Man muß die Trennlinie mit Bedacht und möglichst exakt platzieren, damit man den Übergang nachher nicht sieht. Im Sucher sieht man die Trennlinie nur gut, wenn man die Abblendtaste betätigt. Danach muß man die loslassen und dann kann man das Bild machen. Wenn man dazwischen wieder rumgewackelt hat, ist die Linie wieder woanders.
Klar, irgendwie wird's gehen, aber das Gefummel und der Frust nachher, wenn man feststellt, daß man das Bild mal wieder versaut hat, würde mich erheblich mehr nerven als ein Stativ tragen zu müssen.
Hmmmm. Passiert dann wahrscheinlich bei stärkeren Abdunkelungen, oder?
[ich hab einen ND4 mit Verlauf in der Mitte (ok, ND4 ist jetzt nicht soooo der Bringer, das hab ich schon gemerkt, ich brauch noch einen ND8), da funktioniert das eigentlich relativ problemlos, der Übergang ist weich, bei der Problematik "heller Himmel, dunkle Schatten" funktioniert das... aber fairerweise muss ich dazu sagen, dass mir das Gefummel mit dem Adapterring, Filterhalter und den Filterscheiben selbst meistens zu blöd ist ]
Der Polfilter macht den Himmel dunkler, die Wolken leuchten genauso oder schöner als ohne, d. h. noch heftigere Helligkeitsunterschiede im Himmel. Davon dürfte die Matrixmessung nicht profitieren, oder? Dürfte man wohl noch stärker korrigieren dürfen... allerdings hab ich da noch nie so drauf geachtet...
Das Problem sind nach meiner Meinung nicht die Helligkeitsunterschiede im Himmel sondern der Helligkeitsunterschied zwischen Himmel und schattigem Vordergrund.
Ein Polfilter kann helfen, indem er insgesamt die Kontraste besser raushebt und die Farben verstärkt. Er ist nach meiner Meinung aber kein Hilfsmittel für eine korrekte Belichtung. Da hilft nur ein Blick auf die Spitzlichter und/oder das Histogramm und eine Belichtungskorrektur wenn notwendig.
Gruß, Kai.
P.S.
Ich versuche solche Lichtsituationen zu meiden. Fotografiere lieber morgens oder abends, wenn das Licht weicher ist. Das kann man sich aber sicherlich nicht immer aussuchen.