Bilderthema Über und rund um Japan 2026

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MOS2000

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Gerade heute morgen, nach über 10 Stunden Flug aus Shanghai Pudong, wieder auf deutschem Boden gelandet (davor noch etwas über zwei Stunden aus Okinawa nach Shanghai und dann fast neun Stunden Aufenthalt in der intl. Transfer-Halle von Pudong … puuh, ganz derber Ritt in Summe) und der Jetlag reißt mich bestimmt gleich, aber ich wollte wenigstens den Thread noch anlegen, damit ich eine Grundlage habe.

Wir haben drei Wochen dort verbracht – eine Reise in einer losen Gruppenkonstellation von fünf Leuten (ab Okinawa dann zu dritt). Ich mit der Frau, einer sehr guten Freundin von uns und zwei sehr guten Freunden aus Berlin, die schon seit über einem Jahr auf Achse sind und ganz Asien bereisen. Der Plan, uns im Urlaub zu treffen, wurde schon 2024 geschmiedet, wir wussten nur noch nicht wo. Aber da sie auch JAPAN bereisen wollten, hieß es: jetzt oder nie. Es ist schon schräg, wenn man Freunde in Tokio trifft, bei denen man sonst eigentlich in Berlin am Kotti wohnt. 🙂

Klare Vorteile einer solchen Konstellation sind zum Beispiel, dass ich mich zum Fotografieren abseilen konnte, wenn ich auf das Tempel-Kulturprogramm keine Lust hatte. Dann war die Frau nicht alleine und musste kein peinliches Rumgehopse und den 20. Take irgendeines Motivs aushalten. Man konnte unsere 5er Gruppe auf verschiedenste Arten Teilen.

Nachteile gibt es zum Beispiel beim Essen – da ist man in einer solchen Gruppenstärke den japanischen Gastgebern häufig ein Dorn im Auge. Auch ist die Tisch-Situation in Lokalen oft einfach nur für je zwei Personen ausgelegt oder es gibt ohnehin nur drei Tische. Unterschiedliche Essensgewohnheiten jetzt noch völlig außen vor gelassen.

Wir haben in den drei Wochen ziemlich Programm gehabt, wollten bestimmte Dinge unbedingt sehen und so manches ausprobieren. Irrsinnig viele irrsinnige Eindrücke mitgenommen – und von denen versuche ich die visuelle, subjektive und keinesfalls repräsentative Sahnehaube hier zu lassen. Fotografie wie gehabt mit der Fujifilm GFX 50SII mit 45-100 Zoom und der Ricoh GR III – Bilder wurden alle auf den Kameras vorsortiert (und eine Auswahl über Handy-Koppelung schon an die Buckligen verteilt), jeweils eine Speicherkarte hat damit für den gesamten Urlaub gereicht (128 GB und 64 GB). In Summe sind es ~1300 Bilder, wobei die Handy-Bilder da noch nicht dabei sind. Geplante Kategorien so grob:

Prolog
Zeichen
Wunder
Sensationen
Epilog


Bildanzahl versuche ich weitestgehend zu reduzieren und texte lieber was dazu. Habe aber keinen Plan, der sich jetzt schon in einer Anzahl darlegen lassen würde. Wer mitreisen will, ist herzlich eingeladen. Wie immer gerne mit Geplauder, Anteilnahme, Kritik, Fragen oder wirren Analogien aus der Scheibenwelt oder dem Douglas Adams Universum. Ich werde noch weitere Bilder in den diversen anderen Themen im Board unterbringen – hier will ich mich auf das beschränken was mir visuell als Story taugt.




JAP26 - SIGNSBW


p.s.
Ja, ich weiß dass ich den Albanien Reisebericht immer noch nicht fertiggestellt habe, da schäme ich mich auch ein wenig, werde versuchen das ebenfalls noch zu bauen. Da die Eindrücke jetzt noch frisch sind, hat JAPAN einfach Vorrang und ist auch visuell eine -ganz- andere Nummer. Ab Dienstag ist die Knechtschaft wieder vakant, da gerate ich natürlich erneut in die Bredouille mit der fehlenden Zeit, aber es lässt sich halt nicht ändern. Wir werden sehen wie gut es klappt.
 
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Irrsinnig viele irrsinnige Eindrücke mitgenommen – und von denen versuche ich die visuelle, subjektive und keinesfalls repräsentative Sahnehaube hier zu lassen.
......auf die Bilder freue ich mich -Japan ist hier im Forum eher selten präsent.

Die Fortsetzung von dem Albanien-Thread ist auch eine gute Nachricht. :)
 
Kommentar
Ich hatte ja schon sehr bestimmte Vorstellungen von Japan, diese wurden vor allem durch die Tatsache gefüttert, dass Instagram wusste, dass ich dorthin reise. Ich habe quasi zu allen Fragen des öffentlichen Lebens umfangreiche Verhaltensregeln und Anweisungen erhalten, wie man auf der Straße laufen darf, wie man den kleinen Finger der linken Hand bewegen darf und wie man zum Schaltstock in einem Mietwagen spricht.

Ferner war klar, dass alles in Japan strikt durchdesignt ist, nur die klarsten Formen und Linien, Müll gibt es keinen, alles duftet nach Kirschblüten und alle Japaner sind urban, jung, bescheiden und tragen ein billiges Nerd-Brillen Kassengestell. Das mit dem Brillengestell stimmt. Alles andere ist mehr oder weniger Quatsch. Für ein paar Dinge hat der gemeine Japaner durchaus eine Art Fetisch entwickelt, zum Beispiel fürs Schlange Stehen, aber die großen Städte sind so lebendig, dass fast alle Klischees für die Tonne sind.



JAP26 - SHIBUYASMOKE
Im Vergnügungsviertel Shibuya steht man sogar für eine Zigarette an, da rauchen in der Öffentlichkeit sehr oft untersagt ist und daher überall ausgewiesene Raucherzonen existieren, so überfüllt und ranzig wie die in Shibuya sah aber keine aus. Die musste zudem noch extra überwacht werden, denn dort treibt sich wahrlich viel seltsames Volk herum. Dazu später noch viel mehr.



JAP26 - RAININ
Zunächst war da auch noch das Problem mit dem Wetter und was man an Klamotten mitnehmen sollte. Wer so früh im Jahr nach Japan reist, ist zwar vor der großen Feriensaison mit der Kirschblüte unterwegs, aber es kann auch noch ganz schön schattig werden. Und so war es dann auch ca. 80% der Reise meist so um die sechs bis zehn Grad kalt, nächtens gab es mitunter noch Minustemperaturen und zu Beginn in Tokyo gleich mal beissenden Regen der das Fotografieren erschwerte, aber dank reichlich Beleuchtung überall ist das nicht wirklich ein Problem, kann sogar sehr charmant wirken. In Summe hatten wir auch während der gesamten Reise fast nur “gutes” Wetter und nur 1,5 verregnete Tage, kurz nach unserer Abreise aus Tokyo hat es dort nochmal geschneit, aber ohne uns…



JAP26 - PLATTE
Gelebt wird hier auch nicht ausschließlich in romantisch aussehenden Holzhäusern mit Laternen-Deko, die Mehrzahl der Bewohner ist zumeist in Platten-Ähnlichen Bauten untergebracht, geheizt wird mit einer Klimaanlage, was mir in den ersten zwei Wochen nahezu völlig die Nasenschleimhäute ruiniert hat und für ein ständiges “summen” in der Luft sorgt.



JAP26 - MANGAKLATSCHE
Aber natürlich erfüllen bestimmte Orte auch jeden Anspruch den man an sie hat, überwältigen mit den Lichtern, dem Leben und den Farben. Mitunter auch “zuviel des Guten”, aber man war ja gewarnt worden.
 
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HaDiDi
HaDiDi kommentierte
Das letzte Bild zeigt auch die große Sexualisierung im Stadtbild und im Leben der Japaner. Unten ist wohl eine Copy der Japanese Idols Group AKB48 dargestellt, super erfolgreich, einige der Damen haben danach noch eine Karriere als Pornostars begonnen.

Ich habe mal eine Kooperation mit Sanyo betreut und mit einigen Japanern engeren Kontakt gehabt. Nach einem warming up beim Bier, wird häufig an die "glorreiche" deutsch-japanische Vergangenheit erinnert (we nearly conquered the whole world), die erste persönliche Frage in so einer Runde ist dann "which uniform do you like" - Schulmädchen, Krankenschwester, Sekretärin.... ? Danach geht es dann meist noch in den Rotlichtbereich. :cool:

Die Japaner sind schon sehr speziell....
 

JAP26 - HELLOKITTYLIFE0100

Was wäre noch einleitend zu sagen? Noch ein paar wirre Gedanken zur Situation… und endlich die Erkenntnis, dass man fast alles mit einem Hello Kitty! Bild erklären kann. Alles! Ich werde das noch erweiternd darstellen hier und dort.


JAP26 - VERSPRECHEN


JAP26 - EINLEUCHTEND

Für Japan muss man den Fokus ändern, um dort Spaß zu haben. Vieles läuft im Vergleich zu unserer Vorstellung verquer, Schönheit und Wirksamkeit muss man neu bewerten. Den Blick drehen. Auf die Details achten.


JAP26 - RAUISUCHUS

Die Japaner sind alle grandiose Designer, Künstler und Feingeister in Schrift und Bild - klar. Ich frage mich allerdings, was wohl das Ziel bei der Gestaltung dieser Bierdose war? Da ich es nicht versucht habe, werde ich wohl das abgebildete Erlebnis nicht verstehen können. Irgendwie rührend. Diese Automaten mit Getränken haben dort drüben jedenfalls ein gewichtiges Standing, das auch noch ausgeleuchtet wird.


JAP26 - EINLADUNG ZUM ESSEN


JAP26 - TMBG0100

All das soll aber keine Missstimmung verbreiten, nur neugierig machen. Unser früher Termin hatte auch viele Vorteile. Die Luft war meist sehr klar, die Massen an Menschen noch überschaubar und damit der Zugang zu so manchen Plattformen, Attraktionen und Orten auch noch problemlos kurzfristig machbar. Dabei kann man sich dann gleich im Schlange stehen üben. Zum Beispiel für die Aussichtsplattform des Tokyo Metropolitan Government Buildings, die eine grandiose Aussicht auf die Stadt bietet, wenn auch leider mit Scheiben verkleidet, was aber angesichts der Menschenmengen sein muss. Noch blicken wir nicht wirklich raus, sehen aber schon Dinge die im Laufe des Berichtes noch besondere Beachtung bekommen ;).
Der Prolog ist damit erstmal beendet.
 
3 Kommentare
Wuxi
Wuxi kommentierte
Auf „Einladung zum Essen“ wird mit verschiedenen Sprüchen der Sake gelobt.
  • 酒は水: Sake ist Wasser.
  • 酒は米の水: Sake ist Wasser aus Reis.
  • 酒丸心: Das Herz des Sake (wörtlich: Sake-Rund-Herz).
Ich hab (auch erst hinterher) herausgefunden dass auf den Bildern und Lampions meistens ganz profan steht was es in der Lokalität gibt.
 
MOS2000
MOS2000 kommentierte
Ich hatte es schon vorher rausgefunden, weil ich natürlich auch tonnenweise Zeichen-Ketten durch den Übersetzer gejagt hatte.
Ich weiß nicht obs inzwischen am Alter liegt, aber ich kann mir die Symbole kaum merken, außer es sind sehr markante dabei.
Noch dazu werden oft japanische und/oder chinesische Zeichen in Kombination verwendet.
Ach, so ein Zufall, das nächste Kapitel heißt ja ...

:D
 
HaDiDi
HaDiDi kommentierte
Ja, ohne eine professionelle "Einführung" in die Zeichenwelt wird man sich Zeichen nur selten merken können, oder diese voneinander unterscheiden. Beim ersten Zeichen von Wuxis Beispielen handelt es sich um jiu (Wein, Schnaps ich kenne nur die chinesische Aussprache, das Zeichen hat in Japan die gleiche Bedeutung).

Das Zeichen besteht eigentlich aus zwei Zeichen, die drei Striche am Anfang stehen für Wasser, Flüssigkeit und geben einen Hinweis auf den Wortstamm. Es kann eine Flüssigkeit sein, aber auch ein Fluss, oder sich waschen, schwimmen, etc., es gibt über 100 solcher Klassenzeichen die für einen Wortstamm stehen, ein anderes häufig vorkommendes Zeichen, am Anfang von einem Doppelzeichen ist (mù), Holz. Das Zeichen weist auf Holz, Sitzbank, Möbel, Wald, etc. hin.

Diese Klassenzeichen sind eine recht gute erste Orientierungshilfe, um zu verstehen, worum es geht und Zeichen voneinander zu unterscheiden.
 
JAP26 - Numazu Uogashi Sushi

JAP26 - Katzenhintern

JAP26 - Daruma

JAP26 - Sauladen

JAP26 - Hasikaffee

JAP26 - Toyota Laden in Kyoto


Japan ist schon alleine durch seine Sprache ein "Zeichenkodiertes" Land. Hier eine Sammlung Quadrate von Dingen die mir so begegnet sind. Ob sie alle fotografierenswert waren? Ich mag sie jedenfalls wegen ihrer klaren Gestaltung und Eindeutigkeit.

Wie Wuxi oben schon anmerkte steht bei vielen Dingen oft ganz profan dabei was es gibt - diese Beispiele hier sind aber zum Teil echte Logos bei denen sich die Bedeutung dann doch eher über das Visual ergibt. Meist handelt es sich um Restaurants oder Cafés. Im ersten Bild das recht verbreitete Logo einer Sushi-Restaurant-Kette. Der Daruma begegnet einem in ganz Japan immer wieder, er ist ein klassischer Glücksbringer, hier aber etwas stärker abstrahiert.

Überraschenderweise war das angepriesene Bildchen mit der Katzen-Rückseite auch tatsächlich so untertitelt wie es benannt, ist und die Nudelsuppen-Kette am Ende hat wohl tatsächlich einen "Toyota" als Betreiber in Kyoto, was bei der initialen Übersetzung reichlich verwirrend war. Mance der Logos sind ordentlich groß, was hier ohne Größenbezug nicht so recht rüberkommt.

Es folgt noch eine Runde 2 mit eher stärker sprechenden Zeichen...
 
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Zeichen zweite Runde. Danach lass ich es erstmal gut sein und steige in die "Wunder" ein...von denen gibt es nicht wenige zu bewundern.​




JAP26 - Hello Kitty und das Klo

Wieder mal eine praktische Anweisung von Hello Kitty! Man findet diese “Verhaltensregeln” ständig überall in verschiedenen grafischen Styles, mal geht es um Lärm, um die Benutzung des Telefons, um hektische Bewegung oder ums Essen, ums Rauchen vermehrt natürlich in den Bereichen um die Bahnen. Wenn man als Tourist alle anschaut, dann hat es nicht wenig von Carpenters "Sie Leben" - nur dass es eben nicht codiert ist sondern plakativ sichtbar.


JAP26 - Yamato Un'yu

Oder auch “Kuroneko” (Schwarze Katze) - das ist Japans wohl bekanntester Lieferdienst, natürlich vor allem so bekannt wegen seiner absoluten Zuverlässigkeit und dem sorgsamen Umgang mit den Paketen. Das Bild von der Katzenmutter die ihr Kleines trägt passt dabei wie die Faust aufs Auge. Ich habe dieses Logo in diversen Varianten fotografiert, aber dieses hier hat das Rennen gemacht. Hab mich immer gefreut einen der Laster irgendwo zu sehen.


JAP26 - Löschwasser

JAP26 - Aufbewahrungsbox für Feuerlöschmittel

Wenn man genauer hinschaut, dann fällt eben doch auf, wie “sauber” alles ist. Ich will nicht behaupten, dass es immer neuwertig oder geleckt aussieht, aber insgesamt halten sich die Sticker und Schmierereien sehr im Hintergrund. Selbst banalste Flächen werden nicht versaut und haben dadurch oftmals einen fotogenen Wert. Jedenfalls nach meinen Maßstäben. Hier zweimal aus der Feuerbekämpfungs-Ecke. Bei uns wäre das im entsprechenden Viertel gnadenlos beschriftet, verstickert oder sähe total versifft aus weil jemand Bier, Milchshake oder sonstwas dran geworfen hat.


JAP26 - Harajuku

Ist eines der Viertel in Tokyo und besonders bekannt für seinen “jugendlichen” Swing. Hier sind schon viele Japanische Marken entstanden die danach eine Weltkarriere hingelegt haben, vor allem im Bereich Mode. Das Viertel kocht geradezu vor “buntheit” und jungen Menschen. Manchmal so arg dass man Augenprobleme bekommt. In den Gassen rundum verstecken sich aber sehr geile Geschäfte und man muss sich nur von der Haupt-Gasse fernhalten. Dazu gibt es dort eine unüberschaubare Anzahl an Cafés/Futtermöglichkeiten.


JAP26 - Direktimport mexikanische Handelswaren

Habe ich übersetzt und ehrlich gesagt nicht genau erwartet was drauf steht, aber auch hier ist es dann so wie es oben schon erwähnt wurde, recht oft steht da eben einfach nur das, was es im Shop gibt. Durch die Schriftzeichen sieht es für unsere Augen dann gleich viel cooler aus. Vielleicht so ein ähnlicher Effekt wie dämliche englische Songtexte die wir uns im deutschen nie anhören würden. Und ja, das war ein Laden für Tand mit mexikanischem Vibe (wahrscheinlich zu 80% aus China).
:D
 
1 Kommentar
rollertilly
rollertilly kommentierte
Vielleicht versteht ja der Eine oder die Andere jetzt besser, was er oder sie sich vor vielen Jahren hat tätowieren lassen :ROFLMAO:
"Keep the toilet clean" als Ars....geweih hat doch auch was....
 

JAP26 - Raniy Tokyo Nights

Die Stadt selbst ist ein wahres Wunder. Man muss sich mal vorstellen: > ~14 Millionen Einwohner im Kerngebiet - das ist schon fast so viel wie Schweden und Norwegen zusammen – im Großraum um die Stadt dann insgesamt ~38 Millionen Menschen. Das sind ungefähr genauso viele Menschen wie in ganz Polen insgesamt leben.

Diese Dimensionen machen schwindelig. Die Stadt ist alleine eine mehrwöchige Reise wert, man kann unmöglich in den sechs Tagen, die wir dort waren, auch nur die Oberfläche ankratzen. In Tokyo ist es immer hell, egal welches Wetter herrscht oder welche Tageszeit ist. Reizvoll ist die Stadt insbesondere auch bei Nacht und Regen, wenn alles leuchtet und man sich wie in einem Neon-Traum vorkommt.
 
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JAP26 - City-View in die eine Richtung


JAP26 - City-View in die andere Richtung


JAP26 - City-View in Fuji-San Richtung

Begibt man sich nach oben, dann sieht man bis zum Horizont nur “Stadt” - hier von der Aussichtsplattform des schon erwähnten Tokyo Metropolitan Government Building. Wer Filme wie Akira oder Blade Runner mag, fühlt sich da sofort an die Stimmung erinnert. Die Komplexität raubt einem ein wenig den Atem, dass in der Ferne der Fuji noch zu sehen ist, das ist ein seltener Glücksfall, denn allzu oft sieht man den nicht so klar. Aber da gibt es noch ein “Extra Wunder” zu…
;)
 
2 Kommentare
Wuxi
Wuxi kommentierte
Echter Glücksfall, der Fuji (3776) ist so schön zu sehen!
 
Zuletzt bearbeitet:
MOS2000
MOS2000 kommentierte
Glaubst Du? Dann bleib mal besser am Thread dran! :D
 

JAP26 - Nightlights


JAP26 - Shinjuku Cat


JAP26 - Godzilla In Da House


JAP26 - Manga Klatsche Again


JAP26 - Night Shopping


JAP26 - Dragon Ball Z


Ich nehme Euch noch ein wenig mit durch die Nächte in Tokyo.
Natürlich ließ ich mir die vielleicht berühmteste Katze der Welt nicht entgehen, die sich auf einem gebogenen Screen in der Größe einer Doppelhaushälfte alle möglichen Dinge erlaubt – inkl. Audio. Das Tierchen kämpft mit Hachiko, dem berühmten Wauzi, um die Vorherrschaft als bekanntestes Maskottchen. Eigentlich soll es ein Kater sein s. u..

Bewundere die Einkaufspaläste, die Farben und Lichter. Glaube ich hätte noch Stunden um Stunden da einfach nur rumlaufen können. Es ist unfassbar, was man alles für Krempel in den Shopping-Tempeln bekommt.


tl;dr:
 
1 Kommentar
peterkdos
peterkdos kommentierte
BTW:

Habe es gerade in Frankfurt gesehen:

_DSC6290.jpg

Nicht so groß, aber sehr Imposant!
 
Natürlich ist Tokyo auch tagsüber eine feine Stadt, also machen wir das Licht mal kurz an.

JAP26 - Skytree mit Kirsche



JAP26 - Skytree pure
Der Tokyo Skytree ist eines der absoluten Wahrzeichen für das moderne Tokyo/Japan. Er ist über 600m hoch und nachts aufwendig illuminiert. Zu den Fotos kam plötzlich die Sonne raus und in der klaren Luft vom anderen Flussufer aus sieht der Turm fast irrational scharf aus. Mit ein paar beginnenden Kirschblüten kann man ihn fast romantisch in Szene setzen. Er bietet auch Aussichtsplattformen, die aber Kostenpflichtig sind und natürlich auch nicht open air.


JAP26 - Asahi Beer Hall
Direkt daneben im Viertel findet sich die Flamme auf der Asahi Beer Hall (ich habs immer "Bierfurz" genannt), vielleicht das bekannteste Bier in Japan. Ein solches riesen Trumm von Gebilde, völlig ohne besonderen Nutzen, auf das Dach einer Halle zu setzen ist im besten Sinne "japanisch".


JAP26 - Tokyo Metropolitan Government Building Lightshow
Jeden Abend gibt es am Gebäude mit dem spektakulären Ausblick auch noch eine Monster-Lightshow, die immer mit Motiven aus aktuellen Designprojekten in Tokyo gemacht wird. Mal bunt, mal Strukturen, mal Text, es ist alles mögliche dabei, Audio gibt es auch dazu. Kann man völlig kostenfrei genießen. Als Standbild kommt der Effekt nicht so ganz rüber, aber das Gebäude bietet auch ganz schön Fläche und man fliegt fast ein wenig weg.


JAP26 - Rainbow Bridge
Mit einem Pano der nächtlichen Skyline und Rainbow-Bridge verabschiede ich mich erst mal von der Stadt als solcher. Ich wollte eigentlich in der Nacht den Weg über die Brücke zurück laufen - blöde Idee, denn der Fußweg schließt ziemlich früh. An die Skyline wollte ich eigentlich noch viel dichter ran. Ich habe aber noch ein crazy Detail, das man -so- auch nur in Tokyo findet. Die anderen Standards wie Fußgängerkreuzung, tausend Schreine, Paläste und den anderen Turm spare ich mir mal, das alles kennt jeder schon zur Genüge - vielleicht im Epilog dazu noch was. Wir müssen ja mal weiter kommen...

tl;dr:
Zum Tokyo Skytree:
 
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Ein besonderes Kapitel, als kleines Wunder, möchte ich aber doch einem Schrein/Tempel widmen. Gotoku-ji

JAP26 - Gotoku-Ji-0110



JAP26 - Gotoku-Ji-0120


JAP26 - Gotoku-Ji-0130


JAP26 - Gotoku-Ji-0140


JAP26 - Gotoku-Ji-0150


JAP26 - Gotoku-Ji-0160


Gotoku-ji – der "Katzentempel" ist eine besondere Stätte in Tokyo – natürlich vornehmlich für Katzenfreunde. Dort stehen abertausende "Maneki neko" ("Winkekatzen") als Opfergabe auf hohen Gestellen, Geländern, Fensterbänken oder am Boden. Drapiert in unterschiedlichsten Gruppen und Größen, aber immer das gleich aussehende Modell, was dem Ort einen reichlich surrealen Charme verleiht.
Schon am Eingang muss man natürlich um Glück, Gesundheit und Reichtum zu erlangen der großen Bronze-Maneki neko die Nase und die Pfote reiben. Im Klostershop dann kann man das Modell in fünf oder sechs verschiedenen größen kaufen und entweder im Tempel opfern, also zu den anderen stellen, oder auch mit heim nehmen. Pro Besucher darf nur eine Maneki neko gekauft werden.
So wenig ich auch mit Religionen im allgemeinen am Hut habe, das ist irgendwie nice – und die repetitivität der Bilder gehört zu dem Ort dazu.

Der Tempel liegt mitten im Wohnviertel Setagaya, sehr ruhig für Tokyo. Und schon das ganze Viertel ist dekoriert mit Katzen aller Art, sehr sympathisch. Wer einen Tempelbesuch ohne Menschenmassen und diesen Durchtriebsstress machen möchte ist dort richtig aufgehoben.

tl;dr:
Infos von offizieller Seite:
 
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Als kleine Einstimmung auf das nächste Wunder....es geht um Züge und das fahren mit Fahrzeugen aus diesem weiteren Konglomerat.

JAP26 - Shinkansenzapp

Mal sehr schnell, mal sehr gemächlich, aber das Thema ist in Japan insgesamt "sehr relevant" - insbesondere beim Hochgeschwindigkeits-Netz mit den Shinkansen Zügen. Die sind erst mal wirklich sauschnell (wenn auch im Bild optisch Speed reingeschummelt) und saupünktlich. Dass dieses System wie ein Uhrwerk läuft ist allen Beteiligten wirklich eine Herzensangelegenheit, das spürt man.

Aber auch bei der U-/S-/-Whatever-Bahn wird auf Style, Verhalten und Timing sehr sehr Wert gelegt. Einige meiner subjektiv liebsten Bilder sind mit Bezug zum Schienen-Transport entstanden – dabei gibt es auch ein thematisches Wiedersehen mit "Bildern aus dem fahrenden Zug" ... mal schauen wie ich das einbauen kann, ohne dass es Euch zu langweilig wird. Als kleiner Click-Bait: "Handy-Panos bei 300 Sachen" – da kommt geradezu moderne Kunst raus.
;) :)
 
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Wuxi
Wuxi kommentierte
Wow!
Wie auch immer das gemacht ist - es ist ssssuper!
 
JAP26 - Shinkansenparking


JAP26 - Shinkansenconnect


Für alle, die von diesem Zug nicht genug bekommen können, hier noch zwei Shots. Das Teil sieht auch im Stand schon richtig schnell aus. Wenn man von vorne fotografieren will gibt es recht viel zu beachten, man darf keinesfalls über das Geländer langen, das würde wohl zu einer Notbremsung des Zuges führen falls er sich noch bewegt; eine ganzes Rudel Aufpasser schaut, dass alle sich brav anstellen und keiner irgendwie rumhampelt. Sorgt halt insgesamt für weniger spektakuläre Fotos des Zuges, aber der Ablauf bleibt eben ungestört.

Innen fand ich das Interieur jedenfalls weit weniger futuristisch als erwartet, aber es reist sich ganz hervorragend damit. Wir hatten insgesamt zwei Etappen, und bei beiden Fahrten hat alles wie am Schnürchen geklappt. Und noch wichtiger: Auf die Sekunde pünktlich, und damit meine ich "auf die Sekunde"! Im Shinkansen darf man auch Essen, als Ausnahme zu allen anderen Zügen. Am Bahnhof gibt es jeweils eine ganze Batterie an Shops mit "Boxen", die sich gerne auch mal selbst erhitzen. Da ist für jeden Geschmack was dabei.

Ein Unterhaltsames Thema ist Fotos aus dem fahrenden Zug zu machen...wie oben schon erwähnt habe ich da bei beiden Fahrten recht viel ausprobiert und die Handy-Cam an den Rand ihrer technischen Möglichkeiten getrieben (wobei zu erwähnen ist, dass mein Handy eine ziemlich schlechte 12 MP Hauptkamera hat, das ist kein Bolide in puncto Fotografie). Der elektronische Verschluss produziert da interessante Sachen, auch der AF hat seltsame Effekte zu bieten. Völlig aus der Spur kommt das Cell, wenn man bei Highspeed einen Panorama-Shot anwirft, dazu dann ein Kombi-Bild, weil die Panos sich so schlecht hier abbilden lassen.
 
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JAP26 - Shredded Panos

Wie oben schon berichtet habe ich mir einen Spaß daraus gemacht, bei hoher Geschwindigkeit im Shinkansen Panoramas mit dem Cell zu machen. Da man wirklich fix unterwegs ist bringt das die Elektronik ziemlich aus dem Tritt, und resultiert in einer Art visuellem "Gutter", manchmal erkennt man Teile ganz gut, dann wird ganz viel kaputtgehackt, vor allem wenn die Szenerie am Fenster schnell wechselt. Der AF ist auch regelmäßig völlig aus dem Tritt, dann fängt er sich wieder im gleichen Shot. Wenn man die Bilder einigermaßen gleichförmig kombiniert ergibt sich eine Fläche die visuell manches Rätsel aufgibt. Der elektronische Verschluss sorgt dann noch zusätzlich für "Kipp-Verzerrung". Bei der im Board möglichen Größe kommt der Effekt leider nicht ganz so gut raus wie ich mir das Wünsche. Mein Handy ist ein Phablet, bei dem die Hauptkamera auch in puncto Auflösung ziemlich kastriert ist, was aber für den Gesamteindruck bei diesem Werk recht unerheblich ist.
Damit es fotografisch wertvoller wird kommen dann gleich noch meine beiden liebsten Bahn-Shots aus dem Urlaub, als neutralisation für das visuelle Chaos.
:D
 
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JAP26 - Lokalverkehr mit Handschuh
Die Zugführer nehmen Ihren Job ernst, auch wenn sie nur eine wackelige Straßenbahn fahren. Da wird mit Handschuh bedient, wegen der Temperaturen braucht man die nicht. Besonders interessant fand ich die Tatsache, dass der Fahrer sich selbst mit so einer Art Singsang die ganze Strecke einteilt, und vor jedem Stopp ein akustisches Ritual zur Halteposition hin zelebriert. Ansage des Leuchtzeichenstatus und Ansage beim Passieren der Einfahrt zur Station, gerne auch mit einer ausladenden Hand-Geste in Fahrtrichtung. Nicht alle Fahrer haben das so durchgezogen, aber dieser hatte offensichtlich Spaß daran. Ich schätze dass er sich so besser auf den Rhythmus konzentrieren kann und seine Fehlerrate minimiert indem er sich laut Dinge vorsagt die immer passen müssen, damit alles reibungslos läuft. Das war die Fahrt in Hiroshima in Richtung Miyajima zum Schrein (kriegt nochn extra Geschichtchen...).


JAP26 - Angekommen in Kyoto Main Station
Dieses Bild ist an der Hauptstation in Kyoto gemacht, da hatten wir gerade die Bahn von unserer Unterkunft ins Zentrum genommen. War eigentlich nur ein Schnellschuss, ist aber ganz wunderbar herausgekommen für meinen Geschmack. Licht und Farben werfen mich sofort wieder dorthin zurück. Die Licht-Spiegelung am Geländer verleiht dem Bild eine ganz unerwartete Dynamik bei dem eigentlich banalen Bahn-Gerät. Also alles in meinem Kopf natürlich nur.

Beide Aufnahmen haben auch insgesamt eine Tonalität an der quasi nichts gemacht wurde, und die ich als total charakteristisch für die (lokalen) Zugfahrten in Erinnerung habe, ist mehr eine "Stimmung" als ein echter technischer Wert auf den ich verweisen könnte. Manchmal geht es einem halt mit Fotos so.
:)
 
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Um die Wunder des Zugfahrens dann auch mal abzuschließen liefere ich noch ein paar Eindrücke aus dem Fenster eines Shinkansen bei Bummelfahrt, bis hin zu einem Shinkansen der auf dem anderen Gleis genauso schnell unterwegs ist wie der in dem ich selbst saß. Dabei schlägt die visuelle Verzerrung des elektronischen Verschlusses dann mehr oder weniger zu, ebenso wie AF Probleme. Es gibt "Wellen" in horizontalen Linien, und ganz vieles, was eigentlich gerade sein müsste, ist ganz schön "geneigt".
Aber die Bilder haben ihre ganz eigene Stimmung, immerhin haben wir zu dem Thema ja auch einen ganz eigenen Thread im Board. Zu den einzelnen Frames gibt es jetzt nicht viel zu sagen, daher lasse ich sie quasi unkommentiert wirken.

JAP26 - Moving Train 01

JAP26 - Moving Train 02

JAP26 - Moving Train 03

JAP26 - Moving Train 04

JAP26 - Moving Train 05

JAP26 - Moving Train 06

Wir widmen uns als nächstes dem Wunder der Kirschblüte.
 
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