Mitmachthema Schiffe - Boote - alles was schwimmt!

Der Zweimast-Toppsegelschoner JOHANN SMIDT kam gestern früh in den Stadthafen von Sassnitz...



...und verließ ihn heute Vormittag wieder.



Die JOHANN SMIDT wurde 1974 als Gaffelschoner mit dem Namen EENDRACHT in Holland für Jugendreisen gebaut.
1989 wurde sie vom Verein Clipper DJS gekauft und nach dem früheren Bremer Bürgermeister und Gründer von Bremerhaven in JOHANN SMIDT umbenannt.

Länge: 36 m
Breite: 8 m
Tiefgang: 3,60 m
BRZ: 146
 
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Capt. Forty kommentierte
Kay
Dafür gibt es verschiedene Gründe. In diesem Fall hat der Verein das Schiff gekauft, um mit Jugendlichen Segelreisen zu unternehmen, auf denen sie viele Dinge lernen können, die sie im "normalen" Leben nicht in so konzentrierter Form lernen und erleben können, z.B. mit Anderen für längere Zeit auf reletiv engem Raum auskommen, Konflikte zu lösen und nicht davonlaufen (geht halt nicht). Mit limitierten Ressourcen klarkommen: Z. B. gibt es ausreichend Frischwasser an Bord - aber nur, wenn man es gut einteilt und nicht verschwendet. Naturkräfte unmittelbar erleben, Wind, Wellen usw., Wetter beobachten und unmittelbar spüren, was aus bestimmten Beobachtungen resultiert. Die Natur beobachten, Auswirkungen des Menschen auf die Umwelt untersuchen und sehr, sehr viel mehr. So ein Segelschiff kann man nur als Team bewegen - einer allein kann überhaupt nichts ausrichten. Man MUSS lernen zusammenzuarbeiten, sonst kommt man nirgends an. Diese Reisen prägen Jugendliche mehr, als 12 Jahre Schulbildung, Lehre, Uni usw.. Ich wünschte, alle Jugendlichen zwischen 15 und 20 hätten die Chance, mal so eine Reise zu unternehmen - leider ist es nur sehr Wenigen vergönnt.
 
Kay kommentierte

Danke, mein lieber Capt.Forty.
Einigen wir uns darauf, daß der Verein das Schiff für Segelreisen gekauft hat.
Jedes dieser Motorboote tut mir in der Seele weh, wenn die Segel nur Deko sind und die Maschine ständig läuft.
That´s all!
 
Capt. Forty kommentierte
Kay
...da bin ich schon bei dir, aber hier sind die Schiffe im Hafen unterwegs - da ist schlecht Segeln. Vor dem Hafen haben die durchaus ihre Segel gesetzt, aber das konnte ich von meiner Position leider nicht fotografieren.
 
Captn Marc kommentierte

Moin lieber Kay,
ich bin selber Mitglied diese Vereins, der vier Schiffe hat. Das älteste Schiff von 1887. Ich habe gut zwanzig Jahre auf der ALBATROS gesegelt und viel Winterarbeit gemacht. (Siehe ein Foto weiter)
Wir versuchen immer die Maschinenstunden auf Minimum zu halten, denn zum einen ist Diesel teuer und zum anderen sind die Maschine auch nicht immer sehr kräftig, also wenn es geht nur für Ein- und Auslaufen und wo absolut nötig.
Außerdem sollen die Mitsegler auch lernen, dass man zum Segeln Wind braucht. Wir sind auch schon Stunden ohne Wind durch den großen Belt getrieben und haben bewußt die “Eiserne Fock” nicht angeschmissen.
Gruß Marc
 
Kay kommentierte
Danke, da kannst Du sicher viel erzählen!
 
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Die MS NORDWIND begegnet dem Dreimast-Toppsegelschoner ALBATROS nahe der Hafeneinfahrt von Sassnitz.



Gebaut 1942 in Dänemark als DAGMAR LARSSON, gehört die ALBATROS nach wechselvoller Geschichte bereits seit 1978 ebenfalls dem Verein Clipper DJS.

Länge (LüA): 35,70 m
Breite: 6,87 m
Tiefgang: 3,18 m
BRZ: 99
Segelfläche: 292 m²
 
Kommentar
3 Kommentare
Kay kommentierte
Das Foto ist o.k., aber auf dem Kahn ist keine Disziplin ... (nein, war nicht so gemeint)!
 
waxman kommentierte
Ah, das Drachenbootrennen im Duisburger Innenhafen. Ist immer sehr spaßig das Ganze.
 
Capt. Forty kommentierte
Warum "versaust" du deine Bilder eigentlich immer mit so einer gruseligen Vignette? Bei manchen (sehr wenigen!) Motiven mag das ja passend sein, aber bei den meisten Bildern sieht das einfach nur scheusslich aus.
 
ich habe zwar keine Ahnung von solchen Schiffen, aber meinen Recherchen nach dürfte es sich um die Yacht "EOS" des US-amerikanischen Medienunternehmers und Milliardär Barry Diller handeln. OK, nicht ganz meine Preisklasse.

hier vor Ullapool - Schottland

 
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Ich hatte in den letzten Tagen eine nette Begegnung mit einem jungen Mann aus Złotoryja (Goldberg in Niederschlesien).



Dariusz hat sich in den Kopf gesetzt, ab August nächsten Jahres, die Welt ausschließlich mit Muskelkraft zu umrunden - und zwar an Land mit dem Fahrrad und auf See mit dem Ruderboot. Dafür hat er sich ein bereits erprobtes Offshore-Ruderboot gekauft, das mit seinem Vorbesitzer bereits 8x den Atlantik überquert hat. Jetzt trainiert er damit auf der Ostsee.



Am Freitag Nachmittag kam er von Świnoujście in Sassnitz an und will als nächste Etappe nach Bornholm. Das Wetter war und ist noch so, dass eine Weiterfahrt momentan für ihn wenig Sinn macht, denn er hat bisher noch kaum Erfahrung im Offshore-Rudern.



Da er für sein Vorhaben noch Sponsoren sucht, unterhält er sich gern und bereitwillig mit Jedem, der vorbeikommt und sich über das seltsame Boot wundert.



Man kann über ihn und sein Projekt bereits Einiges in den sozialen Medien erfahren, allerdings überwiegend auf Polnisch.

Derweil versorge ich ihn für seine nächste Etappe mit detaillierten Offshore-Wettervorhersagen, denn zwei der Windparks, in denen wir unterwegs sind, liegen genau auf seiner Route und so genaue Wetterinformationen, wie wir sie für unsere Arbeit haben, gibt es für "Normal-Sterbliche" nicht . Voraussichtlich wird er mit seiner Złotoryjanka heute Nacht Richtung Bornholm aufbrechen, denn für die nächsten 2-3 Tage sieht das Wetter ganz passabel aus. Er rechnet mit ca. 30h für die gut 50 Meilen.​
 
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2 Kommentare
Wölkchen kommentierte
Ein bisschen verrückt ist das schon, aber warum nicht.........

Was für einen Zeitplan hat der junge Mann -mit wie vielen
Jahren rechnet er?
 
Capt. Forty kommentierte
Das habe ich ihn nicht gefragt - ich schätze mal, daß er so mit 2 Jahren rechnen muss. Über den Ozean rudern geht nur sehr langsam. Da kann man von Wind, Strömungen und Stürmen extrem leicht zurückgeworfen werden und am Ende muss man vielleicht die doppelte Strecke rudern. Die Wettervorhersagen haben sich jetzt leider auch schon wieder verschlechtert. Wind und Welle gehen erst morgen früh ausreichend runter und ab Dienstag gibt's für ihn Gegenwind. Ich schätze, er wird seine Abfahrt verschieben - ich werde es morgen früh sehen.
 
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