Ich hatte in den letzten Tagen eine nette Begegnung mit einem jungen Mann aus Złotoryja (Goldberg in Niederschlesien).
Dariusz hat sich in den Kopf gesetzt, ab August nächsten Jahres, die Welt ausschließlich mit Muskelkraft zu umrunden - und zwar an Land mit dem Fahrrad und auf See mit dem Ruderboot. Dafür hat er sich ein bereits erprobtes Offshore-Ruderboot gekauft, das mit seinem Vorbesitzer bereits 8x den Atlantik überquert hat. Jetzt trainiert er damit auf der Ostsee.
Am Freitag Nachmittag kam er von Świnoujście in Sassnitz an und will als nächste Etappe nach Bornholm. Das Wetter war und ist noch so, dass eine Weiterfahrt momentan für ihn wenig Sinn macht, denn er hat bisher noch kaum Erfahrung im Offshore-Rudern.
Da er für sein Vorhaben noch Sponsoren sucht, unterhält er sich gern und bereitwillig mit Jedem, der vorbeikommt und sich über das seltsame Boot wundert.
Man kann über ihn und sein Projekt bereits Einiges in den sozialen Medien erfahren, allerdings überwiegend auf Polnisch.
Derweil versorge ich ihn für seine nächste Etappe mit detaillierten Offshore-Wettervorhersagen, denn zwei der Windparks, in denen wir unterwegs sind, liegen genau auf seiner Route und so genaue Wetterinformationen, wie wir sie für unsere Arbeit haben, gibt es für "Normal-Sterbliche" nicht
. Voraussichtlich wird er mit seiner
Złotoryjanka heute Nacht Richtung Bornholm aufbrechen, denn für die nächsten 2-3 Tage sieht das Wetter ganz passabel aus. Er rechnet mit ca. 30h für die gut 50 Meilen.
Danke, mein lieber Capt.Forty.
Einigen wir uns darauf, daß der Verein das Schiff für Segelreisen gekauft hat.
Jedes dieser Motorboote tut mir in der Seele weh, wenn die Segel nur Deko sind und die Maschine ständig läuft.
That´s all!
Moin lieber Kay,
ich bin selber Mitglied diese Vereins, der vier Schiffe hat. Das älteste Schiff von 1887. Ich habe gut zwanzig Jahre auf der ALBATROS gesegelt und viel Winterarbeit gemacht. (Siehe ein Foto weiter)
Wir versuchen immer die Maschinenstunden auf Minimum zu halten, denn zum einen ist Diesel teuer und zum anderen sind die Maschine auch nicht immer sehr kräftig, also wenn es geht nur für Ein- und Auslaufen und wo absolut nötig.
Außerdem sollen die Mitsegler auch lernen, dass man zum Segeln Wind braucht. Wir sind auch schon Stunden ohne Wind durch den großen Belt getrieben und haben bewußt die “Eiserne Fock” nicht angeschmissen.
Gruß Marc