Ich kann es nachvollziehen. Ich bin mit einer D70 richtig in die Fotografie eingestiegen, aber ich habe mir vor kurzem eine gebrauchte FM zugelegt und das Teil macht richtig Spaß!! Es ist eben etwas anders als digital zu fotografieren. Und wie bei dir scheinbar auch, stehen die beiden Arten nicht in Konkurrenz für mich.thrd schrieb:Mir gefällt es, ich kann aber nicht erklären warum - irgendwie gibt analoge S/W-Fotografie immer noch eine andere Wahrnehmung der Dinge ab ...
thrd schrieb:Hallo,
die digitale Fotografie ist schön, die digitale Fotografie ist schnell und die digitale Fotografie macht Spaß! Es stimmt alles und ich will auch nicht mehr auch sie verzichten!
Dennoch gibt es Tage, da nehme ich mir eine Auszeit und lege die digitale Technik komplett an die Seite und besinne mich wieder an die Anfänge meiner Fotografie.....
Wenn ich den Kopf frei bekommen will und nur aus Spaß am Fotografieren durch die Gegend ziehe, dann kommt die treue Begleiterin seit über 20 Jahren wieder zu ihrem Arbeitseinsatz, wie hier im Januar 2007 in Berlin:
Nikon FM-2 + AI-P 2,8/45 auf Ilford XP-2, Direktscan vom Negativ mit CoolScan V[/center]
Eine Szene, die mich beim Umstieg von der S-Bahn in die U-Bahn irgendwie fesselte. Mit ein wenig Warten wollten sich dann die Passanten auch den Wünschen des Fotografen anpassen ...
Mir gefällt es, ich kann aber nicht erklären warum - irgendwie gibt analoge S/W-Fotografie immer noch eine andere Wahrnehmung der Dinge ab ...
ppwill schrieb:Aber wenn ich analog fotografiere egal ob in Farbe oder S/W fühle ich mich anderes, denn man wird gezwungen nach zu denken und genau das geht mit der Digitalen etwas verloren oder man meint es.
Nun, es ist ein Scan vom Negativ, nicht mehr und nicht weniger. Die Negativscans die ich so von meinen Negativen kenne sahen eher selten so aus wie der Abzug. Insofern weiss man auch nicht wieviel EBV da noch mitspielt.tengris schrieb:... Es überrascht mich, dass das eine analoge Schwarzweissaufnahme ist. Ich hätte das sonst als Beispiel für glücklose Benutzung des Kanalmixers bei der Farb -> SW Konvertierung gehalten. Da das bei SW-Film ausscheidet, haben wir es sichtlich mit einem authentisch tristen Stimmungsbild zu tun. Wäre interessant, was die alten Meister dazu gesagt hätten.
Das weiss man nicht, aber mit der Nivellierung auf einen Einheitsgrauwert kann der Scanner oder die Nachbearbeitung nicht viel zu tun haben, wenn bereits das Ausgangsmaterial ein Graustufenbild ist. Dass der Coolscan Schwarzweissfilme nicht so mag, ist zwar bekannt, der XP-2 basiert aber auf Farbfilmtechnologie.rstobbe schrieb:Insofern weiss man auch nicht wieviel EBV da noch mitspielt.
Ja, da hast Du ja recht. Aber ich habe auch schon gesehen, dass man mit EBV auch ein kontrasreiches Negativ zu Einheitsbrei bringen kann. Ich sehe auch nicht, warum man mit Film Aufnahmen machen sollte die man mit dem Sensor nicht machen könnte. Unterschiede sehe ich vielleicht auf einem ausgearbeiteten Abzug, nicht aber auf einem Bild fürs Web.tengris schrieb:Das weiss man nicht, aber mit der Nivellierung auf einen Einheitsgrauwert kann der Scanner oder die Nachbearbeitung nicht viel zu tun haben, wenn bereits das Ausgangsmaterial ein Graustufenbild ist. Dass der Coolscan Schwarzweissfilme nicht so mag, ist zwar bekannt, der XP-2 basiert aber auf Farbfilmtechnologie.
Das Einheitsgrau passiert typischerweise, wenn man eine kontrastarme Szene einfach panchromatisch abknipst (Opa hat schon gewusst, warum er da mit Gelb-, Grün- oder Orangefiltern auf die Sprünge geholfen hat) oder wenn man einfach Farbaufnahmen durch Rausnahmen der Farbe auf Schwarzweiss konvertiert. (Der Kanalmixer ahmt da die Wirkung von farbigen Filtern bei Aufnahmen auf Schwarzweissfilm nach).
Ich hatte einmal für Mittelformat einen ähnlichen Workflow. Befriedigend fand ich das nicht. Mittlerweile würde ich sagen, wenn das vorrangige Ziel eine Datei ist, dann würde ich gleich digital anfangen.bk.968 schrieb:einen workflow a la
f-cam (ggf d-cam in der ecke) -> sw -> labor(!) -> scanner -> unterlassene ebv -> internet
kann ich nicht nachvollziehen ...
ich habe auch noch ein paar analoge canons rumstehen, aber außer einer 'entschleunigung' des gesamten prozesses (die ja manchmal auch hilfreich sein kann), sehe ich keinen grund die oldies zu reaktivieren. zumindest nicht im s/w-bereich, infrarot wäre etwas anderes.
bk.968 schrieb:einen workflow a la
f-cam (ggf d-cam in der ecke) -> sw -> labor(!) -> scanner -> unterlassene ebv -> internet
kann ich nicht nachvollziehen ...
Klaus Brechbilder schrieb:**durch die allgegenwärtige bilderflut sind wir als betrachter auch übberreizt. alles muß knacken, scharf und knallig sein und wenn es ton in ton zu geht, dann doch bitte so, daß uns die gefühle gleich die tränen in die augen drücken ;-)) scharf muß jede aufnahme sein, so scharf daß die ränder flimmern ..... die ganze tristesse unserer verwirkten leben lassen wir lieber ausgeblendet, und damit einen ganzen berg voll bilder aus dem wir hier eines sehen. **philosopher-mode off**
gruß
klaus
bk.968 schrieb:kann ja jeder halten wie ein dachdecker, nur ich habe lieber perfektes ausgangsmaterial (technisch), das ich dann künstlerisch verunstalten kann, als ein körniges und unscharfes negativ, das dann zwangsweise bleiben muss, was es ist.
woici schrieb:ich habe mir sagen lassen, dass es auch scharfe negative gibt...
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