Wald Wiesen Wasser .......Wanderungen bei Wind und Wetter

Wenn die Sonne sich so langsam vom Acker macht,
dann beginnt die schönste Zeit des ausklingenden Tages.
Mit Kamera und Objektiv mache ich mich nochmals auf dem Weg und erkunde die Umgebung.
Was am Tage bei direktem Sonnenlicht uninteressant wird oder einen extrem ungünstigen Kontrastumfang aufweist,
wird zu dieser späten Stunde neu verpackt.
Man hat ja Zeit. Es drängt nichts. Kein Heimweg, keine Pflicht.
Nur der Schlafsack wartet. Geduldig ohne Druck.....




 
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Ich bin absolut kein Libellenexperte.
Da haben manch andere hier viel mehr Erfahrungen und herausragende Ergebnisse.
Was mich wunderte, selbst wenn die Sonne schon längst untergegangen ist,
schwirren in der Dämmerung vereinzelt die Helikopter noch umher.




 
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svantevit kommentierte
Danke dir! Du hast es erkannt. Mir geht es weniger darum, formatfüllend mit Extrembrennweite zu erfassen sondern mehr um
die Gestaltung insgesamt.
Einbezogen Details, Licht, Bokeh, Effekte, Positionierung des Hauptobjektes machen mir mehr Spass und sind mein Ansporn.
 
Am Abend steigt sofort die Luftfeuchtigkeit und man muß darauf achten das der Schlafsack nicht offen liegt.
Trotzalledem will ich immer nochmals raus.
Das Erlebnis ist einfach zu schön um es an den Schlaf zu verschenken.
Schlafen kann man das ganze Leben, wenn man möchte.
Hier gilt, wer zuviel schläft hat zwar trockene Socken aber verpasst das Leben der Nacht mit samt Geräuschen und Stimmungen.







 
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Bettina kommentierte
Ich schaue hier immer wieder sehr gerne rein. Danke für deine Art, uns mitzunehmen. Für mich sind das sehr wertvolle Geschenke.
 
svantevit kommentierte

Freut mich sehr, wenn Geschenke den Nerv getroffen haben und nicht gleich nach dem auspacken wieder in die Ecke wandern.
 
Die Nacht im Schlafsack, so wohlig warm und beschützt, frei und eins mit der Natur ist unbezahlbar.
Mal schläft man fest durch, zeitweise lauscht man in Abständen immerwieder in den Wald.
Treibt sich allerhand dort rum. Stimmen die man nicht identifizieren kann. Selbst Gezwitscher ist keine Seltenheit.
Der Himmel Richtung Osten verändert sich langsam ganz sacht in die Morgendämmerung.
Sterne verblassen. Die Sonne benötigt noch viel Zeit bis sie grüßt.
Aber die Tierwelt ist schon längst erwacht. Konzert aus allen Richtungen. Tapfere Frühaufsteher.
Nun beginnt der innere Kampf mit sich selbst. Gemütlich weiterschlafen? Ja? Nein?
Ich motiviere mich dann hartnäckig. Die schönste Zeit im Jahr und du liegst hier und verpasst die Chance.
Raus Junge! Schuhe an. Wird feucht. Jacke drüber. Zähne putzen kann man später. Kaffe gibts dann auch.
Kamera, Tele, Weitwinkel. Das reicht. Ab den Sandweg entlang zur Lichtung.......




 
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Langsam schleiche ich mich im Schatten der Gräser und Baumgruppen bis zur Lichtung heran.
Jeden Morgen und Abend verweilen sie dort.
Richtiger und erfolgreicher wäre es sicherlich, ganz nah und gut getarnt im Zelt sich schon nachts auf die Lauer legen.
Soweit wollte ich es nun auch nicht treiben. Da schläfst ein, und alles ist vorbei
Nun, einige konnte ich wieder beim Frühstück erwischen.
Oft schauen sie und lauschen. Spitzen die Ohren und schnüffeln. Dann halte ich ganz still obwohl sie mich sehen.
Mann, das kann dauern! Bis sie sich beruhigen und weiter grasen hab ich mittlerweile irgendwo 'nen Krampf.




 
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So ist es nun mal. Kein Spitzenbild. Das Wild hat sich mit vollen Magen davongeschlichen.
Die Sonne steigt immer höher und zieht den Nebel mit.
Ich begebe mich auf dem Weg zurück. Hosenbeine, Goretexschuhe, Socken haben alles aufgenommen was so geht.
Gummistiefel, Gummistiefel !!!! Welch ein Luxus.
Der Kaffee wartet. Und für alle die diese Morgentour verfolgt haben.....Ja doch ! Ich putze mir gleich die Zähne !
Letzte Bilder bis zur Kaffeetasse......











 
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Die Zähne sind geputzt. Der frische Kaffee getrunken. Das Frühstück spartanisch ohne Luxus.
Den benötigt man nicht. Verzichten und geniessen mit dem was man hat. Hotel und Theke? Nicht mein Ding.
Weniger ist mehr. Gerade hier.
Wir verabschieden uns vom Wald mit seiner reizvollen Stille, Geräusche, Schatten, Licht, Trockenheit, Morgentau.
Duft und Wind im Gesicht.
Ein Konzert mit allen denkbaren Instrumenten.....

Auf gehts! Nach Rügen. Morgen geht die Fähre nach Bornholm.




 
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