Der Schwede Carl Linnaeus, Vater des modernen Artenklassifizierungssystems, gab dieser Art den lateinischen Namen Chroicocephalus ridibundus, was in etwa 'Lachender farbiger Kopf' bedeutet. Daraus entstand ihr deutscher Name. Grundlage war hier wie dort ihr meckernder Ruf.
Die Magellangans zählt zu den sogenannten Halbgänsen, die irgendwo zwischen Gans und Ente angesiedelt sind. Bei ihr ist der Geschlechtsdimorphismus, also der Unterschied zwischen den Geschlechtern, besonders ausgeprägt. Das oben ist ein Weibchen.
Zum Vergleich zeige ich auch den (hier gerade mal nicht fliegenden) Magellangänserich:
Diese nur in Neuseeland vorkommende Möwenart zählt ebenso wie die vorgestern gezeigte Lachmöwe zur Gattung Chroicocephalus, was 'Farbiger Kopf' bedeutet. Warum, wissen wohl nur Ornithologen.
Den Nachtreiher findet man fast weltweit, in Europa jedoch nur noch im Osten und Südosten. Bis ins 19. Jahrhundert hinein war er bei uns noch heimisch.
Diese Art stand in den 1950ern kurz vor dem Aussterben. Gerettet hat sie die Myxomatose, auch Kaninchenpest genannt: Durch diese Viruserkrankung wurden nämlich Kaninchen, der ärgste Freßfeind* dieses Vogels, auf dem Australischen Kontinent so stark dezimiert, dass sich die Population der Nasenkakadus wieder erholte.
Des Einen Leid, des Anderen Freud…
* Beide Arten ernähren sich vor allem von Wurzeln und Knollen.
Der Nachwuchs ist Schuld: Der muss in den ersten zehn Lebenstagen von 50 auf etwa 600 Gramm zunehmen und schreit daher nahezu unablässig nach Futter. Daher hat diese Storchenart ihren deutschen Namen.