Hallo laola,
was meinst DU mit Abbildungscharakteristik des 40er Ultrons?
Mir ist aufgefallen, dass die Farbstimmung des Voigltänders besser ist als die des AF-S50/1.8 z.B.
Die Bilder sind einfach "schöner".
Vermutlich meinen wir das Gleiche?
Siehst Du noch andere Objektive mit der gleichen/ähnlichen Abbildungscharakteristik des Ultrons? Sind die Voigtländer Objektive öfter in dieser Richtung?
(...) Schnelles Fotografieren kommt bei mir nur selten vor, und wenn , dann habe ich bisher das 50/1.8 genommen.
Für meine Art der Fotografie, die meist etwas Persönliches hat und in Richtung Reportage geht, habe ich gemerkt, dass ich das Oberknackige mit super MTF-Werten gar nicht schätze. Für Aufträge, vor allem für Interièurs, habe ich mir dann doch mal ein handelsübliches, modernes 50/1.8 geholt, um dann etwas mehr Brillanz und Knackigkeit (Stichwort MFT) zu haben, aber es gehört zu meinen am wenigsten genutzten Linsen.
Ich mag die Charakteristik eines 50/1.4 Zuiko Auto-S, eines 80er Planars an der Hasselblad und das 40er Ultron gehört auch noch dazu. Andere kenne ich nicht so gut, aber was ich an Ergebnissen von Summicrons sehe, gefällt mir auch sehr. Mein früheres 50/1.4 Ai-S mochte ich auch ganz gern, ist aber an einer D750 moralisch einfach nicht vertretbar. Hätte ich so ein Modell, würde ich durchaus mal das heutige 50/1.4 ausprobieren, einfach, weil es etwas weicher abbildet als das 50/1.8. Über die Autofokusgeschwindigkeit weiß ich hingegen wenig. Ich hörte, es soll sogar etwas langsamer sein als das AF-S 50/1.8 G, wäre für mich aber keine Hürde - und es gibt wohl eine leichte Tonnenverzeichnung, aber wohl kaum merklich oder leicht rauszurechnen oder sie wird bei JPGs automatisch korrigiert an der D750. Wichtig ist mir eine schöne Vergütung, die bei Gegenlicht nicht gleich in die Knie geht. Da ist man mit einem Zeiss natürlich an den vorderen Plätzen. Das Rendering ist da ja ziemlich gut.
Ein Freund von mir hat das 35/2 Zeiss an seiner Canon und ist sehr glücklich damit. Er ist ohnehin nicht so der Unschärfenverlaufsknipser und dreht die Blende bei Street häufiger auf 5.6 oder 8 zu, hat beim manuellen Fokussieren also auch nicht so die Probleme. Es sei sogar gar nicht übermäßig klumpig am Bajonett, wie er meinte. Aber auch das wäre für die D750 wenig passend. Obwohl: kann man vielleicht gar nicht so genau sagen. Von Zeiss habe ich das 50er Distagon für die Hasselblad und schätze es sehr, vor allem die Vergütung ist eine Pracht. Manche mögen die Art-Serie von
Sigma, besonders das 35/1.4 ist gut beleumundet, aber das ist natürlich auch ein Humpen am Bajonett und die Kombi D750+Sigma 35/1.4 wirkt auf die Motive der Reporter häufig viel einschüchternder als eine Df mit einem 35/2. Beim AF 35/2 mag ich den Unschärfeverlauf und das Farbrendering gern. Es sei in den Ecken offenblendig nicht so Knorke, wurde hier schon gesagt, aber ein Porsche 911 ist auf dem Feldweg auch nicht so der Bringer. Wenn man mal was bis in die Ecken braucht, kann man auch gern mal auf 4 oder 5.6 abblenden. Wenn Du aber schon das 40er Ultron hast und das so gern verwendest, würde ich gar keine Notwendigkeit darin sehen, etwas anderes zu suchen, 80 Prozent Verwendungsanteil ist doch mal eine Ansage. Die Brennweite ist ohnehin schön und wird nicht von Nikon angeboten (außer als Makro) und wenn Du gut ohne AF leben kannst: wozu die ganze Aufregung?
Ich bin mal einen ganzen Urlaubstag mit einem 28/2.8 Ai-S und der Df unterwegs gewesen, die Bilder sind super. Im Blurb-Fotobuch (maximale Größe) kommen sie auch bestens rüber. Käme gar nicht auf die Idee, mir was anderes holen zu müssen, außer ich hätte eine D800/D810.
Die Df finde ich auch gut, aber wegen der vermeintlich besseren Jpegs OOC habe ich mich für die D750 entschieden.
OOC weil ich keine zeit und Lust habe noch mehr Zeit am rechner zu verbringen.
GGf. mache ich aus den Raws mit Hilfe der Kamera direkt jpegs, bei denen ich manchmal einen anderen WB nehme, ansonsten bin ich sehr zufrieden mit dem was die D750 macht...
Die Df war für mich wichtig als Durchgangsstation und ist bislang immer noch meine Lieblingskamera, ausschlaggebend war für mich der D4-Sensor in Verbund mit der Kompatibilität zum alten Glas, und dass es überhaupt nicht peinlich ist, ein sagen wir, 24/2.8 non-Ai davor zu klemmen oder wie aktuell ein 35/2 non-Ai. Ich mag die Charakteristik dieser Optiken gern und bin inzwischen einigermaßen geübt darin, manuell zu arbeiten. Der Sensor im Verbund mit dem Bildprozessor liegt mir eher als die Kombination der D750. Allerdings kann ich häufig nicht mit den Ergebnissen out of cam leben, seit ich viel mit Lightroom arbeite. Bei der D750 noch weniger als bei der Df. Ich weiß nicht, wie das bei der D800 oder D810 ist, aber ich bin inzwischen häufig am Nachregeln, was Farbprofile, Primärwerte Grün (bei Nikon immer wieder ein Thema) und andere Kleinigkeiten anbelangt - und ich justiere meist kaum merklich. Von Fotos bei Kunstlicht gar nicht zu reden. Das nehme ich gern hin, weil mich die Ergebnisse glücklicher machen. Outdoor bei genügend Licht hat man da natürlich weniger Grund, da ist häufig schon Vieles von Haus aus ansehnlich. Inzwischen schiele ich immer häufiger nach einer gebrauchten D810, von der ich mir neben vielen anderen Details auch eine gute Verarbeitungsqualität verspreche.
Update - kürzlich erstmals ein Nikkor-o auto 35/2 non-Ai auf dem Bajonett gehabt. Eigentlich für meine F2 gedacht: