Hallo liebe Community, hallo dembi64, Pixelschubser 2006, schovelhead, lokatz und Frank2111,
vielen Dank für Eure Beiträge
dank - auch für die kritischen Stimmen...
Frank2111
30 MB im Vergleich zu rd 760 MB bei LR. Glaube kaum, dass dies auch nur annähernd ein Klon ist.
und .... lokatz
Hab das Ding gerade mal ausprobiert. Meiner Ansicht nach vollkommen unbrauchbar. Die Maskierung funktioniert selbst bei einem einfachen Objekt nicht, starke Belichtungsänderungen führen zu grauenhaften Ergebnissen, die Tiefen- und Lichterregler haben zuwenig Wirkung. Da habe ich dann aufgehört. Schon wieder deinstalliert...
und bzw....:
Wenn der jugendlich ungeduldige Entwickler das dann gleich, wie hier, in Trumpscher Manier als "A beautiful, non-destructive, and GPU-accelerated RAW image editor built with performance in mind" auslobt, wohingegen schon die Bildvorschauübersicht auf meinem sehr performanten Notebook (mit separater GPU) langsam und beschaulich arbeitet, dann stellen sich mir in Kombination mit den anderen beobachteten Schwächen die Nackenhaare hoch. Ich finde nicht, dass sich das Testen gelohnt hat. Das Ding braucht noch SEHR viel Arbeit. Da sind RawTherapee und DarkTable schon deutlich weiter, und auch die kommen nicht annähernd an LR heran.
und die Hoffnungsvollen...


dembi64
....Auch LR hat mal klein angefangen, die meisten haben nur vergessen die 1.0er Version ausgesehen hat und welche Bugs anfangs drin waren. Und da standen eine erfahrene Entwicklertruppe dahinter und kein 18jähriger Freizeitprogrammierer.
Von daher, eine respektable Leistung, auch wenn nach oben noch viel Luft ist. Wer von uns hätte es wohl besser gemacht?
OK, die Ankündigung war vielleicht nicht ganz das gelbe vom Ei, aber Werbung in eigener Sache ist selten objektiv
...ja und von dir shovelhead:
RapidRAW wude von einem18-Jährigen komplett innerhalb zwei Wochen programmiert (kein Witz) - und zwar neben seinem Job, als reines Hobbyprojekt. Die derzeitige Version ist NICHT fertig, das Farbmanagement ist in den Kinderschuhen und Änderungen an den Helligkeits- und Kontrastwerten führen zu teils katastrophalen Farbverschiebungen und -Entsättigungen.
Leider hat der Entwickler in seiner jugendlichen Ungeduld mit der ersten Veröfentlichung gleich eine 1.0 Versionsnummer vergeben. Es ist üblich 1.0 erst für eine stabile, komplette, getestete und "für produktive Arbit sichere" Programmversion zu verwenden. Solange die Tabs noch nicht hinterlegt und funktionell sind, wäre 0.5 schon hoch gegriffen, aber .... 18 Jahre alt, erstes eigenes Projekt ...
und pixelschubser2006
Es ist trotz der Vorgehensweise im Ergebnis mehr als respektabel. Habe es heute mal ausprobiert und fand es nicht schlecht. Allerdings habe ich auch einen Faible für übersichtliche, klar strukturierte Programme. Und schlanke obendrein. Insofern erscheint mir das Programm durchaus beobachtenswert.
vielen vielen Dank für die Rückmeldungen - die kritischen (!! SEHR wichtig) und auch die sagen wir mal "zufriedenen" und "optimistischen"
- also jene die sagen - das geht schon - jeder fängt mal klein an - und hat noch nicht gleich eine Riesenabteilung an Entwickler - hinter sich.
Man kann man schon das ein oder andere anfangen ... (ich z.B. setze das für a, b, c ein) .
Auch die Kritischen Stimmen sind wichtig... - von Frank2111 und Lokatz :: im Ernst jetzt: Solche Beiträge sind schon wichtig.
Jupp: ...genau für sowas hammer den thread da!
ehrlich jetztma.. ;
Und ja: Wir sind ja jetzt schon weiter - ich denke, dass wir hier im Kern und auf dem Punkt (eines kleinen Threads in einem Forum wie diesem hier durchbuchstabieren können was Open-Source im Kern ausmacht, und bedeutet)
Im Kern gehts m.E. bei Open Source Entwicklung darum - immer auch die User "mitzunehmen" (!!) - also darum;
a.
Diskursräume aufzumachen und wenn die da sind, dann haben wir schomma ne ganze Menge.
b. dann kommen Leute hier rein: Es ensteht diese
Raymondsche Bazaarsituation https://en.wikipedia.org/wiki/The_Cathedral_and_the_Bazaar
Treating your users as co-developers is your least-hassle route to rapid code improvement and effective debugging.
Release early. Release often. And listen to your customers. Given a large enough beta-tester and co-developer base, almost every problem will be characterized quickly and the fix obvious to someone.

... das ist m.E. eines der zentralen Paradigmen von Open Source-Entwicklung - von diesem Muster lebt m.E. alles was sich unter dem OpenSource-Thema versammelt - von Apache bis Zotero - von Linux bis VScode und und und... so weiter.
Die Community - sie ist m.E. auch immer wichtig - auch als Tester - mit all den hieraus entwachsenden Rückmeldungen: Also es brauchts halt so gesehen dann eben auch innovative Leute - und/ oder (!!!) eben auch gerade die, die unzufrieden sind - und viele viele andere hier - und die User wie Euch Frank2111 und Lokatz,
.... Auch und v
or allen Dingen die, die sagen was Sache ist - also etwa so:
- Hab das Ding gerade mal ausprobiert. Meiner Ansicht nach vollkommen unbrauchbar.
- führen zu grauenhaften Ergebnissen, die Tiefen- und Lichterregler haben zuwenig Wirkung.
- ich finde nicht, dass sich das Testen gelohnt hat.
- mit den anderen beobachteten Schwächen die Nackenhaare hoch.
- ich lass mir doch die Zeit nicht stehlen von den Anfängern,
- das ist mit Verlaub der größte Usability-Schrott unter der Sonne - hätten die doch bloß mal das oder jenes gemacht.
- Mir reichts - her mit Lightroom - da hab ich meine Ruhe. Die haben Ahnung
- und sowieso (ich überzieh hier mal sehr stark): OpenSource ist der letzte Mist - wir brauchen Redmont Her damit! Wir pfeifen auf den Linux-Mist.

:hae: Und bei diesen erfahrungsgetränkten Momenten - wenns also mal gar ned läuft - und so kleine Open Source Projkete (oder Linux oder LibreOffice) überhaupt nicht im Ansatz das macht was es soll - ist das immer eine STERNSTUNDE - denn in der Krise liegt immer auch ein Funken Hoffnung - auf die Lösung - darauf dass es von hier aus weitergeht.
kurz gesagt: Das Problem ist die Geburtsstunde der Lösung - und in der Krise ist immer auch schon eine Lsg. mit angelegt.
Für uns hier wär das dann halt so: Ihr meldet den Leuten von RapidRAW zurück was ihr besser machen wollt - was ihr für schlecht gemacht haltet. Sagt den RawByte-Typen was hier noch gebraucht wir.
Und ums mal pragmatischer zu sagen: Und wenn wir hier nochmals die für jede OpenSouce-(Support)-Community relevanten Kriterien uns anschauen, dann sieht man, um welche Kriterien es hier noch gehen kann ...: - vgl. auch die am MIT in Boston beheimatete Bibliothek der Open-Source-Forschergemeinde
https://flosshub.org/biblio :
discourse of universe / universe of discourse (G.H.Mead) ::
https://de.wikipedia.org/wiki/Diskursuniversum
Cathedral or Bazaar - Eric Raymond ::
https://de.wikipedia.org/wiki/Die_Kathedrale_und_der_Basar
OpenSource wird halt (auch) im Wesentlichen von der Commmunity (mit-.) gebaut.
schönen Einstieg ins Wochenende,
Matze

PS. Nachtrag: ...also es brauchts halt sozusagen den Austausch -- oder das "schlichte Bekanntmachen "
Okay - Mag ja sein dass das vllt. zu viel Pathos ist - geschenkt: sehr gern kann man auch analytischer über OpenSource reden... - nüchterner und so...
Reden wir mal halt mal etwas nüchterner - Wie überhaupt sind die Chancen um Open-Source bestellt? Wie kommt ein OS-Projekt zum Erfolg - und wie kann dieser Erfolg auf Dauer gestellt werden. Das sind Fragen die mich immer interessieren - insbesondere auch und gerade - im Blick auf Linux. Sagen wir mal - ich sehe es wie der oben bereits erwähnte Eric Raymond (1999) in the "Cathethral and Bazaar": wenn er schreibt: "The Linux Community seems to resemble a great babbling bazaar of differnt agendas and approaces ....
and (so würde ich nun noch unter Rückgriff auf die Ansätze von
a. Bruno Latours ANT und b.
Gilles Deleuzes "Assemblage-Thinking" hinzufügen: a. agents and b. assemblages) out of which a coherent and stable sysem could seemingly emerge only by a succession of miracles. "
Halten wir fest: wir haben also hier neben den Begriff der Miracles (Raymond) noch ein paar weitere:
a. Bruno Latours ANT und
b. Gilles Deleuzes "Assemblage-Thinking" hinzufügen:
@shovelhead

- eine kleine hommage an die Franz Philosophie


(und Soziologie) des 20 Jhds. - in der Tat - die ist wichtig - und passt hier auch sehr gut rein.
a. agents and b. assemblages)
Raymonds Miracles - die sinds, die mich besonders interessieren: Die "Cathedral and Bazaar"-Metapher von Eric Raymond. Seine berühmt gewordene Metapher vom "Kathedralen- und Basar-Modell" zeigt, dass Open-Source-Projekte nicht zentral geplant (Kathedrale), sondern vielmehr - hmmm, sagen wir mal "organisch und chaotisch" (basar-mäßig halt) wachsen. In einem Basar-Modell gibt es viele Beteiligte mit verschiedenen Interessen und Rollen, und diese - sorry - "Polyzentralität" trägt m.E. maßgeblich zum Erfolg eines Open-Source-Projekts bei.
und ich denke halt mal - zu dem
"great babbling bazaar", da gehört unendlich viel hinzu - am Ende sogar dieses minikleine Forum. hier auf dem Nikon-Subforum- ein kl. Forum im Diskursuniversum eben.
Damit das aber nicht grad so in der Luft hängen bleibt und wir halt (nicht) nur über Wunder reden - schalten wir nochmals einen oder zwei Scheinwerfer an, um hinter Raymonds ansonsten sehr klaren und erhellenden Gedanken zu kommen. Dies kann helfen, um Raymonds Wunder besser zu verstehen - blicken wir also noch auf a. Bruno Latours ANT und b. Gilles Deleuzes "Assemblage-Thinking" - die im Bazaar-Modell so etwas darstellen wie a. agents and b. assemblages)
In der Tat: "Miracles" bei Raymond: sie sind m.E. ein Hinweis auf einen wichtigen Forschungszweig der Netzwerkforschung angebracht - auf die ANT - die Actor Network Theory. Bin davon überzeugt dass OpenSource am allerbesten dann verstanden wird - wenn wir die Nachrichten selber als Akteure verstehen - m.a.W. also im SYSTEM nicht nur menschliche Akteure sondern auch anderes - wie etwa Nachrichten mit veranschlagen. Sehr schön und auf den Punkt haben dies die beiden OpenSource-Forscher Lanzara & Mourner gebracht:
The
Knowledge Ecology of Open-Source Software Projects:
Cit:
In this paper we characterize the processes of knowledge making in open-source software projects as an ecology of agents, artifacts, rules, resources, activities, practices and interactions. In order to grasp its dynamic features e consider open-source software projects as interactive systems based on dense interactions between humans and technical artifacts within electronic media. Technology, rather than formal or informal organization, embodies most of the conditions for governance in open-source software projects, hence becoming a critical pathway to the understanding of collective task accomplishment, coordination and knowledge making processes. Based on an in-depth analysis of two open-source software projects, we examine three kinds of artifacts, respectively inscribing technical, organizational, and institutional knowledge. Our preliminary findings support the ecological view, that the contradictory requirements of innovation and stability in project-based knowledge making are balanced by mechanisms variation, selection, and stabilization.
(Ende des Zitats)
vgl.
https://flosshub.org/sites/flosshub.org/files/lanzaramorner.pdf
Hier schließen die beiden Autoren Michelle Mourner und Giovanny Lanzara an die Actor Network Theory; Für sie, und für Bruno Latour sind Akteure eben nicht nur Menschen, sondern es gibt auch non-human Akteure (wichtig) in Prozessen: im Sinne von... "Human &/ non-human-actants are equal... " hier ein paar schöne Einführungen zur Actor Network-Theory:
Schauen wir hier noch auf den Einbezug der Actor - Network - Theory in die Open-Source-Forschung - dieser Einbezug ist ausgesprochen fruchtbar, vielversprechend und für unser Thema hier ausgesprochen ertragreich. Und glücklicherweise, damit man nicht sooo viel lesen muss, könnte ich hier in diesem Step mit dem ANT-Bezug noch zwei kleine Video-Clips einbauen, die sollen das doch anspruchsvolle Proramm etwas auflockern.
kurz - und hinreißend: - kann man schnell mal in der Mittagspause gucken
Actor-Network Theory in Plain English (von Spreadlove)
länger - und fast schon großes KINO - bitte mit Kopfhörer auf gr. Bildschirm ansehen.
A Brief Explanation of Bruno Latour's Actor Network Theory
So nun aber wirklich - euch allen einen schönen Einstieg ins Wochenende
achso - vor wenigen Stunden wurde die
RapidRAW in Version 1.3.5 freigegeben.

. Sieht so aus als würd die Sonne nicht unter gehen im Land der Open-Source Entwicklung..
vgl.
https://github.com/CyberTimon/RapidRAW )
und ja: laaaaaang lebe Open Source ...
LG Matze

Ansonsten schau mal hier auf der Liste der vorgeschlagenen/geplanten Veränderungen und Korrekturen für rawler https://github.com/dnglab/dnglab/issues. Dort könnte dein Punkt bereits stehen und wenn nicht, dann machst Du einen Request.