Wer hilft mir, Klarheit in meine Objektivwahl zu bringen?

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nobody66

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Jetzt hab ich bestimmt schon 5 mal angefangen, hier einen Thread zu starten und jedesmal wieder versucht, das Problem alleine zu lösen.
Da ich aber zu keinem Ergebnis komme, frag ich nun doch lieber mal. Vielleicht könnt Ihr mir ja mit Lösungsansätzen helfen...

Ausgangslage: Ich finde die technisch Qualität meiner Fotos nicht mehr gut genug.

Wer selber schauen möchte, kann hier einiges sehen. https://www.flickr.com/photos/82997192@N05/

Beginnend mit der D40 und dem Standard-Objektiv hab ich mich vo einigen Jahren zur D7000 mit dem Nikon 18-105er vorgearbeitet. Dazu kam ein Nikon 35/ 1,8, ein Nikon 55-200 und zuletzt das Sigma 10-20 4/5,6.

Wenn ich mich mal so beobachte, stelle ich fest, dass ich Tele ganz selten benutze. (Von der technischen Qualität des 55-200 bin ich außerdem schwer enttäuscht und hab es schon ewig nicht mehr auf der Kamera gehabt.)
Eher fasziniert mich der Weitwinkelbereich, die Extreme hab ich aber durch mein Sigma abgedeckt.

Das 35iger ist Klasse. Ich kann tagelang rumrennen und hab nur das drauf. Das Spiel mit der Schärfeebenen macht mega Spaß. Wäre schön, wenn ich das so ähnlich immer haben könnte....
Aber dann hab ich wieder das 18-105 und bin mit dem Brennweitenbereich super happy, aber nicht mehr final mit der Bildqualität. Ich würde sagen "Ist ganz okay", oder "Völlig in Ordnung für Fotos aus dem Urlaub", aber nicht PERFEKT! Oder spinn ich? Falsche Nachbearbeitung? Falscher Typ hinter dem Sucher?
Wenn ich sehe, wie scharf und kontrastreich andere Fotos aussehen, frage ich mich immer, woran es liegt....

Also:
Ich tippe mal auf gut Lichtstärke. Also muss ich etwas an Brennweitenbereich zurückgehen. So viel Weitwinkel wie geht, so viel Tele weg wie nötig...
Finanziell darf es gerne günstig sein - ich bin niemand, für den es teuer sein muss, damit es gut ist. Aber ich würde auch so ca bis 1000,-€ ausgeben.
Was bringt mich weiter?
Nikon 17-55?
Sigma 17-50?
Irgend ne andere Objektivmarke?

Umstieg auf Vollformat? Wobei mir das Gehäuse der 7000er gut in der Hand liegt und ich sie auch im Dunkeln bedinen kann...

Gebt mir gerne eure persönlichen Erfahrungen mit auf den Weg. Gehen muss ich ihn alleine, dessen bin ich mir bewusst.
 
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ganz klar das sigma 17-50. ich habe es an der d7200 und bin wirklich sehr zufrieden. das nikkor 17-55 hatte ich an der d300 und sehr selten an der d7000 und habe es kürzlich verkauft. es ist ein ziemlicher trumm von mittlerer bildqualität mit heftiger bildfeldwölbung. sein einziger vorteil ist wirklich die unkaputtbarkeit. erste wahl für kriegsberichterstatter und wacken-reportagen, aber in ziviler umgebung würde ich das sigma unbedingt vorziehen. ein heißer tipp ist aber auch das sigma 18-35/1.8
 
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Hi,

nachdem ich mein 18-105 an meine Tochter weitergegeben habe, habe ich stattdessen das 18-140 angeschafft. Das ist in allem einen Tick besser als das 18-105.
Richtig anders wurde es mit dem Sigma 18-35 f1.8. das ist richtig scharf, bietet durchgängig das Spiel mit der Unschärfe. Da entfällt (bei mir) endlich der Wunsch nach entsprechenden2.8er Monstern mit Vollformat.
Es ist mindestens so scharf wie das 35mm, wenn nicht besser. Ich mag es insgesamt lieber.
Zusammen mit dem 50-100 bleiben an DX keine Wünsche offen (naja, gibt ja immer Wünsche).
Ich habe es auf der Photo&Adventure mal angetestet. Da ich aber schon das 50-150 von Sigma habe, kneife ich mir das.
 
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Mal ein paar grundsätzliche Dinge ganz pauschal::

1)
Je kleiner der Brennweitenbereich, desto besser die Bildqualität.
Also: Festbrenner = besser als Zoom, kleiner Zoomfaktor = besser als großer.

2)
Hohe Lichtstärke ≠ automatisch besser als weniger hohe Lichtstärke (kommt aber vor).
Umgekehrt ist selten.

3)
Jedes Objektiv hat eine Blenden-/Brennweitenkombination, bei der die Leistung (für dieses Objektiv) optimal ist. Wer sie kennt kann das Optimum rausholen.

4)
Hoher Preis ist oft, aber nicht immer besser, als niedrigerer Preis.

5)
Bequemlichkeit (also Zoom) kostet Geld oder Qualität.



Eine gute Seite, um sich mal ein Bild von den Objektiven zu machen, ist Photozone:
http://www.photozone.de/nikon--nikkor-aps-c-lens-tests

Da sieht man gut, wo bei den Linsen die Stärken liegen und wo sie eher schwach sind.
Dein 18/105 z.B. hat eher im Weitwinkelbereich seinen Auflösungspeak, dafür verzerrt es dort auch stärker. Im Telebereich lässt die Auflösung nach, dafür verzerrt es etwas weniger.
Ein gutes Beispiel für die Kompromisse, die man damit eingeht.
Es deckt einen verhältnismäßig großen BW-Bereich ab, hat gewisse Einschränkungen, aber erreicht bei kürzeren BW´ten im Zentrum durchaus exzellente Auflösungswerte.

Auch DXO testet (und wertet deutlich wissenschaftlicher aus was nicht jeder gleich versteht).



Für mich persönlich gehört in jedes Portfolio ein Zoom, mit dem man den (für sich) wichtigsten BW-Bereich abdeckt (bei mir ist es ein 18/200), auch wenn es Kompromisse bei der Qualität gibt - man will nicht in jeder Lebenslage eine Tasche voller Festbrenner mitschleppen und bei jedem Motiv das Objektiv wechseln.

Je nach Qualitätsanspruch kann man den BW-Bereich dann mit weiteren Zooms (WW-Zoom und Telezoom) ausbauen, oder statt dessen mit Festbrennern weitermachen.

Für mich persönlich gehören auch die 3 (mindestens) Lieblingsbrennweiten als Festbrenner in die Tasche. Je nachdem, wie wichtig Fokus-Unschärfe beim Fotografieren ist, desto mehr Geld muss man ausgeben und besonders lichtstarke Objektive kaufen. Aus meiner Sicht haben die Nikkore mit 1,8 er Öffnung ein sehr gutes Preis-/Leistungsverhältnis. Aber die 1,4er machen nochmal ⅔ Blenden weiter auf und sind offen einen guten Tick besser (abgeblendet nicht unbedingt!), es kostet aber richtig Aufgeld, wenn man das will!

Ich selbst lege keinen gesteigerten Wert auf exakte Überlappung der Brennweiten - Lücken stören mich nicht. Mit 20, 35, 50 und 85 (oder 105) - bezogen auf KB - komme ich allermeistens gut zurecht (habe aber auch eine WW-Affinität).

So könntest Du z.B. mit 4 Objektiven einen relativ breiten "Wohlfühlbereich" abdecken:
Das Zoom für familientaugliche Ausflugs- und Urlaubsfotografie und 3 oder 4 Festbrennweiten für gezielte Fototouren mit Objektivwechseln und der Möglichkeit mit Defokus-Unschärfe zu gestalten.


Und jetzt konkret:

18/105 behalten (für geringeren Qualitätsanspruch und höheren Komfort – Ausflüge/Familie)
10/20 mglw. behalten (als Ergänzung nach unten, gleicher Anspruch wie 18/105)

35/1,8 behalten (entspr. 50 mm KB)
2 stärkere Weitwinkel ähnlicher Qualität dazukaufen, evtl längerfristig leichtes Tele ( 50 oder 85) dazukaufen.

55/200 abstoßen

Die 1,8er sind leichter und billiger. Wenn 1,8 ausreichen sind sie P-/L-Sieger.
Der Nachteil an DX: Bei preislich attraktiven Festbrenner-WW wirds nach unten etwas eng.
Aber dewegen ein Wechsel auf FX? Eher nein, außer Du hast einen prall gefüllten Geldbeutel.
 
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Richtig anders wurde es mit dem Sigma 18-35 f1.8. das ist richtig scharf, bietet durchgängig das Spiel mit der Unschärfe. Da entfällt (bei mir) endlich der Wunsch nach entsprechenden2.8er Monstern mit Vollformat.

Das Sigma ist aber keinen Deut (oder nur einen unerheblichen) kleiner oder leichter als äquivalente FX-Pendants (das wäre auch wunderlich).

[MENTION=227]Nobody[/MENTION]: vielleicht wäre es gut, wenn du Beispielbilder verlinkst, die zeigen, was du dir eigentlich wünschst bzw. erwartest. Alle deine Objektive sind nicht so unscharf oder flau, dass die Bilder in Web-Auflösung nicht knusprig sein sollten.
Wenn ich mir deinen Stream so anschaue, liegt es womöglich eher an der Technik bzw. Bearbeitung (zulaufende Lichter, flaue Kontraste, etwas farblos, Mängel in der Bildgestaltung, etc.).

Oder?
 
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Wenn ich mir deinen Stream so anschaue, liegt es womöglich eher an der Technik bzw. Bearbeitung (zulaufende Lichter, flaue Kontraste, etwas farblos, Mängel in der Bildgestaltung, etc.).

Oder?

Bin für Anregungen sehr dankbar. Deshalb hab ich ja so umfassend gefragt.
 
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Bisher "entwickle" ich alle Bilder ausschließlich über View NX2. Vielleicht sollte ich mir ja doch mal Lightroom zur Brust nehmen. Mindestens....

Aber ein besseres Objektiv muss jetzt trotzdem her.
 
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Vor ein paar Jahren hatte ich mir für Analog-SW noch mal ein Leica R System zugelegt. Für die Objektive habe ich die Brennweiten 24, 50 und 100mm mit Lichtstärke 2,0 und 2,8 gewählt. Damit gibt es kaum was, das ich nicht vernünftig fotografieren könnte.
Mit einem 2,8/17-50 für DX hast du fast alles in einem Objektiv abgedeckt.

Grüße
Erhard
 
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Ich hab mir mal die Bilder angesehen (bis Seite 5). Meiner Meinung nach brauchst du keine neuen Objektive, eher ein bisschen mehr Wissen über Bildbearbeitung. Mit Lightroom oder Capture One Pro ein bisschen an den Reglern drehen würde bei vielen Bildern schon helfen - man sollte es nicht übertreiben aber gerade bei Nikon-Raws und Landschaftsbildern geht da noch einiges.
 
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Kleiner Tipp von mir:

Das alte Tamron 17-50/2.8 ohne Stabilisator.

Klein, leicht, recht robust und die Qualität stimmt im Großen und Ganzen auch.

Benutze ich als Reise-Immerdrauf an der D7000.
 
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Das AF-S 16-80/2,8-4 VR ist mein Standardobjektiv an der D500. Ergänzt durch das Sigma 10-20 und ein Sigma 70-200/2,8 ohne VR. Für das Telezoom habe ich noch einen älteren 2x Telekonverter von Sigma, den ich aber sehr wenig benutze. Meistens reicht mir das 16-80er, das Sigma-WW kommt öfter zum Einsatz als das Telezoom.
 
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Der Brennweitenbereich bei 16-80 ist natürlich schon toll. Der wäre perfekt.
Wie finde ich denn jetzt raus, wie das 16-80er Nikon im direkten Vergleich zum 1,8 18-35 Sigma abschneidet? Ist die Bildqualität deutlich unterschiedlich? Oder ist es "nur" die unterschiedliche Anfangsblende? Wenn das Sigma in seinem Bereich deutlich besser ist, würde ich ja auf die Brennweite verzichten....
Hat jemand von euch vielleicht schon beide ausprobiert?
 
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Hi,

da würde ich mal Flickr Gruppen nehmen und vergleichen.
Ich bin aber sicher, dass die Bildqualität so geringfügig unterschiedlich auf hohem Niveu ist, dass die Blende oder Brennweite ausschlaggebend seni sollte.
Mit f1.8 hast du einfach einen ganz anderen Gestaltungsspielraum. Das ist wirklich relevant. Und mit 80 einfach die signifikant längere Brennweite.
Das wären für mich die Kriterien.
Lieber das 18-140 als sehr guten Allrounder und das 18-35 als Geilomat zusammen für die gleiche Kohle wie das 16-80 als etwas besseren Allrounder.
Nur meine zwei Cents.
 
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Wenn es ein 17-50er sein soll: Ganz klar Tamron, gibts gebraucht für € 200,00. Hatte ich an der D7000 und der D7100. Ist an beiden klasse.

Kann man hier kaufen: xxx (link durch moderator entfernt)
 
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das alte tamron ohne vr/vc ist optisch ok, habe ich an der d80 verwendet. das neue hat demgegenüber deutlich nachgelassen und kann optisch mit dem aktuellen sigma nicht mithalten, von haptik und verarbeitungsqualität mal ganz zu schweigen.
 
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Ich habe mich nach direktem Vergleich zwischen Tamron und Sigma auch für das Tamron (mit VC) entschieden. Bei Sigma weiß man ja auch nie, ob es noch an der nächsten Nikon funktioniert oder nicht...
 
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Vielen Dank an alle, die mir hier ihre Ratschläge und Meinungen mitgegeben haben.
Mir ist dadurch vieles klarer geworden und ich werde in der Hauptsache mein Augenmerk auf bessere Bildbearbeitung legen. Es wird wohl langsam doch Zeit für bessere Programme....
Aber trotzdem bleibt der Wunsch nach einem besseren Objektiv.
Momentan tendiere ich eigentlich zum 16-80er Nikon, aber evtl. wird es doch eher ein gebrauchtes 16-85 und ein 1,8 50 zum maximal selben Preis.
 
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Also, das 16-85 bringt in keiner Weise die Bildqualität, des Tamron 17-50. Es ist trotzdem teurer und dazu langsamer. Ich hatte es an der D90 und gab es mit Freude ab.
 
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