Eindeutig SW.
Das hat aber eher den profanan Grund das mir SW grundsaetzlich besser gefaellt als Farbe
Ansonsten koennte man argumentieren, das Farbe nur dann sinnvoll ist wenn es entweder Information enthaelt (die beim SW verloren gegangen waere) oder es eine weitere Bildaussage hinzufuegt.
Genau diese Aussage würde ich auch als Ausgangspunkt für die Überlegung, ob Farbe / SW, nehmen. Letztlich liegt dem dann jedoch wiederum die Annahme zu Grunde, dass man S/W insgesamt der Farbe vorzieht. Wie du in den voringen Posts siehst, tuen das einige hier. Andere wiederum (z.B. readonly, so.) sehen es genau umgekehrt. Zu einen bestimmten Grad, vor allem bei Bildern wie den von dir hier gezeigten, ist es dann einfach Geschamckssache.
Dennoch lassen sich einige Kriterien nennen. Viele sind bereits von Vorrednern benannt worden. Ein Tipp von mir wäre sonst noch, sich einfach einmal "Die Hohe Schule der Fotografie" von Andeas Feininger aus der Stadtbibliothek auszuleihen und die ersten ca. 25 Seiten zu lesen (gerne auch mehr, ist wirklich hilfreich ). (Man findet das Buch, das auch sonst sehr lohnt, bestimmt auch gebraucht. Neu liegt es glaube ich sogar bei nur knapp 10 Euro...) Der Autor befasst sich dort sehr ausführlich mit der Frage S/W oder Farbe. Zwar ist das Buch in den 60er entstanden, dennoch sind die Kriterien auch heute noch mehr als aktuell...
Für die Abend Lektüre, wenn das Licht verschwunden ist
Den Tipp kann ich nur unterstreichen. Es gibt auch weitere gute Foto-Literatur. Speziell für s/w sind auch die Bücher von Ansel Adams empfehlenswert. Oder Bildbände von Bruce Barnbaum, Edward Weston und vielen mehr.
Zu Analogzeiten bin ich in der Regel mit zwei Gehäusen unterwegs gewesen, damit ich sowohl für Farbe, als auch für s/w gerüstet bin. In der Praxis habe ich seltenst auf beides zurück gegriffen. Entweder ich war s/w unterwegs, oder in Farbe. Ich würde behaupten, dass sich auch das Sehen unterscheidet, je nach dem in welche Richtung man tendiert. Grundsätzlich sind für s/w aber Strukturen, grafische Elemente und Kontraste zielführende Komponenten. Wie bei jeder Regel gilt auch die Ausnahme, sodass auch ein gesoftetes, flächiges s/w Bild wirkungsvoll sein kann.
Gruß Horst
Schwarz-Weiß-Fotografie lebt in erster Linie von tragenden Schwärzen und einer motivgerecht kontrastreichen Interaktion mit dem verbleibenden Lichtern, die nicht zwingend bis ins Schneeweiße reichen müssen. Vor allem gilt: weg von Graubildern!
[MENTION=107752]Ergosum[/MENTION]: falls genehm, so würde ich eine überarbeitete Version nach zuvor genanntem Schema hier zeigen.
Ich auch, aber die gefallen mir häufig nicht, da einfach zu kontrastlos - fast wie bei einem Buchdruck ohne Duoton. Ähnlich schauts ja beim Thema Korn oder kein Korn, da sich jedoch über Geschmack bekanntlich streiten lässt ......
Für mich ist der gravierende Unterschied dabei, dass in S/W uns ein übliches Gestaltungselement fehlt; die Farbe. Das bedeutet für mich, dass man sich die anderen wesentlichen Gestaltungselemente konzentrieren muss: Bildaufbau und Lichtführung, wobei bei Letzterem auf entsprechend Kontrast zu achten ist. - Denke aber, dass ist so ein sinnvolles Vorgehen und führt häufig zu ordentlichen Ergebnissen. - Hinzu kommt aber dann noch die "Laborarbeit", denn auch schon bei der analogen Fotografie war es nötig die Positiventwicklung zu beherrschen um zu sehr guten Ergebnissen zu kommen. Dementsprechend macht es dann Sinn hier entsprechend Aufwand reinzustecken und/oder sich ein paar Tool passenden Softwaretools dafür zu besorgen.
Hat eigentlich jemand von Euch schon einmal mit die klassischen (analogen) S/W-Filtern digital fotografiert? Ich wollte es immer versuchen, bin aber nicht wirklich dazu gekommen. - Wäre ja vielleicht ein interessante Experiment
Das waren nur mal ein paar schnelle Gedanken, als ich den Thread hier gelesen habe ...
Hat eigentlich jemand von Euch schon einmal mit die klassischen (analogen) S/W-Filtern digital fotografiert? Ich wollte es immer versuchen, bin aber nicht wirklich dazu gekommen. - Wäre ja vielleicht ein interessante Experiment
Ich könnte mir vorstellen, dass das an einer reinen Monochromkamera Sinn macht. Aber bei einem Bayersensor halte ich die Nachbearbeitung am Rechner für die bessere Wahl.
So ist es. Mit einem Bayer-Sensor bringt es nichts, weil die Pixel bereits nach dem RGGB-Schema gefiltert werden.
Ein Grund auch bei der BW-Konvertierung Blau- oder Rotkanal eher nur dezent abzugreifen. Ein deutlicher Schärfe- als auch Dynamikverlust wäre sonst die mehr oder weniger sichtbare Folge.