Empfehlung Welche Nikon Z für Portraits und Hochzeiten?

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Jolie89

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Möchte gerne für nächstes Jahr Durchstarten und suche eine Nikon Z Kamera für Hochzeiten sowie Portraits.
Meine Aktuelle Erfahrung beruhen auf einer Nikon Z6 mit dem 24-70 f/4.0.

Probeweise konnte ich mit eine Canon R6ii und dem 24-70 f/2.8 fotografieren. Aber ein Systemwechsel würde ordentlich in den Geldbeutel gehen.
Die Canon eine sehr tolle Funktion: Die App fürs Handy funktioniert tadellos, auch Fotos werden in der Ausrichtung und scharf genug in der Vorschau angezeigt… leider funktioniert mit der Nikon App nicht so. Hab schon alles ausprobiert.

Zurück zum Thema:
24 Megapixel reichen mir auch vollkommen aus. Über die Z8 hab ich tolles gelesen, allerdings… 45MP und die Testfotos die ich gesehen habe waren schon meines Empfinden nach stärker am Rauschen gewesen (ab ISO 1600)

Wäre die Z6ii gleich gut mit einem Nikkor 24-70 2.8 ähnlich wie die Canon R6ii?
Oder wäre meine Z6 gut genug, vllt mit ein paar anderen Lichtstärken Objektiven?

Bis jetzt habe ich Tagsüber bei ausreichend Licht gute Portraits aufgenommen, zu 99% waren diese auch Statistisch.

Bin auf eure Meinung gespannt
 
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Der Unterschied im Rauschen zwischen Z6 und Z8 ist jetzt nicht dramatisch und das Ganze spielt sich auf sehr hohem Niveau ab. Wurden die Testfotos in der gleichen Vergrößerung verglichen? Natürlich ist bei "100%" einer Z8 viel mehr Rauschen zu sehen als bei "100%" einer Z6, weil ja viel stärker ins Bild reingezoomt wurde - ein solcher Vergleich ist Nonsense.

 
Kommentar
Eigentlich hast Du Dir die Frage schon selbst beantwortet. Du hast die Z6 und bist mit ihr zufrieden. Warum auch nicht; sie ist "alt", aber gut.
Schau nach, ob die aktuellste Firmware installiert ist und denk über das Z 85mm 1.8 S nach. Diese Kombi liefert sehr gut ab (habe ich selber, daher eigene Erfahrung). Wenn Du mehr Geld ausgeben willst, kommt evtl. auch das Z 85mm 1.2 S infrage. Ich würde beim 1.8 bleiben und noch Geld in Licht investieren.
 
Kommentar
Wäre die Z6ii gleich gut mit einem Nikkor 24-70 2.8 ähnlich wie die Canon R6ii?

Nicht ganz aber der Unterschied ist nicht sehr groß. Nach meinem Dafürhalten jedenfalls nicht groß genug, dass sich ein Systemwechsel im Ergebnis rentieren würde.

Als Hochzeitsfotograf würde ich aber in jedem Fall eine Kamera mit zwei Kartenslots nehmen. Ein Umstieg auf die Z6II wäre nicht so kostspielig wie ein Systemwechsel, der AF der Z6II ist besser und es ggf noch etwas Geld für ein anderes Objektiv bleiben.
 
1 Kommentar
Furby kommentierte
Gebrauchte Z6 kosten mittlerweile bei ebay rund 600€ und gebrauchte Z6II unter 1000€. Ich denke mit Deinem Zoom Z24-70 und einem Z85/1,8 S bist Do schon recht gur aufgestellt. Das sehr gute Z 50 f1,8 S wäre eine sinnvolle Ergänzung und kostet neuwertig gebraucht bei ebay mittlerweise oft deutlich unter 400 €. Es ist sinniger, in gutes Glas zu investieren, als in teuere Kameragehäuse. Tom.S hat recht, mit 2 Cardslots bist Du sicherer. Also wäre die Z6II eine Option. Man muß echt nicht neu kaufen. Kaufe sehr viel über ebay (Nicht Kleinanzeigen!). Habe nur gute Erfahrungen gemacht.
Später, wenn Du Deine Hochzeitsfotografie als Gewerbe betreibst, spricht betriebswirtschaftlich auch nichts gegen Neukauf von Ausrüstungsgegenständen, wenn Du genug damit verdienst. Der Af der Z6II ist recht gut, verglichen mit dem, was es 6 bis 8 Jahre vorher an entsprechenden Kameras gab, das vergessen leider viele sehr schnell. Der Af der Z6III ist natürlich sehr viel besser. Da werden jetzt aber einige einwenden, dass sie nur 24,5 MP hat.
Wenn Du hier nach Ausrüstung fragst, wirst Du letztlich immer geraten bekommen, dass Du nur die teuerste Kamera und die teuersten Objektive kaufen must, weil Du mit allem anderen keine vernünftigen Fotos machen kannst. Dabei wird aber oft verkannt, dass Du Deine Hochzeitsfotos nicht auf Scheunentorgröße hochziehst und die Betrachter sie dann nicht mit der Lupe anschauen. Es macht halt einen schlanken Fuß und in erster Linie Dich stolz, wenn Du eine Ausrüstung im Wert eines Kleinwagens spazieren trägst.
Normalen Hochzeitsfotos in meistens nicht mehr als Din-A-4, eher kleiner, sieht man nicht an, ob sie mit einer Z6II oder einer Z9 gemacht sind. Bei den Gläsern gibt es da schon mehr Unterschiede. Aber letztlich ist wichtiger, dass das Brautpaar und die Brauteltern, die ja meistens auch einen Teil zum Salaire beitragen, gut rüberkommen. Letztlich sind Deine Fotografierkenntnisse mehr gefragt, als Deine Ausrüctung.
 
Zuletzt bearbeitet:
wenn man manchen YouTube Videos glauben schenken mag soll ja die Z6ii vom Autofokus ja total „schlecht“ sein.
Allerdings stelle ich mir so ernsthaft dabei auch die Frage: wie haben die bzw ihr damals ohne DSLM knackscharfe Fotos hinbekommen?
 
4 Kommentare
Wuxi kommentierte
Ich finde den AF nicht so schlecht wie er gemacht wird, insbesondere bei "99% statische Portraits bei Tageslicht" völlig passend.

Hättest du geschrieben dass Du auch die Feier bis spät in die Nacht und mit Jubeltrubel, Party und Tanz aufnimmst hätte man über die z8 reden können.
 
J
Jolie89 kommentierte
Wird ja bei der Hochzeit dazu gehören. Aber ich kann mir nicht vorstellen das da die Z6 bzw. Z6ii komplett versagen würde.
 
B
Brunke kommentierte
@Jolie89 Das ist ein Hinweis, der ins Leere läuft. Man kann und konnte ohne AF fotografieren. Man konnte auch mit Film fotografieren und auch mit Glasplatte. Wir haben aber jetzt 2024. Ein Produkt, das sich heute dem Wettbewerb stellt, muss in seiner Preisklasse vergleichbar liefern. Warum sollte man sich an alter Technik orientieren? Wenn man über den AF der Z6 süricht, war der schon beim Erscheinen der Kamera nicht auf der Höhe der Zeit. Wer den nicht braucht kann auch mit der Z6 glücklich werden. Der Fragesteller spricht aber von Hochzeitsfotografie. Das dürfte nun wirklich ein Bereich sein, wo man sich auch Gedanken über einen schnellen Augen AF machen darf.

Offenbar stört den Fragesteller etwas an der Z6 weswegen ein Update gesucht wird. Der Unterschied zwischen Z6 und Z8 oder Z6III ist sehr deutlich spürbar.
 
volkerm kommentierte
Die Ausgangsfrage kam doch von Jolie89 …
 
Ich würde da Z6III nehmen, alleine wegen des AF. Der ist massiv besser wie bei Z6 oder Z6II. Oder liegt das ausserhalb Budget? Aber für den Zweck heute sicher das Beste. Gerade Hochzeit ist guter Augen-AF nicht zu verachten, Trefferquote dürfte da massiv höher sein.

 
1 Kommentar
Christoph Blümer kommentierte
Der Augen-AF der Z6II ist allerdings bereits ziemlich gut (ich beziehe mich jetzt auf den der Z7II, aber der in der Z6II wird kaum schlechter sein). Da geht eine Menge, immer wieder beeindruckend.
 
Wurden die Testfotos in der gleichen Vergrößerung verglichen?
Ich habe mir die Fotos in Lightroom angeschaut, ja zuerst jeweils in 100% Ansicht. Das ist mir dann auch aufgefallen. 100% Z6 und 67% Z8 in der Ansicht war dann ca. genauso groß.
Aber die Z8 ist ja schon ein Brummer. Mit meinen Zarten Händen wäre sie mir etwas zu groß und auch auf Dauer zu schwer
 
Christoph Blümer kommentierte
Anderer Sensor mit mehr Pixel, 45,7 vs. 24,1 MPix. Ansonsten sind die im Prinzip gleich.
 
Christoph Blümer kommentierte
Nur für Dich mal als Realvergleich bezüglich Rauschens:
Aufgenommen mit der Z7II mit ISO 2000 im Dom von Pisa:



Das selbe Bild, "100%"-Ausschnitt:



Jeden, der da mit "Aber, aber...das RAUSCHEN...!" ankommt, lache ich einfach nur sehr kalt aus.
 
T
Tom.S kommentierte
Zwischen Z6ii und Z7ii ist der unterschied dann nur Mehr Megapixel?

Da gibt es schon noch Unterschiede.
Die Z7II hat Basis ISO64, die Z6II Basis-ISO 100. Eher ein Thema für Landschaftsfotografen, die maximalen Dynamikumfang und Auflösung brauchen.
Die Z7II hat 493 Fokuspunkte am Sensor, die Z6II nur 273.
Die Z7II kann nur 10fps, die Z6II hingegen 14fps.
Die Z7II hat eine andere Videotechnik als die Z6II. Die Videoexperten bevorzugen die Z6-Modelle weil sie mit Oversampling arbeitet. Die genaueren Hintergründe musst dir aus dem Netz suchen, da kenne ich mich zu wenig aus.
 
volkerm kommentierte
Sich beim Rauschen die hellsten Stellen im Bild anzuschauen kann man machen, aber da ist das Rauschen selbstverständlich gering, soviel Physik solltest du verstanden haben. Insoweit ein sinnloses Bildbeispiel.
 
Christoph Blümer kommentierte
Die hellen Stellen sind die, die am auffälligsten sind in einem Bild, deswegen ist das Bildbeispiel entgegengesetzt Deiner forschen Behauptung alles andere als "sinnlos". Und, ja, ich weiß, dass die dunklen Stellen die problematischeren für das Rauschen sind, danke der Nachfrage. Es ging hier um den Aspekt, dass bei ISO 2000 selbst in einer völlig betrachtungsfremden Vergrößerung kein bildlich störendes Rauschen zu sehen ist, was diejenigen als Spinner kategorisiert, die selbst bei modernen Kameras was von "über ISO 400 inakzeptables Rauschen" schwadronieren (man kann da gut erkennen, dass die nie in ihrem Leben chemisch fotografiert haben).

Ich lade Dir aber gerne heute Abend noch einen Ausschnitt aus einer dunklen Stelle des Bildes hoch, wenn es Deine Seele beruhigt.
 
Christoph Blümer kommentierte
Deine Aussage bezüglich der Z6II ist schlicht falsch. Der Abfall ist quasi linear:

 
T
Tom.S kommentierte


Nein es stimmt. Leider hat DXO immer noch die doofe Angewohnheit skalierte Daten zu verwenden. Das ist unbrauchbar. Die vollständigen Auslesedaten der 24MP Sensoren sehen anders aus. Wenn diese Kurven die echten Auslesedaten wären, hätte Nikon mit der Information, dass es sich um einen Dual-Gain Sensor handelt gelogen. Dual-Gain-Kurven ohne "Buckel" gibt es nicht.

Zum Einstieg eine IMHO recht gute Info zu Dual-Gain Sensoren und dem Sweetspot

 
Christoph Blümer kommentierte
Was Du beschreibst, ist beim "Dynamic Range" zu sehen, nicht aber beim "SNR 18%"; mit der bekannten stärker ausgeprägten Charakteristik bei Stacked Sensors:

 
T
Tom.S kommentierte


Man sieht es auch in den Auslesedaten beim Rauschen. Es spielt in der Praxis aber keine Rolle denn ob nun die "Bad-Iso" wegen Dynamik oder Rauschen vermeidet. Wobei die Dynamik bei Hochzeiten mit weißen Brautkleid und schwarzem Anzug ohne immer eine Herausforderung ist.
 
F
Fotograf58 kommentierte
Nein.
 
Ich habe auf der Seite etwas wegen Tiefpassfilter gelesen:

Auf dem Bildsensor der Z6II haben wir, anders als bei der Z7 und Z7II, einen Tiefpassfilter. Dieser Filter nimmt den Kanten etwas Schärfe und glättet die Daten, hat aber auch die Tendenz, einen Teil des Schrotrauschens zu überdecken. Dies ist kein besonders aggressiver AA-Filter, wie wir ihn vor vielen Jahren hatten, aber Sie müssen wissen, dass er da ist, denn dadurch ist die Z6II kein wirklich hochauflösendes Biest mehr, obwohl sie immer noch in der Lage ist, hervorragende 13x19-Zoll-Drucke bei 300 dpi ohne Hochskalierung zu produzieren. Beachten Sie, dass das Aliasing hauptsächlich auf der Längsachse auftritt. Es ist nicht klar, warum Nikon das Aliasing asymmetrisch gemacht hat, aber das Gesamtergebnis ist weniger Aliasing als bei den meisten regulären AA-Filtern.

Heißt das, meine Z6 hat aktuell keinen Tiefpassfilter?
 
Kommentar
Hochzeitfotos kann man mit jeder Z Kamera machen. Ich möchte meinen ob mit Z50 oder Z9 gemacht ist doch egal. Niemand würde das Ergebnis wahrscheinlich unterscheiden können. Viel interessanter ist da schon das Glas davor. Das Nikon oder Tamron 28-75 könnte eine Alternative zum 24-70 f4 darstellen, natürlich auch das Nikkor 24-70 f2.8. Ebenso wäre das 70-180 bzw 70-200 eine Überlegung wert. Alternativ gehen natürlich auch die schon genannten Festbrennweiten wie das 85 f1.8. Jeder fotografiert natürlich etwas anders. Welche Vorlieben du hast, musst du für dich entscheiden. Hätte ich eine Z6, würde ich mir überlegen welches Glas ist das beste für mein Vorhaben. Wenn das Budget begrenzt ist würde ich zum vorhanden Equipment, also der Z6 mit 24-70 f4 ein Nikon/Tamron 70-180mm dazu nehmen.
 
Kommentar
Mein aktuelles Buget ist aktuell knapp 3000€.
Zwar wäre damit eine Z6iii möglich, allerdings fehlen dann dazu Lichtstarke objektive.

Daher wäre eine Idee von mir:

z6ii plus 35 1.8 und 50 1.8 oder 85 1.8

Oder z6 behalten und das 24-70 2.8 und dazu dann 50 1.8 / 85 1.8
 
5 Kommentare
Christoph Blümer kommentierte
Nur der Form halber: Willst Du das professionell-gewerblich betreiben? Da sind Investitionen in "Werkzeug", Betriebsmittel, ja nochmal anders zu kalkulieren, v.a. wegen der Abschreibungen usw. - hier gibt es einige Solo-Selbstständige, die da sicher wertvolle Hinweise geben können.
 
J
Jolie89 kommentierte
Das habe ich für nächstes Jahr geplant. Nur geht’s mir erstmal um die Überlegung was sinnvoll wäre Kamera/objektiv technisch aufzurüsten.
 
T
Tom.S kommentierte
jazzmasterphoto kommentierte


Nun ja, was immer man jetzt noch kauft:

AfA ist 1/6 für dieses, weil halbes Jahr.
Danach zweimal je 1/3 AfA …
Folglich 2027 final 1/6 AfA – und fertig.

.
 
huckabuck kommentierte
Ich werfe mal das Tamron 35-150mm f2.0 in den Raum. Das ist eine sehr gute und vielseitige Linse.
 
Hochzeit ist für die Kamera und natürlich auch für den Fotografen etwas anspruchsvolles.
Die entscheidende Momente zu vermasseln weil der Af nicht perfekt mit macht ist richtig mies. Das Licht kann durchaus schwierig werden und auch bei tanzbewegungen zusätzlich kann's schnell eng werden.

Gruß, Stefan
 
Christoph Blümer kommentierte
Redundanz zu belächeln ist töricht. Was machst Du denn, wenn die Kamera wirklich mal streikt oder im Getümmel zu Boden geht und dann "Err" anzeigt? Auftrag abbrechen? Du wirst dann so viel Negativ-Mundpropaganda haben, dass das Geschäft tot ist, bevor es richtig flog, denn die Konkurrenz in dem Segment ist brutal. Als Profi bei Hochzeiten hätte ich *immer* ein Ersatzgehäuse in der Tasche, und wenn es nur eine Z5 oder gar Z50 wäre. Ob man parallel mit 2 Kameras im Anschlag rumrennt, ist mehr eine Frage des persönlichen Stils, keine zwingende Notwendigkeit, aber die Basis sollte abgesichert sein.
 
schneemann kommentierte
Zwei Kameras halte ich letztlich auch für notwendig, wenn man als bezahlter Dienstleister aufläuft! Es kann immer mal eine Kamera kaputt gehen. Dann wäre es, speziell bei einer Hochzeit, schön, wenn sich der Fotograf nicht einfach in den Feierabend verabschiedet.

Wobei als backup z.B. eine Vorgängercam ausreicht. Es geht ja um den wirklichen Notfall, um wenigstens einen Teil der geforderten Leistung zu erbringen.
 
Swisshead kommentierte
Ja genau deswegen hab ich immer 2 Bodys auch in den Ferien dabei. Sollte eine aussteigen, kann man trotzdem weiterhin noch Bildchen machen. Meistens sogar als letzte Notreserve noch die kleine Ricoh GRIII irgendwo im Koffer, sollte mal beide grossen wegkommen. Ist auch etwas, womit man in anderen Ländern durchaus rechnen muss. Daher auch jeden Abend schnell die RAW in die Cloud laden.
 
Christoph Blümer kommentierte
Im Urlaub sehe ich das wiederum entspannter, falls es nicht die eine unwiederbringliche Reise des Lebens ist, wo Fotografieren eines der wesentlichen Ziele ist - sprich, wenn die Reise ohne Fotoergebnisse eigentlich eher zweckfrei war.
 
T
Tom.S kommentierte


Zwingend ist gar nichts. Du musst nur erfolgreich sein d.h. Aufträge bekommen und die Kunden müssen zufrieden sein. Ich habe mir einige Jahre meinen Lebensunterhalt als freischaffender Fotograf verdient und eine alter Hase aus der Branche, der mich unterstützt hat, hat mir zu aller erst klar gemacht, dass man als Anfänger so wenig wie unbedingt nötig anschaffen soll. Sonst verhungerst du in dem Job. Klar birgt das auf Dauer gewisse Risiken aber die hat man am Anfang nun mal. Aber dass ein wichtiges Bild nicht gelingt oder erst gar nicht gemacht wird, hat maximal in <1% mit einem Kamera/Objektivdefekt zu tun.
 
Hi Jolie,

Also wenn du das "Durchstarten" in Bezug auf Hochzeitsfotografie meinst, dann wirst du mit einem Budget von 3000 € nicht weit kommen. Denn dann solltest du als erste und wichtigste Voraussetzung die Ausstattung mit zwei Bodys im Auge haben. Einen Hochzeitsauftrag anzunehmen ohne eine Backup- Kamera würde mir jedenfalls nicht einfallen. Ich selber bin mit der Z8 und der Z6II ausgerüstet und habe (neben einem engagierten Hochzeitsfotografen) auf der Hochzeit meines Sohnes mit der Z6II etwas geknipst. Sie hat für alle Situationen völlig ausgereicht!
Dann würde ich, bei der guten High- Iso Performance aller Z- Kameras am Anfang vielleicht noch bei dem 4/24-70 bleiben und dem zweiten Body nen 1.8/35 oder 1.8/50 und zusätzlich ein 1.8/85 spendieren.
Das Zoom bietet dir eine gewisse Flexibilität, die 1.8er Brennweiten gute Freistellung und höchste Bildqualität. Dazu würde ich auf jeden Fall noch in mindestens einen sehr guten Systemblitz investieren.
Ich Blitze zwar auch nicht gern, aber manchmal ist es mMn. halt unausweichlich. Gegenlichtsituationen oder wenn es wirklich richtig dunkel ist.
Ja, es gibt Fotografen, die wandeln ihre mit 12800 oder noch höherer Iso fotografierten Bilder in Schwarz/Weiss um und verkaufen das Ergebnis dann als Kunst, aber mMn muss das alles im Rahmen bleiben.

Darüber hinaus bleibt wohl nur noch zu sagen, dass bei der Hochzeitsfotografie nicht unbedingt die technische Ausstattung allein die Qualität der Bilder bestimmt.

Gruß
Jürgen
 
T
Tom.S kommentierte


So wie du das schilderst, war es vor 35 Jahren aber nicht vor 15 Jahren. Vor 15 Jahren sind die Hochzeitsfotografen in der Mehrheit mit einer Canon 5DMKII oder 1DS MK IV rumgelaufen und ein paar Verwegene mit der D3/D700.
 
Jürgen Kuprat kommentierte


Ja, ich gehörte zu den Verwegenen...
Aber du hast tatsächlich Recht, wie schnell doch die Zeit vergeht
 
Christoph Blümer kommentierte
Sorry, aber das halte ich für Quatsch. Vor 15 Jahren, im Jahr 2009, habe ich auf 3 Hochzeiten fotografiert - 1x auf expliziten Wunsch des Paares (noch analog), 2x mit Erlaubnis der Paare privat zusätzlich (digital). Es ging bei allen um Dokumentation des ganzen Ereignisses. Bei den beiden Hochzeiten, wo ich digital fotografierte (2 und 3), erlebte ich folgende Szenarien:

Hochzeit 2: 2 Profis mit mEn Canons zugange von Kirche (mit Blitz in der Kirche...urgs...) bis spät abends Party nach dem Essen (große Gesellschaft), und am Ende der bis heute vorgetragene Kommentar des Bräutigams "Gut, dass Du damals Fotos gemacht hast, Deine waren viel schöner, viel lebendiger vom Ereignis!"

Hochzeit 3: 1 Profi mit einer D200 zugange von Kirche bis zum frühen Abend bei der Party, dann Abgang; auch da habe ich dann großen Dank für die ergänzenden Bilder bekommen.

Sprich: Dein "heute" war damals für die Paare schon aktuell. Es wurde nur mit den damals zur Verfügung stehenden technischen Mitteln gemacht, und der Mangel an leicht kaufbaren hochempfindlichen Filmen (bei ISO 400 war Schluss im Einzelhandel, Katastrophe!) hat damals nach Hochzeit 1 meinen Abschied von der FA in Richtung D90 getriggert.
 
volkerm kommentierte
Als Backup-Fotograf (ohne Druck abliefern zu müssen) kann man andere Bilder machen, das kennt wohl jeder von uns. Aber darum geht es hier nicht.
 
Christoph Blümer kommentierte
Es ging an sich klar erkennbar um was anderes: Vor 15 Jahren wurden Hochzeiten bereits komplett von A bis Z durchfotografiert, und zwar nicht nur von den anwesenden Gästen, sondern auch von engagierten Profis.

Im Übrigen halte ich einen Profi, der unter Druck seiner Arbeit keine lebhaften, schönen Bilder abliefert, für inkompetent. Meine waren damals sicherlich okay, hübsch, aber echtes Geld hätte ich damals dafür wohl nicht verlangen wollen. Dem Paar von Hochzeit 2 sind sie allerdings bis heute mehr wert als die bei den 2 Profis bestellten und bezahlten Bilder, ohne dass wir ein extrem enges Freundschaftsverhältnis hätten.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich würde mir das Plena 1.8/135 oder das 1.2/85mm noch dazu kaufen. Das sind wunderbare Linsen und alle Leute sind begeistert wenn sie die Bilder mit Offenblende sehen. Das grösste Problem sind aber die Kunden wenn sie dann ihre Fotografiermine auflegen und dann kann du mit einem 135er genügend Abstand halten. Ich hatte selber vor einem Monat ein Paar-Shooting (er Fotograf, Sie eine Modemacherin) gemacht und alles mit dem 135er mit Offenblende oder 2.0 und von den Aufnahmen waren alle total begeistert. Gruss Wolfgang
 
1 Kommentar
J
Jolie89 kommentierte
Das wäre ein Traum, dafür muss ich allerdings noch lange Brötchen backen und verkaufen und auch Aufträge bekommen.
 
Ich habe jetzt zwar nicht die große Erfahrung mit Hochzeiten fotografieren aber seid ihr euch mit den Empfehlungen der Festbrennweiten bei der vorhandenen Ausrüstung sicher?
Ja, für das Paarshooting sind die meistens besser geeignet und bringen schönere Freistellungen aber für das Fotografieren bei der Zeremonie, der Feier, vor der Kirche usw. wäre mir das zu unflexibel. Da finde ich 2,8er Zooms wesentlich flexibler und für die Freistellung noch ausreichend.
Plena ist super, bei dem Budget aber doch eher unter ferner liefen und wäre für mich das i-Tüpfelchen, wenn sonst keine Lücken mehr bestehen.
Mir fehlt bei den Empfehlungen vor allem das Tele oder Macro für Details.

Wenn du an Systemblitz denkst, dann kaufe dir bitte keinen Nikon-Blitz, sondern lieber gleich einen Godox mit Funk-Fernauslöser, da bekommst du wesentlich mehr für dein Geld und bist flexibler.
 
J
Jolie89 kommentierte
Ohh an sowas wie Weitwinkel habe ich noch garnicht gedacht. Stimmt, Platz technisch ist manchmal nicht viel zu machen. Wenn ich an die Standesamtliche Hochzeit von meiner Cousine denke…
 
C
Christian B. kommentierte
Deine Cousine hat ein Standesamt an?
 
J
Jolie89 kommentierte
Jürgen B. kommentierte

Ich nutzte Weitwinkel gern und häufig. Vergiss aber dabei bitte nicht, das extreme Weitwinkel bei Personenaufnahmen nicht unproblematisch sind. Die zum Teil extremen Verzeichnungen führen zu unschönen Figuren, Köpfen etc. Da brauchst du dann gegebenenfalls auch ein Bildbearbeitungsprogramm, das diese Verzeichnungen auch adäquat korrigieren kann.

Gruß
Jürgen
 
J
Jolie89 kommentierte
Ich werde es auf jeden Fall berücksichtigen bei meiner Absicht, zusätzliche Z Objektive zu kaufen
 
Es gibt im Netz diverse Videos, die beschreiben, dass man auf Hochzeiten nix anderes als das Tamron 35-150 F2-2.8 benötigen würde. Deshalb wäre dies mein Vorschlag. Dazu die Z6II gebraucht, das 24-70/4 verkaufen und vom Erlös und dem Rest des Hauptbudgets ein Nikon Z 17-28 F2.8 oder das Nikon Z 14-30 F4 kaufen für weitwinkligere Aufnahmen falls gewünscht. Könnte sich gerade so ausgehen mit dem Geld wenn man Geduld und Glück hat, vielleicht mit kleinem Aufschlag.
Jedenfalls wäre man damit mit 2 Kameras und Brennweiten von 17 bis 150mm bei mind. Lichtstärke 2.8 (beim großen Zoom sogar noch darunter bis in hohe Brennweiten) oder gar angefangen bei 14mm, dann aber eben nur mit Lichtstärke/Blende 4 bis Brennweite 30, sehr gut aufgestellt. Und wie gesagt, die Hochzeitsfotografie Youtuber hatten sogar nur das eine dabei und brauchten kein UWW dazu.
 
1 Kommentar
Christoph Blümer kommentierte
35 mm kann bei einer großen Gesellschaft in etwas platzbeschränkter Location schon zu lang für das Gruppenbild sein. Mir fallen Treppen/Vorhöfe diverser Kirchen oder Standesämter ein, in denen ich geladener Hochzeitsgast war, wo das Weitwinkel gar nicht weit genug sein konnte. Mit 35 mm wäre man da teils bitter verloren gewesen.
 
Wenn es um ein professionelles Tool für die Event- und Hochzeitsfotografie geht, bietet die Sony A7IV eine sehr gute Trefferrate, man kann die Fotos der Braut, etc. im AF-Bereich hinterlegen - dann geht der AF beim Gruppenbild automatisch auf die Pupille der Braut und die Kamera ist derzeit richtig günstig. Dazu noch das Tamron 28-75/2.8 G2 und notfalls mit ein paar Festbrennweiten abrunden. P/L-Verhältnis, man wird keine besser Kombi für den Zweck finden.

Sorry, aber mit der Z6II das ist doch vergleichsweise rumgehampel.

Schau selbst mal bei YouTube, hier mal ein Beispiel:

 
Zuletzt bearbeitet:
5 Kommentare
Bworld kommentierte
Wenn ich die Kamerahaltung sehe, weiß ich schon, dass das Video nichts mit meiner Art zu fotografieren zu tun hat. Das schaue ich mir erst gar nicht an.
 
HaDiDi kommentierte
Wer nicht verwirrt werden möchte, schaut sich besser so ein Video nicht an. Wer dagegen für sich das beste Tool sucht schaut auch mal über den Tellerrand. Und natürlich ist alles freiwillig!
 
T
Tom.S kommentierte
Nachdem die TO schon im Eingangspost einen Umstieg auf Canon angedacht hat, wäre der Umstieg auf Sony natürlich genauso ein Option. Damit wäre der größte Fortschritt in Sachen AF erreicht. Mir ist nur nicht ganz klar wie sich das mit 3k Euro ausgehen soll wenn die Z6 als Zweitgehäuse bleiben soll.
 
Gianni33 kommentierte
@HaDiDi
Ohne dieses Video gekannt zu haben, fotografierte ich bei der kürzlich stattgefundenen Hochzeit meines ältesten Enkels ebenfalls mit meiner Sony A7IV und fast ausschließlich mit dem FE 35mm/1.4 GM.
Für Fotos in engen Räumen oder Gruppenfotos hatte ich noch das FE 24mm/1.4 GM dabei, das aber nur wenig zum Einsatz kam.
Für Halbporträts hätte ich noch ein lichtstarkes 50er oder 85er mitnehmen können, aber das mache ich bei der nächsten Hochzeit eines meiner bislang noch ledigen 4 Enkel....
 
Zuletzt bearbeitet:
Rudi kommentierte
Auf der Hochzeit in New York im Sommer waren fast alle mit Sony R IV oder V und dem 135er am Start. Es wurde auch viel gefilmt, ich kann nicht beurteilen wie gut da die Nikon Z6 oder Varianten aufgestellt sind. Video spielt wohl mehr als früher eine Rolle auf Hochzeiten.
 
und am esten von allem ein Backup. Weil es kann ja nicht nur die Kamera streiken, auch ein Objektiv kann kaputt gehen oder der Blitz fällt 20 Meter weit runter und das Auto kann streiken und . . .
Also alles doppelt und dreifach mithenmen.
Man weiß ja nie und
Sie sind überall.
 
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