Wertlose Objektivtests oder Fertigungstoleranzen ?

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Randle P. McMurphy

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Als Verwender von Nikon Altglas bin ich wegen einer Nikkor H 2,0/50
Review auf Wolfgang Steiners Homepage gestoßen.

Da ich ebenfalls sehr oft - sehr unterschiedliche Qualitätsurteile
zu den selben Optiken von verschieden "Internetfachleuten"
gelesen habe würde mir das einiges erklären.

Weil ich keine Erlaubnis habe seinen Text oder Auszüge zu kopieren
hier der Link:
http://www.wolfgangsteiner.com/blog-do-show-blogid-133.html

Falls Ihr hierzu Erfahrungen, Ideen und Meinungen habt - her damit !
 
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Da ich nicht nur seit 31 Jahren mit NIKON fotografiere, sondern seit 6 Jahren auch Objektive repariere und mir sogar selbst einige zusammen gebastelt habe, kann ich all das aus eigener Erfahrung bestätigen.

Es wundert mich nur Eines:
Bei Sigma-Objektiven wird oft davon gesprochen, dass man dezentrierte (genauer gesagt: Bereits im Werk nicht richtig zentrierte) Exemplare erwischen kann, und deshalb mehrere Exemplare des gleichen Modells vergleichen soll, bevor man eines kauft.
Warum wird dieses Problem nicht auch bei Nikon, Tamron, Tokina, Vivitar etc. thematisiert?
 
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Vielleicht bin ich ja relativ blind aber ich kann bei Wolfgang Steiners Beispielfotos nicht die von ihm erwähnte Reihenfolge oder die genannten erheblichen Unterschiede sehen. Weder sieht das Foto vom Noct schärfer aus, als eines der drei 50 F1:2. Auch zwischen diesen sehe ich keinerlei Abweichungen. Allenfalls geringfügig andere Belichtung, was mit Ungenauigkeiten der Blendensteuerung erklärbar ist. Nur das Foto aus dem 18-55 sieht in der Tat schlecht aus. Allerdings hat er alle manuell fokussiert. Auch da mag es eine Fehlerquelle geben, wenn man nicht das jeweils beste Foto einer ganzen Serie von Aufnahmen heranzieht.
 
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Wer alte Testberichte aus den 70er-90er Jahren kennt, der hat sicherlich noch in Erinnerung, das fast alle Testlinsen einen kleinsten bis größeren Zentrierungsfehler hatten....bis auf Zeiss und Leitz/Leica, die nur ganz selten einen "Ausreisser" zeigten. Dafür zahlte man aber auch deutlich mehr Geld für den Aufwand, der dann nötig ist (Fassung/Glasselektion/Kontrolle)..

....dazu kommen dann auch noch die Rohglas Lieferanten, die über längere Zeiten auch mal wechseln oder Änderungen vornehmen...

Grüße,
Jan
 
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Vielleicht deshalb, weile s bei den genannten Herstellern in der Vergangenheit keine so krassen Abweichungen gab oder diese, wenn vorhanden, nicht so deutlich kommuniziert wurden. Hat man als Hersteller oder bei einzelnen Exemplaren erst mal einen schlechten Ruf, dann guckt jeder ganz genau hin. das neue Nikkor 58 f1:1.4 ist dafür ein gutes Beispiel. Niemand aus dem Forum hier würde ein solches 58er kaufen, ohne es nicht ganz genau zu testen und ggf. wieder zurück zu geben, davon bin ich überzeugt.
 
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Es ist ja ganz schön, dass man in einem Laden(oder Online) gleich mehrere Objektive durchprobieren kann. Und klar, jeder Händler hat ja auch gleich mehrere Exemplare von allen Objektiven da. Und der Händler hat sicherlich(???) auch kein Problem, ein Objektiv zum Hersteller zurückzuschicken, weil ein Kunde nach seinen subjektiven Schnelltests entschieden hat, dass das Objektiv "ausserhalb der Tolanzen" wäre.

Was bedeutet das dann für den Gebrauchtmarkt, insbesondere die digitale Variante davon?
Für mich als Käufer ohne Umtauschrecht ein großes Risiko.
Für mich als Verkäufer einen niedrigeren Wiederverkaufswert?

Man kann ja nicht davon ausgehen, dass die Erstkäufer alle Gurken erkannt und (beim Händler) aussorttiert haben, und sich somit nur noch die "Guten" im Umlauf befinden.

Keine Ahnung, wieviele Gurken ich zu Hause habe, meistens liegt's ja doch an mir, wenn ein Foto nichts geworden ist.
 
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Man darf immer Auszüge zitieren, das ist von der Redefreiheit abgedeckt.

So lange man die Quelle nennt sicher - ich wollte allerdings nicht
als "Entdecker gelten deshalb habe ich liebr den Link genannt.

Ohne zu wissen, worauf Du genau abzielst, kann ich wenig dazu sagen.

Meine Frage war ob sonst noch jemand Herrn Steiner´s These
bestätigen kann.

Aber die muMn beste Quelle zum Thema Fertigungstoleranzen ist http://www.lensrentals.com/blog/2013/09/there-is-no-perfect-lens .

Sicher - was man nicht weis macht einen nicht heiss.
Trotzdem entspricht es ebenfalls meinen Erfahrungen
das ich eine Optik als schlichtweg einmalig empfinde
und andere selbige als nur gerade so mittelprächtig.

Nikkor Q 3,5/135 wäre da ein Beispiel das bei Rorslett
gerade so durchgeht wärend ich es locker auf eine Stufe
mit dem Nikkor P 2,5/105 stellen würde das er zwei Punkte
darüber ansiedelt.

http://www.naturfotograf.com/lens_surv.html#rating

Die Spanier zudem sind auch meiner Meinung:

http://www.camaracoleccion.es/objetivos_mtf.html

Und hier formt sich bei mir ein großes FRAGEZEICHEN.
 
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Hallo,

die wenigsten professionellen Tester machen sich die Mühe jeweils mehrere Exemplare zu testen, Lensrentals.com (Roger Cicala) ist da eine rühmliche Ausnahme.

Als schnell gefundenes Beispiel, ein Vergleich von 50 mm Objektiven:

The Great 50mm Shootout (lensrentals.com)

Die zweite Grafik zeigt, wie weit die Testergebnisse streuen (MTF 50, besser: rechts/oben, schlechter: links/unten) .

Man könnte sich durch Auswahl einzelner Exemplare fast eine beliebige Platzierung zusammenbasteln, lediglich das Zeiss 50 mm f/2.0 setze sich in diesem Test deutlich ab.
Die Variabilität war bei Zeiss aber auch nicht geringer, was der verbreiteten Erwartung (Forenweisheit) widersprechen dürfte.

MfG Jürgen
 
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Keine Ahnung, wieviele Gurken ich zu Hause habe, meistens liegt's ja doch an mir, wenn ein Foto nichts geworden ist.

Richtig.

So gesehen kann ich mit einem Summilux für 4000 € die perfektesten
Ziegelsteinmauern fotografieren und werde damit keine Titelseite füllen
wärend der Schnappschuss als Mutti Merkel im Wald die Hose runterläßt
selbst mit dem iPhone als Motiv des Jahres durchgehen wird.

War aber nicht die Frage oder ?

Ich wollte nur wissen ob es hier Fachleute gibt die solche extremen
Qualitätsunterschiede in einer Baureihe schon festgestellt haben.
Persönlich suche ich auch immer zuerst den Fehler für unscharfe Bilder
10 cm hinter dem Sucher und nicht davor und es würde mich auch nicht
wundern wenn von den gebraucht gekauften Optiken die ich verwende
manche in Folge eines unsanften Arbeitslebens dejustiert oder sonstige
Mängel aufweisen würden.
 
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Es wird erwähnt, dass in den Jahrzehnten eine Menge negative mechanische Faktoren auf ein Objektiv einwirken können ( zahlreichen Versandvorgänge, fallen lassen beim Benutzer usw.) und trotzdem werden Schärfeunterschiede die nach 40 Jahren vorhanden sind, auf die Endkontrolle in der Fertgungsfabrik geschoben?
Mit dieser Theorie komme ich ehrlich gesagt nicht ganz mit.
Auch dass ein bestimmtes Objektiv die auffälligste Spur eines harten Sturzes zeigt aber dieses eine Exemplar am besten abbildet, lässt doch keinen Rückschluss zu.
Damit sich Linsen im Inneren durch einen Aufprall so in ihrer Position verändern, dass die Abbildungsleistung darunter leidet ist sicherlich auch entscheidend, wie bzw. an welcher Stelle ein Objektiv aufschlägt.
Und vielleicht ist das Objektiv gar nicht gefallen, sondern es wurde ein festsitzender Filter mit grobem Werkzeug versucht zu lösen. Vielleicht sind die anderen Objektive viel öfters runtergefallen, nicht jeder Untergrund hinterlässt äußere Spuren. Vielleicht wurde eines der Objektive schon in irgendeiner nicht ganz professionellen Werkstatt "repariert"? In 30-40 Jahren kann so viel passieren...

Für mich alles viel zu viele Fragezeichen. Und gerade deshalb würde ich bei so alten Objektiven und jahrzehnte langer, unbekannter Vergangenheit nie Rückschlüsse auf die Fertigungsqualität ziehen. Sollte man dafür nicht mehrere nagelneue Exemplare miteinander vergleichen?

Gruß
Heiko
 
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Danke Jan - nur gerade in diesem Zeitraum spielten deutsche Kameras
so gesehen kaum noch eine Rolle.
Ich habe aus der Epoche noch eine Contax 137 mit Zeiss Planar 1,4/50
vom dem ich der Meinung bin es ist besser als alles was Nikon-Canon
oder Leica in der Zeit rausgebracht haben.
 
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Sollte man dafür nicht mehrere nagelneue Exemplare miteinander vergleichen?

Hallo Heiko,
das hat der gute Herr Steiner ja auch gemacht
als er sein Nikkor S Zoom wutembrannt wieder
zurück schickte um bei dem neu gelieferten auf
ein ähnliches Ergebnis zu kommen.

Was die Nikon Oldies betrifft hat er ja nur die Möglichkeit
vom Aussehen der Nikkore auf die technische Unversehrtheit
(Sturz = Beule = Fehler) zu schließen aber genau das Gegenteil
war ja der Fall !!
 
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Falls Ihr hierzu Erfahrungen, Ideen und Meinungen habt - her damit !

Ich habe diesen Artikel vor geraumer Zeit schon mit großem Interesse gelesen.
Meine Schlussfolgerung: Denke bei jedem Objektivtest daran, dass es sich in der Regel um einen Test eines einzigen Exemplars handelt, dessen Ergebnisse nur unter Vorbehalt auf ein anderes Exemplar dieses Objektivs übertragen werden können, sowohl im Guten wie auch im Schlechten!
 
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Wie gesagt, ich sehe selbst in den 100%-Ansichten zwischen den 50ern und auch zum Noct (außer, daß dieses wegen der 8mm mehr Brennweite das Motiv ein wenig größer abbildet) keinerlei Qualitätsunterschiede. Einzig die Belichtung ist bei den unterschiedlichen Aufnahmen minimal anders. Aber Schärfe-Unterschiede? Wo sollen die sein? Findet da jemand wirklich einen? Ich bisher nicht.
 
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Danke Stephan,

mir ist ebenfalls klar das der Praxisbezug im Labor nicht berücksichtigen
kann das ein Anwender mit Beugung, Fehlfokusierung, Verwacklung,
hohe ISO oder hochempfindlichem Film bei Gegenlicht oder vermindertem
Kontrast weitaus mehr das Resultat beeinflussen kann als ein Facharbeiter
der Montags mit Restpromille unsere Objektive zusammensetzt..........
 
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Hi!

Die Kanten der "Dachziegel" z.B. sind "weicher" bei den als unschärfer bezeichneten Fotos.
Womit schaust du dir diese Fotos an?
Ich habe einen 2560x1440 Pixel / 27" - TFT-Monitor.

Mein Bildschirm hat die gleiche Grösse und Auflösung. Die Kanten der Dachziegel sind alle nicht knackscharf.
 
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