Ich frage mich auf der einen Seite wer von denen die hier antworten schon mal für Zeitungen, insbesondere auch Tageszeitungen gearbeitet hat
Wenn du Glasflaschen (Wein-/Sekt-/Schnapsflaschen, Parfümflaschen etc) so abfotografieren kannst, dass man keine Spiegelungen der Umgebung, der Lichtquellen oder des Fotoapparates sieht, und du die Bilder auch noch freigestellt liefern kannst, könnte ich dir einige potentielle Auftraggeber nennen... wenn du den Zeitaufwand, den du für das Fotografieren und das Freistellen am PC haben wirst, dann "erlebt" hast und die absolut lächerliche "Bezahlung" pro Bild erfährst, wirst du das wahrscheinlich nie mehr machen wollen!Als engagierter Amateurknipser merke ich, wie meine "Künste" als Fotograf immer weniger nachgefragt werden.
Dann bin ich in den 30 Jahren, in denen ich mit wechselnden Nikons (FG20, F301, F3, D70s, D7100) fotografiert habe, wohl für die Smartphone-Fotografie verdorben worden. Ich krieg mit den Dingern ums Verrecken einfach keine vernünftigen Fotos hin.Die Leute sind mit ihren Handys anscheinend relativ glücklich (und ich kann es sogar verstehen, weil es so einfach ist)...
… Ich krieg mit den Dingern ums Verrecken einfach keine vernünftigen Fotos hin.
Zu Punkt 1: Volle Zustimmung. :up:Der Wert der Arbeit wird einfach ökonomisch gering geschätzt, Kapitaleinsatz dagegen hoch.
Der Student verstand wohl auch nicht viel vom Geldverdienen..."Ich habe einen Studenten gefunden, der mit einem Super-Bildbearbeitungs-Programm innerhalb von Sekunden ein Bild frei stellt, und deshalb mit 2 Euro pro Bild zufrieden ist"
Du brauchst ein 2,8/irgendwas dann, wenn Du nicht nur ein von vorne bis hinten scharfes Knipsbildchen für den Zeitungsdruck abliefern willst, sondern Dein Ziel ein wirklich gestaltetes Bild ist, das hochwertig ausgegeben werden soll. Da ist der Unterschied zu billigem Kram dann eben doch sichtbar. Eine Begründung zu liefern, warum man unbedingt eine D4s braucht und die D810 nicht ausreicht ist allerdings nicht so ganz einfach...Mir ging es aber darum: wofür braucht man diese superteuren Kombis? Und wer braucht sie heute noch wirklich?
ein wahres Wort...Das Problem ist aber nicht die Qualität der Ausrüstung, sondern die der Auftraggeber.
(...)
Bekam den Auftrag, Kirchen im bayerischen Oberland mit Gockel (anstatt Kreuz) auf dem Kirchturm zu fotografieren, (...) und ich ging leer aus...
Die festangestellten Bildredakteure meiner Redaktion, die
man alle an ihrer Bildsprache (!) unterscheiden konnte,
sind entweder in den Vorruhestand entsorgt oder in eine
Sub-Gesellschaft (vulgo: Foto-Pool) ausgelagert worden.
Die schickt jetzt die Fotografen munter kreuz und quer
durch die Lande, weshalb so etwas wie Vertrautheit mit
dem Sujet kaum mehr möglich ist – heute hier, morgen da.
Hauptsache billig, was der Nachwuchs nicht kapiert, der
sich für einen Tagesatz von 125 Euro plus km-Geld durch
die Gegend hetzen läßt – natürlich mit eigenem Geraffel.
Selbst die großen Magazine wie Spiegel etc. zahlen heute
nur noch einen Tagessatz von max. 400 Euro, verlangen
aber eine Spitzen-Ausrüstung und exzellente Bilder.
Wie soll das gehen bei 6000 Euro nur für eine D4S?
...
Wer früher mit einer motorisierten FE2 unterwegs war, nimmt heute die D300 bzw wartet auf deren Nachfolger. Also aus diesem Blickwinkel hat sich auch nicht viel verändert. Technisch sicher, finanziell wenig.
...
… Ich finde schon, dass die Digitalisierung die Gerätschaften stark verteuert hat …
Nun, Bernd, da müssen wir fairerweise aber sagen,
daß dafür aber die Kosten für Filme und Entwicklung
komplett weggefallen sind...
Eine D3 müßte man dann wohl eher mit einer F4 mit Motor vergleichen
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