Nachdem ja eine Reparatur der milchig verkratzten Frontlinse nicht gelang, und ich keinen Euro mehr ausgeben will für dieses Schrott-Teil, habe ich die zwei einzelnen Linsen vorne (die Frontlinse, eine LD-Sammellinse, und die dahinter, eine HD-Streulinse) ersetzt durch eine verkittete LD/HD-Kombination aus einem alten Beamer:
Da diese im Gegensatz zur originalen Kombination, die eine leichte Streuwirkung hatte, eine leichte Sammelwirkung hat, musste ich die dritte Linse von vorne im Tubus um einen Zentimeter nach hinten versetzen (dazu habe ich sie um 2 mm im Durchmesser kleiner schleifen müssen), damit das Objektiv noch auf unendlich fokussiert:
Das komplette Objektiv sieht nun so aus:
Es ist deutlich kürzer und leichter als ein originales 180/2.8 ED, hat eine kürzere Brennweite (150 mm) und eine etwas höhere Lichtstärke (f/2.5 - Eintrittspupille 62 mm), die ich durch davor schrauben eines 62mm=>55mm Reduzierringes auf f/2.8 reduziere.
Bei Offenblende ist es wegen nicht ganz auskorrigierter sphärischer Aberration und Bildfeldwölbung sehr "weich", bei f/5.6 aber ist die Schärfe in der Bildmitte einwandfrei:
Da die Brennweitenreduzierung von 180 auf 150 mm die Naheinstellgrenze von 1,8 auf 1,4 Meter reduziert hat, eignet es sich z.B. sehr schön für "duftige" Blüten-Fotos...