Wilder Garten

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Wille

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Hallo!

Ich habe gestern Abend meinen Augen kaum getraut, als ich einen Schemen im Garten gesehen habe und sich dieser bei näherer Betrachtung als Fuchs herausgestellt hat...

Es war wirklich schon sehr dämmrig und der kleine Fuchs ziemlich agil, dementsprechend ist die Fotoausbeute geworden...

Aber ich war ja schon froh, dass ich die Kamera schnell zücken konnte und vom Fenster aus einen guten Blick erhaschen konnte.




 
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Hat sich der kleine Fuchs noch mal gezeigt?

Ja, gestern Abend!

Irgendwie fühlt er sich bei uns sehr wohl... Momentan fliegen in der Dämmerung Junikäfer umher und die hat er gejagt. Das war sehr interessant anzusehen!

Dieses Mal war es noch dunkler und selbst mit Iso 3200 und voll geöffneter Blende sind bei 200mm Belichtungszeiten um 1/30s herausgekommen... Naja, die Fotos sollen auch eher als "Beweisfotos" gelten und nicht hochaufgelöst gedruckt werden, dafür reicht es.

So ganz normal ist das Verhalten des Kleinen ja wohl nicht, er hat es dieses Mal toleriert, dass ich die Terrassentür geöffnet habe und von dort fotografiert habe. Wie seht ihr das?








 
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So ganz normal ist das Verhalten des Kleinen ja wohl nicht, er hat es dieses Mal toleriert, dass ich die Terrassentür geöffnet habe und von dort fotografiert habe. Wie seht ihr das?
Als normal sehe ich das Verhalten auch nicht -habe aber keine Ahnung. Vielleicht gibt es hier Experten, die dazu mehr sagen können.
 
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Ich bin kein Experte, aber das Verhalten finde ich nicht "unnormal", höchstens ungewöhnlich. Ein tollwütiger Fuchs sieht wohl eher kränkelnd aus, mit struppigem Fell, etwas magerer, unkoordiniert.
Füchse sind anpassungsfähige Wesen, hier im Leipziger Botanischen Garten hecken die regelmäßig an einem Wegesrand und laufen am hellichten Tage an Besuchern vorbei. Die Tiere haben sich genauso an das Stadtleben gewöhnt und sind zutraulich geworden wie Eichhörnchen (fressen aus der Hand), Amseln (brüten in Blumenkästen direkt am Fenster) oder viele andere Tiere auch. Sie haben "gemerkt", dass das Stadtleben deutlich sicherer ist als es jedes Freilandleben je sein könnte - von Autos einmal abgesehen. Kein Jäger, keine Köter, kein Nahrungsmangel, immer warm...
 
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Ich muss dazu auch sagen, dass wir direkt am Rand des Pfälzer Waldes wohnen, also hat er es auch nicht weit.

Ich hoffe auf jeden Fall, dass ich ihn noch öfter beobachten kann!
 
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Du müsstest mal wieder Rasenmähen .
Ansonsten finde ich die zweite Serie richtig gut.
 
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Ich habe noch eine Frage, die sich mir gestern beim Fotografieren des Fuchses in der Dämmerung gestellt hat: Ich weiss, dass man beim Fotografieren mit Stativ den VR ausschalten soll, gilt dies auch für ein Einbeinstativ? Dieses kann ich ja nie so ruhig halten wie ein Dreibein, provoziert man bei VR "ON" und Einbein auch diese "Mikroverwacklungen"?

Vielen Dank!
 
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Mir hat ein befreundeter Jäger erzählt, dass es die Tollwut bei uns so gut wie gar nicht mehr gibt. Viel gefährlicher sei der Fuchsbandwurm. Nur, falls du im Garten auch Salat hast oder so....
 
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Himmel, Gesäß und Nähgarn, ein Problemfuchs!!! Der muss sofort abgeschossen werden

Schöne Bilder!
 
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Eine Art Domestikation.
Vielleicht ist er in der Nähe von Menschen aufgewachsen, er kennt sie, weiß, dass nichts passiert. Kein unnormales Verhalten für ein Wildtier, das in unmittelbarer Nachbarschaft von uns Menschen lebt. Es zeigt eben die Veränderung und Anpassung an die Verhältnisse.

Es ist ein Jungfuchs und die gehen, wie auch bei allen anderen, sowohl Menschen und Tieren oft neue Wege.

Da muss keine Tollwut, kein Fuchsbandwurm im Spiel sein, lediglich die Veränderung und Anpassung.
 
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Ihr beruhigt mich wirklich sehr! Nicht wegen mir, ich passe schon auf mich auf, sondern wegen dem kleinen Fuchs.

Vielen Dank dafür!
 
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Ich habe mich gerade durch deine Homepage geklickt, schöne Fotos zeigst du dort! :up:
 
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So ganz normal ist das Verhalten des Kleinen ja wohl nicht, er hat es dieses Mal toleriert, dass ich die Terrassentür geöffnet habe und von dort fotografiert habe. Wie seht ihr das?

Was normal ist und was nicht liegt immer an der Situation. Wildtiere, die "der Zivilisation folgen" verhalten sich anders als Ihre Verwandten in der freien Natur. Hauptgrund dafür dürfte sein, dass Wildtiere in der Stadt keine bzw. weniger Verfolgung durch den Menschen (Jäger) kennen.

Selbst in der freien Natur steuern Erfahrungen das Verhalten der Füchse (eigentlich aller Wildtiere) in beeindruckender Weise. Mein Beispiel:
Ich gehe über einen von Spaziergängern häufig frequentierten Feldweg zu einem Hochsitz. Zehn Minuten später quert ein Fuchs meine Spur, von der er keine erkennbare Notiz nimmt.
Gehe ich über einen Acker oder durch den Wald zum Hochsitz werden Füchse häufig noch nach mehr als einer Stunde durch meine Spur abgeschreckt. Das habe ich mit Füchsen und Wildschweinen vielfach erlebt.


Weiterhin spielt natürlich die jahreszeitliche Situation eine wichtige Rolle. Derzeit haben die Füchse Junge. Dadurch sind Fähe (Mutter) und Rüde (Vater) natürlich in großem Nahrungsstress. Da muss so einiges an Futter herangeschafft werden. Dadurch kann man Füchse derzeit eigentlich den ganzen Tag und überall sehen. Außerdem können sich die Elterntiere in diesem Kontext ihr eigentlich scheues, verstecktes und überwiegend Dämmerungs- und nachtaktives Leben kaum erlauben. Zeig mir eine Wiese die gemäht wird und ich zeige Dir wenig später einen Fuchs.

Zusätzlich fangen die jungen Füchse gerade an, immer größere Erkundungsgänge um den Bau herum zu unternehmen. Diese sind noch extrem neugierig und unvorsichtig (um nicht zu sagen doof). Ein nicht unerheblicher Teil wird diese Phase nicht überleben, andere werden aus diesen Fehlern lernen.
 
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Vielen Dank für die aufschlussreichen Erklärungen!
 
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