Ich sehe da in diesem Fall keinen Unterschied.
Das mag den ein oder anderen verstören aber die "humanste" Lösung dürfte hier die schnelle Erlösung sein. Ob man einem Wild- und Fluchttier wie einem Reh mit der Prozedur des (ohnehin schwierigen) Einfangens und pflegens einen Gefallen tut halte ich für sehr fraglich. In einer Natur mit entsprechenden Beutegreifern stellte sich diese Frage ohnehin nicht.
Schon gar nicht vor dem Hintergrund, dass Rehe in Deutschland nirgendwo selten sind und andererseits ohnehin bejagt werden müssen.
Ich denke es ist das Beste, in einem solchen Fall den Jäger vor Ort zu verständigen, der sich dann um alles weitere kümmert. Leider passiert das noch nicht einmal bei Verkehrsunfällen zuverlässig.
Gefühlt ist derzeit wieder Hochsaison für Wildunfälle. Zum einen werden bei den Rehen noch teilweise die Reviere ausgekämpft, was zu erhöhter Aktivität führt. Zum anderen führt in dieser Zeit die Wiesenmahd grundsätzlich immer wieder zu schweren, meist tödlichen Verletzungen. Bei den heute praktikablen Arbeitsbreiten und Arbeitsgeschwindigkeiten der Mähgespanne wachsen die Verluste, auch unter erwachsenem Wild, immens. Wir suchen zwar die Flächen vorher ab, wenn wir denn informiert werden, und stellen Scheuchen auf aber auch das rettet nicht alle.