Unser Partner Sigma erweitert seine fp-Kameraserie um die neue FP2. Die spiegellose Vollformatkamera kommt mit einem teilweise gestapelten 24,5-Megapixel-Sensor, verbessertem Autofokus und umfangreichen Videofunktionen. Trotz ihrer kompakten Abmessungen bietet sie einen internen Speicher von rund 70 GB und zahlreiche Möglichkeiten zur Erweiterung. Die FP2 verwendet den L-Mount und soll im November 2026 für 2.199 Euro auf den Markt kommen.
Die Sigma FP2 kombiniert ein kompaktes Vollformatgehäuse mit umfangreichen Foto- und Videofunktionen.
Mit der Sigma FP2 stellt der Sigma die nächste Generation seiner besonders kompakten Vollformatkameras vor. Wie schon die ursprüngliche Sigma fp richtet sich auch das neue Modell an Fotograf:innen und Filmemacher:innen, die eine möglichst kleine Kamera mit flexibel anpassbarer Ausstattung suchen. Das Gehäuse misst lediglich 112,8 × 69,9 × 41,8 mm und wiegt einschließlich Akku und Speicherkarte rund 460 g. Sigma bezeichnet es als das weltweit kleinste Gehäuse einer Vollformat-Systemkamera. Diese Einordnung beruht auf eigenen Recherchen des Herstellers mit Stand Oktober 2026.
Die Sigma FP2 mit freiliegendem Vollformatsensor und L-Mount-Bajonett.
Neuer Vollformatsensor und verbesserter Autofokus
Im Inneren der Sigma FP2 arbeitet ein teilweise gestapelter CMOS-Vollformatsensor mit einer effektiven Auflösung von rund 24,5 Megapixeln. Die Sensorarchitektur ermöglicht eine schnellere Datenauslesung, wodurch unter anderem Rolling-Shutter-Verzerrungen reduziert werden. Für die Scharfstellung kombiniert die Kamera Phasendetektions- und Kontrastautofokus. Neben der Verfolgung bewegter Motive unterstützt die Motiverkennung Menschen, Hunde, Katzen und Vögel einschließlich der jeweiligen Augenerkennung.Serienaufnahmen sind mit bis zu 20 Bildern pro Sekunde möglich. Bei dieser Geschwindigkeit gibt Sigma eine Serienlänge von bis zu 200 JPEG- beziehungsweise 180 DNG-Aufnahmen an. Die FP2 arbeitet mit einem elektronischen Verschluss, der Belichtungszeiten zwischen 1/25.600 Sekunde und 30 Sekunden ermöglicht. Für längere Belichtungen steht ein Bulb-Modus mit bis zu fünf Minuten zur Verfügung.
Neigbares Display und 13 Farbmodi
Eine wichtige Neuerung innerhalb der fp-Serie ist das neigbare Display. Der 3,15 Zoll große Touchscreen mit rund 2,1 Millionen Bildpunkten lässt sich um bis zu 90 Grad nach oben und 45 Grad nach unten schwenken. So werden Aufnahmen aus niedrigen und erhöhten Kamerapositionen einfacher, ohne dass zusätzliches Zubehör erforderlich ist.Erstmals innerhalb der fp-Serie verfügt die Kamera über ein neigbares Display.
Für die Bildgestaltung stehen 13 Farbmodi zur Verfügung, die über die COLOR-Taste aufgerufen werden. Neben Standard und Monochrom gehören dazu z. B. Rich, Calm, Powder Blue, Warm Gold, Forest Green sowie verschiedene filmisch inspirierte Looks. Die Kamera kann Fotos als JPEG oder als verlustfrei komprimierte 14-Bit-DNG-Dateien speichern. Die gleichzeitige Aufzeichnung beider Formate ist möglich.
70 GB interner Speicher zusätzlich zur SD-Karte
Eine Besonderheit der Sigma FP2 ist ihr rund 70 GB großer interner Speicher. Er ergänzt den SDXC-Kartensteckplatz mit UHS-II-Unterstützung. Die Aufzeichnung kann bei voller Speicherkarte im internen Speicher fortgesetzt werden. Außerdem unterstützt die Kamera externe SSDs über USB 3.2.Auch bei der Stromversorgung gibt es eine Weiterentwicklung: Der neue Akku BP-91 hat gegenüber dem der ursprünglichen Sigma fp eine ca. 30 % längere Laufzeit. Sigma nennt rund 370 Fotos beziehungsweise etwa 130 Minuten Videoaufzeichnung pro Akkuladung.
Vom Foto- zum Cine-Modus mit einem Schalter
Ein zentrales Merkmal der Sigma FP2 ist die Verbindung von Fotografie und Filmproduktion. Über einen Schalter auf der Oberseite wird zwischen STILL und CINE gewechselt. Dabei ändern sich nicht nur die verfügbaren Aufnahmefunktionen, sondern auch die Benutzeroberfläche und der auf den Einsatzzweck abgestimmte Workflow.Über den Schalter auf der Oberseite wechselt die Sigma FP2 zwischen Foto- und Videomodus.
Für Videoaufnahmen unterstützt die FP2 eine 6K-Open-Gate-Aufzeichnung mit Nutzung der gesamten Sensorfläche. So kann man das aufgenommene Material später für unterschiedliche Seitenverhältnisse zuzuschneiden. Zu den unterstützten Formaten gehören ProRes RAW und ProRes RAW HQ sowie H.264 und H.265. Die maximale Bildrate beträgt in 6K bis zu 59,94 Bilder pro Sekunde, wobei ProRes RAW und ProRes RAW HQ in dieser Auflösung auf 29,97 Bilder pro Sekunde begrenzt sind. In 4K stehen im Crop-Modus auch Bildraten von rund 100 und 120 Bildern pro Sekunde zur Verfügung.
Für die Nachbearbeitung unterstützt die Kamera außerdem L-Log mit einem Dynamikumfang von bis zu 14,1 Blendenstufen bei 4K-Vollformataufnahmen. Weitere Videofunktionen sind u. a. Waveform-Anzeige, Zebra-Muster, False Color und die Unterstützung von 32-Bit-Float-Audio mit entsprechendem optionalem Zubehör.
Auch eine Director’s-Viewfinder-Funktion ist integriert. Damit können Bildausschnitte verschiedener professioneller Kinokameras simuliert werden, darunter Modelle von ARRI, Sony und RED.
Für Videoaufnahmen (ausgenommen 6K-Aufnahmen) hat die Sigma FP2 eine elektronische Bildstabilisierung (EIS). Eine sensorbasierte Bildstabilisierung (IBIS) bietet sie nicht.
Modulares Kamerakonzept mit vielseitigem Zubehör
Die Sigma FP2 bleibt dem modularen Konzept ihres Vorgängers treu. An beiden Gehäuseseiten und an der Unterseite befinden sich Befestigungsgewinde, über die sich unterschiedliche Zubehörteile anbringen lassen. Als Zubehör bietet Sigma z. B. den elektronischen Sucher EVF-21 an. Er hat ein 0,5-Zoll-OLED-Display mit rund 5,76 Millionen Bildpunkten und kann um bis zu 90 Grad nach oben geneigt werden. Weitere Zubehörteile sind der LCD-Sucher LVF-21, die Basisplatte BPL-21 und der Blitzschuhadapter HU-21.Dank ihres modularen Aufbaus kann die Sigma FP2 mit umfangreichem Zubehör für Filmproduktionen ausgestattet werden.
Die Sigma FP2 lässt sich vielseitig einsetzen: Von der kompakten Fotokamera mit angesetztem Objektiv bis zum umfangreich ausgestatteten Video-Rig mit externem Monitor, Audiozubehör und weiteren Komponenten.
Sigma FP2: Technische Daten im Überblick
| Merkmal | Sigma FP2 |
| Kameratyp | Spiegellose Vollformat-Systemkamera |
| Objektivanschluss | L-Mount |
| Sensor | Teilweise gestapelter CMOS-Vollformatsensor |
| Auflösung | 24,5 Megapixel |
| Autofokus | Phasendetektion und Kontrast-AF |
| Serienbilder | Bis zu 20 Bilder/s |
| Verschluss | Elektronisch |
| Display | 3,15 Zoll, neigbar, Touchscreen |
| Fotoformate | 14-Bit-DNG, JPEG |
| Video | Bis zu 6K Open Gate |
| Videoformate | ProRes RAW, H.264, H.265 |
| Interner Speicher | Ca. 70 GB |
| Speichermedien | SDXC UHS-II, externe SSD |
| Sucher | Optionaler EVF-21 |
| Bildstabilisierung | Elektronisch, nur Video |
| Abmessungen | 112,8 × 69,9 × 41,8 mm |
| Gewicht | Ca. 460 g mit Akku und SD-Karte |
Preis und Verfügbarkeit
Die Sigma FP2 wird voraussichtlich ab November 2026 zum Preis von 2.199 Euro erhältlich sein.Mehr Informationen gibt es hier bei Sigma:
FP2 Digital Camera
Spitzenleistung im kleinsten Gehäuse der Welt Per Schalter zur vollwertigen Cinema-Kamera Zubehör für mehr Erweiterbarkeit Made in Aizu, Japan
Bildnachweis: ©SIGMA