
VR nutzt bei 1:1 generell relativ wenig (weder in Z noch in x/y-Achse), bei 1:2 und höher aber schon deutlich mehr in x/y-Richtung (und in z-Richtung ist dann ja auch mehr Tiefenschärfe vorhanden).

Wenn man mal "spontan Macros" macht also kein Stativ dabei hat ist es IMO schon eine starke Sache. Wenn man gezielt auf die Macro-Jagd geht, gebe ich Andreas recht.

(Überhaupt hat er recht)
 
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...zumal einige Tiere so schnell flüchtig sind bis ich da alles aufgebaut habe ...
Hallo Christian,

genau dafür habe ich es mir geleistet und bin zufrieden, aber 4 Blendenstufen sind mit VR sicher nicht zu holen. Für Makro aus Bequemlichkeit auf ein Stativ zu verzichten ist der falsche Ansatz und ziemlich qualitätstötend.

Vier Blendenstufen erreiche ich nicht mal von einem Einbeinstativ aus, und die Verwendung eines solchen möchte ich dringend anraten bei der Verfolgungsjagd auf Insekten.

Langbrennweitige Makroobjektive sind für stativgebundene statische Naturmakros sicher die bessere Wahl. Wenn man gerne die dynamische Auseinandersetzung mit dem Motiv pflegen will, ist das 105 VR ein konkurrenzloser Spezialist.

Beste Grüße,
Thomas
 
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Ich habe vor ein paar Wochen mein AF 105 Micro verkauft und bin aufgrund vieler Empfehlungen auf das 150 Sigma Makro umgestiegen. Mir hat die Stativschelle sehr gefehlt und daher fiel auch die AF-S Variante weg. Zu Zeiten von F4s und F5 bin ich noch gut klargekommen aber die Batteriegriffe der heutigen DSLR haben einfach zu viel Spiel. Eine sehr ärgerliche Sache, wenn man im Makrobereich fotografiert und die Einheit nicht fest sitzt. Mit dem Stativring sitzt die Kamera fest, egal wie der Batteriegriff oder die Kamera gebaut ist.
Aus Bequemlichkeitsgründen auf ein Stativ zu verzichten ist ein ganz falscher Weg...ohne Stativ wird Dir ein Großteil von tollen Makromotiven verschlossen bleiben.
Ich persönlich brauche kein VR bei einem Makro. Anderen Leuten dagegen ist er wichtig. Am besten testest Du beide Objektive mal in der Praxis.

Gruß
Heiko
 
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Freihandaufnahmen mit dem Sigma 150mm f/2.8 sind unter einigermaßen günstigen Bedingungen möglich.

905147566f8a1813b.jpg

Sigma HSM 150mm f/2.8, Bl. 5.6, 1/250sec, ISO 200 (de facto ISO 400 über Unterbelichtung), 100% Crop)

Man sollte sich aber nicht darauf verlassen. Besser ist ein Stativ, welches zumindest kleinräumig eine halbwegs flexible Positionsänderung erlaubt, etwa über eine schwenkbare Mittelsäule, sowie ein Winkelsucher, um aus tiefen Positionen ohne Genickbruch die Kontrolle zu behalten.
 
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Immer wieder dieses Gerücht, man mit dem 60er nah genug an Tiere zu kommen, sei schwer! ;)
(übrigens alle freihand...)

... wenn man einfach nur Fliegen und Spinnen fotografieren will, dann hast du wahrscheinlich recht, aber es gibt viele Beispiele, wo du dich mit dem 60er grün und blau ärgerst...
Einzig der unterschiedliche Bildwinkel wäre ein Argument fürs 60er, wenn mal mehr Hintergrund drauf soll --für die meisten Outdoor-Einsätze finde ich allerdings das 2.8/150er deutlich praxistauglicher, welches ich manchmal auch mit TC verwende.

Markus
 
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Freihandaufnahmen mit dem Sigma 150mm f/2.8 sind unter einigermaßen günstigen Bedingungen möglich.

905147566f8a1813b.jpg

Sigma HSM 150mm f/2.8, Bl. 5.6, 1/250sec, ISO 200 (de facto ISO 400 über Unterbelichtung), 100% Crop)

Man sollte sich aber nicht darauf verlassen. Besser ist ein Stativ, welches zumindest kleinräumig eine halbwegs flexible Positionsänderung erlaubt, etwa über eine schwenkbare Mittelsäule, sowie ein Winkelsucher, um aus tiefen Positionen ohne Genickbruch die Kontrolle zu behalten.

Hallo,

das sehe ich absolut anders : Makroaufnahmen ohne Stativ gehen absolut nicht ( wie Dein Beosiel sehr schön zeigt ).

Ein grossartiger Fotograf hat mal geschrieben : Ohne Stativ knipst man, mit Stativ fotografiert man.

Das trifft auf die makrofotografie ganz besonders zu.

Robby
Robby
 
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Am 150mm Makro von Sigma geniesse ich, dass ich auch Sportaufnahmen und dergleichen machen kann. Es ist also nicht nur für Makroaufnahmen zu gebrauchen.
Ob Makro mit oder ohne Stativ kommt aus meiner Sicht auf Lichtverhältnisse und Motiv an. Oft ist es halt schon so, dass meine Schnmetterlinge nicht warten, bis ich 1. Nahe genug bin und 2. das Stativ aufgebaut habe.
 
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Makroaufnahmen ohne Stativ gehen absolut nicht ( wie Dein Beosiel sehr schön zeigt ).
Mein Beispiel zeigt das absolut nicht. Das ist ein unbearbeiteter 0.4 Megapixelausschnitt aus einem 10 Megapixel Original. Das würde bei Betrachtung auf einem 19" Monitor einem Ausschnitt eines über 1m breiten Bildes entsprechen. Das Rauschen durch die hohe Empfindlichkeit ist sichtbar, aber die neuen Wunderkameras rauschen ja bekanntlich nicht mehr. Die Lichtverhältnisse waren suboptimal, aber Sonnenlicht soll ja schon mal vorkommen. Es ging um die Frage, ob der VR des 105mm ein Killerargument gegen das Sigma 150 ist. Meiner Meinung nach nicht in dem Ausmaß, wie man dies annehmen möchte. Den Vorbehalten gegen die freihändige Verwendung von Makroobjektiven ist natürlich zuzustimmen. In Situationen, wo die Platzverhältnisse kein großes Stativ erlauben, stabilisieren Größe und Gewicht das Sigma ganz passabel, Wenn man nicht gerade auch einem Bein steht, sondern zumindest die Ellenbogen aufstützen kann, dürfte da schon was gehen. Für alle anderen Aufnahmesituationen brilliert das Sigma mit einem Stativanschluss, an dem sich die Nikon Konstrukteure mal ein Beispiel nehmen sollten. Mit Ausnahme des 400ers und des 600ers habe ich noch mit keinem Nikon Objektiv gearbeitet, dass sich da vergleichen dürfte.
 
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Vielen, vielen Dank
für die vielen hilfreichen Beiträge und die beeindruckenden Beispiele.:)

Ihr habt mir ausreichend erläutert, daß der VR im Macrobereich keine Wunder vollbringt und somit fällt die Entscheidung dann auf das Sigma 150, ich glaube hier bekomme ich das bessere und auch wertigere Objektiv. Zudem ich auch noch von meinem Sigma EX 70-200 den 2x Converter dazu benutzen kann.
(Wenn auch nur laut Sigma im MF - ? Bei 2 Blenden rauf, also 5,6 müsste ja eigendlich der AF noch mitspielen, oder?)

Beim Stativ habe ich mich etwas falsch ausgedrückt: Ein Einbein ist ja kein Problem, nur jedes mal mein schweres Dreibein mitnehmen ist mir manchmal zu aufwendig.

Beste Grüße
Christian
 
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dann freu dich auch über die fesche stativschelle vom sigma, und das es kein spiel am fokusring hat (is mir beim 105er vr negativ aufgefalln wie ichs mal ausprobiert hab)
 
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Ich habe vor ein paar Wochen mein AF 105 Micro verkauft und bin aufgrund vieler Empfehlungen auf das 150 Sigma Makro umgestiegen. Mir hat die Stativschelle sehr gefehlt und daher fiel auch die AF-S Variante weg. Zu Zeiten von F4s und F5 bin ich noch gut klargekommen aber die Batteriegriffe der heutigen DSLR haben einfach zu viel Spiel. Eine sehr ärgerliche Sache, wenn man im Makrobereich fotografiert und die Einheit nicht fest sitzt. Mit dem Stativring sitzt die Kamera fest, egal wie der Batteriegriff oder die Kamera gebaut ist.
Aus Bequemlichkeitsgründen auf ein Stativ zu verzichten ist ein ganz falscher Weg...ohne Stativ wird Dir ein Großteil von tollen Makromotiven verschlossen bleiben.
Ich persönlich brauche kein VR bei einem Makro. Anderen Leuten dagegen ist er wichtig. Am besten testest Du beide Objektive mal in der Praxis.

Gruß
Heiko

Das kann ich alles voll bestätigen, was Heiko da schreibt. Das 105er setze ich nur noch Freihand ein. Bei der VR-Version des 105er kommt noch hinzu, dass es recht schwer und damit kopflastig ist. Dies sind alles keine ideal Bedingungen für Stativaufnahmen.

Noch mal zum 60er, ich hatte es auch mal und habe es damals wieder abgegeben. Allerdings war die Fluchtdistanz nicht der Grund, sonder eher das Problem, dass man sich häufig auch das Licht selber klaut.

Trotzdem hat ein 55/60er Macro auch noch Vorteile, so dass ich zur Zeit wieder aktuell auf der Suche nach einem guten, gebrauchten 55/60er bin um meine Makroobjektive abzurunden, aber das ist ja nicht Thema des Threads :)

Bei der Wahl zwischen dem 105er Sigma und dem 105er Nikkor würde ich zum Sigma greifen, obwohl das 105er/VR sehr scharf ist und ein tolles Bokeh hat (OK, an das Bokeh des 200er reicht es nicht ganz ran :D)

Wenn Du das 105er nicht nur als Macro einsetzten willst, kann man natürlich auch zu einer anderen Entscheidung kommen ;)
 
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Vielen, vielen Dank
für die vielen hilfreichen Beiträge und die beeindruckenden Beispiele.:)

Ihr habt mir ausreichend erläutert, daß der VR im Macrobereich keine Wunder vollbringt und somit fällt die Entscheidung dann auf das Sigma 150, ich glaube hier bekomme ich das bessere und auch wertigere Objektiv. Zudem ich auch noch von meinem Sigma EX 70-200 den 2x Converter dazu benutzen kann.
(Wenn auch nur laut Sigma im MF - ? Bei 2 Blenden rauf, also 5,6 müsste ja eigendlich der AF noch mitspielen, oder?)

Beim Stativ habe ich mich etwas falsch ausgedrückt: Ein Einbein ist ja kein Problem, nur jedes mal mein schweres Dreibein mitnehmen ist mir manchmal zu aufwendig.

Beste Grüße
Christian

Schau Dir naoch mal das 180 f3,5 an, mir hat das 150iger nicht gefallen und habe es wieder verkauft. Mit dem 180iger aus gleihem Hause bin ich nun sehr glücklich. Sicher auch preislich interessant.

Gruß Michael
 
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Hallo Marc,

Immer wieder dieses Gerücht, man mit dem 60er nah genug an Tiere zu kommen, sei schwer! ;)
(übrigens alle freihand...)

es geht ja nicht nur um das Fluchtverhalten von Tieren. Zuweilen sind Hindernisse im Weg, die man nicht überwinden kann. Z.B. ein Zaun, ein Gewächs oder die Flachwasserzone im Teich. Aus letztem Grund habe ich zu einem 180er Sigma gegriffen. Ich hantiere nur äußerst ungern mit der Kamera in der Hand in einem Gewässer.
 
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... wenn man einfach nur Fliegen und Spinnen fotografieren will, dann hast du wahrscheinlich recht, aber es gibt viele Beispiele, wo du dich mit dem 60er grün und blau ärgerst...
Einzig der unterschiedliche Bildwinkel wäre ein Argument fürs 60er, wenn mal mehr Hintergrund drauf soll --für die meisten Outdoor-Einsätze finde ich allerdings das 2.8/150er deutlich praxistauglicher, welches ich manchmal auch mit TC verwende.

Markus

Habe mein 60er gerade verkauft und das 180er Sigma als Nachfolger - 'mal sehen, ob man damit mehr als "nur" Fliegen und Spinnen fotografieren kann oder ob ich mich grün und blau ärgere, weil zwischen dem Motiv und dem nächsten Baum/Strauch/Felsen/Abgrund kein Platz für mein Stativ und mich ist...:rolleyes:
Wenn es dann 'mal wieder etwas Insektenartiges zu fotografieren gibt!
 
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Schau Dir naoch mal das 180 f3,5 an, mir hat das 150iger nicht gefallen und habe es wieder verkauft. Mit dem 180iger aus gleihem Hause bin ich nun sehr glücklich. Sicher auch preislich interessant.

Gruß Michael

Dem kann ich nur zustimmen - das 180er gefällt mir auch wesentlich besser als das 150er.

Gruß
Andreas
 
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Beim 180er (bei mir ist es ein 200er Micro) sollte man aber dazu sagen, dass damit ohne Stativ kaum mehr vernünftig zu arbeiten ist.
Außerdem kann es auch Vorteil haben mit geringer Brennweite im Makrobereich zu fotografieren.
Aufgrund des Bokehs (die Schärfentiefe ist ja quasi nur abhängig vom Abbildungsmaßstab) kann es von Vorteil sein mit kleinere Brennweite Macros zu machen. Mit kleinerer Brennweite kann man den Hintergrund besser einbeziehen, außerdem gibt es immer wieder Situationen wo die längeren Brennweiten stören z.B. bei Macros im Bereich Terrarien und Aquarien.

Mein Ideal: 200er Micro, 105er Micro, 55/60 Micro (daran arbeite ich gerade, mit der Tendenz zum 60er :D)
 
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