Wenn die alten Kenntnisse wieder gefragt sind ...

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ohne generellen widerspruch.
nur: das gleiche hättest du mit einer digitalen auch hingekriegt, mit noch ein paar optionen mehr.
 
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woici schrieb:
ich habe mir sagen lassen, dass es auch scharfe negative gibt...
Und v.a. kommt man dann zu scharfen Abzügen ganz ohne Nachschärfen, das wenn man in den weiten des Netzes Bilder betrachtet wohl das schwiergste überhaupt ist.

Grüße
-- Rüdiger
 
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Medicus schrieb:
In Farbe/Digital wäre es wirklich eine völlig banale sinnlose Aufnahme.

wenn der "/" bei dir "und" bedeutet, würde ich dir wahrscheinlich recht geben

wenn "/" aber "oder" bedeutet, ist das schlicht und ergreifend nicht richtig... gerade bei so einer aufnahme mache ich wetten, dass du keinen unterschied zwischen analog und digital siehst...
 
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"UND"

Im Netz kann man wohl zwischen scan und digital kaum unterscheiden, da gebe ich Dir recht.
 
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bk.968 schrieb:
vielleicht kann es mir jemand erklären, mir will das partout nicht in den schädel:

einen workflow a la

f-cam (ggf d-cam in der ecke) -> sw -> labor(!) -> scanner -> unterlassene ebv -> internet

kann ich nicht nachvollziehen ...
Ich denke es ist einfacher ein Bild direkt in s/w aufzunehmen und dann ggf. - so man es denn kann (ich kann es nicht) - im Labor in gewisser Weise Einfluss auf den letzten Schliff nehmen zu können als ein Bild in Farbe digital vorliegen zu haben und sich dann überlegen zu müssen, ob sich EBV insoweit lohnt, als dass ein wirkungsvolles s/w-Bild dabei rauskommt.
Vielleicht habe ich es auch einfach nur nicht lange genug probiert, aber ich habe keine Lösung gefunden wie ich ein Farb-Digital in ein gutes s/w-Digital wandeln kann, die immer wieder funktioniert. Bei jedem Bild sah der Workflow in Photoshop anders aus.
Das empfand ich irgendwann als so unbefriedigend, dass ich gar nichts mehr in s/w gewandelt habe und anfing nach Alternativen zu suchen. (Die D2x kann direkt in s/w speichern, wenn man möchte, habe ich gelesen. Aber ich habe meine D2h noch nicht lange genug, als dass mir hier hausintern ein Modellwechsel gestattet werden würde ;-))


Cheers,
Arvid
 
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bk.968 schrieb:
kann ja jeder halten wie ein dachdecker, nur ich habe lieber perfektes ausgangsmaterial (technisch), das ich dann künstlerisch verunstalten kann, als ein körniges und unscharfes negativ, das dann zwangsweise bleiben muss, was es ist.

wenn ich einen 400asa silberfilm in die kamera stecke und ihn nach 800 asa belichte ist mein körniges negativ ein perfektes ausgangsmaterial. nur muß ich vorher wissen was ich will und wie ich es erreiche und ich muß 'nen hintern in der hose haben mich festzulegen.

eine leider öfter gestellte frage die mir stets würgreiz beschert "kann ich mit einer umwandlung in sw aus diesem bild noch etwas heraus holen ?"

gruß
klaus
 
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Zu meinen digitalen Zeiten hab ich "in Farbe" fotografiert ODER in "Schwarz/Weiss".
Die Entscheidung ist aber in jedem Fall VOR der Aufnahme gefallen. Das die digitalen S/W Ergebnisse nicht meinen (von analog verwöhnten) Erwartungen entsprachen, steht dabei auf einem anderen Blatt und war ein Grund für den "Rückwärts Marsch Marsch" Schwenk.
Es ist zum Teil diese "Beliebigkeit" der digitalen Fotografie, die mich nach kurzer Faszination als "Möglichkeit" zunehmend störte.
Alle Filme, S/W oder Farbe mit allen Empfindlichkeiten standen andauernd zur Verfügung. Als Folge davon hatte ich irgendwann die direkte Beziehung zu dem Bild verloren, das ich machen wollte, oder besser gesagt, die unendliche Vielfalt der Möglichkeiten ließ mich ratlos hinter der Kamera zurück, da zuviele Entscheidungen, die ansonsten schon mit dem Einlegen des Films gefällt worden sind, nun vor JEDEM Bild anstanden.
 
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woici schrieb:
gerade bei so einer aufnahme mache ich wetten, dass du keinen unterschied zwischen analog und digital siehst...

Blödsinn? Ja, Blödsinn. Gerade Digi-S/W sieht aus wie Digi-S/W.
Irgendwie sieht man es ja im Eingangspost...
 
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Klaus Brechbilder schrieb:
eine leider öfter gestellte frage die mir stets würgreiz beschert "kann ich mit einer umwandlung in sw aus diesem bild noch etwas heraus holen ?"
Ich würde es sogar noch krasser formulieren. In manchen Foren (hier noch am relativ seltensten) kommt bei einer Bilddiskussion spätestens im dritten Beitrag der unvermeidliche "ich hab das mal eben nach SW gewandelt ..." mit einem - erraten - Graubild. Meist in Kombination mit dem gleichfalls unvermeidlichen "ich habe da noch einen etwas anderen Beschnitt ...". Als ob man in Zeiten, da jeder den Bereich von 12mm bis 400mm lückenlos mit 3 Zooms rumträgt, den Ausschnitt nicht bei der Aufnahme bestimmen könnte. Nebenbei bemerkt hat mich das schon vor 20 Jahren erheitert, wenn am Diaprojektor diskutiert wurde, ob und wo man da eventuell noch was abkleben sollte.

Aber um noch mal auf den Titel zurück zu kommen, der immer noch über uns schwebt:

"Wenn die alten Kenntnisse wieder gefragt sind ..."


Sie waren eh immer gefragt. Auch für einen Schriftsteller ist es letztlich egal, ob er am Bleistift kaut oder am Mousepad. Irgendwann und irgendwo kommt jeder an den Punkt, wo ihm die Technik alleine nicht mehr weiter helfen kann. Und ob das Résumé jetzt die Verweigerung derselben ist oder der Wille, diese beherrschen zu lernen, ist wohl eine individuelle Entscheidung.
 
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tengris schrieb:
Als ob man in Zeiten, da jeder den Bereich von 12mm bis 400mm lückenlos mit 3 Zooms rumträgt, den Ausschnitt nicht bei der Aufnahme bestimmen könnte.

Erstens leide ich an Morbus brennweitenlückus (weniger schlimm, als es klingt) und zwotens laß ich mich nicht von irgendeinem Film- oder Sensorhersteller auf ein Format bzw. Seitenverhältnis festlegen. Auch wenn ich aus Bequemlichkeit in über 90% der Fälle bei 2:3 bleibe.

Sonst geb ich Dir aber schon recht, auch wenn ich selbst oft einer der "mach das mal sw"-Rufer bin.

Gruß Erik
 
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dongil schrieb:
Es ist zum Teil diese "Beliebigkeit" der digitalen Fotografie, die mich nach kurzer Faszination als "Möglichkeit" zunehmend störte.

Moin, moin!

Da gebe ich Dir recht, Werner. Der wichtigste Unterschied ist, dass sich der analoge "Lichtschreiber" weitgehend festlegt. Da gibt es einen Stil, der dem des Schriftstellers ähnlich ist. Wortwahl, Punkt, Komma - Gedankenstrich. Die Zeichnung eines Charakters - nicht einer beliebigen Person. Am Ende wird eine unverkennbare Sprache daraus.
Als digitaler "Lichtschreiber" lege ich mich nicht mehr fest. RAW, Blende rauf, runter. Ratzfatz nachschärfen. Sattmachen. Alles geht - hin und her, vor und auch wieder zurück. Als Lichtschreiber wird man zum Akteur im interaktiven Gameplay - die Regisseur verlässt den Bühnenraum. Das Schauspiel wird beliebig.

Besten Gruss

Tim
 
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24_TD schrieb:
Als digitaler "Lichtschreiber" lege ich mich nicht mehr fest. RAW, Blende rauf, runter. Ratzfatz nachschärfen. Sattmachen. Alles geht - hin und her, vor und auch wieder zurück.

Das liest sich so bombastisch und ist doch so falsch.

Schon alles vergessen, was in der DuKa passiert? Mit S/W Filmen habe ich noch mehr Belichtungsspielraum als digital und durch die Auswahl der Papiergradation kann ich das Bild in sehr weiten Grenzen nach Bedarf abziehen. Ausschnitte? Na klar, auch das. Das ist doch analog kein bisschen anders.

Das Bild oben ist in Ordnung, egal ob analog oder digital. Ich kenne die Ecke und halte die Wahl von S/W für richtig.
 
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und wieviele hatten überhaupt eine duka?
fotografie bekommt neue möglichkeiten, es ist eine option, die die traditionalisten nutzen könnten, nicht müssen.

das romantisch verklärte bild, das präsentiert wird, ist das derer, die die alte technik beherrschen. auch das bild derer, die sich um die exklusivität fürchten, die unwiederbringlich verloren geht. zum teil das bild derer, die ihren wissensvorsprung mit kunst oder meisterhaftem handwerk verwechseln, also die bearbeitung vor das auge stellen.

tapfer sein, s/w ist nische. es wird nie wieder das geld geben, das notwendig wäre um mit der rasanten digital-entwicklung schritt zu halten. es ist eine frage von sehr wenig zeit, bis digital die stagnierende s/w-technologie in allen belangen übertrifft. dino-schiksal eben, ein paar werden übrig bleiben und das ist auch gut so (es gibt ja auch noch füllfederhalter). das einzige was ich bedaure ist einmal mehr die langsamkeit, die entschleunigung, die verloren geht.

viel spass beim draufhauen,
bernd
 
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Ja klar, der Film hat einen weiten Belichtungsspielraum (wenn ich in irgendeines unserer Digitalforen reinschneie und sowas von mir gebe, dann bekomme ich doch Haue, wo man doch mit RAW weit mehr als 12 Blenden usw...) Und was das Abziehen in sehr weiten Grenzen angeht - nun, da ist die Frage was hinterher auch noch mit vernünftigem Aufwand beherrschbar ist.

Grüße
-- Rüdiger
 
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volkerm schrieb:
Schon alles vergessen, was in der DuKa passiert?

Moin, Volker!

Nichts vergessen, ich bin immer noch in der Dunkelkammer.

volkerm schrieb:
Mit S/W Filmen habe ich noch mehr Belichtungsspielraum als digital und durch die Auswahl der Papiergradation kann ich das Bild in sehr weiten Grenzen nach Bedarf abziehen.

Ich kritisiere nicht den "Belichtungsspielraum" der Digitalfotografie. Ich kritisiere die Beliebigkeit des RAW, die Beliebigkeit des Auslösens. Klick, klick, klick - 3.500 Dateien in drei Tagen. Analog lege ich mich beim Auslösen fest und zwar beim Blick durch den Sucher und nicht an der Mattscheibe oder am LCD Display. Das Ergebnis sind Fotos, bei denen man die Handschrift des Fotografen erkennen kann.

Schönen Tag und besten Gruss von der Ostseeküste

Tim
 
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Ha, ich sage zwar auch immer man soll sich festlegen und nicht rumeiern, aber so schön wie Dir hier ist mir diese Aussage noch nicht gelungen.
Klaus Brechbilder schrieb:
eine leider öfter gestellte frage die mir stets würgreiz beschert "kann ich mit einer umwandlung in sw aus diesem bild noch etwas heraus holen ?"
Das ist es eben, wenn einer selbst noch nicht weiss was er will, dann kann man eigentlich auch nicht helfen. Für mich klingen solche Fragen immer nach absoluter Hilflosigkeit der eigenen Bilder gegenüber. Sobald ich so eine Frage stellen muss, sollte ich das Bild eigentlich löschen.

Grüße
-- Rüdiger
 
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bk.968 schrieb:
... auch das bild derer, die sich um die exklusivität fürchten, die unwiederbringlich verloren geht.
Darum mache ich mir ja jetzt überhaupt keine Sorgen. Wenn ich in der Dunkelkammer einen Lithabzug herstelle, dann kannst Du sicherlich in Photoshop ein ähnliches und vielleicht auch besseres Bild erstellen. Nur habe ich hinterher einen Lithabzug in der Hand und Du etwas, was bestenfalls so aussieht wie ein Lithabzug. Für den unbedarften Betrachter macht das keinen Unterschied. Aber für mich. Und das ist ein ausreichender Grund für mich eben weiterhin Lithabzüge herzustellen.

bk.968 schrieb:
... es ist eine frage von sehr wenig zeit, bis digital die stagnierende s/w-technologie in allen belangen übertrifft.
Nun, da bin ich jetzt aber echt gespannt. Mein Antrieb noch immer in die Dunkelkammer zu gehen ist eigentlich hauptsächlich, dass mir die Arbeit dort wesentlich mehr Spass bereitet als vomr Rechner sitzend EBV zu betreiben. Mal sehen wie digital das übertreffen will. Tztztz

bk.968 schrieb:
das einzige was ich bedaure ist einmal mehr die langsamkeit, die entschleunigung, die verloren geht.
Wodurch geht Dir das verloren? Das hat doch mit digital und analog überhaupt nichts zu tun.

Grüße
-- Rüdiger
 
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Tim, das ist meines Erachtens großer Quatsch. Auf Film zu fotografieren kann genauso beliebig sein. Jeder der eine Kamera benutzt kann die Fotos mit dem Sucher gestalten. Dass ein Filmnutzer Bilder bewuster gestaltet, das halte ich für eine, in der Analogfraktion, gern gepflegte urban legend.

Grüße
-- Rüdiger
 
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rstobbe schrieb:
Jeder der eine Kamera benutzt kann die Fotos mit dem Sucher gestalten.

Moin, Rüdiger!

Uuuups. Das ist jetzt aber eine in digitalen Kreisen weit verbreitete urban legend! Die Grösse des Suchers spricht eigentlich dagegen.



Schönen Tag und besten Gruss

Tim
 
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moin bernd,

deiner ersten feststellung stimme ich zu. das ist ein fortschritt auf breiter front neue (z.t. alte) möglichkeiten zu ermöglichen.

zum zweiten fällt mir eine aussage aus der jüngeren vergangenheit ein.
"die heutige phototechnik ermöglicht ein medium welches auch ohne vorwissen und intelligenz von nahezu allen genutzt werden kann" (sinngemäß).

begreifen wir die gefahr als herausforderung !

gruß
klaus
 
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