Das Nationale Museum für Widerstand und Menschenrechte (MNRDH) in Esch/Alzette präsentiert mit der Ausstellung „Women in War“ eine tiefgreifende Werkschau der US-amerikanischen Fotojournalistin Lynsey Addario. Die zweifache Pulitzer-Preisträgerin gilt als eine der einflussreichsten Fotografinnen der letzten Jahrzehnte und hat unsere Sichtweise auf globale Konflikte maßgeblich geprägt.

Dokumentation von Krisen und Konflikten
Die Ausstellung bietet einen umfassenden Einblick in über zwanzig Jahre fotojournalistischer Arbeit in den Brennpunkten der Weltgeschichte.- Gezeigt werden Aufnahmen aus diesen Einsatzgebieten: Unter anderem Afghanistan, Irak, Libyen, Syrien, Südsudan, Demokratische Republik Kongo und der Ukraine.
- Thematische Tiefe: Die Bilder dokumentieren das Überleben in Krisenregionen, die Zerstörung von Infrastruktur und die langfristigen Folgen von Kriegen für die Zivilbevölkerung.
- Berufsethos: Addarios Werk thematisiert die Herausforderungen und Gefahren des Berufs – sie selbst wurde während ihrer Einsätze zweimal entführt.
Fachliches Begleitprogramm für Fotografen
Über die reine Bildbetrachtung hinaus bietet das Museum bis Dezember 2026 ein Programm an, das besonders für Bildprofis und Fotografiebegeisterte relevant ist:- Workshops: Einführung in den Fotojournalismus sowie Analysen zu narrativen Entscheidungen.
- Ethik-Diskurs: Veranstaltungen zu ethischen Fragen der Kriegsfotografie, Bildmanipulation und der Rolle der künstlichen Intelligenz.
- Wettbewerb: Das Museum organisiert einen Fotoreportage-Wettbewerb, um engagierte Fotografie und die Rolle des Zeugen zu fördern.
Besuchs-Informationen
| Detail | Information |
| Dauer | Bis zum 20.12.2026 |
| Ort | MNRDH, Place de la Résistance, Esch/Alzette (Luxemburg) |
| Open-Air | Kostenlose Außen-Ausstellung auf der Place de la Résistance (24/7 geöffnet) |
| Öffnungszeiten | Di. – So.: 10:00 – 18:00 Uhr (Montags geschlossen) |
| Sprachen | Deutsch, Französisch, Englisch |
Die Ausstellung ist als Retrospektive konzipiert, die die Würde und Widerstandsfähigkeit von Menschen angesichts von Gewalt und Tod ins Zentrum rückt.
Mehr Informationen gibt es hier:
Bildnachweis: © MNRDH