"Merkwürdige" Preispolitik bei Adobe: Ich bin dann mal weg... demnächst!

pixelschubser2006

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Auslöser waren zwei Fehler von mir: Mein Adobe Abo ist ausgelaufen, weil ich vergaß, rechtzeitig das Ablaufdatum meiner Kreditkarte zu verlängern. Obendrein habe ich mich zu sehr auf die Restlaufzeit verlassen, ohne das mal zu checken. Kurzum: Heute saß ich im Auto und musste mal eben einen Schwung Fotos für die Nachrichtenagentur bearbeiten und wurde aus Lightroom und Photoshop ausgesperrt. Bis hier eindeutig mein Fehler.

Was dann folgt, ist meiner Ansicht nach hart an der Grenze: Anstatt mich mit der Nase darauf zu stoßen, endlich meine korrekten Kreditkartendaten einzutippen, wurden mir neue und vor allem völlig andere Tarife angeboten. Interessanterweise einer, der noch rd. einen Euro billiger als mein Basis-Abo mit PS, LR und 20 GB Cloud war. Wobei ich die Cloud exakt garnicht nutze. Interessiert mich nicht. Eigentlich wollte ich mir Prepaid-Karten holen, die bedeutend günstiger sind, aber eben oft aus sehr zweifelhafter Quelle. So habe ich erstmal meinen Tarif verlängert. Dachte ich zumindest.

Als ich dann Photoshop öffnen wollte, wurde mir wieder ein Abo-Angebot bei präsentiert, dass ich nicht umgehen konnte. Ich dachte erst, die Aktivierung hätte nicht geklappt und wunderte ich mich dann über einen völlig anderen Tarif für 12,99 Euro. Ok, gebucht, ich war im Stress.

Daheim habe ich mir die Sache mal näher angesehen und festgestellt: Adobe hat mir zwei einzelne Abos angedreht, die beide zusammen nach Ablauf der ersten drei Monate rund 40 Euro kosten sollen. Das finde ich schon ein starkes Stück, zumal Adobe ja durchaus noch ein Bundle hat. Das hat zwar 1 TB Speicherplatz, aber wenn man das will und nutzt geht der Preis mit rund 24 Euro im Monat völlig ok. Bemerkenswert ist: Das Bundle kostet weniger als eine einzelne Photoshop-Lizenz. Unterschiede im Leistungsumfang konnte ich nicht feststellen. Kurzum: Transparent ist das nicht, vorsichtig ausgedrückt.

Ich bin mittlerweile auf dem Sprung. Photoshop könnte ich heute schon ganz gut mit Affinity ersetzen, aber das fiele mir schwer, solange ich das Thema "Aktionen" nicht nachgebaut bekomme. Bei Lightroom wird es übel, da ich mit der abgespeckten Cloud-Version exakt den Workflow habe, den ich produktiv brauche. Von der Qualität würde Freeware-Tools für mich vermutlich reichen, aber ich mag und brauche es im Nachrichten-Einsatz auf dem 13" MacBook Air einfach übersichtlich. Ich mag es nicht, wenn der Raw-Konverter aussieht wieder der Bildschirm eines Aktien-Brokers.

Zum Glück waren die Kündigungen abgesehen von einem kurzen Log-In-Fehler kein Problem, und ich konnte meinen alten Tarif reaktiveren. Das habe ich vorläufig gemacht. Kostenpflichtige Alternativen werden schwierig, da kann ich beim derzeitigen Preis auch bei Adobe bleiben. Spannend wird BlackMagic Da Vinci Resolve, wo ein leistungsfähiger Raw-Konverter in das Videoschnittprogramm integriert ist. Und zwar eines, von dem ich eh die Studio-Lizenz habe und in das ich mich einarbeiten will. Da wird sich in den kommenden Monaten einiges tun, und dann wird das für Adobe noch unangenehm.

Wie seht Ihr aktuell die Situation auf dem Markt von Raw-Konvertern?
 
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Moin,

ich nutze den FasstRawViewer ist suoerschnell kommt mit RAW, JPG, DNG, PNG klar und macht/mag keine PSD. Ist nur in enlish und - ach schau ihn dir einfach mal an.


Nach einer gescheiten Archivverwaltung suche ich noch, als Alternative zu LR für Mac. Ist an der Zeit, dass hier mal jemand die Lücke mit Alternative füllt.
 
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pixelschubser2006
pixelschubser2006 kommentierte
Das scheint aber ein Tool zu sein, dass PhotoMechanic ziemlich ähnlich ist, also ein Bildbrowser, der besonders fix mit Raw Dateien umgeht, diese selbst aber nicht entwickelt.
 
Dir ist aber schon bekannt dass es 20 Gb Abo nicht mehr gibt?

Nur noch Foto Abo mit 1Tb.

Hast im Prinzip alles richtig gemacht, die 20Gb Lizenz vollkommen aufgebraucht, dannach MUSS man eine 1Tb Abo neu abschliessen.

Das kann man nicht auf 20Gb aufaddieren.
 
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pixelschubser2006
pixelschubser2006 kommentierte
Ich hoffe, noch ein Jahr Ruhe zu haben. Aber ich gehe davon aus, dass mir Adobe irgendwann einen Strich durch die Rechnung macht. Bei 25-30 Euro bin ich raus. Wenn man die 1 TB nutzt, passt das einigermaßen. Aber ich muss echt auf die Kostenbremse treten, weil ich die laufenden Kosten für Büroräume mit Strom, Telefon und Versicherungen quasi nebenberuflich erwirtschaften muss. Das ist gewollt und ok, aber es muss trotzdem noch was hängenbleiben. Das geht nicht, wenn ich jede Preiserhöhung akzeptiere. Ich muss nämlich auch hinnehmen, dass im Journalismus die Honorare teils seit 10 Jahren nicht erhöht wurden - aber immer weniger Material genommen wird. Da muss man schon sehen wo man bleibt.
 
Als Alternative zum Archiv habe ich noch "Digikam und Neoffinder gefunden, mich aber noch nicht mit den Logiken dahinter befasst. Wenn mein Abo bei Adobe ausläuft werde ich es jedenfalls zu den bestehenden Kosten nicht weiterführen. Und was mich ebenfalls maßlos stört, was greift Adobe hier eigentlich für Daten ständig ab?
Und der Onlinezwang - früher konnten man auch 1 Monat ohne Internet damit arbeiten...

Vielleicht überdenken sie ja ihr Kosteen/Nutzenverhältnis, es herrscht sehr viel Unzufriedenheit bei den prof. Nutzern. Und hoffentlich bricht genug Kundenstamm weg.
 
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pixelschubser2006
pixelschubser2006 kommentierte
Ich frage mich auch ernsthaft, ob uns Adobe mit dem großen Online-Speicher dazu nötigen will, viel Futter für die KI-Generatoren zu liefern. Das kann ja niemand richtig nachhalten, oder ist vielleicht schon Bestandteil des tapetenlangen Kleingedruckten. Wundern würde es mich nicht.
Zum Glück brauche ich die Archivfunktion überhaupt nicht, jedenfalls nicht im Rawkonverter. Nur ein vernünftiger Bildbrowser ist wichtig. Eine Fotodatenbank kann ich auch mit PhotoMechanic aufbauen. Für richtige KI-gestützte Verschlagwortung erwäge ich mittelfristig Drittanbieter-Tools.
 
Welche Alternativen zu LR gibt es denn?

Entweder die Jahreskosten liegen auf ähnlich hohem Niveau, oder es ist eine mehr oder weniger unvollständige "Bastelsoftware" wo man noch vieles zusätzlich installieren muss, aber nix wirklich ineinander greift.
In Summe stimmt das Konzept von Adobe schon. Die meisten von uns sind nur ziemlich verwöhnt und haben noch nicht verstanden das eine gute Software eben auch was kosten muss damit sie auch in Zukunft noch gut ist. Die Halbwertszeiten unserer verwendeten Technik werden in der Summe der Masse immer kürzer, entsprechend kurz sind die Updatezyklen und der Programmieraufwand hoch. Meine Frau ist auch Softwareentwicklerin, sie ist fast täglich nur damit beschäftigt die vielen ständigen Änderungen, die es im Gesundheitswesen gibt, einzupflegen, damit der Kunde (Ärzte und Patienten) eine ordentliche und richtige Rechnung bekommt.
Jetzt sind die meisten von uns nur Hobbyfotografen die kein Geld mit ihren Bildern verdienen, aber das ist letztendlich nicht das Problem von Adobe. Wem die Kosten für eine professionelle Software mit entsprechendem Funktionsumfang zu hoch sind, muss sich eben anderweitig orientieren und die möglichen Nachteile in Kauf nehmen.
 
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pixelschubser2006
pixelschubser2006 kommentierte
Das klingt alles plausibel, aber meine Erfahrung in der Praxis sind dann doch andere. Es gibt dermaßen gute Software für wenig Geld, die mit einem Bruchteil von Kunden ein ähnlich gutes Produkt abliefern. Und es gibt teure und etablierte Anbieter, die es schaffen, ihre langjährigen Stammkunden in den Wahnsinn zu treiben. Weniger mit den Kosten, sondern mit anderen Schikanen. Open Source will ich noch nicht mal als Maßstab nehmen, denn auch ehrenamtliche Leistung ist Arbeitsleistung.
Letztlich muss auch eine Traditionsfirma gute Qualität zum marktgerechten Preis abliefern. Und dieser hat wirklich nichts mit den Entwicklungskosten zu tun. Jede Firma nimmt, was sie denkt, kriegen zu können. Wenn sie den Bogen dabei überspannt, geht das übel aus.
Ausserdem sind Preiserhöhungen das eine, eine transparente Darstellung etwas anderes. Wer Kundenbescheißen als völlig legitimen Akt im Turbokapitalismus ansieht, darf das gerne so tun. Aber wer mir ein Produkt binnen Minuten zur unterschiedlichen Phantasiepreisen andrehen will, ist bei mir unten durch.
 
dembi64
dembi64 kommentierte


Ist denn die Abostruktur bzw. die Abrechnung wirklich so undurchsichtig? Ich habe mir eben mal die aktuellen Angebote angesehen, auf den ersten Blick konnte ich da nichts auffälliges, an beschissen werden, sehen.
In den letzten Jahren habe ich immer mit Prepaid Lizenzen gearbeitet und bin immer recht günstig damit gefahren. Bis Ende 2027 bin ich damit noch versorgt. Was danach kommt wird sich zeigen.
OK, bei dir ist etwas schief gelaufen und es ist sicherlich ärgerlich. Wenn ich in der Vergangenheit doch mal Probleme mit Adobe hatte, hat ein klärendes Telefonat eigentlich immer das Problem gelöst.
Welche Schikanen von Adobe meinst du?

Natürlich ärgere ich mich auch etwas darüber dass es das alte Fotoabo in seiner bisherigen Form nicht mehr gibt. Die 1TB Cloudspeicher benötige ich nicht. Aber ist es eine Schikane? Ich jedenfslls nutze einfach keinen Cloudspeicher, weder 20GB noch 1TB.

Ist das gelegentlich online überprüfen einer gültigen Lizenz eine Schikane? Ich finde nein. Macht nicht nur Adobe so, sondern andere noch viel heftiger.

Persönlich ärgere ich mich nur über eines. Die Verwendung der Software auf "nur" zwei Rechnern passt für mich nicht. Ich habe nunmal drei Rechner und auf allen Lr und PS installiert. Wenn ich nun nicht aufpasse, startet die Software eben nicht und ich muss erst einen anderen Rechner abmelden, was natürlich bedeutetonlineseinzu müssen. Aber auch das halte ich eine legitime Kontrolle seitens Adobe um Missbrauch zu reduzieren.
 
Bei mir läuft das Adobe-Abo im November aus. Ich nutze inzwischen nur noch die Bridge in Kombination mit Camera RAW. Ich gehe jetzt mal davon aus, daß nach Ablauf des Abos nur noch Bridge ohne Camera RAW funktioniert.
Hauptsächlich aus Interesse und weil ich in der Vergangenheit CaptureOne21 genutzt hatte, habe ich jetzt CaptureOne zusätzlich abonniert. Diese Software ist einfach genial gut und ich bekomme damit die besten Ergebnisse. Da inzwischen Maskierung und Rauschreduzierung auf einem sehr hohen Niveau integriert sind, überlege ich, demnächst die lebenslange Version zu kaufen, denn ich kaufe nicht ständig neue Kameras und der aktuelle Funktionsumfang ist für meine Zwecke völlig ausreichend. Wenn man die Software dann 4-5 Jahre nutzt, ist das auf jeden Fall wesentlich günstiger als das Adobe und auch Capture One Abo.
 
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dhm
dhm kommentierte
CO habe ich auch schon getestet und mich nervt, dass sie schon wieder eine Extrawurst fahren und jede Bearbeitung ist mit einer zusätzlichen Datei belastet. LR hält sich wenigstens an den xmp Standart und beim verschieben und exportieren bleiben die Original Datei und die xmp zusammen und können von allen, die sich an den Standart halten genutzt werden.
Und für knapp 400 Tacken kann man auch 2 Jahre Adobe nutzen. DAzu kommt, dass PS transparenter Bilder bearbeitet und bei CO habe ich keine Ahnung was da "eingreift" und besser waren die Erebnisse nicht wirlich. Aber hier habe ich mich auch nicht wirklich in der Tiefe damit beschäftigt, sondern die Standarts genutzt und die haben nicht wirklich überzeugt. Mit dem RAW Converter in PS geht es jedenfalls gleich gut und ich weiss, was ich damit anstelle und hier entscheidet keine Software was an meinen Rohdaaten verbesserungswürdig ist und nach welchen Entwicklerkriterien dies stattfindet. Aber hier muss jeder sebst seinen Weg finden...
Dazu kommt z.B. LR mit dem ich mein Archiv mit gut 120.000 Bildern verwalte, auch mit Exire verschlagworte und die suche ebenfalls auf der Strecke bleibt, wenn man wechselt... Man muss wirklich gut abwägen, wie man sich entscheidet und wie es sich unterm Strich auswirkt. Und wieviel Zeit will ich am Rechner investieren um mich in neue Arbeitweisen etc. einzuarbeiten.
Was ich in den Jahren an Adobe schätzen gelernt habe, ist das zusammenspiel der Programme, die Nutzung des gleichen Farbraumes bis hin zur Druckausgabe und das zeitnahe Update aller Programme...
Und wieviel Zeit/Geld spare ich wirklich bei einer Umstellung? Das ist vielleich ein bis zweimal gut essen gehen. Das Abomodel schreckt mich nicht wirklich, wir leasen Autos, finazieren unsere Häuser über jahrzehnte, kaufen wertige Dinge auf Raten usw. Da ist meckern darüber eigentlich albern.
Trotzdem lohnt es sich, öfter mal über den Tellerrand zu schauen.
 
L
lebemann kommentierte
Der letzte Satz ist für mich entscheidend und ich habe im Laufe der Zeit wohl beinahe alle RAW Konverter ausprobiert, da ich meine Bilder in Ordnern (sortiert nach Datum) ablege und die Ergebnisse als JPEG in Apple Fotos verwalte. Somit bin ich unabhängig und kann nach Herzenslust die Programme wechseln.
 
Für Bestandskunden des 20-GB-Abos läuft das Abo unverändert weiter, sofern man sich rechtzeitig für ein Jahresabo entscheidet und rechtzeitig ein gültiges Zahlungsmittel hinterlegt.
 
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Wir haben das einmal vor ein paar Monaten im Fotoclub diskutiert und hierzu einen Workshop gehabt, bei dem verschiedene möglichst Abo-freie Alternativen vorgestellt wurden.
Germerkt hatte ich mir ON1, Luminar, aber auch Darktable oder Capture One.
Manche sind eher ein Photoshop-Ersatz, manche eher auf die Bildverwaltung spezialisiert. Eine für jeden gültige Empfehlung gibt es leider nicht, aber es gibt ansonsten ganz hilfreiche Videos auf Youtube, in denen die Tools verglichen werden.
 
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