Hat sich der kleine Fuchs noch mal gezeigt?Ich habe gestern Abend meinen Augen kaum getraut, als ich einen Schemen im Garten gesehen habe und sich dieser bei näherer Betrachtung als Fuchs herausgestellt hat...
Hat sich der kleine Fuchs noch mal gezeigt?
Als normal sehe ich das Verhalten auch nicht -habe aber keine Ahnung. Vielleicht gibt es hier Experten, die dazu mehr sagen können.So ganz normal ist das Verhalten des Kleinen ja wohl nicht, er hat es dieses Mal toleriert, dass ich die Terrassentür geöffnet habe und von dort fotografiert habe. Wie seht ihr das?
Der sieht total aggro aus!
Du müsstest mal wieder Rasenmähen.
Ansonsten finde ich die zweite Serie richtig gut.
Eine Art Domestikation.
Vielleicht ist er in der Nähe von Menschen aufgewachsen, er kennt sie, weiß, dass nichts passiert. Kein unnormales Verhalten für ein Wildtier, das in unmittelbarer Nachbarschaft von uns Menschen lebt. Es zeigt eben die Veränderung und Anpassung an die Verhältnisse.
Es ist ein Jungfuchs und die gehen, wie auch bei allen anderen, sowohl Menschen und Tieren oft neue Wege.
Da muss keine Tollwut, kein Fuchsbandwurm im Spiel sein, lediglich die Veränderung und Anpassung.
So ganz normal ist das Verhalten des Kleinen ja wohl nicht, er hat es dieses Mal toleriert, dass ich die Terrassentür geöffnet habe und von dort fotografiert habe. Wie seht ihr das?
Was normal ist und was nicht liegt immer an der Situation. Wildtiere, die "der Zivilisation folgen" verhalten sich anders als Ihre Verwandten in der freien Natur. Hauptgrund dafür dürfte sein, dass Wildtiere in der Stadt keine bzw. weniger Verfolgung durch den Menschen (Jäger) kennen.
Selbst in der freien Natur steuern Erfahrungen das Verhalten der Füchse (eigentlich aller Wildtiere) in beeindruckender Weise. Mein Beispiel:
Ich gehe über einen von Spaziergängern häufig frequentierten Feldweg zu einem Hochsitz. Zehn Minuten später quert ein Fuchs meine Spur, von der er keine erkennbare Notiz nimmt.
Gehe ich über einen Acker oder durch den Wald zum Hochsitz werden Füchse häufig noch nach mehr als einer Stunde durch meine Spur abgeschreckt. Das habe ich mit Füchsen und Wildschweinen vielfach erlebt.
Weiterhin spielt natürlich die jahreszeitliche Situation eine wichtige Rolle. Derzeit haben die Füchse Junge. Dadurch sind Fähe (Mutter) und Rüde (Vater) natürlich in großem Nahrungsstress. Da muss so einiges an Futter herangeschafft werden. Dadurch kann man Füchse derzeit eigentlich den ganzen Tag und überall sehen. Außerdem können sich die Elterntiere in diesem Kontext ihr eigentlich scheues, verstecktes und überwiegend Dämmerungs- und nachtaktives Leben kaum erlauben. Zeig mir eine Wiese die gemäht wird und ich zeige Dir wenig später einen Fuchs.
Zusätzlich fangen die jungen Füchse gerade an, immer größere Erkundungsgänge um den Bau herum zu unternehmen. Diese sind noch extrem neugierig und unvorsichtig (um nicht zu sagen doof). Ein nicht unerheblicher Teil wird diese Phase nicht überleben, andere werden aus diesen Fehlern lernen.
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