Meines Wissens nach haben doch die Z Objektive einen größeren Durchmesser als das F-Bajonet. Weshalb liegen denn hier die Anfangsblenden bei f1:4 bzw. f1:1,8? Ich hätte erwartet, dass man hier wesentlich lichtstärker ist, da ja der Sensor immer noch Kleinbildformat hat.
Habe ich das was nicht verstanden?
Bei der ganzen Diskussion wird auch immer vergessen, das die Microlinsen auf dem Sensor auch einen T-Stop haben - wenn man sich an dem Wort "Lichtstärke" festhält.
Die Mikrolinsen sind keine abbildenden Objektive und haben keinen T-Stop. Sie sind ja nicht einmal rund, was schon die Definition eines F-Stops verhindert
Der Effekt wird branchenüblich mit dem Füllfaktor beschrieben. Dies ist das Verhältnis der Photonen, die den lichtempfindlichen Bereich eines Sensels treffen, zu den Photonen, die die gesamte Oberfläche des Sensels erreichen, ohne Berücksichtung eines evtl. Bayer- oder AA Filters. Da sind Absorptionseffekte i.d.R. inkludiert.
Füllfaktoren sind heute nahe 1. Bei frühen MF Kameras waren sie eher klein und haben zu überproportionalen Digitalisuerungsartefakten geführt, die einige mochten, da sue besonders scharfe Bilder erzeugen können.
Die Mikrolinsen sind keine abbildenden Objektive und haben keinen T-Stop. Sie sind ja nicht einmal rund, was schon die Definition eines F-Stops verhindert .........
Für mich ist dieser Punkt etwas heikel. Microlinsen sind nicht durchsichtig, sie haben Transmissionsverluste. Microlinsen haben eine Öffnung, vielleicht hätte ich nicht F-Stop (Focal Length) schreiben sollen sondern Aperture Stop. Auf der anderen Seite Microlinsen fokussieren Licht in einem gewünschten Winkel z.B. durch Versatz/geänderte Anordnung um in den Randbereichen besser zu funktionieren. Zusammen mit dem CFA Design bestimmen sie auch das Übersprechen zwischen den Sensels durch schräg einfallendes/vagabundierendes Licht. Das Ganze hat für mich schon eine bildgebende Wirkung auch wenn wir hier nicht von einem abbildenden Objektiv reden.
Ich kann mich an Diskussionen vor vielen Jahren erinnern (da ging es eigentlich um Opcodes in den RAW Daten) wo Canon Anwender Bilder mit einem F1.2 Objektiv und Bilder ohne Objektiv gemacht hatten. Das Bild mit Objektiv war heller als das ohne Objektiv . Das Bild mit Objektiv wurde durch die Opcodes von der Belichtung - für den Anwender nicht sichtbar - nach oben korrigiert.
Mit welchen Wert bzw. welcher Maßeinheit würdest Du die Transmissionsverluste durch die Microlinsen / das CFA Design beschreiben?
F- und T-Stops sind wohl definierte Begriffe für echte Objektive. Diese Begriffe möchte ich nicht in einer verwirrenden und ungebräuchlichen Weise verallgemeinern.