Arte startet eine neue Serie, die für alle Liebhaber der Astrofotografie sicher interessant ist. Fotograf und Wissenschaftsjournalist Serge Brunier führt durch die einzelnen Folgen.
Newton war erst 23 Jahre alt, als er in der Abgeschiedenheit auf dem Land die ersten Ideen zu seiner Theorie entwickelte. Am selben unspektakulären Ort kam Newton durch Experimente mit Lichtspalt und Prisma zu dem Ergebnis, dass weißes Licht zusammengesetzt ist und durch das Glas in seine Farben zerlegt wird. Auf diese Weise konnte er die Entstehung des Regenbogens erklären. Der Grundstein für die Optik und die Astrophysik war gelegt und 1672 baute er sein erstes Spiegelteleskop.
Wenn man die Milchstraße sehen will, muss man sich nur weit genug aufs Land begeben; überall auf der Welt kann man sie mit bloßem Auge beobachten. Doch am dunklen Nachthimmel der chilenischen Anden kann man die Milchstraße am besten in ihrer gesamten Schönheit bewundern.
In dieser Folge begibt sich Serge Brunier auf die Spuren des Mars. Dabei verschlägt es ihn nach Los Angeles, wo er einen Marsbewohner der besonderen Art kennenlernt: den Rover “Curiosity”. Der Roboter wird von der Erde aus gesteuert und sammelt seit drei Jahren wertvolle Informationen über die Marsoberfläche.
Serge Brunier unternimmt mit dem französischen Physiker Etienne Klein eine Reise durch Materie, Raum und Zeit. An der französisch-schweizerischen Grenze besucht er das Forschungszentrum Cern, in dem sich der gigantische Large Hadron Collider (LHC) und damit der leistungsstärkste Teilchenbeschleuniger der Welt befindet.
Das Firmament über Australien begründete zahlreiche Mythen der Aborigines. Heute beobachten Astronomen den Südhimmel vom berühmten Parkes-Observatorium aus. Es wurde vor allem durch die Übertragung der ersten Mondlandung bekannt.
TV-Tipp: Zwischen Himmel und Erde. Das Rätsel der Quasare
Die heutige Folge führt auf nach Hawaii, das – mitten im Nordpazifik gelegen – ein Paradies für Astronomen ist. Nicht zuletzt deshalb, da der Vulkan Mauna Kea auf Big Island das größte astronomische Observatorium auf der Nordhalbkugel beherbergt. Von hier aus richten Astronomen den Blick auf die entlegensten Gefilde des Kosmos.
Serge Brunier geht in der heutigen Folge spektakulären Wetterphänomenen auf der Erde, aber auch auf anderen Planeten wie Mars, Venus oder Jupiter, auf den Grund. In den Zentralpyrenäen, auf der Sternwarte des Pic du Midi, betrachtet er mit Hilfe des Ein-Meter-Teleskops eindrucksvolle Sonnenprotuberanzen und beobachtet, welche Stürme in den Atmosphären unserer Nachbarn wüten.
Nicht nur auf der Erde gibt es ewiges Eis. Auch der Mars besitzt eisbedeckte Pole, und der Jupitermond namens Europa ist vollständig von Eis umschlossen. Diese Beobachtungen macht der Fotograf und Schriftsteller Serge Brunier im Observatorium Kjell Henriksen auf Spitzbergen. Außerdem gelingen ihm auf der Inselgruppe nördlich des Polarkreises seine ersten Aufnahmen von den legendären Polarlichtern. TV-Tipp: Zwischen Himmel und Erde. Spitzbergen
Am Rande des Vulkankraters des Caldera de Taburiente auf der Insel La Palma befindet sich eines der weltweit größten Spiegelteleskope. Damit lassen sich zahlreiche Planeten, Asteroiden, Kometen und Galaxien beobachten. Ein besonderes Augenmerk legen die Wissenschaftler auf die Erforschung der beeindruckenden Sonneneruptionen und die Auswirkungen der Sonnenwinde. Der französische Fotograf und Schriftsteller Serge Brunier hat die Sternwarte auf dem Roque de los Muchachos besucht.
Astronomie wurde in Chile schon immer großgeschrieben. Astronomische Beobachtungen der präkolumbianischen Zivilisationen beeinflussten ihre Kulturzyklen und Fruchtbarkeitsmythen. Das Volk der Atacameños glaubte beispielsweise, dass der Mond beim Tod eines Menschen Sterne gebiert, die die Seelen der Verstorbenen enthalten. Nach jener Weltvorstellung spiegelt sich das Leben auf der Erde im Himmel wider und umgekehrt. Heute ist das Dorf San Pedro de Atacama am Fuße der Anden eine Hochburg des Astrotourismus. Serge Brunier trifft hier seinen langjährigen Freund Alain Maury. Auf seinem Grundstück hat Alain ein kleines Paradies für Astronomen errichtet.
Die aktuelle Folge führt Serge Brunier in das von Wüsten und Savannen geprägte Küstenland Westafrikas. Doch ist Namibia nicht nur für seine Landschaft bekannt, sondern auch für seine wundervolle Tierwelt und einen der schönsten Nachthimmel des Planeten. Hier befindet man sich direkt am südlichen Wendekreis. Wie die meisten Hobby- und Profi-Astronomen aus aller Welt träumt Serge Brunier seit Jahren davon hierherzukommen, um Nebel, Sterne, Galaxien und Teile der Milchstraße zu betrachten, die in der nördlichen Hemisphäre nicht sichtbar sind.
TV-Tipp: Zwischen Himmel und Erde. Namibia - Eine himmlische Safari
Seine heutige Sternenreise führt Serge Brunier auf den Pico del Veleta, den zweithöchsten Berg der Sierra Nevada in Spanien. Von hier aus kann man Sternschnuppenregen beobachten und bestaunen. Ein wahres Schauspiel, wenn man bedenkt, dass es die Kometen sind, welche entlang ihrer Bahn um die Sonne Staubteile erzeugen, die durch ihren Eintritt in die Atmosphäre so ein Ereignis erst möglich machen.
Es ist das siebtgrößte Land der Welt und nach China das bevölkerungsreichste: Indien schickt heute Satelliten ins All, baut Riesenteleskope und ist führend im Bereich Hochtechnologie. Doch mit dem Himmel und den Planeten verbindet die Hindus eine einzigartige Geschichte. Der Kult um die Planeten bereitete den Weg zur indischen Astrologie, die seit Jahrhunderten das Leben der Hindus bestimmt. Serge Brunier sucht außergewöhnliche Sternwarten aus Stein auf, die jene traditionelle Verbindung zwischen Astronomie und Astrologie eindrucksvoll aufzeigen.