Damals war`s. Wendezeit, Chemnitz 1990.
Der Kapitalismus zeigte noch ein freundliches Gesicht, die baldige Umstellung die den Menschen abverlangt wurde, war gewaltig und holte viele aus ihren Träumen.
Fliegende Händler waren sofort zu Stelle und verdienten sich eine goldenen Nase.
Der real existierende Kapitalismus brachte uns schnell auf den Boden der Tatsachen zurück.
Als Wessi mit Verwandschaft im Osten habe ich mich immer für den Wandel in der zusammengeführetne Republik interessiert. Auch wenn sehr viel nicht nach meinen Vorstellungen gelaufen ist und immer noch nicht läuft. Ist aber ein anderes Thema auf das ich nicht weiter eingehen werden.
Ich bin gespannt was noch an Bilder und Berichte kommt :up:
Ende der 80ziger Jahre, lange wäre es nicht mehr gegangen.
Die Substanz war aufgebraucht.
Wir haben den Verfall unserer Städte kaum wahrgenommen, aus heutiger Sicht unglaublich.
Geschäftshäuser am Maktplatz meine Heimatstadt.
In dieser Straße gab es mal kleine Handwerksbetrieb und einig Ladengeschäfte.
In diesem Zustand befanden sich viele Wohngebäude.
Hier ein Bild aus Glauchau, eine alte Industriestadt in Westsachsen.
Der Steinkohlebergbau beherrschte bis in die 70er Jahre das Ortsbild.
Der Ortskern hat sich über 10 Meter abgesenkt, entsprechend verheerend waren die Auswirkungen auf die Bausubstanz. Bis Heute sind die Schäden noch zu sehen.
In dieser Straße hat jedes Haus eine andere Neigung. Inzwischen wurden viel Gebäude durch Neubauten ersetzt.
Sehr schön (nicht im ästhetischen Sinne) und interessant, Karl!
Besonders interessant würde ich es finden, wenn Du - besser in einem Extra-Thread -
Fotos gegenüberstellen könntest. Wendezeit - heute oder Wendezeit - 10 Jahre danach.
Sehr schön (nicht im ästhetischen Sinne) und interessant, Karl!
Besonders interessant würde ich es finden, wenn Du - besser in einem Extra-Thread -
Fotos gegenüberstellen könntest. Wendezeit - heute oder Wendezeit - 10 Jahre danach.
Nicht nur der Verfall der Bausubstanz hatte ein bedenkliches Ausmaß angenommen.
Neben den Industrieanlagen die oft die gesamte Umgebung stark belastete ging auch von den ganz normalen Haushalten, während der Heizperiode, eine starke Luftverschmutzung aus.
Bei bestimmten Wetterlagen legte sich eine stinkende Abgaswolke über die Wohngebiete.
Der Fichten-Mono-Wald im oberen Erzgebirge lag im Sterben.
Hier am Fichtelberg
wo hast Du die Ausstellung oben gemacht? Ich bin aus persönlichen Gründen ebenfalls sehr interessiert. Eine etwaige Wiederholung bzw. Aktualisierung wäre für mich ebenfalls von Interesse.
wo hast Du die Ausstellung oben gemacht? Ich bin aus persönlichen Gründen ebenfalls sehr interessiert. Eine etwaige Wiederholung bzw. Aktualisierung wäre für mich ebenfalls von Interesse.
vielen Dank für Deine Antwort. Ich habe als Kind des Ruhrgebiets persönliche Verbindungen nach Freiberg, Dresden und Zittau. Da ist so eine Dokumentation der Geschehnisse und ihre räumliche Einordnung für mich immer von Interesse. Also für meinen Bedarf gerne mehr Bilder ...
Zurück zu den Wendejahren.
In den Tagen vor der Währungsunion wurde so ziemlich Alles verramscht was der Handel zu bieten hatte.
Damals habe ich mir noch eine Praktika MTL5 mit 50er Objektiv gekauft, ich glaube so um die 150,-Mark hat sie gekostet. Regulärer Ladenpreis war über 800,-Mark.
Nach Einführun der D-Mark waren die Läden voll mit Westwaren.
Auf den vielen Märkten wurde jeder Schrott an den Mann gebracht.
Bananen, als Symbol der Mangelwirtschft. Zu DDR-Zeiten habe ich mehr Bananen gegessen als nach deren Ende.
Ich habe als Kind viele Sommer in der DDR verbracht d.h. in einem kleinen Dorf in Thüringen. Deine Bilder bringen einige Erinnerungen zurück, danke für's zeigen.
Ist dir die Agentur Ostkreuz eigentlich ein Begriff?