...man nehme eine Melodie und mische die Töne mal gehörig. Aber die Melodie bleibt immer dieselbe, man fügt Töne hinzu, legt welche beiseite. Eine gängige musikalische Art mit Tönen umzugehen. Bach kannte sie, Mozart, Händel usw.
Da ich im Moment etwas bei Händel erneut hänge ist mir die Suite Nr. 5 über den Weg gelaufen. Variationen über diese unglaublich schöne Melodie.
Um im Moment kommt mir unsere Gegend auch sehr in Variationen vor: man nehme die gleiche Gegend und erkundige sie täglich. Dieselbe Gegend sieht aber immer anders aus ...
Lebensvariationen. Man lebt, aber es variiert immer ein bisschen. Langeweile kommt selten auf. Auch wenn man von Grund auf mit der Zeit der Gleiche bleibt ...
Danke Margot. Es ist gleichermassen faszinierend sich von Bekanntem fangen zu lassen wie von Neuem.
Es ist einfach anders. Ich hatte mit Helmut eine spannende Diskussion als wir einen gemeinsamen Nachmittag verbrachten vor den Weihnachten.
Sich einlassen in das Aussen ist komplett unabhängig vom jeweiligen Ort. An neuen Orten ist es einfacher, weil ich dann neuen Reizen ausgesetzt bin und es von daher einfacher scheint.
Aber ich bin mir nach Jahren der Fotografie nicht mehr sicher, ob ich meine Aussenwelt "besser" ins Licht rücken könnte, nur weil sie für mich neu ist.
Und so ist es wie mit den Variationen. Aus einer bekannten Melodie Variationen zu "kreieren", bedeutet sehr viel an Zulassen von Tiefe...so zumindest empfinde ich es.
Es ist der "Prozess" wie ich ihn oben beschrieben habe. Oft kann ich nicht sagen, wie die Ansichten zu Stande kommen. Helmut hat mich sehr genau gefragt, aber ich konnte es nicht sagen.
Es ist für mich so, als ob ich mich zwar "bewusst" in eine Welt begebe. Und dann erreichen mich Motive. Warum weiss ich oft nicht, oder nur andeutungsweise ...
Freude macht es auf alle Fälle. Und wenn ich Euch damit auch eine Freude machen kann ...